Bitcoin

Bitcoin: Verbot wahrscheinlich, um Flucht vor finanzieller Repression zu verhindern

Bitcoin sorgt regelmäßig für starke Emotionen: die einen halten die Kryptowährung für das Allheilmittel gegen Geldmengenausweitung der Notenbanken und Inflation. Andere dagegen sehen es als Ponzi-Schema, von dem vor allem die „early adopter“ profitieren.

Bitcoin – wann droht Verbot, weil die Schmerzgrenze erreicht ist?

Paradoxerweise könnte der Erfolg von Bitcoin sein Ende einleiten! Denn immer mehr institutionelle Investoren investieren in die Kryptowährung, inzwischen erreicht die Marktkapitalisierung knapp 800 Milliarden Euro, ist also bereits ca. eine Billion US-Dollar wert. Und das dürfte den Regierenden in Politik und Notenbanken ein Dorn im Auge sein: denn diese versuchen bekanntlich die unschöne Tatsache, dass die Schulden viel schneller wachsen als die Wirtschaft, durch Stimulus-Maßnahmen und Geld-Drucken zu kaschieren und damit unsere „Wohlstandsillusion“ zu verlängern. Die (Leit-)Zinsen sind auf Null oder negativ, für die Investoren bedeutet das finanzielle Repression. Einer aber muß am Ende die Zeche zahlen – und da stört es immens, wenn es Fluchtmöglichkeiten gibt.

Und hier kommt Bitcoin (ebenso wie Gold) als Ausweich-Asset in den Fokus: beide sind mengenemäßig begrenzt und daher in Zeiten unbegrenzter Geldmengenausweitung „sexy“. Wenn nun die Regierenden es ernst meinen mit der finanziellen Repression, dann werden sie früher oder später gegen die Flucht-Assets vorgehen müssen. Daher hört man zuletzt immer mehr mahnende Worte etwa von US-Finanzministerin Janet Yellen – Bitcoin werde besonders von Kriminellen genutzt etc. (das war in Europa schon die „Ausrede“, größere Geldschein abzuschaffen):

“To the extent it is used I fear it’s often for illicit finance. It’s an extremely inefficient way of conducting transactions, and the amount of energy that’s consumed in processing those transactions is staggering.”

Je höher nun Bitcoin steigt, umso größer also die Provokation für die Notenbanken, weil dann die Kryptowährung als Alternative zum FIAT-Geld immer atrraktiver wird. Daher scheint es eine Frage der Zeit, bis die Regierungen im Westen (auch in China?) Bitcoin verbieten werden, sagt der Ökonomie-Professor Thorsten Hens im Interview mit „Mission Money“:

Warum Bitcoin wahrscheinlich verboten wird



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11 Kommentare

  1. Wenn Bitcoin abstürzt, wird dann Gold wieder gepusht werden?

    1. Natürlich nicht, hast doch gehört was der Prof.sagt: jede Fluchtmöglichkeit wir verboten. Bitcoin, Gold, Diamanten alles geht dann auf Null und jeder wird Fiatmoney-Millionär. So schafft man Wohlstand! Nicht mit arbeiten und sparen.

  2. Ich habe das Video schon gestern gesehen. Der Professor ist ein wirklich sympatischer Typ. Es ist aber so, dass man an einigen Stellen merkt, dass er von Bitcoin nur partiell Ahnung hat. Einige Dinge werden grob falsch erläutert (siehe YT Kommentare).

    1. @ dontspeak

      Man darf in so einem Interview nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Der Prof. hat erkannt, dass die Möglichkeiten von Bitcoin darin liegen, „digitales Gold zu werden“ oder für eine Zeit diese Idee darzustellen. Er hat auch Recht, dass Bitcoin nicht als Zahlungsmittel taugt, auch wenn seine Erklärung schlecht war. Er kann ja nicht das ganze White Paper ausbreiten, dass er mit Sicherheit gelesen und verstanden hat.

  3. Jetzt kann Herr Fugmann seine Weiterbildung in Sachen Bitcoin ruhig abbrechen.Vielleicht könnten jetzt die Kryptoversteher sich zurückbilden und verstehen was Krypto ist.Die Naivität dieser Sektenbrüder ist einfach nur lächerlich.

