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Krypto-Währungen

Börse Stuttgart startet Handelsplatz für Kryptowährungen – Axel Springer und solarisBank mit an Bord

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Die Börse Stuttgart schafft keine „Börse“ für Kryptowährungen, sondern den „ersten regulierten Handelsplatz“ für Kryptowährungen in Deutschland, so die eigenen Worte der Börse. Nennen tut man diesen Handelsplatz „Digital Exchange“ der Börse Stuttgart oder abgekürzt „BSDEX“. An der BSDEX sollen Orders von Anlegern direkt und nach festen Regeln gegeneinander ausgeführt werden. Ja, ähhhh, Frage… wo ist aus Anlegersicht da der Unterschied zwischen Börse und Handelsplatz? Ja, das Wort Börse ist so ein Problem in Deutschland. Wie der Projektchef Dirk Sturz gegenüber der FAZ aktuell gesagt hat, sei man keine Börse, weil dieser Begriff vom deutschen Recht klar definiert sei im Hinblick auf den Handel mit verschiedenen Arten von Wertpapieren wie Aktien, Anleihen oder ETFs. Hier auszugsweise im Wortlaut von der Börse Stuttgart:

Dabei verbindet die BSDEX die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie mit der Zuverlässigkeit eines etablierten Finanzmarktakteurs. Die BSDEX erfüllt die regulatorischen Anforderungen gemäß § 2 Absatz 12 des Kreditwesengesetzes. Ausgewählte Nutzer aus Deutschland können sich ab sofort direkt an den Handelsplatz anbinden und zunächst Bitcoin gegen Euro handeln. Schrittweise werden weitere private Anleger und perspektivisch auch institutionelle Investoren für den Handel an der BSDEX freigeschaltet. Hierfür können sich Interessierte ab sofort registrieren. Die BSDEX wird als multilaterales Handelssystem gemäß § 2 Absatz 12 des Kreditwesengesetzes von der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse GmbH betrieben, die auch Trägergesellschaft der öffentlich-rechtlichen Börse in Stuttgart ist. „Als Betreibergesellschaft regeln wir den Handel an der BSDEX mit einer eigenen Marktordnung und überwachen dessen Ordnungsmäßigkeit.

Der Axel Springer Verlag, der als Betreiber von Börsenprodukten bislang eher weniger in Erscheinung getreten ist (freundliche Untertreibung), ist hier mit an Bord. Frage: Warum ist ein Verlag Mit-Inhaber einer Handelsplattform für Kryptowährungen an der Börse Stuttgart? Zitat von der Börse:

Technischer Betreiber der BSDEX ist die Boerse Stuttgart Digital Exchange GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Boerse Stuttgart GmbH, Axel Springer und finanzen.net.

Bei diesem Marktplatz ist es für den Anleger ganz anders als würde er Zertifikate oder Sonstiges übers die Börse Stuttgart kaufen. Das macht er nämlich über seine Hausbank oder seinen Onlinebroker. Aber für den Handel über die BSDEX muss er ein Konto bei der solarisBank eröffnen! Hier die Details im Wortlaut von der Börse Stuttgart:

An der BSDEX benötigen Anleger keinen Broker, sondern können sich direkt anbinden. Der Handel läuft nahezu rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche. Zum Start können Anleger an der BSDEX Market- und Limit-Orders einstellen. Weitere Ordermöglichkeiten werden zeitnah hinzukommen. Offene Orderbücher geben Aufschluss über vorliegende Orders und die aktuelle Marktlage. Zusätzlich spendet der Finanzdienstleister EUWAX AG Liquidität: Die Tochtergesellschaft der Boerse Stuttgart GmbH stellt an der BSDEX An- und Verkaufspreise. Der Handel an der BSDEX ist mit Transaktionsentgelten verbunden, die sich je nach Ordertyp unterscheiden. Darüber hinaus fallen aktuell keine weiteren Kosten für die Nutzer an. Als externer Technologie- und Banking-Partner ist die solarisBank AG unter anderem zuständig für die Zahlungsabwicklung und die Verwahrung der Kundengelder in Euro, die auf dem für Nutzer gebührenfreien BSDEX-Guthabenkonto durch die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland umfasst sind.

Börse Stuttgart mit Handelsplatz für Kryptowährungen
Foto: Börse Stuttgart

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Aktien

Marc Friedrich über Mega-Crash und Gold, Silber, Platin, Whisky, Bitcoin

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Steht der größte Crash aller Zeiten bevor? Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht im folgenden Interview über den Zeitpunkt im Jahr 2023. Das Geldsystem werde uns um die Ohren fliegen. Auch politisch und gesellschaftlich werde es Probleme geben. Schuld sei die weltweite Politik der Notenbanken (abgeschaffte Zinsen) und die globale Verschuldung.

