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Krypto-Währungen

Bitcoin crasht – der neue Star heißt IOTA!

Während Bitcoin heute crasht (-8% bei Bitfinex), schiesst derzeit eine andere „Kryptowährung“ durch die Decke: IOTA (heute wieder +30%). Während Bitcoin als Zahlungsmittel ungeeignet ist (langsam, ernergieverschwendend und teuer in der Transaktion) setzt IOTA auf eine Technologie, die richtungsweisend sein dürfte..

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FMW-Redaktion

Während Bitcoin heute crasht (-8% bei Bitfinex), schiesst derzeit eine andere „Kryptowährung“ durch die Decke: IOTA. An der Kryptobörse Bitfinex steigt der Preis nach dem gestrigen zweistelligen Anstieg heute um weitere gut 30%(!). Am 2.Dezember stand der IOTA-Kurs noch bei 1,42 Dollar, heute liegt er bei 5,50 Dollar. Was steckt dahinter?

Man mag es kaum glauben, aber hinter IOTA steht ein Startup aus Berlin – es wäre also, sollte sich der Siegeszug von IOTA fortsetzen, nach langer Zeit wieder einmal eine Technologie aus Deutschland, die zur Weltgeltung kommen würde. Und die Voraussetzungen dafür sind nicht schlecht: gestern hat der Wagniskapital-Arm von Bosch erklärt, in das Berliner Unternehmen zu investieren, was den derzeitigen Kursanstieg von IOTA erklärt (Bosch hält übrigens weltweit die mit Abstand meisten Patente für Elektromobilität!).

Dabei verwendet IOTA nicht, wie Bitcoin, die Blockchain-Technologie, sondern setzt auf die Tangle-Technologie, die wie ein Spinnennetz funktioniert, aber (anders als die Blockchain) zentral gesteuert wird. Ein entscheidender Grund für den möglichen Siegeszug von IOTA könnte sein, dass dadurch extrem schnelle und vor allem kostenlose Transaktionen ermöglicht werden – genau das ist ja eines der zentralen Probleme von Bitcoin, dessen Transaktionen nicht nur extrem langsam, sondern zunehemend auch teuer sind. Also könnte man sagen: Bitcoin wirkt irgendwie schon veraltet, IOTA scheint deutlich zukunftsweisender zu sein!

Hier ein Erklärvideo, worum es sich bei IOTA handelt:


By Mothermole99 – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=60677055

13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    chaironimo

    20. Dezember 2017 14:10 at 14:10

    Leider wird der Total Supply auf der auf der IOTA Homepage mit 2779530283277761 beziffert. Wenn die im Erklärvideo genannte Zahl stimmt, dann würde ich nicht zögern welche zu kaufen.
    https://iota.readme.io/docs/frequently-asked-questions

    • Avatar

      baeuerin

      20. Dezember 2017 15:13 at 15:13

      Also ein Berliner Start-Up Unternehmen….ich weis nicht!
      Erst der Berliner Flughafen und event.IOTA…na ja,ok
      Habe mal 1000Euro invest.,denn vielleicht wirds der naechste Bitcoin und werde REEEIIIIIIICH…..

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      Autobach

      20. Dezember 2017 18:34 at 18:34

      Man kauft aber immer MIOTA’s also eine Millionen IOTA sind 5,5$

    • Avatar

      Kay

      20. Dezember 2017 21:55 at 21:55

      Die Anzahl ist wirklich sehr hoch, jedoch bezieht sich der Kurs auf 1 MIOTA, also 1.000.000 IOTA. Also gibt es ca. 27,8 Mrd. MIOTA. Hat einfach den Grund, dass man bei geringen Beträge einfach beispielsweise 1000 IOTA versenden kann und nicht wie bei Bitcoin 0,00001232 oder so.

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    Lalli

    20. Dezember 2017 15:58 at 15:58

    Ist das eventuell die Abkürzung von IDIOTA ?

