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Coronavirus: Stehen wir an der Schwelle zur Pandemie?

Die zuletzt pandemische Ausbreitung des Coronavirus macht nun auch die Gesundheitsbehörden immer nervöser

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Das Coronavirus verbreitet sich in immer mehr Ländern – stehen wir nun an der Schwelle zur Ausbreitung einer Pandemie? Laut der Definition, was eine Pandemie kennzeichnet, ist das wohl bereits der Fall:

„Unter Pandemie versteht man eine länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung einer Krankheit beim Menschen, im engeren Sinn die Ausbreitung einer Infektionskrankheit. Im Unterschied zur Epidemie ist eine Pandemie somit örtlich nicht beschränkt.“

Vor allem Südkorea gerät nun immer stärker in den Fokus: das Land berichtet 142 neue Infizierte an einem einzigen Tag – das ist ein Anstieg von 70% zum Vortag (und zwei Tote). In Italien sind es 15 neue Infizierte bei einem Toten – zehn Städte in der norditalienischen Lomardei sind unter Quarantäne. China selbst meldete offiziell 397 neue Infizierte (damit in China insgesamt 76288) bei 109 neuen Toten (insgesamt 2345).

Chinas hat nun bereits fünfmal die Kriterien verändert, nach denen neu Infizierte erfasst werden – das sagt alles über die Verläßlichkeit der Zahlen von durch das Coronavirus Infizierten im Reich der Mitte (siehe hierzu: „Chinas Lügen mit Zahlen“). Die Stadt Peking hat unterdessen ihre Maßnahmen weiter verstärkt – pro Wohnung werden drei „Pässe“ vergeben“, die es erlauben, den Wohungskomplex zwischenzeitlich zu verlassen – leben aber in einer Wohung vier Personen, kann eine Person nicht mehr hinaus (siehe hierzu den Bericht der CNBC-Korrespondentin Eunice Yoon aus Peking).

Coronavirus: Die Behörden werden immer nervöser

Die zuletzt pandemische Ausbreitung des Coronavirus macht nun auch die Gesundheitsbehörden immer nervöser. Bei der gestrigen Pressekonferenz der WHO sagte der Generaldirektor der Behörde Dr. Tetros, dass die Zeit davonlaufe, um eine weltweite Pandemie zu stoppen („The window of opportunity is narrowing“). Die US-Behörde für Seuchenbkämpfung CDC hält eine weitere Ausbreitung in den USA inzwischen für wahrscheinlich, wie es auf der Homepage der Behörde heißt:

„More cases are likely to be identified in the coming days, including more cases in the United States. It’s also likely that person-to-person spread will continue to occur, including in the United States.“

In Deutschland hat das „Bundesministerium für gesundheitliche Aufklärung“ (BZgA) bundesweit eine Zeitungsanzeige lanciert, wie man sich selbst und andere vor der Infektionskrankheit schützen könne.

Inzwischen wird immer wahrscheinlicher, dass das Coronavirus nicht nur sich viele Tage an Gegenständen halten kann (Bargeld, technische Geräte etc.) – sondern auch bereits genesene Patienten sich erneut infizieren können (so aktuell ein Fall in der chinesischen Provinz Sichuan).

Folgendes Video von „China in Focus“ faßt die Lage kompakt zusammen – und macht dabei auch auf die sich widersprechenden Aussagen von Behörden aufmerksam:

Das Coronavirus verbreitet sich in immer mehr Ländern

37 Kommentare

37 Comments

  1. Avatar

    Hummel M.

    22. Februar 2020 12:08 at 12:08

    „Die Pandemie soll weiterzieh’n. Nach Stockholm, Prag, oder nach Wien“. Hatten wir nach BSE, Vogel-, Schweinegrippe in regelmäßigen Abständen inszenierte Gefahren für die Menschheit, wohl doch nur, um von der reellen Gefahr eines kollabierenden Finanzsystems abzulenken. Denn: Good news are bad news. Bad news are better news. Ganz nebenbei trifft es jetzt einen wirtschaftlichen Konkurrenten. Eine Verschwörungstheorie ist hier nicht ganz von der Hand zuweisen, nämlich, dass dieser Virus in einem Biowaffenlabor designed ist. Ansonsten ist die Panik bei den paar Todesfällen (eine Influenza fordert deutlich mehr Todesopfer) nicht zu erklären.
    Wie dem auch sei, sollte die Pandemie bei mir zuhause gastieren, nehme ich, wie immer bei grippalen Infekten, kolloidales Silber, was mir seit 7 Jahren eine symptom- und grippefreie Zeit beschert hat.

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    Altbär

    22. Februar 2020 12:13 at 12:13

    Tote lügen nicht,obwohl sie nicht mehr reden, erzählen sie die Wahrheit.
    Altbär, ( Hobby Schriftsteller im 21. Jahrhundert)

    • Avatar

      Sabine

      22. Februar 2020 16:10 at 16:10

      Naja, die Toten auf dem Kreuzfahrtschiff waren 84 und 87. Solange solche Zahlen sind, wird es schwierig, die wirkliche Gefahr zu erkennen. Das es sich international ausbreitet, war früher nicht das einzige Kriterium, sondern daß die Krankheit auch lebensbedrohlich ist. Das hat man vor einigen Jahren in der WHO abgeschafft.