    1. @ Ponzi Digital

      Wer hier nicht schnallt was läuft de ist wohl von Naivität geprägt. Bitcoin stellt immer mehr (wie andere Token auch) ein Liquiditätsasset dar (ein Volatiles) es gibt immer mehr Anwendungen die aif der einen Seite die Blockchain als Abwicklungsraum für digitale Kontrakte benötigen, aber eben auch Liquidität. Die Blockchain gibt dem Anleger die Möglichkeit direkt Kapital für Anwendungen zu stellen und die Seniorage und Market Makerfees abzugreifen. Das was heute bei den Banken & Notenbanken hängen bleibt, du findest das eventuell gut das jeder Banker Porsche fährt und du nicht, ich fände es besser wenn der Gewinn meines Kapitals mir zugute kommt und nicht dem Porschefahrenden Banker der relativ wenig von allem versteht.

      ZB gestern hat AON (zweitgrösster Broker Weltweit) NAYMs lanciert (https://nayms.io/) man muss sich mal überlegen, das sind dann Digitalisierungsschritte!

      Wir reden davon das die Kundenberatung digitalisiert wird. Mit solchen Konzepten fallen ganze Branchen einfach weg! Versicherungen braucht kein Mensch mehr, Contracts, Risk Mgt & Kapital finden auf der Blockchain zusammen.

      Wer jetzt träumt verpasst den Big Shift

      1. Avatar

        @BrettonWood, „Wer jetzt träumt verpasst den Big Shift“
        Mag sein, aber wer jetzt und schon seit längerem guckt und denkt und rechnet, staunt über und kalkuliert mit den Overnight-Swaps von durchschnittlich 3000% beim Bitcoin-Handel. Und da wird vielen erst einmal völlig zurecht schlecht.

        Ob der Gewinn deines (virtuellen Krypto) Kapitals tatsächlich dir zugute kommt, musst du erst beweisen. Sagen wir mal, bis Ende Juli oder August 2021, dann unterhalten wir uns weiter. Vorerst kannst du deine heilige Blockchain im Darknet tauschen und handeln, und dich freuen, dass dein Konto dich heute zum Millionär, und morgen zum Bettler macht.

  4. „Die Amerikaner sind technisch immer hinterher.“ ,lach, kostlich der Typ.

  5. Und „Die Cinesen sind nach wie vor ein Entwicklungsland“. Lach, lach, mir fällt das Handy grad aus der Hand vor Lachen. Echt starke Thesen vom Prof. :-))))

  6. Und das wäre dann ja nur das Eigenständnis der Notenbanken wie schlecht Ihr Geld eigentlich ist. Auf das gleich würde es übrigens hinauslaufen wenn Notenbanken einfach alle Bitcoin aufkaufen würden. Letztlich muss dae jeden der noch alle Tassen im Schrank hat spätestens dann aber so was von Aufschrecken, das die Flucht das einzig richtige ist. Wenn uns die Geschichte doch wtwas gelehrt hat, dann wenn die Kartoffel heiss ist, wird gelogen das sich die Balken biegen. Ihre Spareinlagen sind sicher 😂😂

    Sinngemäss dieses Interview:
    https://www.cash.ch/news/top-news/kryptowaehrung-der-faire-wert-von-bitcoin-liegt-aktuell-bei-50000-dollar-1723638

  7. Gut möglich, dass Bitcoin irgendwann verboten wird, und der Bitcoin-Kurs daraufhin einen schweren Absacker durchmacht, aber in der „Illegalität“ wird der Bitcoin weiter existieren – und vielleicht auch irgendwann wieder legal werden. Und wenn die Welt demnächst im Chaos versinkt – was ja nicht ganz auszuschließen ist – dann gilt sowieso: Legal, illegal, scheißegal…

    Hier noch eine ganz interessante Stellungnahme eines Bitcoin-Jünger zu obigen Interwiev:

    https://youtu.be/MFja4nn9JNg

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