  3. Avatar

    Haha

    20. Dezember 2017 17:01 at 17:01

    Was für kindische Kommentare! Wenn man keine Ahnung hat, sollte man weiter BTC kaufen und auf das Ende warten, oder mal offen für einen neue Währung sein. BTC ist auch nicht problemlos gestartet. Ether auch nicht.

  4. Avatar

    Emm wie Meikel

    21. Dezember 2017 09:14 at 09:14

    Anonym ist das aber nicht. Und was hindert die Macher am Zentralserver daran, einfach noch mehr Zahlungseinheiten aus dünner Lüft zu erschaffen (ein bisschen extra-Genesis) und sobald die Sache angelaufen ist, diese an ein paar Idiota zu verkaufen und sich so zu bereichern?

    • Avatar

      MZW

      21. Dezember 2017 12:19 at 12:19

      Wie alt sind Sie? Einfach mal informieren bevor hier so Geistiger dünnschiss abgelassen wird. Kann ja verstehen das Blockchain Liebhaber etwas angst kriegen, oder die Miner ihre Einnahmequelle versiegen sehen, das ist aber noch lange kein Grund hier so kindisch zu werden.

      Die IOTA Foundation ist eine Stiftung, da will sich niemand bereichern.

      Bei IOTA sind alle Coins schon im Umlauf, des Weiteren sind keine Gebühren fällig, ganz im Gegenteil zu allen anderen Coins.

      • Avatar

        Gerd

        21. Dezember 2017 12:34 at 12:34

        So kann auch sicherlich nur jemand schreiben, der selber schon ein paar besitzt und möchte, dass sie weiter steigen.
        O.k., ist ja verständlich und es sei Ihnen auch gegönnt.

        • Avatar

          baeuerin

          21. Dezember 2017 12:41 at 12:41

          Gerd..die Blockchain,ist eine Technik fuer sich..da sind wir zu alt fuer!
          Es langt doch schon,wenn wir unsere Verluste/Gewinne nur Virtuell sehen koennen,als die Kohle(wie in alten Zeiten),in den Haenden zu halten!
          …und jetzt noch die Kryptos..?

          • Avatar

            Gerd

            21. Dezember 2017 13:05 at 13:05

            Ich wollte die Bitcoins weder in den Händen halten noch virtuell besitzen und auch nicht auf ner Festplatte mit mir rumschleppen – deshalb hatte ich ja sogar welche verkauft, die ich gar nicht hatte. Nicht, dass du denkst, ich wäre scharf auf die Dinger.

      • Avatar

        Emm wie Meikel

        21. Dezember 2017 19:35 at 19:35

        Für mich sind die Dinger uninteressant, solang es keine veritable Möglichkeit gibt, sie anonym zu transferieren. Wenn ich Sie in ihrem religiösen Glauben verletzt habe, so ist das Ihr Problem, nicht meins. Beruhigend zu wissen, daß es noch Leute gibt, die an das Gute im Menschen glauben.

  5. Avatar

    MZW

    21. Dezember 2017 12:13 at 12:13

    Nur mal so, es gibt 2,78 Milliarden MIOTA und nicht 27 Mrd.!

    Aktuelle Marktkapitalisierung = $14,041,688,923.72 / 2,78 Mrd. Coins = 5,05 $
    MIOTA ist die Einheit für den Handel mit IOTA.

    Wer interessiert ist sollte sich einmal mit der Technik dahinter und den Möglichkeiten beschäftigen, ITOA hat zig Vorteile gegenüber Bitcoin und Co.

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Krypto-Währungen

Kryptowährungen: Auf dem Weg zum Bargeldersatz?

