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Anleihen

Chinas Junk-Bond-Blase – Auslöser der nächsten globalen Finanzkrise?

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

China ist nicht eben arm an Blasen: die Aktienmärkte steigen rasant bei gleichzeitig sich abkühlender Wirtschaft, insbesondere chinesische Tech-Aktien weisen Bewertungen auf, die amerikanische Tech-Werte auf dem Höhepunkt der Dot.com-Blase im Jahr 2000 bei weitem übersteigen. Der wichtigste Aktienindex Festlands-Chinas, der Shanghai Composite, hat sich in weniger als einem Jahr verdoppelt:

Shanghai Composite

In den Fokus aber rückt nun mehr und mehr der chinesische Junk-Bond-Markt, also der Markt für hochspekulative Unternehmensanleihen. So hat die amerikanische Ratingagentur Moody´s in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres ihr Rating für chinesische Junk-Bonds bereits elf Mal (!) gesenkt. Morgan Stanley empfiehlt, Investitionen in den Sektor zurück zu fahren, Goldman Sachs sieht Chinas Immobiliensektor, aus dem ein Großteil der Junk-Bonds stammen, negativ. Ähnlich auch die Deutsche Bank, die damit auf die Fast-Pleite eines der größten Immobilienentwicklers in China, Kaisa, reagierte. Fitch warnt vor einer Serie von Unternehmenspleiten in China – noch aber hat Chinas Regierung stets „systemrelevante“ Firmen durch Umstrukturierungen oder Eingliederungen in staatliche Unternehmen gerettet.

Derzeit sind die Parameter für Chinas Junk-Bonds so ungünstig wie noch nie, seit die Daten ermittelt werden: etwa die Relation Umsatz einer Firma zu den Ausgaben für Zinszahlungen, oder die Gesamtverschuldung in Relation zum Cash-Flow. Das bedeutet: die Schulden von Chinas Firmen aus dem Junk-Bond-Bereich sind so stark gehebelt wie noch nie. Durchschnittlich liegen die Schulden 35,5 mal so hoch wie die Jahres-Gewinne der Unternehmen. Geht die Sache schief, sind auch zahlreiche ausländische Investoren betroffen: alleine im letzten Jahr investierten sie über 209 Milliarden Dollar in chinesische Junk-Bonds, die in den Währungen Dollar, Yen oder Euro ausgegeben wurden.

Besondere Probleme hat derzeit der Bausektor, der den Großteil des Junk-Bon-Marktes ausmacht: die Konjunktur kühlt ab, gleichzeitig ist Peking bestrebt, den gigantischen Sekor auf Kosten des Binnenkonsums kontrolliert herunter zu fahren. Das kann gelingen – muß aber nicht gelingen. Wenn es nicht gelingt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die nächste globale Finanzkrise ihren Ausgang in China nimmt, wenn nämlich die Blase an den Junk-Bond-Märkten im Reich der Mitte platzt.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    rote_pille

    14. April 2015 19:18 at 19:18

    schuldenschnitt bitte… für die ganze welt!

  2. Avatar

    rolf900

    15. April 2015 09:16 at 09:16

    Bis jetzt haben die Chinesen ihren Markt immer so reagieren lassen wie sie wollten. Die westliche Sicht und Einschätzungen sind fast immer über den Haufen geschmissen wurden. Da wirtschaftliche Vorgänge prinzipiell nur kontrolliert ablaufen sind die meisten Einschätzungen zu China fast immer nur vergleichbar mit eben nur West. Sichtweisen…..und die sind bekanntlich immer mehr als nur beschränkt. ..

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Anleihen

Andre Stagge: Steigende US-Rendite, US-Wahl, Aktienmarkt – sein aktuelles Trading

Redaktion

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Der Experte Andre Stagge spekuliert aktuell auf die steigende Rendite für US-Staatsanleihen, und hat daher den Future für Staatsanleihen geshortet (Renditen und Kurse bewegen sich logischerweise immer exakt gegenläufig). Im folgenden brandaktuellen Video erklärt er die derzeitigen Zusammenhänge am Kapitalmarkt. Als da wäre die heutige Wichtigkeit der US-Wahl in Georgia und deren Folgewirkungen auf die US-Politik und die Kapitalmärkte. Auch geht es darum, dass steigende Aktienmärkte und steigende Anleiherenditen dauerhaft nicht parallel existieren können. Denn es ist, wie es ist. Deutlich höhere Renditen machen Anleihen attraktiver und sorgen eigentlich für einen Geldfluss raus aus Aktien.

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Anleihen

Hellmeyer, Halver, Leber und Co – optimistisch ins neues Jahr!

Claudio Kummerfeld

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Wie wird das Börsenjahr 2021 laufen, und wie werden einzelne Anlageklassen wie Aktien, Gold oder Anleihen performen? Dazu äußern sich im folgenden Video Folker Hellmeyer von Solvecon Investment, Robert Halver von der Baader Bank, Frank Fischer von Shareholder Management, Thomas Romig von Assenagon, Dr. Hendrik Leber von ACATIS und Johannes Hirsch von antea. Natürlich hat jeder der hier gezeigten Personen im Detail unterschiedliche Standpunkte. Aber wenn man das große Bild betrachtet, dann herrscht für den Aktienmarkt doch ein recht großer Optimismus. Klar, die Coronakrise scheint mit dem Impfungen ein Ende zu finden, und Joe Biden bringt Ruhe in die Kiste, nach vier chaotischen Trump-Jahren. Aber gelten „Experten“ mit ihren Jahresaussichten nicht oft als Kontra-Indikatoren? Aber gut, bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Die Begründungen der Experten sind jedenfalls inhaltlich schlüssig und durchaus nachvollziehbar.

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