Marc Friedrich rät zu Sachwerten

Die 2020er-Jahre werden laut Marc Friedrich das Jahrzehnt der Sachwerte werden. Anleger würden in historischer Betrachtung bei jedem großen Crash immer beträchtlich an Vermögen verlieren. Es sei denn man habe vorher sein Vermögen in Sicherheit gebracht und diversifiziert. Daher rät Friedrich dazu Teile seines Geldes zu investieren in Sachwerte wie Whisky, Gold, Silber, Platin und Bitcoin. Bei den Edelmetallen nennt er einen interessanten Grund, warum Geschäftsbanken hier bald stärker investieren könnten. Notenbanken würden schon jetzt jede Menge Gold zukaufen.

Sissi Hajtmanek und Manuel Koch sprechen im folgenden aktuellen Video mit Marc Friedrich. Alles negativ, alles „Weltuntergang“, mag man bei solch düsteren Aussagen fast fragen wollen? Friedrich betont, dass er stets ein positiver Mensch sei, und dass es nach solchen Zusammenbrüchen auch immer weiter gehe. Man müsse als Anleger vor solchen Abstürzen halt sein Vermögen in Sicherheit bringen. Anmerkung: Die Thesen von Marc Friedrich und Matthias Weik sind aus ihren Büchern einem breiten Publikum gut bekannt. Ob der große Crash im Jahr 2023 wirklich kommt? Da müssten wir natürlich auch raten.

Ist-Zustand

Grundsätzlich kann man sagen, das viele angesprochenen Aussagen zum Ist-Zustand inhaltlich richtig sind. Denn die Schulden (vor allem in den USA) liegen höher als auf dem Höhepunkt kurz vor der Finanzkrise 2008. Die Notenbanken haben die Zinsen abgeschafft, was zu immer größeren Verwerfungen führt. Zum Beispiel zukünftige Rentner dürften fast schon in Ohnmacht fallen bei tatsächlich ausgezahlten privaten Rentenversicherungen und Sparplänen. Denn zehn oder zwanzig Jahre Lang Nullzinsen abzüglich Inflation fressen enorm am angesparten Kapital, wo viel stärker als man es jetzt erahnen möchte. Aber ob im Jahr 2023 der große Knall kommt, die große Bereinigung? Schauen Sie bitte das folgende Video-Interview mit Marc Friedrich.

Marc Friedrich
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Krypto-Währungen

Libra: Die Giganten verlassen das Projekt – Drohungen haben gewirkt

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Libra

Nachdem jüngst erst der extrem wichtige Player „Paypal“ als Mitglied bei Facebooks neuer Wunderwährung Libra ausgestiegen war, folgte dann am Freitag der Supergau. Mastercard, Visa, Stripe und Ebay springen ebenfalls ab. Damit verliert Libra quasi zwei gigantisch große Zahlungsabwickler und einen riesigen Marktplatz als Partner. Was für ein Schlag. Und was könnte der Grund dafür sein? Sorgen um zu viel Regulierung von Notenbanken und Regierungen?

Ja, da ist wohl mehr dran als man denkt. David Marcus, quasi der tatsächliche Vater des Projekts Libra, twitterte am Freitag zum Rückzug der großen Konzerne, dass der Druck (auf diese Unternehmen) immens groß gewesen sei. Und das sei noch eine Untertreibung, so Marcus. Damit kann er nur meinen, dass Regierungen, Notenbanken oder Finanzaufsichtsbehörden wohl vor allem die Kreditkartenanbieter unter Druck gesetzt haben. Die haben wohl vor nichts mehr Angst als vor staatlichen Eingriffen oder Prüfungen, wenn man sich nicht aus so einem Projekt zurückzieht? Verschwörungstheorien sind da natürlich Tür und Tor geöffnet. Obwohl… halt. Wo wäre hier die Verschwörung?

Erst letzte Woche betonte die Bank of England, Libra müsse sich auf eine strenge Regulierung einstellen. Auch unter US-Abgeordneten ist der Aufruhr groß. Man hat Mark Zuckerberg vorgeladen, und will ihm am 23. Oktober in die Mangel nehmen. Tja, darf man davon ausgehen, dass irgendjemand in Washington DC Druck ausgeübt hat? Ja, man erinnere sich. Nach dem Rückzug von Paypal forderten zwei US-Senatoren, dass Visa, Mastercard und Stripe ebenfalls auf ihre Unterstützung für das Projekt verzichten. Sonst könne die Mitgliedschaft dieser Anbieter bei Libra weitreichende Konsequenzen haben, auch für deren bisherige Geschäftsfelder – so die Drohungen in einem Brief.

Und ohhh Wunder, nur wenige Tage danach tun sie es wirklich. Man zieht sich von Libra zurück. Es war schon in den ersten Tagen nach Veröffentlichung von Libra im Sommer klar: Regierungen und Notenbanken sehen hier staatliche Monopole massiv bedroht. Geld drucken und in Umlauf bringen, Zinsen, Regulierung der Geldflüsse, all das wäre in Gefahr, wenn Zuckerberg und Co komplett vorbei am staatlichen Geldmonopol vorbei es Milliarden von Menschen ermöglichen in Sekundenschnelle privat erschaffenes Geld auf dem Planeten hin und her zu schieben.

