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China-News crashen USD/JPY Rally: Und jetzt?

China schickt USD/JPY in Korrektur und satte 23 Wochen hat es gedauert, doch der Tag X kam. Warum weitere Yen-Stärke zu erwarten ist..

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Eine Analyse von forexhome.de

Dank den China-News geht USD/JPY in die Korrektur und alle fragen sich: warum? Natürlich hat China ein paar Kommentare von sich gegeben, dass man vielleicht darüber nachdenkt, über den weiteren Ankauf von US-Staatsanleihen nachzudenken. Hätte, könnte, vielleicht usw. Wen kümmert das? Solang nichts Handfestes entschieden wird, sind mir diese News ziemlich egal. Russland und China lancieren bereits seit Jahren immer mal wieder Gerüchte den US-Dollar vom Thron zu stoßen, Staatsanleihen nicht mehr zu kaufen oder den aggressiven Kontrahenten in Übersee auf andere Art und Weise zu schädigen. In mir als Trader und auch privat löst das nichts mehr aus. Stattdessen freue ich mich über das Eintreffen meiner USD/JPY-Prognose der letzten Monate und möchte mich diesem Thema heute noch einmal umfassend widmen.

Die übergeordnete Bedeutung im Monatschart

Wie üblich arbeite ich mich vom Monats- in den Tageschart vor. Jeder, der meine Analysen oder meinen Forex Signaldienst regelmäßig verfolgt, weiß, dass ich dem USD/JPY und den JPY-Währungspaaren im Allgemeinen keine rosige Zukunft prognostiziere. Es gibt mehr als genug fundamentale Gründe an einer weiterhin positiven Entwicklung zu zweifeln, die es überall im Internet nachzulesen gibt. Das ist für mich jedoch zweitrangig. Die Märkte haben meiner Meinung nach schon längst den Startschuss zum Abverkauf gegeben. Zumindest charttechnisch. Alles andere ist zweitrangig.


(Charts durch Anklicken vergröern)

Solang ich keinen nachhaltigen bullishen Ausbruch über den vermeintlichen horizontalen Widerstand bei rund 123.160 erkennen kann, sehe ich keine bullishe Perspektive im Monatschart. Stattdessen gilt der bullishe Fehlausbruch über diesen Wert (Frühsommer 2015), mit dem anschließenden Test von unten als abgeschlossen. Des Weiteren konnte die ehemalige Unterstützung bei ca. 117.460 erfolgreich unterboten und ebenfalls getestet werden. In Kombination mit dem augenscheinlich nachhaltigen Ausbruch unter die 30er Fibonacci Retracements, dem anschließenden Erreichen der 50er Retracements und der dortigen Ausbildung eines bearishen Fehlausbruchs, rechne ich zumindest mit dem erneuten Erreichen dieses Kursniveaus bei rund 101.300. Im Wochenchart schauen wir uns das gleich etwas genauer an.

Außerdem interessiere ich mich sehr für die Kursmarke bei rund 82.480. Hier kam es im Dezember 2012 zu einem doppelten Ausbruch aus zwei Flaggen und einer kleinen Range. Gleichzeitig wurde dieser Bereich noch nie getestet und überschneidet sich nahezu perfekt mit dem 89er Fibonacci Retracement der gesamten, vor allem fundamental begründeten Rallye seit September 2012. Das ist übrigens ein weiterer Punkt, der meine sehr bearishe Haltung unterstützt: Die gesamte Rallye wurde vor allem durch fundamentale Ereignisse getrieben. Das erkennt man am glatten Durchmarsch, zwischen den rar gesäten Konsolidierungsphasen. Solche Entwicklungen werden meiner Erfahrung nach meist komplett eingeholt. Deshalb gehe ich bspw. langfristig auch davon aus, dass die Korrektur im EUR/USD, die seit Juli 2014 lief, komplett eingeholt wird.

