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Chinesischer Autohersteller jetzt Mehrheitseigentümer der Saxobank

Die dänische Saxobank, einer der ganz großen Anbieter für den Forex- und CFD-Handel, ist nun mehrheitlich im Besitz des chinesischen Autoherstellers Geely. Uns erschließt sich der industrielle…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die dänische Saxobank, einer der ganz großen Anbieter für den Forex- und CFD-Handel, ist nun mehrheitlich im Besitz des chinesischen Autoherstellers Geely. Uns erschließt sich der industrielle Sinn dahinter nicht, aber wir sind ja auch Außenstehende. Laut Saxo hat Geely seinen bisherigen 30%-Anteil jetzt auf 51,5% aufgestockt, und ist damit Mehrheitseigentümer – damit kauft man den amerikanischen Investor „TPG Capital“ aus der Bank heraus.

Ebenso verdoppelt der finnische Finanzdienstleister Sampo seinen Anteil auf jetzt 19,9%. Der CEO Kim Fournais behält seinen 25,7%-Anteil. Laut Geely wolle man Saxo´s Technologie und Produkte noch aktiver in Asien anbieten, und daraus also einen Mehrwert erzielen. Zuletzt hatte Saxo seinen Halbjahresgewinn gegenüber dem Vorjahr um 45% steigern können. Hier im Wortlaut von den drei Beteiligten:

Kim Fournais, Saxo Bank Co-founder and Chief Executive Officer, said:

“With both Geely Group and Sampo Group as key shareholders in Saxo Bank, we have a strong group of owners with a wish and ability to foster long term growth. Geely is well known for its strong power of execution, ability to foster growth and entrepreneurial spirit. With Geely we secure a strong position in core growth markets in Asia with greater China as center. Sampo Group has a long and impressive history in financial services bringing a wealth of experience and insight in the financial sector. This marks a new and important chapter for Saxo Bank giving us a unique and strong foundation and I look forward to taking Saxo Bank to new highs together with our shareholders and employees, ensuring our clients a best-in-class experience. I would like to thank the current investors for their partnership, belief in Saxo Bank and their contribution over the years.”

Daniel Donghui Li, Chief Financial Officer and Executive Vice President of Geely Group, said:

“We have found Saxo Bank to be an extremely strong partner for many of Geely’s investment partners across the Greater China region. We at Geely Group believe that Saxo Bank’s technologies and product value can be effectively expanded across the Asian region, which is why we are willing to offer to buy more shares in Saxo Bank. Over the past decade Saxo Bank has developed a strong reputation in global financial and regulatory technology, which we hope to strengthen in the Asia region in the coming years.”

Kari Stadigh, Chief Executive Officer and President, Sampo Group, said:

“Saxo Bank is an exceptionally interesting unicorn in the Nordic fintech area and Sampo is excited to participate in developing its global reach further. Saxo has a unique trading platform which, in our view, is the best in the market and offers great potential globally for white labelling to financial institutions, investors and family offices.”


Das Logo der Saxobank. Grafik: Saxobank / Gemeinfrei

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Marko

    3. Oktober 2017 14:13 at 14:13

    So so,
    die Saxo Bank, was ist denn aus mit dem „Schweiz-Event“ geworden ? Kurse zu deren Gunsten zu manipulieren, im Nachhinein ? Das ist „normal“ ? Da man kein ECN/STP-Broker ist, also über einen Dealing-Desk verfügt und offenbar gegen den Kunden „gewettet hat“ ?

    https://insideparadeplatz.ch/2015/01/22/saxo-bank-setzt-ultimativ-zahlungsfrist-bis-freitag/

    „Heads I win, tails you lose“, lautet ein Bonmot im Banken-Trading und meint, dass der Banker in jedem Fall gewinnt.

    Bei der Saxo scheint dies immer dann zu gelten, wenn die Marktlage „besonders“ ist. “

    Was wollen die Chinesen und die Finnen mit dem „Schuppen“ ? Die Platform mag ja ganz o.k. sein…

    https://broker-bewertungen.de/erfahrungsberichte/saxobank

    http://citywire.co.uk/wealth-manager/news/saxo-quits-cfd-and-fx-association-amid-fca-crackdown/a1027459

  2. Avatar

    Marko

    3. Oktober 2017 15:59 at 15:59

    Und das trifft es doch :

    https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/das-ende-des-mindestkurses/Devisenhaendler-in-Schieflage/story/18456589

    „In der Schweiz könnte auch die Saxo Bank von solchen Verlusten betroffen sein. Zwar teilt die Bank in einem Communiqué mit, dass sie nach dem Franken-Schock viele neue Kunden gewinnen konnte. Diese hätten Gelder für ihr Devisentrading von anderen Bankhäusern zu den Skandinaviern verschoben, schrieb das dänische Finanzhaus am Freitag. Gegenüber den Schweizer Retailkunden verbreitete es hingegen eine weniger freudige Botschaft. Offenbar hat die Bank in der kritischen Zeit Aufträge ihrer Kunden provisorisch ausgeführt, ohne dass eine Gegenpartei vorhanden gewesen wäre. Die Preise fielen dabei wohl zu optimistisch aus.“

    Aufträge „provisorisch“ ausgeführt ?!? :D
    AGBs zu Lasten der Kunden ?!?
    Und ich dachte immer, Dänen lügen nie ?! :D

    Wenn ich mir „hinterher“ den Markt „zurecht manipuliere“, dann frage ich mich als potentieller Kunde schon, was habe ich bei den „Dänen“ verloren ? :D

    Na ja, ich denke schon, dass der Markt aus dem „Schweiz-Event“ gelernt hat, hoffentlich…

  3. Avatar

    asyoulike

    3. Oktober 2017 17:52 at 17:52

    Kurz meine subjektive Sicht der Dinge. Meine Autträge wurden alle perfekt abgearbeitet, Fehler habe ich nie erfahren (reiner Futurehandel mit Limit, separate Kurskontrolle über CME). Was nervt ist alleine die permanente Anfrage nach irgendwelchen Unterlagen.
    Wieso man jetzt die Bank an einen Chinesen verkauft ist mir rätzelhaft. Auch in den Deutschen Wirtschaftsnachrichten stand ein Artikel zu diesem Vorgang. Aber wie auch immer, es gibt fast keine Broker mehr um bspw. Euro/Dollar Future zu handeln.
    Wir werden also gespannt warten müssen, um zu sehen wohin die Reise der Saxobank geht.

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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