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Kryptowährungen Symbolbild

Am vergangenen Donnerstag berieten sich die Finanzminister der EU-Staaten und kamen zu dem Ergebnis, dass sie private Währungen wie Facebooks Libra vorerst nicht genehmigen wollen. Zunächst seien alle rechtlichen und regulatorischen Risiken zu identifizieren und einzuhegen. Dabei deutet sich schon jetzt an, dass gewichtige Mitglieder wie Deutschland die Risiken schon ohne Vorabprüfung als so groß ansehen, dass sie lieber keine Genehmigung wünschen. So ist Deutschlands Finanzminister Olaf Scholz der Ansicht, dass Währungen doch bitte Aufgabe des Staates bleiben sollten. Und die Kryptowährungen? Immerhin hat die BaFin gerade erst verkündet das Krypto-Verwahrgeschäft regulieren zu wollen!

Dass die USA seit mehr als 100 Jahren wunderbar mit einer Währung auskommen, deren Geldpolitik vom Bankensystem selbst bestimmt wird, scheint er dabei vergessen zu haben. Das Federal Reserve System besteht aus zwölf regionalen Federal Reserve Banks. Geschäftsbanken bekommen Zugang zum Federal Reserve System, indem sie Anteile an der für sie zuständigen regionalen Federal Reserve Bank kaufen und damit Stimmrechte in der Federal Reserve Bank erlangen. Die Geschäftsbanken bekommen auch den auf ihren Aktienanteil entfallenden Gewinn der Federal Reserve Bank ausgeschüttet. Jede regionale Federal Reserve Bank, die im Besitz der regionalen Geschäftsbanken ist, entscheiden über das Federal Open Market Committee über die Geldpolitik mit. Mithin ist die Währung US-Dollar nicht Aufgabe des Staates, sondern Aufgabe der privaten Banken in den USA.

Auch die von der Europäischen Zentralbank verwaltete Währung Euro ist nur bedingt staatlich. Kein Euro-Staat kann der EZB direkte Weisungen erteilen und die EZB ist weitgehend frei in ihren Entscheidungen, wenngleich der entscheidungsbefugte EZB-Rat mit den Präsidenten der nationalen Zentralbanken besetzt ist.

Nicht Kryptowährungen generell sind unerwünscht, sondern private Kryptowährungen!

Weshalb Olaf Scholz eine solche Aversion ausgerechnet gegen Facebooks Libra hat, ist unbekannt. Libra soll schließlich an den Wert eines Währungskorbes bestehend aus diversen nationalen Währungen gebunden werden. Facebook kann also gerade nicht eigenständig über Geldmenge und Geldwert bestimmen, sondern ist vollständig abhängig von den nationalen Währungen.

Im Übrigen gibt es durchaus wohl begründete Ansichten, dass eine Währungsvielfalt sogar systemstabilisierend wirken kann. Schließlich gibt es eine lange Historie von Problemen, die staatliche Währungen nicht nur nicht lösten, sondern sogar erschufen. Die Hyperinflation in Deutschland zum Beispiel. In vielen Ländern der Erde existieren derzeit mindestens zwei Währungen nebeneinander: Die offizielle, staatliche Währung des Landes, mit der Steuern bezahlt werden müssen und eine zweite, ausländische Währung, deren Wertstabilität die Bevölkerung stärker vertraut als der offiziellen Landeswährung. Die Werke von Bernard Litaer zu Komplementärwährungen seien an dieser Stelle als Leseempfehlung erwähnt.

Deutsche Bank: Bis 2030 200 Millionen Benutzer von Wallets für Kryptowährungen

Die Deutsche Bank veröffentlichte derweil ein Zukunftskonzept für das Jahr 2030, in dem auch Kryptowährungen ein Kapital gewidmet wurde. Aufhänger ist die Ankündigung Chinas einer staatlichen Kryptowährung. Praktischerweise verbot China zuvor Kauf und Verkauf aller anderen Kryptowährungen, mit denen Chinesen Kapital außer Landes schaffen konnten. Die geplante chinesische Kryptowährung soll nicht nur von der Chinesischen Zentralbank emittiert werden, sondern auch sämtliche dafür geeigneten Wallets von staatlichen Stellen zur Verfügung gestellt werden.