Und noch schlimmer: Was, wenn die Menschen in ein Konstrukt wie Libra genau so ein Vertrauen fassen wie in US-Dollar oder Euro? Dann hätten Notenbanken und Finanzminister ein Problem. Also ist es doch besser so ein Projekt gar nicht erst zuzulassen? Noch ist das nicht entschieden. Vermutlich werden die staatlichen Regulierer Libra so weit stutzen, dass das Projekt keine systemische Konkurrenz zu Notenbankgeld mehr darstellt? Heute jedenfalls trifft sich die Libra Association in der Schweiz, wo ihre Satzung ratifiziert werden soll.

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Krypto-Währungen

Kryptowährungen: Ein institutionelles Instrument zur Zähmung eines disruptiven Sektors

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Staatliche Kryptowährungen gegen die Fintech Branche

Anstatt zu entscheiden, ob Kryptowährungen eingeführt oder verboten werden sollten, sind die Zentralbanken verschiedener Nationen entschlossen die Auswirkungen von FinTech auf traditionelle Finanzinstitute durch die Einführung von digitalen Währungen durch Zentralbanken (CBDC) zu mildern.

Wie der Name schon sagt, sind CBDCs eine Form von Kryptowährungen, die von Zentralbanken ausgegeben werden, welche die positiven Seiten der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) übernehmen und gleichzeitig an einem System festhalten wollen, das einen privaten Geldfluss gewährleistet. Auf diese Weise haben die Banken die Möglichkeit, ein intermediäres System zu schaffen, das es den Nutzern ermöglicht, dezentrale Kryptowährungen wie Bitcoin gegen einen CBDC auszutauschen, die später gegen Fiat-Währungen eingetauscht werden können.

Kryptowährungen, die von einer Zentralbank ausgegeben werden, können dem Finanzsystem wirksam helfen, den Geldfluss in diesem Sektor zu überwachen, indem sie verfolgen, wer Kryptowährungen besitzt und wie die neue Form dieser digitalen Vermögenswerte ausgegeben wird. Das Konzept wurde von der Bank of England erstmals technisch eingeführt und auf eine Reihe von Institutionen wie die Zentralbanken Schwedens, Uruguays und sogar Chinas übertragen. Während der Begriff 2017 erstmals populär gemacht wurde, haben einige Zentralbanken vor einigen Jahren an der Lösung gearbeitet.

Kryptowährungen – Chinas autoritäres Regime zur Kontrolle eines weiteren Sektors

Die People’s Bank of China (PBoC) gründete 2014 ein Forschungsteam, das die Auswirkungen eines nationalen CBDC untersuchte, während die technische Entwicklung des Projekts 2018 begann. Im August dieses Jahres erklärte der stellvertretende Direktor der PBoC, Mu Changchun, auf einer Sitzung der „China Finance 40“, dass die nationale Kryptowährung bereit sei bald eingeführt zu werden. Gerüchten zufolge zunächst in großen chinesischen Plattformen wie Alibaba’s Alipay und Tencent’s WeChat integriert, hat die PBoC die Möglichkeit die Einführung von Kryptowährungen in ganz China zu erreichen und gleichzeitig den libertären Aspekt den disruptiven Anlageklasse vollständig zu beseitigen.

Darüber hinaus machen chinesische Händler einen bedeutenden Teil des Kryptowährungsmarktes aus, welcher auf OTC-Börsen (Over-the-Counter) angewiesen ist, da Kryptowährungsbörsen in China verboten sind. Mit der Schaffung eines nationalen digitalen Vermögenswertes könnte Chinas Zentralregierung einen regulierten und zentralisierten Punkt schaffen, über den Händler legal auf den Markt zugreifen können, so dass die Regierung den Überblick über alle inländischen Transaktionen behält.

CBDC in Europa – plant die EZB eine Aufsicht einzuführen?

Ein kürzlich erschienener Bericht mit dem Titel „Understanding the crypto-asset phenomenon, its risk and measurement issues“ enthüllte die Position der EZB zu Kryptowährungen. Demnach ist die EZB der Ansicht, dass die Volatilität und der aktuelle Zustand des Kryptowährungssektors es den digitalen Vermögenswerten nicht erlaubt die drei Hauptfunktionen von Geld, wie Rechnungseinheit, Wertaufbewahrung und Devisenmarkt, zu unterstützen.

Kryptowährungen können nach heutigem Stand keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzstabilität der Eurozone haben, heißt es im Bericht. Die EZB hält es jedoch für wichtig, dass man sich auf ein Szenario vorbereitet, in dem das Ökosystem der Kryptowährung gedeiht und einen größeren Einfluss auf die Weltwirtschaft hat. Unter Berücksichtigung der bisherigen Informationen ist es durchaus möglich, dass die EZB irgendwann eine eigene Kryptowährung einführen kann, die zur Digitalisierung des Euro und zur Verfolgung aller Transaktionen in digitalen Vermögenswerten verwendet wird.

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