Geplantes Szenario eingetroffen

China schickt USD/JPY in Korrektur und satte 23 Wochen hat es gedauert, doch der Tag X kam. Mich interessierte der mutmaßliche Widerstand bei rund 123.230. Bullisher Fehlausbruch, nachhaltiger Ausbruch, wieder Fehlausbruch und schließlich vergangene Woche: Der saubere Retest von unten an den im Fokus stehenden Widerstand. Eines meiner klassischen Trading-Setups, die ich sehr gern handle. Ohne viel Schnickschnack.

Nach den ersten schönen Short-Impulsen gelangt der Kurs nun an eine heftige Unterstützungskombination zwischen ca. 111.600 und 111.880 sowie das Ausbruchsniveau aus der Wimpelformation. Die dazugehörige bearishe Überhitzung im Tageschart könnte eine stark untergeordnete Rallye auslösen, doch dazu später mehr. Ich bleibe bei meinen persönlichen Kurszielen, die sich zunächst bis ca. 104.000 und 107.900 sowie im weiteren Verlauf bis ca. 101.300 erstrecken sollte. Bei letzterem Kursniveau handelt es sich übrigens um den Bereich des bearishen Fehlausbruchs im Monatschart und den Beginn der Trump-Rallye.


Laufende Setup, neue Short-Chancen und wichtige Tests

Inzwischen befinden sich laut meinem Signaldienst zwei Short-Positionen im Markt. Zum einen spekulierte ich auf die Ausbildung der rechten Schulter einer möglichen SKS-Formation, rund um 113.230. Dieses Level ist ein alter Bekannter aus dem Wochenchart und entspricht außerdem dem 61.8er Fibonacci Retracement der Talfahrt von Anfang bis Ende November letzten Jahres. Mehr Infos zu meinem Follower Service hier: https://www.forexhome.de/handelssignale-forex-signaldienst-abonnieren/

Nachdem dies gelungen war und jener nun gebildete Widerstand bei ca. 113.450 erfolgreich getestet worden war sowie inzwischen eine vermeintliche aufwärtsgerichtete Flagge definiert werden konnte, sollte die zweite Positionierung am Ausbruchsniveau der Flagge respektive dem 61.8er Fibonacci Retracement der letzten Talfahrt zwischen dem 21.12.2017 und 02.01.2018 dieses Jahres erfolgen. Was ich jetzt sehen möchte, ist ein nachhaltiger Ausbruch unter die beschriebene Formation und unter die 30er Retracements. Aufgrund der scheinbar sehr starken bearishen Überhitzung wäre eine Retest des weichen Widerstandes bei ca. 112.370 nicht nur wahrscheinlich, sondern auch wünschenswert. Sollte die Erholung etwas heftiger ausfallen, könnte ich mir einen, dann hoffentlich sauberen, Retest der Kursmarke bei rund 113.130 vorstellen.

Dazu der Autor im Video:

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Türkische Lira: Achtung, Inflation in der Türkei steigt kräftig an!

Redaktion

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Türkei-Flagge vor dem Bosporus

Die türkische Lira könnte vor einer weiteren Abwertung stehen. Könnte, aber nicht muss, denn da gibt es aktuell einen Hoffnungsschimmer. Aber zuerst zu den schlechten Nachrichten. Die türkische Statistikbehörde hat heute die Inflationsrate für November veröffentlicht. Von Oktober bei 11,89 Prozent springt sie hoch auf 14,03 Prozent im Jahresvergleich. Das ist eine kleine Katastrophe. Denn schaut man auf verschiedene Konsensschätzungen, dann lag die höchste Erwartung bei 12,7 Prozent. Vor allem die Lebensmittelpreise in der Türkei (+21 Prozent) und die Transportkosten (+18,7 Prozent) ziehen den Schnitt nach oben. Hier die Originalgrafik der Statistiker.