Andere Medien behaupten, die Deutsche Bank hätte proklamiert, bis 2030 würden Kryptowährungen das Bargeld ersetzen. Tatsächlich geht die Deutsche Bank in der Studie aber nur davon aus, dass bis 2030 200 Millionen Krypto-Wallet Benutzer existieren werden. Das ist wohl kaum ausreichend, um Bargeld bis 2030 zu ersetzen.

Mehr noch: Die Deutsche Bank geht davon aus, dass sich Wallets für Kryptowährungen in den ersten 25 Jahren ihres Bestehens langsamer durchsetzen als das Internet in den 25 ersten Jahren seines Bestehens. Für mich liest sich das eher Kryptowährungs-skeptisch denn euphorisch.

Ob die Abschaffung des Bargelds selbst bei einer schnelleren Durchsetzung von Wallets in jedem Land gelingt, insbesondere in Deutschland, darf bezweifelt werden. Andere Länder sind jedoch schon jetzt auf dem besten Wege in die Abschaffung des Bargeldes. Schweden will bis 2030 eine bargeldlose Gesellschaft werden. Schon heute werden dort 80% aller Transaktionen ohne Bargeld abgewickelt. In Deutschland sind es noch etwas weniger als 50%.

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Bitcoin

Bitcoin – bringt das Jahr 2020 einen Kursschub?

Bitcoin in Zeiten ungezügelter Geldmengenvermehrung durch die Notenbanken

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Als Pionier unter den „Cryptos“ ist der Bitcoin nach wie vor die populärste digitale Währung, basierend auf der Blockchain-Technologie. Im nächsten Jahr könnte der nächste Kursschub kommen.

Bei Bitcoin sinkt das Geldmengenwachstum

Anders als bei den offiziellen Zahlungsmitteln, auch Fiat-Geld genannt, sinkt die Emissionsrate der digitalen Kryptowährung Bitcoin im Laufe der Zeit, konkret alle vier Jahre. Als Satoshi Nakamoto, der mysteriöse Vater der Cyberwährung, vor zehn Jahren die ersten Bitcoins erschuf, waren dies noch 50 Stück pro Rechenblock alle zehn Minuten. Im Jahr 2012 griff die erste in den Code der Kryptowährung eingebaute Halbierung der Geldschöpfungsrate, auch „Halving“ genannt. Der gleiche Rechenaufwand wurde nun lediglich mit 25 Bitcoins pro Block belohnt. Das zweite Halving fand dann im Jahr 2016 statt – seitdem gibt es nur noch 12,5 Bitcoins pro Block. Am 20. Mai des nächsten Jahres findet die nächste Halving-Runde statt. Ab diesem Tag können alle 10 Minuten nur noch 6,25 Bitcoins digital erzeugt werden.

Die Bitcoin-Geldmenge wird dann nur noch um 328.500 Stück pro Jahr steigen, verglichen mit aktuell 657.000 pro Jahr und über 2,6 Millionen vor zehn Jahren.

Die Geldschöpfung der Digitalwährung endet final, wenn der letzte Bitcoin im Jahr 2140 berechnet wird. Die Bitcoin-Produktion, in Fachkreisen auch Bitcoin-Mining genannt, ist durch den eingebauten Algorithmus auf insgesamt 21 Millionen Stück begrenzt. Es kann nie mehr als diese Geldmenge existieren. Der Horror für jede moderne Zentralbank aber für Anleger und Währungsspekulanten ein interessanter Aspekt.

Vorausgesetzt, die Nachfrage nach Bitcoins übertrifft die Emissionsrate, sind steigende Preise damit theoretisch vorprogrammiert. In der Praxis könnten jedoch neue Handelsverbote, Hacker-Skandale und vor allem die Überspekulation im Vorfeld des Halvings dazu führen, dass dieser Zusammenhang zeitlich nicht direkt erfolgt. Die Antizipation der Verknappung beim Bitcoin-Mining könnte im Vorfeld bereits zu starker Aufwertung führen, was das Kurspotenzial danach limitiert.

