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„Crack Spread Buying“ zwischen Rohöl und Benzin jetzt endlich deutlicher erkennbar

FMW-Redaktion

Der WTI-Ölpreis ist vorhin relativ zügig um einen Dollar durchgesackt auf 46,60 Dollar. Die 200 Tage-Linie im WTI rückt damit in weitere Ferne mit 49,64 Dollar, und so manche Öl-Trader erwarten jetzt noch viel tiefere Kurse. Wir bleiben bei unserer Sicht der Dinge, dass hier momentan das von Terminhändlern in Chicago als „Crack Spread Buying“ bezeichnete Szenario läuft.

Der Benzin-Future wurde die letzten Tage vor dem Stropen-Sturm Harvey gekauft, und Rohöl eher verkauft. Erst jetzt aber mit dem ganz frischen Absturz im Rohöl macht der Chart Sinn, den wir unten zeigen (Benzin vs Rohöl). Man könnte es fast so ausdrücken: Erst jetzt kapiert der breite Markt, dass die US-Ölproduktion durch Harvey fast gar nicht bis überhaupt nicht beeinträchtigt wurde, weil sie viel stärker als früher im Landesinneren stattfindet (Frackingfelder). Deshalb jetzt erst der Rutsch im Rohöl. Aber man bemerkt, wie sehr die Raffinierung von Benzin lahmgelegt ist.

Das treibt Benzin im Future hoch, und lässt den Kurs jetzt noch bei 171 Dollar stehen. Angeblich sollen momentan 30% der US-Kapazitäten für die Umwanlung in Benzin ausgefallen sein. Wir können uns nur wiederholen. Wer die Spekulationschance wahrnehmen will, kann auf die Gegenbewegung setzen und Benzin shorten. Aber wann das Hoch der Sturm-Angst im Future erreicht ist, um einen guten Short-Einstieg zu finden, da können auch wir keinen goldenen Hinweis geben.

Genau so könnte man jetzt so langsam darüber nachdenken Rohöl/WTI als Gegenbewegung zu kaufen. Aber wie gesagt, auch das ist keine Empfehlung unsererseits, sondern nur ein Gegen-Szenario für die Zeit nach der Überflutung der Raffinerien.


Benzin (schwarz) gegen Rohöl/WTI (orange) seit Mittwoch.



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