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      sabine

      22. Februar 2020 16:31 at 16:31

      a) 2 % Todesfälle, sagt Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Und das sei wahrscheinlich noch zu hoch gegriffen. Bei uns in der Firma ging letzte Woche auch schon ein Email herum. (Wir haben Researchzentren in Wuhan.) Schneuzen in die Armbeuge. (Ich dachte, das machen nur die, die unter der Brücke wohnen.)
      https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html
      b) Wie wurde eigentlich SARS gestoppt? Oder hört das von alleine auf, wenn die Menschen genug Antikörper gebildet haben?
      c) Jedenfalls ist die Globalisierung ganz schön beschädigt jetzt.

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        Lausi

        22. Februar 2020 23:23 at 23:23

        Auch ganz wichtig: Nicht in die Tischdecke schneuzen! Soll ja im rustikalen Bayern gang und gäbe sein! :-)

      • Avatar

        Petkov

        23. Februar 2020 08:19 at 08:19

        SARS wurde nicht gestoppt, es existiert nach wie vor weder ein SARS Virostatikum noch ein Impfstoff. Es hat im Grunde die heißen Jahreszeiten schlecht überstanden. Das ist die Hoffnung auch bei Corona, dessen Genom zu 80% gleich ist. SARS hat sich aber auch nicht tagelang an Gegenständen außerhalb von Wirtzellen halten können und war allgemein viel weniger ansteckend.

        Wenn wir also auch im Frühling weiterhin stetig oder gar exponentiell steigende Infektionszahlen haben, dann… Naja schaun mer mal.

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        Claudia

        23. Februar 2020 18:44 at 18:44

        Liebe Sabine, Niesen in die Armbeuge, nicht Schneuzen. Das sollte eigentlich schon immer Usus sein, wo immer sich Menschen auf engem Raum befinden. Nicht erst seit Coronavirus oder seitdem „die unter der Brücke“ auch kommentieren.

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    Marcus

    22. Februar 2020 12:54 at 12:54

    Davon habe ich gerade auch gelesen. Damit dürfte klar sein, das die wirtschaftlichen Auswirkungen erheblich sein werden, da faktisch alles ausgebremst wird. Letztendlich wird man bei einer weiteren Verschärfung nicht vermeiden können Flüge nach China komplett zu streichen, sowie auf alle Importe vom asiatischen Kontinent zu verzichten.

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      Shong09

      22. Februar 2020 23:32 at 23:32

      Gerade bei Medikamenten funktioniert das in Europa schon sehr gut. Ich hoffe, in meiner Familie brauch während dieser Zeit niemand eines

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    Markus Biegler

    22. Februar 2020 15:32 at 15:32

    die meisten Artikel über die Coronavirusausbreitung wiederholen sich ja ständig, aber der hier beschreibt ein durchaus wahrscheinliches Szenario, wie gut Hubei wirklich isoliert ist/war.
    https://www.epochtimes.de/china/coronavirus-zehntausende-aus-dem-epizentrum-der-epidemie-in-andere-staedte-geflohen-a3163334.html

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    Hesterberg

    22. Februar 2020 16:39 at 16:39

    „Corona ist auf keinen Fall gefährlicher als Influenza“, sagt Chefarzt Clemens Wendtner von der Schwabinger Klinik für Infektiologie. Wenn das stimmt, sind die offiziellen Zahlen aus China eine unglaubliche Lüge.

    Laut dem renommierten Robert-Koch-Institut infizieren sich bis zu 14 Millionen Menschen in Deutschland jährlich mit dem Grippe-Virus. Davon sterben bis zu 20.000 Menschen. Die Sterblichkeitsrate liegt also deutlich unter 1 Prozent und eher in Richtung 1 Promille. Würde man nun eine einfache Hochrechnung auf China erstellen, deren Bevölkerung etwa 17 Mal höher ist als die von Deutschland, so läge das Verhältnis bei knapp 240 Millionen Grippe-Infizierten und 340.000 Grippe-Toten (wie zu lesen ist, sogar bis zu 2,8 Millionen Grippe-Toten). Es muss also in China auch eine entsprechende medizinische Infrastruktur vorhanden sein, die in der Lage war und ist, diese Zahl von Grippe-Infizierten und Grippe-Toten zu bewältigen, ohne in einen Ausnahmezustand zu gelangen.

    Wenn man nun diese Zahlen ins Verhältnis setzt zu den von China offiziell gemeldeten Corona-Infizierten und Corona-Toten, so sind die Hysterie, die eingeleiteten Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie und das völlig überforderte chinesische Gesundheitssystem selbst dann in keiner Weise erklärlich, wenn die tatsächliche Zahl der Corona-Infizierten und Corona-Toten aufgrund einer hohen Dunkelziffer ein Vielfaches beträgt, wovon mit größter Sicherheit auszugehen ist.

