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Bundesbank senkt Inflationserwartung drastisch – ein Wink für Draghi und Euro?

FMW-Redaktion

Die Bundesbank hat in ihrem heute veröffentlichten Monatsbericht die Inflationserwartungen (für die EZB der wichtigste Gradmesser bzgl. QE), fast auf Null abgesenkt. Auch erwähnt man als Grund natürlich den weiter schwachen Ölpreis. Da müsste die EZB nach ihrem Selbstverständnis die Geldschwemme enorm ausweiten, um überhaupt mal in Richtung 1% zu kommen. Von 2% Inflation reden wir da noch lange nicht. Die Zahlen wird Mario Draghi, der gleich reden wird, längst kennen. Schon ein Wink vorab für den Euro? Hier der heutige Originaltext der Bundesbank zur Inflation:

„In Deutschland hat sich der anhaltende Ölpreisverfall laut dem Monatsbericht im Herbst in niedrigeren Energiepreisen für Verbraucher niedergeschlagen. Andere Preise, darunter beispielsweise Lebensmittel, wurden dagegen teurer. Unter dem Strich führte dies im Herbst zu gleichbleibenden Verbraucherpreisen. „“Bei dem zurzeit unterstellten Verlauf der Rohölpreise dürften die Vorjahresraten bei den Verbraucherpreisen in einigen kommenden Monaten allerdings negativ ausfallen““, schreiben die Bundesbank-Ökonomen.

Ausgehend vom starken Ölpreisrückgang aktualisieren die Bundesbank-Ökonomen im jüngsten Monatsbericht ihre Projektion für die Entwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland. Danach ergibt sich für das Jahr 2016 nach Bundesbank-Einschätzung eine durchschnittliche Teuerungsrate des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) von etwa ¼ %. In der Dezember-Prognose waren die Ökonomen noch von einem Anstieg des HVPI von 1,1 % ausgegangen. „“Dies liegt vor allem an dem gegenüber der Dezember-Projektion deutlich stärker negativen Einfluss der Energiekomponente, der sogar noch dämpfender als in den Jahren 2015 und 2009 wirken dürfte““, heißt es im Monatsbericht. Für das kommende Jahr rechnet die Bundesbank nun mit einem Anstieg des HVPI von 1 ¾ %, gegenüber der Dezember-Projektion eine um ¼ % niedrigere Zuwachsrate.“

Für dieses Jahr nur noch +0,25%, und dann nächstes Jahr ein Sprung auf 1,75%? Eine gewagte Prognose!



Quelle: Deutsche Bundesbank



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2 Kommentare

  1. Allein die Prognose auf zwei Stellen hinter dem Komma ist vergleichbar mit dem 14Tage Wetterbericht .

  2. Enzyklopädie 2020!1Million Elektroautos&2%Inflation?Was wird sein?3 Millionen Arbeitssuchende Billiglöhner,Arbeitgeber,welche immer noch händeringend um,bezahlbare Kräfte ringen.Diese Perversität,kotzt bmich nur an.Ich geh in meinen Keller,min 6 Monate bewohnbar,ausser Fukushima!

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