Europa

Brexit-Angst der Briten zeigt sich beim Autoabsatz immer deutlicher

Während der Rest Europas im Konjunktur-Hoch schwelgt, scheint Großbritannien derzeit gefangen zu sein in einer Brexit-Schockstarre. Denn noch immer ist völlig unklar, wie man aus der EU rauskommt, und wie es danach weitergeht. Mit voller Zollschranke zur EU, oder doch nicht? Das Hauptproblem liegt hier eindeutig bei den Politikern in London, die nicht glasklar wissen, was sie wollen. Deswegen kommen sie bei den Verhandlungen mit Brüssel nicht zur Sache.

Das kennt man. Politische und wirtschaftliche Unsicherheit sowie eine fehlende Perspektive wirkt sich zwangsläufig auf den Konsumenten aus. Wer Angst hat demnächst seinen Arbeitsplatz zu verlieren, wird sich jetzt kein neues Auto anschaffen. Das ist eine ganz normale Reaktion! Wie die aktuellsten Daten des britischen Automobilverbandes „SMMT“ zeigen, sind die Autoverkäufe im April gegenüber April 2017 zwar um 10,4% auf 167.911 neu angemeldete Autos gestiegen.

Aber der aussagekräftigere Vergleich von Januar-April 2017 auf Januar-April 2018 zeigt einen Rückgang von 8,8%. Außerdem wurden die guten April-Verkäufe laut „SMMT“ durch die Osterfeiertage positiv beeinflusst mit zwei zusätzlichen Verkaufstagen gegenüber dem Vorjahr. Eindeutig am meisten Zurückhaltung zeigen derzeit in UK Geschäftskunden beim Neukauf von Autos.

Branchenverbände tun in ihren eigenen Veröffentlichungen eigentlich alles dafür, auch noch so schlechte Zahlen irgendwie positiv hinzubiegen. „SMMT“ aber spricht Klartext, und verzichtet auf positive Floskeln. Der Rückfall im Viermonatsvergleich mit dem Vorjahr sei eindeutig negativ. Die politische und ökonomische Unsicherheit werde den Automarkt in UK weiter beeinflussen. Weitere Instabilität könnte für zusätzliche Störungen sorgen, so „SMMT“. Zitat:

Despite the significant rise in the month, the overall new car market remains down year to date, with new registrations in the first four months falling -8.8%, year on year, to 886,400 units. While this level of decline is expected to slow over the course of 2018, political and economic uncertainty will continue to affect the market and further instability could cause additional disruption.

Grafiken: SMMT



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