Grafik zeigt aktuelle Daten zur Inflation in der Türkei

Bemühungen der Zentralbank zur Eindämmung der Inflation

Die türkische Lira ist seit Jahren dabei gegen Euro und US-Dollar dramatisch abzuwerten. Erst am 19. November hatte die türkische Zentralbank in einem kräftigen Schritt den Leitzins von 10,25 Prozent auf 15 Prozent angehoben. Andere Zinssätze lagen vorher fast schon bei 15 Prozent, weshalb der Markt diesen optisch bedeutenden Schritt wohl nicht als wirklich sensationell einstufte. Und so notiert die türkische Lira trotz massiv gestiegenem Leitzins aktuell sogar etwas niedriger als am 19. November. Hier die Inflationsentwicklung im Chart. Ein Balken steht steht für einen Monat (Prozentveränderung im Vergleich zum Vorjahr).


source: tradingeconomics.com

Warum die türkische Lira heute einen Unterstützer hat

Man kann durchaus vermuten, dass die türkische Zentralbank eine weitere Zinserhöhung in den nächsten Tagen oder Wochen vornehmen könnte, um dem Kapitalmarkt zu signalisieren, dass man es wirklich ernst meint mit der Eindämmung der Inflation in der Türkei. Heute ist die türkische Lira nach dieser deutlich höher als gedachten Inflationsrate wieder verstärkt im Fokus der Devisenspekulanten. US-Dollar vs Lira stieg vorhin von 7,84 auf 7,92, um aktuell aber wieder auf 7,83 zu fallen.

Eine weitere Abwertung für die türkische Lira ist bei der stark gestiegenen Inflationsrate eigentlich zu erwarten. Aber halt, da gibt es einen Rettungsanker, der diese Lira-Abwertung bremsen könnte. Der US-Dollar ist seit Tagen klar am Fallen. Es ist eine eigenständige Dollar-Schwäche, die im immer weiter fallenden Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Währungen) gut erkennbar ist. Seit dem 23. November fällt der Dollar-Index von 92,60 auf aktuell 90,99 Indexpunkte. Auch seit Montag dieser Woche geht es immer weiter runter. Diese eigenständige Dollar-Schwäche könnte der Lira aktuell dabei helfen, gegen den Dollar nicht all zu stark abzuwerten. Aber ein gesicherter Faktor im Devisenhandel ist das nicht. USDTRY könnte auch abgekoppelt von der Dollar-Schwäche ein Eigenleben führen.

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Goldpreis fällt weiter – Experte bringt das Problem auf den Punkt

Claudio Kummerfeld

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Gold Barren mit Adler und US-Dollar

Der Goldpreis fällt weiter. Dank immer neuer hoffnungsfroher Meldungen wegen den Corona-Impfstoffen nimmt die Euphorie der Anleger immer mehr zu, und sie schalten um in den Risk On-Modus (hier die Begriffserklärung). Man schaltet um, weg von sicheren Häfen wie Gold, und kauft wieder risikoreichere Anlageklassen wie Aktien. Vor genau einer Woche notierte der Goldpreis noch bei 1.868 Dollar. Letzten Freitag Abend waren es dann nur noch 1.786 Dollar, und jetzt aktuell 1.774 Dollar.

US-Dollar kann Goldpreis nicht helfen

Seit Wochen und Monaten war es wie eine Automatismus. Bewegte sich der US-Dollar etwas, zack, bewegte sich der Goldpreis sofort entgegengesetzt. Denn alles was in US-Dollar gehandelt wird (wie auch Gold), tendiert im Preis oft in der Tendenz gegensätzlich. Diese negative Korrelation war bei Gold die letzten Monate extrem stark vorhanden. Seit einigen Tagen aber ist davon gar nichts mehr zu spüren. Wir wiesen bereits letzte Woche darauf hin. Und nicht nur letze Woche fiel der US-Dollar deutlich. Auch diese Woche fällt er weiter. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Währungen) fällt weiter, seit genau einer Woche von 92,60 auf jetzt 91,62 Indexpunkte. Aber der Goldpreis will einfach überhaupt nicht reagieren und ansteigen.