    Man kann also hier nur zu einem Schluss kommen: Das tatsächliche Ausmaß und die Gefährlichkeit der Corona-Epidemie in China muss in gewaltigem Maße höher sein, als die offiziellen Zahlen das vermitteln. Das macht Schätzungen für mich durchaus glaubhaft, wonach die tatsächliche Zahl der Corona-Infizierten in die Millionen geht und bereits viele Zehntausend Tote zu beklagen sind.

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      Nostradamus

      22. Februar 2020 19:59 at 19:59

      Natürlich gibt es Millionen Infizierte und Zehntausende Tote in China und das kann man verheimlichen im Zeitalter der sozialen Medien?? Der Sarsvirus 2002/03 hatte weltweit 8000 Infizierte und jetzt haben wir eben Millionen Corona-Infizierte in China. So ist @Hesterberg, der Anhänger von Bad News. Je extremer, desto lieber. Der Super-Bär unter den Bären. Wann geht die Welt unter?

      • Avatar

        Hesterberg

        23. Februar 2020 07:08 at 07:08

        @Nostradamus alias Columbo
        Dass Sie die aufgezeigten Zusammenhänge verstehen, hatte ich jetzt auch nicht wirklich erwartet. :-)

        • Avatar

          Columbo

          23. Februar 2020 12:10 at 12:10

          @Hesterberg

          Nix alias! @Columbo bleibt @Columbo. Ich sag ja auch nicht zu Ihnen @Hesterberg alias @Hans guck in die Luft.

          • Avatar

            leftutti

            23. Februar 2020 17:31 at 17:31

            @Columbo, da muss man durch als Mitglied im Schizo-Club 😂
            Wer abweichende Meinungen vom Alternativ-Mainstream äußert, ist mal schnell ein Nostradamus oder ein weibliches Maskulinum 🤪 Bis zu meinem Rekord von mindestens 10 angedichteten Aliassen hast du noch einen weiten Weg.

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    Sven

    22. Februar 2020 23:18 at 23:18

    Chinas Zentralbank hat bekanntgegeben, die Geldschleusen weiter zu öffnen. Gap up am Montag und Wiederaufnahme des Aufwärtstrends an den Börsen. Die kurze Pause dürfte damit schon wieder Geschichte sein. Neue ATHs sind damit nur eine Frage von Tagen.

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      Koch

      23. Februar 2020 10:32 at 10:32

      Weissagung der Cree:Erst wenn der letzte Baum gerodet,der letzte Fisch gefangen,der letzte Fluss vergiftet,wird auch Sven merken,dass man Geld nicht essen kann!Weissagung von Koch: Dax minus 2% am Montag mittag!

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        Pandabär

        23. Februar 2020 19:03 at 19:03

        @Koch, Sven hat aber ganz richtig erkannt, dass man Fahnenstangen essen kann, sofern sie aus Bambus sind 🐼

        • Avatar

          Koch

          24. Februar 2020 12:02 at 12:02

          Servus,Pandabär.Ihnen mag die Ernährung mit Fahnenstangensubstanz aus Bambus aufgrund Ihres Namens ja gelingen,beim Sven glaube ich das eher weniger.Der „Buy the fucking Dip-Sven“scheint so eine Art Mahatma Ghandi oder Dalai Lama zu sein.Diesem Extremasketen reichen zum Lebenserhalt sich ständig weiter öffnende Geldschleusen.Meinem Mathematikverständnis zuwider scheinen diese nun aber schon mehr als 360 Grad offen zu stehen!Kann mir jemand erklären ob und wie das möglich ist?

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    Wirrologe

    23. Februar 2020 07:15 at 07:15

    @Nostradamus, @ Hesterberg mach Nichts Anderes als die Schönredner zu bremsen.Leute die jetzt noch Corona mit einer normalen Grippe vergleichen haben auch schon irgendein Virus in sich.( Lage in Italien) Schönreden u.Manipulieren hat zwar lange an den Börsen funktioniert, in diesem Fall wird die Realität noch schneller sichtbar werden.

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    Nostra -Schönredikus

    23. Februar 2020 10:36 at 10:36

    Wenn hinter dem Nostradamus der Columbo stecken würde, wäre das schon komisch.Könnte aber sein, hatte er doch kürzlich das Problem schöngeredet, ( ob ironisch gemeint oder nicht, bei ihm weiss man nie)
    auf jeden Fall ist es seinen norditalienischen Landsleuten nicht mehr ums Spassen.