Der Geldschöpfungsprozess wird immer aufwendiger bei Bitcoin

Die Reduktion der „Belohnung“ beim Lösen der Bitcoin-Rechenblöcke auf jeweils die Hälfte alle vier Jahre ist nicht der einzige Faktor, der die Geldschöpfung der Pionier-Kryptowährung im Zeitverlauf erschwert.

Es wird zunehmend aufwendiger, Blöcke zu berechnen und die digitalen Münzen zu generieren. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Mining immer schwieriger wird, je mehr digitale Bergleute dem Bitcoin-Netzwerk beitreten.

Aufgrund des erhöhten Schwierigkeitsgrads benötigen Die Bitcoin-Miner leistungsfähigere Hardware und mehr Energie um die kryptografischen Algorithmen zu lösen.

Dieser permanent zunehmende Schwierigkeitsgrad beim Schürfen der digitalen Münzen hat dazu geführt, dass sich die Miner zu „Bergbaupools“ vernetzen, um gemeinsam Blöcke zu lösen und die geschürften Bitcoins anschließend zu teilen. Die berechneten Bitcoins werden gemäß der Rechenleistung, die jedes Netzwerkmitglied einbringt, verbucht. Das Lösen der Blöcke ist mittlerweile so schwierig geworden, dass sich mehrere Tausend bis Zehntausend Miner mit den Kapazitäten ihrer Rechner zusammenschließen. Im Ergebnis bedeutet dies oft nur noch wenige Dollar für jeden digitalen Bergmann. Demgegenüber stehen Kosten für benötigten extrem leistungsfähigen Grafikkarten, vorzugsweise von Herstellern wie Nvidia oder AMD, sowie natürlich für den Strom, der für die enorme Rechenleistung benötigt wird.

Bisher war das Halving eine Preissteigerungsgarantie

Bis heute wurden bereits 85 Prozent aller möglichen Bitcoins erzeugt, aktuell ca. 18 Millionen Stück. In den Jahren 2012 und 2016 hat sich die These, dass der Kurs parallel zur abnehmenden Geldschöpfungsrate steigt, erfüllt. Massive Spekulationen und eventuell auch Preismanipulationen haben seit 2017 gleichwohl zu extremer Volatilität geführt. Somit ist dieser Zusammenhang nicht mehr ohne weiters herstellbar.

Wo die faire Bewertung eines Bitcoins liegt, ist ebenfalls schwer zu sagen. Dies gilt zwar auch für Gold, das gelbe Metall hat sich aber schon seit fünftausend Jahren bewährt – Bitcoins gibt es erst seit einer Dekade. Was man sagen kann, ist, dass die erneute Halbierung der Schöpfungsrate der Kursentwicklung auf jeden Fall nicht schaden wird.

Ob jedoch Kursziele von einer Million Dollar und mehr, wie sie von dem New Yorker Hedgefonds-Manager Charles Hwang postuliert werden, erreichbar sind, hängt auch von anderen Faktoren ab.

Der Mehrwert des Bitcoin besteht neben seiner Knappheit vor allem in seiner Diskretion. Man kann das digitale Geld unbemerkt überall mit hinnehmen (auch über Grenzen hinweg) und damit online diskrete Transaktionen durchführen. Verbote von Handelsplattformen für Bitcoin sowie die Stilllegung von Darkweb-Handelsplätzen wie „Silk Road“ oder „Dream Market“ haben den Kurs in der Vergangenheit immer wieder stark belastet und sind auch ein Risiko für die Zukunft.

Wie groß der politische Einfluss auf den Kursverlauf ist, konnte man gestern beobachten, als der Kurs des Bitcoin in kürzester Zeit massiv zulegte, weil die deutsche Aufsichtsbehörde BaFin der Kryptowährung im Rahmen des Kreditwesengesetzes ab Januar 2020 offiziell den Status eines regulierten Finanzinstruments verlieh.

