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Tesla Modell 3 enttäuscht völlig bei der Zahl tatsächlich produzierter Autos

Die Produktion des großen Hoffnungsträgers für Tesla, dem Modell 3, begann im abgelaufenen 3. Quartal. Tesla hat nun die Produktionszahlen veröffentlicht. Noch im August sprach die Firma selbst von…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Produktion des großen Hoffnungsträgers für Tesla, dem Modell 3, begann im abgelaufenen 3. Quartal. Tesla hat nun die Produktionszahlen veröffentlicht. Noch im August sprach die Firma selbst von 1500 Stück des neuen Modell, die man produzieren wolle bis Ende September. Nun sieht man, dass es tatsächlich nur 260 Stück waren. 260 ! ! ! Der Grund laut Tesla: „Engpässe“. Zitat:

Model 3 production was less than anticipated due to production bottlenecks.

Es gibt laut Tesla aber keine grundsätzlichen Probleme mit der Fertigungs- und Lieferkette. In Elon Musk we trust, as every quarter again?

It is important to emphasize that there are no fundamental issues with the Model 3 production or supply chain. We understand what needs to be fixed and we are confident of addressing the manufacturing bottleneck issues in the near-term.

Bis Ende des Jahres war es bislang eigentlich das Ziel von Tesla pro Woche 5000 Stück vom Modell 3 zu produzieren. Hallo liebe Leute – wie soll das gehen, wenn man im letzten Quartal nur insgesamt (!) 260 Stück hergestellt hat? Aber ja, ist ja gut, es waren Lieferprobleme, und die waren wie immer nur temporärer Natur, Ausnahmen. Ganz sicher. Auf die Lieferzahlen der älteren Modelle gehen wir gar nicht erst ein, denn Elon Musk selbst fokussiert die ganze Firma eh nur auf das neue Mittelklasse-Modell, das den Einstieg in den Massenmarkt bringen soll.

Die Aktie notiert eine Stunde vor US-Börseneröffnung aktuell nur (!) mit einem Minus von 2,4%. Andere Aktien würden da um 30, 40 oder 50% einbrechnen bei so einer Enttäuschung, aber was soll´s. Bei 260 produzierten Autos in drei Monaten, kann man da schon von einer Privatmanufaktur reden, wo die Käufer vom Chef mit Handschlag begrüßt werden? Aber genug der Häme! Tja, mal wieder… es sind ja „nur mal kurz“ ein paar Lieferengpässe. Irgendeine Ausrede gab es die letzten Jahre immer, wenn die Zahlen mal wieder enttäuschten. Es bleibt ein Phänomen. Anscheinend hat der liebe Börsengott die Tesla-Aktie auserkoren, wenn es darum geht immun gegen schlechte Nachrichten zu sein. Egal wie schlecht die Zahlen sind, die Aktie stürzt nicht ab – denn -2,4% bei dieser Nachricht ist gar nichts.


Das Tesla-Modell 3. Foto: Steve Jurvetson derivative work: Smnt – Diese Datei wurde von diesem Werk abgeleitet Candy Red Tesla Model 3.jpg / Wikipedia (CC-BY-SA 4.0)

17 Kommentare

17 Comments

  1. Avatar

    Beobachter

    3. Oktober 2017 14:46 at 14:46

    Tesla ist nur die Spitze eines Eisberges u.der Beweis ,dass sich die Aktenkurse von der Realität der Wirtschaft abgekoppelt haben.Viele finden das sei normal u.es würde immer so bleiben ??

  2. Avatar

    Masud79

    3. Oktober 2017 15:16 at 15:16

    Wird heute bestimmt im Plus schließen

  3. Avatar

    TINOGRUCHMANN

    3. Oktober 2017 15:28 at 15:28

    Das war zu erwarten, wenn das kein anderer in diesem Zeitraum schafft warum soll es Tela da schneller schaffen, aber ich würde trotzdem die Bemühungen der Firma nicht kleinreden

  4. Avatar

    Masud79

    3. Oktober 2017 15:37 at 15:37

    Tesla schießt hoch ich hau mich weg

  5. Avatar

    Beobachter

    3. Oktober 2017 15:59 at 15:59

    Logisch, da Tesla an jedem Auto Geld verliert ,sind tiefere Verkaufszahlen positiv für die Börsen.Wenn die aufhören zu produzieren wird die Aktie explodieren.SO IST BÖRSE HEUTE ! !

  6. Avatar

    Gerd

    3. Oktober 2017 16:31 at 16:31

    OT:
    Beobachter, Masud, …bär(en) und andere Kenner der Materie.
    Kann mir jemand sagen, wo ich in Deutschland sowas Ähnliches wie Put/Option/Knock-Out auf RUSSEL 2000 finden kann? Keine CFD’s, dafür bin ich auf die Schnelle nicht zugelassen.