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      Columbo

      23. Februar 2020 12:49 at 12:49

      @Nostra-Schönredikus

      @Nostradamus mit @Columbo zu verwechseln kann auch nur einem @Hesterberg passieren. Wenn man ihn und ähnliche hört, möchte man meinen, die Pest sei ausgebrochen und wir müßten bald alle sterben. Einige dieser extremen Schwarzseher sind dann möglicherweise enttäuscht, wenn es nicht so kommt.
      Kein Mensch weiß genau, wie sich die Krankheit entwickeln wird, aber wir leben nicht mehr im Mittelalter. Die moderne Medizin hat viele Möglichkeiten und nicht jeder Kommentator hat diesbezüglich die nötigen Kenntnisse. Also wird halt wild spekuliert.

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    Quintus

    23. Februar 2020 11:21 at 11:21

    https://mobile.twitter.com/DellAnnaLuca/status/1231474200734420992

    Nur ein Beispiel von vielen, welches aufzeigt:
    SARS-CoV2 ist mit den bisherigen Maßnahmen praktisch nicht aufzuhalten. Dieser vorhandene Stealthmodus des Virus während der symptomlosen Inkubationszeit ist von einer erschreckenden Perfidität.
    Wenn nun Südkorea und Japan seine wirtschaftlichen Tätigkeiten(notgedrungen)herunterfahren muß, dann werden die Versorgungsengpässe erst richtig spürbar werden. Davon sind wir nur noch wenige Wochen entfernt.

    Es wäre auch ratsam aufgrund des Wesens der „Spanischen Grippe“, DIESE als Vergleichsgrippe zu präferieren. Dies betone ich aus mehrfachen Gründen:

    Damals wurden in Folge eines Zytokinsturms in der Lunge verschiedene Zytokine, Gerinnungsfaktoren sowie Radikale gebildet. Es sammelten sich am Ort der Entzündung massiv Immunzellen, wodurch die Funktion des Lungengewebes beeinträchtigt wurde.. Diese überschießende Immunreaktion führte dann oft zu Organversagen. Man vermutet darin und der oft miteinhergehenden bakteriellen Sekundärinfektion die Haupttodesursache.
    „Gemäß Gibbs et al. in Spektrum der Wissenschaft vom Januar 2006[9] war ein Faktor bei der ungewöhnlichen Verteilung auch die durch das Virus induzierte atypisch starke Zytokin-Aktivität. Die Überreaktion des Immunsystems in Form eines Zytokinsturms veranlasst Abwehrzellen zu einem Angriff auf das Lungengewebe. Da gerade die Gruppe der 20- bis 40-Jährigen über ein besonders aktives Immunsystem verfügt, ist hier die Ausprägung des Zytokinsturms besonders stark“
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Spanische_Grippe

    „Aus der Analyse leiten sie ab, dass der Verursacher der Spanischen Grippe kurz vor 1918 aus Teilen eines Vogelgrippe-Virus und einer menschlichen H1-Variante entstand, die seit etwa zehn bis 15 Jahren unter Menschen zirkulierte“
    https://www.welt.de/gesundheit/article127418306/Warum-die-Spanische-Grippe-so-verheerend-war.html

    Wer nun angesichts der Faktenlage immer noch von 20.000 Toten bei einer normalen Grippevariante blubbert, der sollte sich schleunigst klarmachen daß bei diesem Virus von ganz anderen Todeszahlen
    ausgegangen werden muß.

    „Sowohl der Verwandte als auch die Ärzte baten darum, anonym zu bleiben, da sie möglicherweise von den chinesischen Behörden bestraft werden. Der Arzt Li Wenliang, der zuerst vor dem Wuhan-Virus gewarnt hatte, wurde von den Behörden zurechtgewiesen, bevor er Anfang dieses Monats selbst der verheerenden Krankheit erlag.

    In der an Taiwan News weitergeleiteten Nachricht heißt es: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie sich ein zweites Mal infizieren. Einige Menschen haben sich vom ersten Mal durch ihr eigenes Immunsystem erholt, aber die Medikamente, die sie verwenden, schädigen ihr Herzgewebe, und wenn sie es das zweite Mal bekommen, hilft der Antikörper nicht, macht es aber schlimmer und sie sterben plötzlich Tod durch Herzinsuffizienz. “

    Die Quelle sagte auch, dass das Virus „uns alle überlistet“ hat, da es Symptome für bis zu 24 Tage verbergen kann. Diese Behauptung wurde unabhängig an anderer Stelle aufgestellt. Der chinesische Lungenarzt Zhong Nanshan sagte, dass die durchschnittliche Inkubationszeit drei Tage beträgt, die Entwicklung von Symptomen jedoch nur einen Tag und bis zu 24 Tage dauern kann.