Da Bitcoins mittlerweile sogar in Form von Futures handelbar sind, bekommt der Faktor Spekulation einen immer größeren Einfluss auf die Preisbildung bei der Digitalwährung. Zudem befindet sich eine bedeutende Menge Bitcoins in den Händen nur weniger Marktteilnehmer. Allein ca. 1 Million Stück sollen sich nach wie vor in den Händen von Satoshi Nakamoto befinden. Dies entspräche einer aktuellen Marktkapitalisierung von ca. 7,4 Milliarden US-Dollar.

Da der Markt für Bitcoin vor allem durch Intransparenz glänzt, was natürlich der einer Kryptowährung innewohnenden Diskretion geschuldet ist, ist der Markt schwer einschätzbar.

Fazit und Ausblick

Mit dem neuen Halving besteht zumindest aus der Erfahrung der letzten beiden dieser Ereignisse die Möglichkeit, dass der Bitcoin erneut massiv an Wert gewinnt. Noch fungiert der Pionier unter den Kryptos als beliebteste Handelswährung im Darknet und überall dort, wo Geld diskret aufbewahrt, ausgegeben und transportiert werden soll. Dies ist z. B. für Festland-Chinesen ein großer Vorteil, da die chinesische Binnenwährung Renminbi nicht frei konvertierbar ist und der Kapitalverkehr aus China heraus streng kontrolliert wird.

Das Risiko des Verbotes von Handelsplattformen, auf denen Bitcoins ge- und verkauft bzw. diese in Waren und Dienstleistungen getauscht werden können, bleibt ebenfalls hoch.

In Zeiten ungezügelter Geldmengenvermehrung durch die Notenbanken und in einem Umfeld von Null- und Negativzinsen bleibt der Bitcoin als Währungs-Exot aufgrund seiner sehr speziellen Eigenschaften gleichwohl interessant.

Wie wird das Jahr 2020 für Bitcoin laufen?

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Krypto-Währungen

Litecoin: Nur 16,95% liegen mit Kryptowährung im Gewinn!

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Litecoin Beispielfoto

Kryptowährungen haben viele Menschen in kurzer Zeit reich gemacht. Vielleicht sogar mehr Menschen verloren aber in noch kürzerer Zeit viel Geld. Zum Beispiel die Besitzer von Litecoins. Einer aktuellen Untersuchung zufolge liegen nur 16,95% aller Litecoin-Adressen im Plus! Das wirft ein Schlaglicht auf die Vor- und Nachteile der Kryptowährungen. Sie sind ein hervorragendes Trading-Instrument, aber langfristig ungeeignet als Anlageklasse.

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Litcoin im Fokus

Kryptoanleger argumentieren gern, dass sich das Bezahlen mit Kryptowährungen über kurz oder lang durchsetzen werde und dann Anleger der ersten Stunde zu den Gewinnern zählen werden. Denn die Maximalanzahl der ausstehenden Geldeinheiten ist bei vielen Kryptowährungen fest begrenzt. So kann es maximal 84 Millionen Litecoin-Einheiten geben. Soll damit ein nennenswerter Teil von Kauftransaktionen in der Realwirtschaft abgewickelt werden, dann muss jede einzelne dieser Einheiten ein Vielfaches des aktuellen Werts annehmen.

So gut wie nie erklärt wird jedoch, warum ausgerechnet die heute schon vorhandenen Kryptowährungen (IOTA hatte ich vor Kurzem auch schon besprochen) später einmal den Platz der heutigen nationalen Währungen einnehmen sollten. Eine neue Kryptowährung zu erschaffen, ist inzwischen fast ein Kinderspiel. So kann zwar nicht die Menge zum Beispiel der ausstehenden Litecoins erhöht werden. Sehr wohl kann aber ein Substitut für Litecoins erschaffen werden. Die diversen verschiedenen Bitcoins zeigen bereits, wie schnell eine neue Währung mit zusätzlichen Geldeinheiten erschaffen ist.