    Ich finde, es wird auch für mich langsam Zeit, da mal
    einen ersten Short-Einstieg zu wagen. Der Russel darf meinetwegen danach auch noch gerne weiter steigen, dann erhöhe ich auf einen Zweiten. Aber irgendwann tut sich da was kräftig nach unten. Die Welt brennt zwar noch nicht, aber es kokelt bereits an allen Ecken und Enden.

    By the way, vor zwei Monaten habe ich vom Russel noch nie nicht was gehört. Jetzt habe ich mich aber von der hier veröffentlichten negativen Meinung hinsichtlich seines hohen KGV’s doch anstecken, inspirieren oder sogar überzeugen lassen.

    • Avatar

      Gerd

      3. Oktober 2017 19:53 at 19:53

      Das mit dem Put auf den Russel lasse ich wohl doch lieber. Tesla verfehlt das Produktionsziel und steigt tatsächlich. Ich dachte Masud beliebte zu scherzen, doch sind es anscheinend seine hellseherische Fähigkeiten. Sowas Irrsinniges nimmt mir auch die Illusion, dass das jemals mit dem Put auf den Russel klappen könnte.
      Beobachter, Sie haben wahrscheinlich recht. Mit jedem nichtverkauften Auto wird der Gesamtverlust kleiner.

      • Avatar

        Wolfgang M.

        3. Oktober 2017 20:22 at 20:22

        Gerd, Put-Spekulation ist wirklich nicht einfach. Mit Dax 7000 um die Jahrtausendwende, Öl bei 100 $, Dax 11000 im Januar/Februar 2015 u.v.m., jedes Mal habe ich die Überbewertung erkannt, konnte aber nicht reüssieren, weil das Timing nicht gestimmt hat. Es funktioniert sicherlich, aber nur bei klaren Signalen, wenn man dann noch Kapital hat. FMW kann sicherlich ein Lied davon singen. Seit wieviel Monaten analysiert man hier Überbewertungen? Aber der Knackpunkt ist die Umsetzung. „Isaac Newton“…..Gruß

        • Avatar

          Gerd

          3. Oktober 2017 21:42 at 21:42

          So langsam sollte ich ja auch mal gescheit werden.
          Hab mich ja im Juli (leider schon in der ersten Monatshälfte) schmerzlich von meinen vielen Knock-Out-Puts getrennt.
          Was ich bis dahin nur ungenügend berücksichtigt hatte – die können ja nicht nur ausgeknockt werden, die werden auch noch mit jedem Tag allein schon durch die Anpassung des Basispreises automatisch wertloser. Und gar nicht mal wenig. Dadurch kommen sie ihrem Knock-Out-Kurs ständig näher.
          Ihnen ist das ja durchaus bekannt. Sie und PK hatten ja schon mal berichtet, dass Shortgehen (unabhängig von korrekter oder falscher Richtungseinschätzung) ganz schön teuer werden kann. Ich dachte, das „Teure“ wäre bei Knockouts großteils durch das Risiko des Totalausfalls „abgegolten“ und man könnte die Dinger ewig liegen lassen. Aber von wegen.

  7. Avatar

    PK

    3. Oktober 2017 16:38 at 16:38

    wir haben ja schon einen deutlichen Kursrückgang gesehen in den letzten Wochen, denn es war vielen klar, daß die Model3 Auslieferungen im Prinzip bislang Handfertigungen sind. Das ganze war also keine echte Überraschung.
    Dazu kommt, daß wirklich jeder Kursrückgang durch den enorm hohen Shortanteil aufgefangen wird. Das Short Interest war zwar schonmal höher, hat aber insgesamt seit Juni zugelegt:
    http://www.nasdaq.com/symbol/tsla/short-interest
    Ändert aber sehr langfristig nichts am Kursverlauf. In 10 Jahren ist Tesla entweder übernommen oder in Konkurs.
    Tesla und Elan Musk ist halt ein Musterbeispiel für irrationale Bewegungen an der Börse. Dieses Beispiel war für einige Freunde der Logik und Fundamentaldaten bereits sehr kostspielig.