    Die Quelle sagte auch, dass falsch negative Tests für das Virus ziemlich häufig sind. „Es kann das Testkit täuschen – es gab Fälle, in denen sie gefunden wurden. Der CT-Scan zeigt, dass beide Lungen vollständig infiziert sind, aber der Test war viermal negativ. Der fünfte Test fiel positiv aus. “
    (übersetzt mit translate google)
    https://www.taiwannews.com.tw/en/news/3876197

    Aus dem PrePrintserver des Health Sciences medRxiv:
    ACE2-Expression in Niere und Hoden kann Nieren- und Hodenschäden nach 2019-nCoV-Infektion verursachen
Caibin Fan, Kai Li, Yanhong Ding, Wei Lu Lu, Ansicht ORCID-ProfilJianqing Wang
doi: https://doi.org/10.1101/2020.02.12.20022418

    Ex-Dr.zu Guttenberg bitte übernehmen sie…

    • Avatar

      Ex-Dr. zu Guttenberg

      23. Februar 2020 16:31 at 16:31

      @Quintus, Ex-Dr. zu Guttenberg übernimmt nur bei Plagiaten, fehlenden Quellen und fremdem Federschmuck.
      Strg-A, Strg-C, Strg-V

      http://www.bildschirmarbeiter.com/content/images/picdump-11-02-25/picdump-11-02-25-053.jpg
      https://www.kotzendes-einhorn.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/guttenberg-tastatur-v2.jpg

      • Avatar

        Quintus

        24. Februar 2020 09:48 at 09:48

        @ Ex Dr. zu Guttenberg
        Politiker die haben’s eh schon schwer, bei Plagiatsversuchen aber umso mehr :-)
        Mit freundlichen Grüßen
        Quintus

    • Avatar

      Bundessuperminister für Stabilität, Reaktion und Regression

      23. Februar 2020 22:21 at 22:21

      Das Wort am Börsensonntag

      Was zu Beginn klang, wie ein Karnevalsscherz, will trotz aller globaler Börseninterventionen nicht enden. Schlimmer, zäher und nachhaltiger, als jede Klima-Greta. Von der Fledermaus über die Schlange, die Ratte oder den Dachs (DAX) auf einem lokalen Markt für individuelle Delikatessen zum globalen Monster mutiert, erdreistet sich das Virus inzwischen ohne Skrupel, auch den kosmopolitischen Wohlstands- und Freiheitskämpfer im unabdingbaren globalen Vielfliegermodus zu befallen. Eine Grenzüberschreitung skrupellos reisewütiger Fachkräfte, die wir bereits 2015 zu verhindern suchten…

      Oolaf, Olaaf, nicht zuletzt mit Hilfe unserer groß koalierten Spar- und Spahnwirtschaft und unserer stets offenen und transparenten Informationspolitik, erweisen sich die essenziell entscheidenden Organismen im Lande bisher noch immer als stabil immun gegen irdisch-ausländische Gefahren und Realitäten. Wir als christliche Gesundheitspartei reinen Blutes schaffen das. Wir rocken das, wenn schon nicht auf höchst elitären Schlossfestivals, dann dennoch im Bierzelt. Stets bewahrend, von Eichel und Wurzel hin zur stolzen deutschen Eiche, das aktuelle Geschehen souverän-konservativ der hektisch nervösen Jugend und Zukunft gegenüber seit vielen Jahrzehnten entziehend und verteidigend. Wir sind und bleiben immun gegen alles Neue. Je mehr Steuern und Herzblut Sie abführen, desto mehr Infektionsrisiko garantieren wir Ihnen, liebe Wähler*innen.

      Die Mortalitätsrate aufgrund frei schießender Individualisten wie Sportschützen, Jäger und Polizisten in unserem Land ist derzeit wesentlich höher, als die eines grenzüberschreitenden Virus, den wir einfach nicht haben wollen. Vertrauen Sie uns, wie auch wir weiterhin auf Ihre Stimmen bauen.

  10. Avatar

    Lausi

    23. Februar 2020 12:03 at 12:03

    @Quintus: Guter Bericht über die aktuellen Erkenntnisse hinsichtlich des Virus. Da können einem ja nur die Knie schlottern, wenn das stimmen sollte. Ein schwerer wirtschaftlicher Einbruch scheint vorprogrammiert zu sein, und ob die Zentralbanken mit ihrer Geldflut da groß gegensteuern können, wage ich zu bezweifeln. Das sieht wahrlich nicht gut aus – auch nicht für die Börsen.

  11. Avatar

    Scheer

    23. Februar 2020 12:11 at 12:11

    @Fugmann
    Vielen Dank für Ihre Arbeit am Sonntag.
    Das muss auch mal gelobt werden

  12. Avatar

    Hesterberg

    23. Februar 2020 17:42 at 17:42

    Wenn laut Herrn Fugmann auf 7.000 Chinesen 1 Arzt kommt, dann gibt es ca. 200.000 Ärzte in China. Wenn es also wirklich nur knapp 80.000 Corona-Infizierte gibt, kommen 2,5 Ärzte auf einen Infizierten. Und die Zahl der inzwischen wieder gesundeten Infizierten müsste man sogar noch abziehen und sie steigt laut offizieller Statistik schneller als die Zahl der Neuinfizierten. Warum gibt es dann diese panikartigen Zustände in China, wenn doch das bestehende Gesundheitssystem mit dieser vergleichsweise geringen Menge an Infizierten locker fertig werden müsste und das Coronavirus nicht gefährlicher als das Influenzavirus sein soll? Das passt irgendwie nicht zusammen, was ich auch schon mit meinem 1. Kommentar zum Ausdruck bringen wollte. Nostradamus/Columbo verstehen allerdings nicht, worauf ich hinaus will.

