Folgen Sie uns
Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Indizes

Carl Icahn: „Das Grummeln vor dem großen Erdbeben“

Carl Icahn gilt als vielleicht gewissenlosester Investor der Wall Street und war das Vorbild für Gordon Gekko im Film „Wall Street“. Er kennt die Märkte wie kaum jemand sonst, und ist immer noch voll dabei als aggressiver und größtenteils verhasster…

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Carl Icahn gilt als vielleicht gewissenlosester Investor der Wall Street und war das Vorbild für Gordon Gekko im Film „Wall Street“. Er kennt die Märkte wie kaum jemand sonst, und ist immer noch voll dabei als aggressiver und größtenteils verhasster Aktionär, der Firmen ausquetscht. Aber bei seiner Beurteilung der Marktlage hört die Wall Street genau hin.

Und zum jüngst stattgefundenen Flash Crash hat er aktuell etwas zu sagen. Man erinnere sich. Vor zwei Jahren warf er dem Chef von Blackrock schon die massiven ETF-Volumen um den Kopf, die in die Märkte fließen (das seien Massenvernichtungswaffen). Dabei handelt es sich um börsengehandelte Fonds, die in der Regel stumpf in Indizes investieren.

Carl Icahn verweist aktuell darauf, dass der Gesamtmarkt extrem gehebelt arbeite (Leverage). Damit meint er, dass sehr viele Anleger stark mit Krediten arbeiten. Fallen Märkte schnell und heftig, sind diese Investoren durch ihre Broker gezwungen zwangszuverkaufen, da ihre Kontosalden durch den Hebeleffekt extremst schnell abschmelzen. Auch spricht Icahn an, dass die ETF-Industrie ebenfalls stark gehebelt im Markt unterwegs sei. Das sei ein sehr großes Problem.

Zu viel Geld sei in die Indexfonds geflossen. Ihn erinnere das an die „Mortgage backed Securities“, die bis zum Ausbruch der Finanzkrise 2008 massiv gehandelt wurden. Er sei schon sehr lange im Geschäft, könne sich aber nicht an so eine Marktvolatilität wie in den letzten Tagen erinnern. Dies sei eine Art Warnung für den Markt. Die gehebelten ETF´s erinnerten ihn auch an die Finanzkrise 1929.

Den Zeitpunkt für den großen Crash kenne er auch nicht, aber dies sei ein Grummeln vor dem großen Erdbeben! Das Problem, das auch die Kommentatoren im zweiten Video ansprechen: Man kann von außen nicht genau sehen, wie stark große Fonds auf Kredit im Markt engagiert sind! Je stärker, desto größer wird bei einem großen Abverkauf der Druck durch die Broker und Banken sein, schnell viel glattzustellen!


Portrait von Carl Icahn. Foto: Danor Shtruzman / Wikipedia (CC-BY-SA 4.0)

6 Kommentare

6 Comments

  1. frank

    7. Februar 2018 11:48 at 11:48

    hmm, nun ja er mag Recht haben. Aber das gleiche hat er eben schon vor Jahren gesagt und seitdem ist der Markt brutal nach oben geschossen. Und dass der Markt extrem gehebelt ist ist eine Binsenweisheit. Das weiß eigentlich jeder.

    Solange kein externes Ereignis passiert, glaube ich nicht dass es einen Crash gibt. Aber wer weiß was in den nächsten Tagen passiert. Ich fand die Geschichte mit Wells Fargo unheimlich. Die FED hat Wells Fargo einen Wachstumsstopp verordnet, das könnte sich zu einer Krise auswachsen. Und China, China, China. Hier brechen gerade ganz große Investoren zusammen.

  2. Beobachter

    7. Februar 2018 12:10 at 12:10

    @frank,da Icahn schon früher gewarnt hat u.die Börsen jetzt viel höher sind ist doch das Problem nur grösser geworden, also du meinst weil er zwar recht hat ,aber noch nicht recht bekommen hat liegt er falsch.
    Der Warnschuss der letzten Tage ist bei dir also noch nicht angekommen.

    • frank

      7. Februar 2018 13:46 at 13:46

      Hallo, nein ich meine nicht dass er falsch liegt. Er hat Recht mit dem was er sagt, aber ein Crash ist bislang ausgeblieben. Klar, die Probleme bzw. Kredithebel sind umso größer geworden.

      Und bei den ETFs liegt glaube ich ein Missverständnis vor. Ich glaube Icahn meint dass sie insofern gefährlich sind, weil man einfach sehr schnell rein und raus kann. Wenn alle rauswollen, brechen dann die zugrunde liegenden Märkte zusammen.