    • Avatar

      Petkov

      3. Oktober 2017 20:12 at 20:12

      Hallo PK, kurze Frage zu Ihrem fundierten Beitrag: Welcher Mechanismus führt dazu, dass eine hohe ShortInterest Quote als Dämpfer bei Kursrückgängen dient? Liegt es daran, dass die vielen Leerverkäufer bei fallenden Kursen ihre Shortpositionen eindecken und somit die Nachfrageseite stärken?
      Vielen Dank! MfG

      • Avatar

        PK

        3. Oktober 2017 20:52 at 20:52

        aktuell ist der Anteil der geshorteten Aktien vom Freefloat ungef. 30%.
        Das sind alles Leute, die natürlich auf der Nachfrageseite stehen.
        Es gibt 2 Gründe für die ihre Shorts zu covern – entweder um Gewinne mitzunehmen (das begrenzt die Verluste der Aktie bei schlechten News) oder weil sie in den Verlust kommen und aus der Position gezwungen werden (Margincall, Stops etc.).
        Ein sehr kleiner Nachfrageüberhang reicht dann aus, um eine Kettenreaktion hervorzurufen. Die covernden Shorts treiben dann einfach in einer Kaskade die Preise hoch.
        Heute z.B. haben einfach ein paar Shorts unten Gewinne realisiert und schon setzt sich der Zug nach oben in Gang. Es gibt wohl keine frustrierendere Aktie für Shorts wie Tesla.
        Wie wirds mit Tesla weitergehen ?
        Ich denke, wir gehen erstmal nicht viel weiter runter, da wir das Unveil Event in 3 Wochen haben wos um die Elektrotrucks geht.
        Das dürfte stützend wirken.
        Ich sehe einen möglichen Shorteinstieg wieder am Tag des Unveil Events.

        • Avatar

          Petkov

          3. Oktober 2017 23:41 at 23:41

          Buy the rumor sell the fact :-) Danke schön für Ihre ausführliche Antwort.
          Danke auch an @Leokatz.
          MfG

      • Avatar

        Leokatz

        3. Oktober 2017 21:18 at 21:18

        Hi, bin zwar nicht PK, aber ich denke, Sie liegen völlig richtig. Arbeite ich gehebelt, dann ists doch völlig ok, wenn der Kurs 2% in meine Richtung geht und ich schliesse den Trade mit sattem Profit. Es treibt also dann letztendlich den Titel wieder in die Gegenrichtung, wenn genug Trader einen ähnlichen Ansatz haben. Kommt immer darauf an, welche Ziele ein Trader verfolgt. Daytrading oder mittelfristig oder langfristig.

  8. Avatar

    Dieter G.

    4. Oktober 2017 00:45 at 00:45

    Wer jetzt aber denkt, VW & Konsorten verkaufen alle Autos die sie produziert haben….ich hoffe mal nicht. Die Haldenbestände sind gigantisch. Ihr seid doch alle Wirtschaftler, warum sollte also Tesla seine Produktion hochfahren? VW versucht derzeit mit verkrampften Marketingaktionen seine Schrottautos los zu werden. Hinzu kommt ein unfähiges Netz von Autohäusern.

    Es scheint auch irgendwie keinen zu interessieren, dass die deutschen Autobauer den größten Betrug seit Jahrzehnten an ihren Kunden vollzogen haben. Und jetzt auch noch quasi belohnt werden, in dem die Aufwandskosten zur Behebung steuerlich geltend gemacht werden können. Hat überhaupt jemand verstanden was das heisst?

    Und noch mal zum Nachdenken. Wenn ich 2 Mill. Autos baue, davon 300 TSD verkaufe, die aber nur mit einem enormen Preisnachlass im Markt abgesetzt werden können, mir gleichzeitig jedoch Stammkäufer in Scharen den Mittelfinger zeigen, dass ist also im Sinne der hier Anwesenden ein solides Unternehmen????????????????

    Mit fragendem Blick alles Gute…..

    Dieter

  9. Avatar

    PK

    9. Oktober 2017 11:56 at 11:56

    Tesla hat das Unveil vom E-Truck auf November verschoben und verweist auf Probleme bei der Mod3 Fertigung. Da werden die Autos immer noch im wesentlichen per Hand zusammengeschraubt, weil die Fertigungsstrasse nicht fertig ist.
    Aber auch danach läßt Tesla sofort Autos auf die Strasse, die quasi keinerlei Qualitätstests unterzogen worden sind.
    Das wird denen so dermassen um die Ohren fliegen.
    Aktuell sind die Autos schon recht fehleranfällig, aber die Klientel die jetzt die Model 3 kauft sind eben nicht mehr nur die wohlbetuchten Kunden, die das als 3.Wagen zum posen hat und die mal gerne im Hotel absteigt weil das Auto mal wieder mit einer Fehlermeldung steht.
    Meiner Ansicht nach daher aktuell wieder ein Short mit KZ <300, Stop am Top.

  10. Avatar

    PK

    13. Oktober 2017 12:07 at 12:07

    Wenn man mal sehen möchte wie komplett abseits jeder Realität Elon Musks Phantasien bereits sind, der kann sich mal seine Vorstellungen zum Raketentransport Earth-Earth anschauen:
    https://www.youtube.com/watch?v=zqE-ultsWt0

    Inzwischen gibt es ein paar Leute, die das im Internet zerlegen, hier ist einer davon:
    https://www.youtube.com/watch?time_continue=101&v=j4KR4-TN-Yo

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

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