    • Avatar

      Columbo

      23. Februar 2020 20:38 at 20:38

      @Hesterberg

      Ich finde Ihre Argumentation durchaus teilweise berechtigt. Ich glaube nur, daß es nicht viel Sinn macht über die Situation in China zu spekulieren. Wir werden die dortige Wahrheit nie erfahren.
      Wichtiger ist jetzt zu sehen, wie das medizinisch sehr weit entwickelte Europa mit dem Problem fertig wird. Norditalien reagiert richtigerweise sehr restriktiv, was auf ein gutes Ende hoffen läßt. Allerdings läßt sich nicht vermeiden, daß diese Vorgehensweise Panik und die Verbreitung von unglaublichen Gerüchten und Fakes in der Bevölkerung fördert.
      Der Verlauf der Erkrankung ähnelt tatsächlich dem einer Influenza. Die Sterblichkeit ist um ein Vielfaches geringer und trifft meist nur Menschen mit Vorerkrankungen und eingeschränkter Immunabwehr. Das ist medizinischer Fakt, bewiesen! Aber wenn vorsichtshalber ganze Städte und Gemeinden gesperrt werden, glaubt Mann/Frau auf der Straße natürlich, das Ende der Welt sei gekommen.
      Das Virus ist, was es ist. Es kommt darauf an, was der Mensch draus macht. Das kann von einfachen Einschränkungen bis zum Schließen von Grenzen und Verbot jeglichen Personenverkehrs gehen, mit dem dazugehörigen wirtschaftlichen Schaden.

  13. Avatar

    Wirtschafts-Azubi

    23. Februar 2020 19:07 at 19:07

    Ja wenn die Notenbank endlich die hohen Zinsen senkt u. Geld pumpt werden die Lieferketten wieder funktionieren.Die Notenbanken haben bewiesen ,dass sie Finanzmärkte manipulieren können, aber sie können keine Apple u.Autoteile produzieren.
    Das wirtschaftliche Verständniss gewisser Poster ist beträchtlich.Wir ärgern uns ein wenig über diese Naivlinge, anderseits sind es genau diese Typen, die uns eine NOCH NIE DAGEWESENE FALLHÖHE bescheren. Danke Sven, Robert Halver u. Gleichgestörte.

  14. Avatar

    Pessimist

    23. Februar 2020 19:58 at 19:58

    An Alle Börsenärzte, die das Virus schon abgehakt haben. Die Schweiz diskutiert gerade die Grenzschliessung zu Italien. ( Wird aber vorerst noch nicht kommen ) In Norditalien, 17km vom Tessin entfernt gibt es Corona -Fälle.
    Im Tessin hat es tausende von Grenzgängern die täglich von Norditalien pendeln.
    Beide Regionen, der Tessin u.das wirtschaftlich starke Norditalien würden stark leiden.Ob da noch tiefere Negativzinsen helfen würden.Die Natur wird die Notenbaken demaskieren.( Past gut zur Fasnacht)
    Die nächste Runde, VIRUS gegen NOTENBANKEN geht ans Virus.
    Komisch : immer noch keine Fälle in Afrika u.Südamerika ?? Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss ??

  15. Avatar

    Hesterberg

    23. Februar 2020 20:27 at 20:27

    Die Angabe von Herrn Fugmann (im Interview mit cryptowelt.ch vor 2 Tagen), wonach in China 7.000 Menschen auf einen Arzt kommen, finde ich nach eigener Recherche nicht bestätigt. Die Anzahl der für die chinesische Bevölkerung zur Verfügung stehenden Ärzte liegt nach verschiedenen Angaben mindestens um das 10fache höher (ca. 500 – 700 Menschen kommen auf einen Arzt). Demzufolge stehen also statistisch 25 – 35 Ärzte in China für die Versorgung eines einzigen Corona-Infizierten zur Verfügung. Das macht die Berichterstattung über die Zahl der Corona-Infizierten und Corona-Toten noch einmal um Faktor 10 – 30 unglaubwürdiger.

  16. Avatar

    Columbo

    23. Februar 2020 23:17 at 23:17

    Ein paar Infos zu Corona:

    Neues Virus, daher noch keine Antikörper in der Bevölkerung.
    Normalerweise steckt ein Träger zwei Gesunde an. Ausnahme: Die „Superspreader“, welche
    auch zehn oder mehr Gesunde anstecken können.
    Im Gegensatz zum Influenzavirus greift es die tieferen Lungenanteile an.
    10% der Erkrankten benötigen Krankenhausaufenthalt.
    4-5% Intensivstation
    1% Sterblichkeit

  17. Avatar

    Hesterberg

    24. Februar 2020 03:07 at 03:07

    @Columbo
    Schön, dass Sie sich meiner Argumentation teilweise anschließen können. Sie meinen, es mache nicht viel Sinn, über die Situation in China zu spekulieren. Wenn man an der Börse sehr viel Geld einsetzt, macht das aber sogar sehr viel Sinn, denn es hat größten Einfluss auf die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft.

    Wir wollen sehr hoffen, dass Europa mit dem Virus fertig wird, wenn nicht, wird die übrige Welt erst recht nicht mit ihm fertig und dann werden die Börsen schon in den nächsten Wochen crashen.

    Sie schreiben, die Sterblichkeit sei beim Coronavirus um ein Vielfaches geringer als beim Influenzavirus und das sei medizinischer Fakt. Die Zahlen weisen aber klar in die gegenteilige Richtung.

    Die sich mir aufdrängende entscheidende Frage ist: Warum reagieren inzwischen immer mehr Länder so panisch, wenn doch das Coronavirus angeblich nicht gefährlicher ist als das Influenzavirus? Scheinbar ist man sich da keineswegs so sicher oder man weiß sogar, dass es viel gefährlicher ist. Dem Anschein nach trifft das Letztere zumindest auf China zu.

    Die Entwicklung in Südkorea gibt einen besorgniserregenden Hinweis. Wenn das Coronavirus in Schwellen- und Entwicklungsländern um sich greift, werden die Weltwirtschaft und damit auch die Börsen erdrutschartig einbrechen.

    • Avatar

      Columbo

      24. Februar 2020 08:47 at 08:47

      @Hesterberg

      „Die Länder“ oder besser die zuständigen Gesundheitsbehörden reagieren nicht panisch! Sie folgen bei Auftreten von neuen Infektionskrankheiten einfach nur einem epidemiologischen Protokoll, das seit Jahrzehnten wissenschaftlich entwickelt, verbessert und gesetzlich verankert wurde.
      Bei der jährlichen Influenza ist das nicht notwendig, weil das Virus bekannt ist, die Bevölkerung Antikörper besitzt und es einen Impfstoff gibt.
      Das ändert nichts an der Tatsache, daß die Krankheit meist harmlos verläuft und die Sterblichkeitsrate beim Corona Virus(19-nCoV) nur 1% beträgt und bei der Influenza höher ist.
      Was hingegen China betrifft, wissen wir gar nichts, keine verläßlichen Daten, alles nur Spekulation.

  18. Avatar

    Kritisch on fire

    24. Februar 2020 10:37 at 10:37

    Mir erscheint der Umstand, dass in Mitteleuropa eine Grippewelle herscht im Zusammenhang mit dem Corona Virus als ein gefährlicher Aspekt. So manch eine(r) wird Zuhause das Bett hüten (typische Grippe auskurierend) und ist in Wahheit schon vom Corona Virus befallen – Ansteckungsgefahr innerhalb Familie sehr wahrscheinlich. Ich denke mir, dass da noch sehr viel Ungemach auf uns zukommt.
    Die gesamten weltweiten politischen und gesundheitspolitischen Reaktionen und Kommentare auf dieses Virus sind mir pers. zu sehr beschwichtigend und passen überhaupt nicht zu den Handlungen. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass uns unsere Volksvertreter hier nicht die Wahrheit sagen um Panik zu vermeiden! Die Temparaturmessungen an Flughäfen, etc. sind doch nur Plazebos und bringen absolut nichts, außer Beruhigung für die Bevölkerung um aktive Handlungen gegen die Ausbreitung zu demonstrieren. Stichwort – Biolabor in Wuhan!

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Allgemein

US-Wahl: Was passieren muß, damit Trump gewinnt!

Markus Fugmann

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am

Die US-Wahl rückt immer näher, laut Umfragen liegt Donald Trump derzeit recht deutlich hinter Joe Biden. Eines scheint klar: wenn Trump die US-Wahl gewinnen will, muß er zwingend den Bundeststaat Florida gewinnen – gewönne Biden in Florida, wäre ein Wechsel im US-Präsidentenamt praktisch sicher. Die Zwischenstände aus Florida werden also extrem wichtig – es gibt sogar einen kleinen Wahlbezirk in diesem Bundeststaat, der schon früh die Richtung anzeigen dürfte.

US-Wahl – das sind die Szenarien

Die US-Seite https://fivethirtyeight.com/ zählt zu den führenden Prognose-Quellen in den USA. Sie bietet ein interaktives Tool an, mit dem man Szenarien durchspielen kann: gewinnt etwa Biden den swing state Pennsylvania, dann hat das einen positiven Einfluß auch auf seine Sieges-Chancen auch in Nachbar-Bundestsaaten. Sehen Sie hier, was passieren muß, damit Trump gewinnen kann:

 

Und so ist die Lage in den USA unmittelbar vor der US-Wahl – es ist ein gespaltenes, zerrissenes Land, wie folgende ARTE-Dokumentation zeigt:

 

Was muß passieren, damit Trump die US-Wahl gewinnt?