Experte bringt es auf den Punkt

Der Experte Carsten Fritsch von der Commerzbank bringt es mit seiner erst vor wenigen Minuten veröffentlichten Gold-Analyse auf den Punkt. „Nicht mal ein schwacher Dollar kann Gold helfen“, so lautet der Titel seiner Analyse. Der angesprungene Risk On-Modus (Sog hin zu Aktien) scheint derart stark zu sein, dass wie gesagt selbst der immer weiter fallende US-Dollar dem Goldpreis derzeit keine Kehrtwende beschert. Durch den Bruch der wichtigen Unterstützung bei 1.800 Dollar am Freitag habe sich das charttechnische Bild für Gold nochmals eingetrübt, was weitere kurzfristig orientierte Anleger zum Ausstieg veranlasst haben dürfte, so seine Worte. Die letzte Woche verlor Gold 4,5 Prozent an Wert, womit es nur knapp am stärksten Wochenverlust seit März vorbeischrammte. Den heute zu Ende gehenden Monat November dürfte der Goldpreis mit dem stärksten Verlust seit vier Jahren abschließen. Die aktuelle Schwäche von Gold sei umso bemerkenswerter, weil der US-Dollar ebenfalls zur Schwäche neigt, so Carsten Fritsch.

Der EUR-USD-Wechselkurs nähere sich laut seinen Aussagen der Marke von 1,20, die zuletzt Anfang September erreicht wurde. Die Mischung aus Goldpreis-Schwäche und Dollarschwäche lasse den Goldpreis in Euro abstürzen. Dieser verzeichnete am Morgen mit 1.475 Euro je Feinunze den niedrigsten Stand seit Anfang April. Angesichts der seither durch die Anleihekäufe verursachten Ausweitung der EZB-Bilanzsumme um 1,7 Billionen Euro sei dies geradezu grotesk. Auch dass derzeit Anleihen mit einem Rekordvolumen von knapp 17,5 Billionen US-Dollar mit einer negativen Rendite handeln, verhindere den Preisverfall nicht. Somit falle es schwer, diesen Ausverkauf noch mit fundamentalen Argumenten zu erklären.

ETF-Abflüsse

Das Vertrauen in Gold habe laut Carsten Fritsch dadurch stark gelitten, was sich in anhaltenden Abflüssen aus den Gold-ETFs widerspiegelt. Mit dem für Freitag gemeldeten Abfluss hätten sich diese in der letzten Woche auf rund 40 Tonnen und in den letzten drei Wochen auf gut 90 Tonnen summiert. Also, bleibt es erstmal bei der Schwäche im Goldpreis? Unerwartet für viele Beobachter! Geht es weiter bergab, wenn die ersten Bilder von Corona-Impfungen im Dezember über die Schirme flimmern?

Beim Klick an dieser Stelle finden Sie die gestrige sehr interessante Gold-Analyse des Experten Mario Steinrücken.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf in US-Dollar seit Mai
Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf in US-Dollar seit Mai.

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Türkische Lira: Abwertung nach Zinsanhebung – warum ist das passiert?

Redaktion

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Lira-Geldscheine

Die türkische Lira verliert diese Woche wieder deutlich an Boden. Es ist ein Desaster für alle die hofften, dass eine drastische Zinsanhebung durch die türkische Zentralbank auch eine Wende für die türkische Lira einleiten würde. Denn die wertet seit Jahren dramatisch ab. Aber wie gesagt, letzte Woche Donnerstag erhöhte die Zentralbank den Leitzins drastisch, um 4,75 Prozentpunkte auf volle 15 Prozent, um die Inflation in der Türkei einzudämmen.