Gerade Litecoin krankt zudem an der Tatsache, dass es sich praktisch um eine 1:1 Kopie von Bitcoins handelt. Die Unterschiede sind marginal. Zwar werden neue Blöcke deutlich öfter erzeugt als bei Bitcoin, womit Transaktionen schneller bestätigt werden. Gleichzeitig ist der Aufwand zum Erzeugen der Blöcke jedoch deutlich größer als bei Bitcoin, womit Transaktionen tendenziell teurer sein müssen.

Ideal für Trader, bedingt geeignet für Anleger

Aufgrund der großen Volatilität eignen sich Kryptowährungen hervorragend für Trading-Strategien. Weniger gut geeignet sind hingegen Buy-and-Hold-Ansätze, wenngleich nach 12 Monaten Haltedauer Steuerfreiheit winkt. Interessant ist, dass die Besitzer von Kryptowährungen es genau anders herum handhaben. Den Angaben von Kryptoszene zufolge verbleiben die Tokens von Bitcoin, Bitcoin Cash und Bitcoin SV durchschnittlich mehr als zweieinhalb Jahre bei der gleichen Adresse. Sie werden also kaum gehandelt, sondern in Erwartung steigender Kurse gebunkert. Bei Litecoin beträgt die Haltedauer immer noch 1,2 Jahre.

Dass sich Buy-and-Hold bei einem so dynamischen Asset wie Kryptowährungen lohnen kann, aber nicht muss, zeigen ebenfalls die Daten von Kryptoszene. So befinden sich zwar fast 100% der Adressen, die Bitcoin SV halten, in der Gewinnzone. Bei Litecoin sind es hingegen weniger als 20%.

Es ist übrigens durchaus denkbar, dass die teils hohen Wertsteigerungen bei Kryptowährungen (Bitcoin, Litecoin, Ethereum etc) den Einsatz in der Realwirtschaft verhindern und damit der Businesscase der ganzen Anlagestrategie langfristig ad absurdum geführt wird. Schon immer konnte beobachtet werden, dass schlechtes Geld das gute Geld aus dem Geldkreislauf verdrängt. Länder, die sowohl Münzen mit Edelmetallgehalt als auch Münzen ohne Edelmetall ausgaben, konnten schnell feststellen, dass die Menschen die Münzen mit Edelmetall horteten und nur noch mit den an sich wertlosen Münzen bezahlten.

Bei Kryptowährungen mit schnellen Kursgewinnen ist es ganz genauso. Wieso sollte jemand mit Bitcoins bezahlen, wenn davon auszugehen ist, dass die Einheiten in einer Woche mehr wert sein werden als heute? Gerade auch vor dem Hintergrund der aufkommenden Negativzinsen für nationale Währungen würde es gar keinen Sinn ergeben, mit Kryptowährungen zu bezahlen. Vielmehr würde jeder versuchen, so schnell wie möglich seine nationale, negativ verzinste Währung auszugeben. Übrigens: Durch die Hintertür schaffen die Notenbanken damit eine Umlaufsicherung, die bislang in der Wirtschaftswissenschaft kaum eine Rolle spielte.

Da hinter Kryptowährungen jedoch kein realer Wert steht, ist die Wertaufbewahrungsfunktion dieser virtuellen Währungen fraglich. Früher oder später werden sich die Besitzer der Kryptowährungen die Frage stellen, welchen Zweck ihre Währung eigentlich hat, wenn sie in der Realwirtschaft nicht verwendet wird und der Kurs nur deshalb steigt, weil Menschen denken, der Kurs würde in einer Woche höher liegen als heute. Sobald sich die Erkenntnis durchsetzt, dass ein beliebig durch Neuerschaffung von Kryptowährungen vermehrbares, virtuelles Gut ohne praktischen Nutzen in der Realwirtschaft an sich wertlos ist, werden Gewinnmitnahmen folgen und der Boom wäre damit beendet.

Für die Unterstützer von Kryptowährungen kommt es also darauf an, möglichst schnell möglichst vielfältige Verwendungsmöglichkeiten für das Kryptogeld in der realen Welt zu erschaffen. Schnelle Kursgewinne der Kryptowährungen sind dabei hinderlich.

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