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Allgemein

Sahra Wagenknecht über die große Krise, und wie man sie lösen kann

Redaktion

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Sahra Wagenknecht hat den Ruf wirklichen wirtschaftlichem Sachverstand zu besitzen. Bei ihr kann man erkennen: Es wird nicht stumpf das sozialistische Lied abgespielt. Bei ihren Aussagen merkt man, dass sie das Gesamtbild im Blick hat und auch versteht. Natürlich kann und darf man über ihren Lösungsansatz für das große Gesamtproblem streiten. Aber auch ihren Lösungsansatz begründet sie inhaltlich nachvollziehbar.

Sahra Wagenknecht mit Bestandsaufnahme der Krise

In ihrem aktuellsten Video (am Ende dieses Artikels) wirft Sahra Wagenknecht die Frage auf, ob eine große Finanzkrise bevorsteht. Dafür arbeitet sie sich an vielen Ungleichgewichten und wirtschaftlichen Schieflagen ab, die in dieser Form in der Tat auch bestehen. So bespricht sie die gigantische Geldschwemme der Notenbanken, in der Europa verursacht durch die EZB. Diese sorge für einen riesigen Push bei den Aktienkursen. Profitieren würden vor allem die Reichen, die in großem Umfang Aktien besitzen. Der Kleinsparer, der sein Geld nur auf dem Sparkonto parkt, würde durch Nullzinsen (neuerdings immer öfters auch Negativzinsen) und Inflation laut Sahra Wagenknecht real jedes Jahr Geld verlieren.

Die Großkonzerne würden in der Coronakrise mit billigem Geld überschwemmt, so dass sie gar keine Probleme hätten durch diese Krise zu kommen (ja, dafür gibt es zahlreiche Beispiele). Gleichzeitig haben es laut Sahra Wagenknecht kleine Unternehmen und Unternehmer derzeit sehr schwer überhaupt an Geld zu kommen, um die Krise überleben zu können. Demnach seien die großen Konzerne die Krisengewinner, die kleinen Betriebe die Verlierer. Sahra Wagenknecht nennt in diesem Zusammenhang auch die Anleihekäufe der EZB, wo auch in großem Stil Unternehmensanleihen gekauft werden. Und hier geht es eben um Anleihen großer Unternehmen, und nicht um Schulden kleiner Betriebe, die eh keine Anleihen ausgeben.

Als weiteres Ungleichgewicht benennt Sahra Wagenknecht auch die Immobilienblase. Bei den niedrigen Zinsen lohne sich die große Spekulation, welche die Preise immer weiter nach oben treibe. Und letztlich beleuchtet sie die (von uns bei FMW oft angesprochene) steigende Bedrohung für das Bankensystem in Europa. Schon vor der Krise habe es laut Sahra Wagenknecht 600 Milliarden Euro Volumen an faulen Krediten bei Banken in Europa gegeben – jetzt drohe diese Summe auf 1,4 Billionen Euro zu steigen.

Problemlösung

Was sei nun die Lösung des Problems? Laut Sahra Wagenknecht seien immer neue Schulden und immer tiefere Zinsen nicht die Lösung des Problems. Die Wirtschaft könne auch nicht so kräftig ansteigen, dass Volkswirtschaft und Staat aus dem gigantischen Schuldenberg „herauswachsen“ könnten, wie sie es formuliert. Inflation sei auch keine Lösung, da hierbei die kleinen Leute mit ihren Sparguthaben enteignet würden. Die reichen Leute würden mit ihren Immobilien und Betriebsvermögen ihren Wohlstand behalten, während die kleinen Leute bei einer spürbaren Inflation den Preis bezahlen müssten.

Für Sahra Wagenknecht gibt es nur eine Lösung des Problems. Und da kommt natürlich die linke Politik wieder zum Vorschein. Man müsse die enorme angehäufte Schuldenlast restrukturieren, und zwar zu Lasten der wirklich Vermögenden. Dazu kann man anmerken: Das ist eine politische Frage, was man will. Diese Lösung kann man befürworten, oder eben auch nicht. Ansichtssache. Aber abgesehen davon: Die anderen Alternativen sind auch nicht berauschend. Man darf vermuten: So wie die aktuelle Merkel-Regierung wird wohl auch ein Nachfolger wie Herr Laschet keinen großen Wurf machen, sondern stillschweigend zusammen mit der EZB auf die Lösung setzen, die auch die Amerikaner seit Jahrzehnten praktizieren, wenn es um Problemlösungen geht. „Kick the can down the road“ – die Dose die Straße weiter runter kicken. Das Problem also in die Zukunft verschieben. Also jetzt immer neue Rettungsprogramme auflegen (letztlich finanziert durch die EZB, das neue EU-Schuldenprogramm uvm), – und diese Probleme darf irgendwer in ferner Zukunft abzahlen.

Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht. Foto: Ferran Cornellà CC BY-SA 4.0

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