Türkische Lira reagierte auf drastische Zinsanhebung

Genau dieser Schritt auf 15 Prozent war am Devisenmarkt erwartet worden. Entsprechend war die türkische Lira in den Tagen vorher schon gestiegen, und auch kurz nach der Zinsanhebung stieg die Lira weiter an gegen US-Dollar und Euro. USDTRY fiel von 7,67 auf 7,51. Also, alles lief nach Plan? Nein, die Lira begann wieder abzuwerten, und zwar deutlich – jetzt notiert USDTRY bei 7,91. Diese Woche Montag berichteten wir bereits darüber, dass vermutlich Inländer in der Türkei zwischenzeitlich die gestiegene türkische Lira dafür genutzt hatten, um zu besseren Kursen weiter US-Dollar und Euro zu kaufen. Dass die türkische Lira die letzten Tage ein echtes Eigenleben führte, erkannte man an einer fallenden Lira bei gleichzeitig fallendem Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen). Wenn der US-Dollar fällt, hat eigentlich alles was gegen ihn gehandelt wird, eine gute Chance zu steigen – aber nicht so die Lira in den letzten Tagen!

Warum die Zinsanhebung dennoch verpuffte

Denn die große Unsicherheit gegenüber der türkischen Politik und der Beeinflussung der Zentralbankpolitik ist wohl weiterhin vorhanden, und drückt gegen die türkische Lira. Ein Aspekt kommt aber hinzu, der nicht so direkt ins Auge fällt. Zwar hatte die Zentralbank den Leitzins letzte Woche wie gesagt drastisch angehoben von 10,25 Prozent auf 15 Prozent. Aber wie es zum Beispiel ein türkischer Kolumnist gestern erwähnte, so war es doch keine richtige, eindeutige Zinsanhebung. Denn andere Zinssätze der Zentralbank seien bereits vorher deutlich höher gewesen, bei beinahe 15 Prozent. Mit dieser Zinsanhebung hat die Zentralbank also sozusagen nur für eine Glättung und Vereinheitlichung ihrer Zinsen gesorgt. Vorher versuchte die Zentralbank zum Beispiel bereits die Abwertung der Lira zu stoppen, in dem man bei Derivaten mit höheren Zinskosten versuchte Spekulanten aus dem Ausland die Liquidität zu beschneiden.

Was kann man tun?

Müsste die türkische Zentralbank nun also den Leitzins erneut kräftig anheben, um ihrem Willen zur Inflationseindämmung Nachdruck zu verleihen? Könnte dies die türkische Lira zum Aufwerten bringen? Wichtig wäre wohl ein längeres Festhalten an hohen Zinsniveaus. Und eine klare Sprachregelung von Zentralbank und Präsident Erdogan wären wichtig, in der nicht mehr von Zinsen die Rede ist, die möglichst stark sinken sollen. Hat man am Devisenmarkt den Verdacht, dass die Zinsen nur für einen relativ kurzen Zeitraum oben bleiben? Dann könnte dies die Annahme bestärken, dass die Inflation in der Türkei nicht gebremst wird, was wiederum die türkische Lira schwächt. Es geht um Verlässlichkeit. Der Devisenmarkt will eine konstante und klare Linie sehen – so darf man es annehmen.

Die jetzige Vereinheitlichung des Zinsniveaus durch die Anhebung des Leitzinses sorgt für mehr Transparenz – aber es fehlt womöglich noch eine zweite kräftige Zinsanhebung. Auch hat die türkische Bankenaufsicht angekündigt Mindestausleihungen an türkische Banken nicht mehr vorzugeben. Diese galten unter anderem als ein Grund für die umfangreiche Kreditvergabe in der Türkei. Es wirkt derzeit so, als tue sich einiges in Sachen Transparenz und Normalisierung. Es ist ein Anfang. Es braucht viel Verlässlichkeit, Konstanz, Vertrauen, und wohl auch ein Unterlassen von Äußerungen von Präsident Erdogan über niedrigere Zinsen. Dazu vielleicht noch ein erneuter kräftiger Zinsschritt nach oben, und dann ein Durchhalten auf diesem Niveau. Dann könnte die türkische Lira auch anfangen nachhaltig wieder aufzuwerten? Im Chart sehen wir den Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira seit dem 13. November.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten Tagen

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