      An sich sind klassische ETFs sehr sicher, da ein echter ETF immer den zu Grunde liegenden Wert kauft. Somit ist man natürlich vom Markt abhängig, aber ein ETF kann nicht pleite gehen, sondern bildet halt einfach immer den Index ab.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Seltsame Vögel! Marktgeflüster (Video)

Lustige Geschichten von den Märkten!

Veröffentlicht

am

Die lustige Geschichte, die heute ein hochrangiger US-Luftfahrtaufseher zum Besten gab (und die die Boeing-Aktie zwischenzeitlich +3% steigen ließ) ist typisch für die Märkte heute: Vögel seien bei dem Absturz der Boeing 737Max in Indonesien involviert gewesen! Das ist ähnlich absurd wie der Glaube, dass die Fristverlängerung der US-Regierung für Huawei ein Entspannungs-Signal im Handelskrieg sei – faktisch sollen damit bestehende Netzwerke von Huawei in den USA noch zeitlich begrenzt am Laufen gehalten werden, bis die US-Kunden zu einem anderen Anbieter wechseln können, wie US-Wirtschaftsminister Ross klar formulierte. Auch China selbst sieht darin keinerlei Entspannungssignal – der Ton in der chinesischen Presse verschärft sich vielmehr weiter!

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€


By Alastair Rae – [1], CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2229241

weiterlesen

Indizes

Rüdiger Born: Dow im Fokus

Veröffentlicht

am

Im heutigen Video möchte ich mich auf den Chartverlauf im Dow Jones konzentrieren. Es gibt eine Chart-Variante, nach der der Kurs weiter steigen kann. Genau so könnte es auch abwärts gehen. Das möchte ich direkt am Chart näher erläutern. Haben Sie den „Trade des Tages“ schon abonniert? Nein? Wenn Sie sich hier anmelden, können Sie meine täglichen Detailanalysen kostenfrei lesen.

weiterlesen

Indizes

China: „Wir bluffen nicht“ – die Wall Street wird die Zeche bezahlen

Veröffentlicht

am

Von

Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua hat soeben noch einmal klar gemacht, wie Peking die Lage sieht. Man bluffe nicht, sei bereit, Schmerzen in Kauf zu nehmen, aber man werde hart zurück schlagen, so Xinhua:

„As the trade war between the United States and China escalates, the former, who started the fight, will bear the heavy brunt of its unilateralism and protectionism as China is well armed to deliver counterpunches.Tension between the world’s two largest economies reached a new height after the United States levied additional duties on Chinese goods and even used „national security“ concerns to bully Huawei, a major Chinese telecommunications company.“

Man habe vielfältige Möglichkeiten, zurück zu schlagen:

„Make no mistake, China is not bluffing. There are many possible options given the inter-dependency of the two economies. A trade war benefits nobody, but China has a resilient economy and abundant policy tools to weather further trade-war hits, while the U.S. long economic expansion has peaked and will soon start to feel the pinch.“

Und dann die Drohung gegen die Wall Street:

„U.S. stocks have fluctuated violently in the past two weeks over renewed fears of a worsening trade war. Possible financial spillovers could turn the almost decade-long bullish stock market into a bearish one, jeopardizing the recovering U.S. economy.
U.S. multinationals, which have reaped a lot via access to the vast Chinese market and global supply chain with reduced costs and enhanced competitiveness, would also be hit hard if their share in the market shrinks as the U.S. moves disrupt market order.“

Und Xinhua weiter:

„No doubt China will also suffer bruises during the fight, but further U.S. unilateral protectionist moves would only boost China’s morale and patriotism to unite as one formidable force to counter any challenges, as seen repeatedly in China’s history.

The United States shutting its door to Chinese products and investors will hurt involved players, but will help push China’s economic transition to become a self-made global innovator.

China has been striving to upgrade its industrial structure by adopting an innovation-driven development strategy. Chinese firms are investing heavily in research and development to expand technological independence.

Reducing reliance on exports to power growth, the country’s ongoing supply-side reform will unleash huge consumption. China has the world’s largest market with about 1.4 billion consumers, offering a growing pie, large and lucrative enough to attract any country to take a bite. The Belt and Road Initiative will help connect more markets.

The world’s largest developing economy has vowed its dedication to reform and opening up, which is actually the trump card that it holds against any unilateralism and protectionism.

Triumph will be in China’s hands as multilateralism and free trade is the trend of the times and enjoys global majority support.“

 


Peking
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen