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Danske-Skandal zwingt größte Bank Schwedens in die Knie – Obacht Deutsche Bank!

Claudio Kummerfeld

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Die nach eigenen Angaben größte Bank in Schweden „Swedbank“ macht gerade harte Zeiten durch. Durch den Danske-Skandal (größte Bank Dänemarks) wird sie durchgeschüttelt. Geldwäsche in der Größenordnung um die 200 Milliarden Euro steht im Raum. Vor allem über skandinavische Banken liefen offenbar umfangreiche Transaktionen, um Gelder aus Russland und angrenzenden Staaten zu waschen.

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In Dänemark und in ganz Skandinavien ist der Danske-Skandal seit Monaten das Top-Thema, während es hierzulande kaum jemanden interessiert. Das kann sich ändern. Aber erst einmal zurück zur Swedbank. Seit dem Bekanntwerden des Danske-Debakels hat sich der Aktienkurs der Swedbank in mehreren Schüben zerlegt, von 220 Kronen letzten Herbst bis aktuell auf 148 Kronen.

Ganz aktuell ist die Chefin der Swedbank Birgitte Bonnesen von Aufsichtsrat entlassen worden, und das nur wenige Minuten vor der Hauptversammlung der Bank. Was für ein Knaller! Denn vor wenigen Stunden wurde bekannt, dass die größten Investoren der Bank ihr auf der HV die Entlastung verweigert hätten. Gestern gab es eine Razzia in der Zentrale der Swedbank. Bonnesen soll einigen Investoren Insiderinfos übermittelt haben. Zwei Tage vor einer TV-Ausstrahlung über Geldwäschevorwürfe in Bezug auf die Swedbank soll sie ihnen Infos über Interna übermittelt haben.

Danske im Hinterkopf behalten für Deutsche Bank

Für Danske, Swedbank, Nordea und Co hängen auf absehbare Zeit dunkle Wolken am Himmel. Aber auch der deutsche Bankensektor sollte sich nicht zu sicher fühlen. Wir hatten bereits darüber berichtet. Auch die Deutsche Bank ist offenkundig in großem Stil als Transaktionsbank für diese dubiosen Danske-Gelder benutzt worden. Sie beruft sich darauf, dass sie reiner Abwickler von Geldflüssen war. Überweisungen kamen auch in den USA an. Und das ist entscheidend. Denn damit kann sich die US-Justiz für „Zuständig“ erklären. Die Amerikaner lieben es regelrecht vor allem ausländische Konzerne (und erst recht Banken) zu hohen Geldstrafen zu verdonnern. Wer sich weigert zu zahlen, dem droht man einfach (unausgesprochen) mit Rauswurf aus den USA, und mit der Abkapslung vom Dollar-Zahlungssystem.

Das können sich international tätige Banken nicht leisten. Also: Die Deutsche Bank steht im Fadenkreuz der USA in Sachen Danske-Skandal, so möchten wir es annehmen. Dass es in dieser Angelegenheit aktuell noch ruhig zugeht zwischen US-Justiz und Deutsche Bank, muss nichts heißen. Man sollte das als Anleger im Hinterkopf behalten (mögliche Geldstrafen), vor allem wenn bald die Fusion von Deutsche Bank und Commerzbank durchgeht, und die Politik vollmundig jubelt.

Danske Skandal - Swedbank-Aktie fällt

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    asisi1

    28. März 2019 17:34 at 17:34

    Vor ca. 8 Wochen kam es hier in Bremen, auf Funk Bremen 1, in den Nachrichten. Die Deutsche Bank und die Commerzbank sind in Geldwäschegeschäfte der russischen Mafia verwickelt. Es geht um eine Summe von ca. 300 Milliarden Euro. Keine Kommentare dazu von den Banken. Diese Meldung wurde nicht wiederholt. Das ist etwas eigenartig, weil etas später heraus kam, dass beide notleidend sind.

  2. Avatar

    Devisionaer

    28. März 2019 22:26 at 22:26

    Was für eine sowohl hochdelikate als auch verrückte Geschichte. Das sind auch für Banken schon Rekordwerte und alles andere als ein Kavalierdelikt, denke wen das vollumfänglich aufgedeckt wird, werden noch viele weitere Institutionen in Nachbarländern und Mitwisser gute Ausreden benötigen. Deutsche Bank und USA sind aktuell natürlich doppelt ein schwieriges Kapitel, immerhin ist auch der aktuelle US-Präsident in eher zweifelhafte DB-Kredite verwickelt.Völlige Aufklärung ist da wohl nicht zu erwarten.

  3. Pingback: Meldungen und Nachrichten vom 29. März 2019 | das-bewegt-die-welt.de

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Nicht Fisch, nicht Fleisch!

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Das Bild zur Börseneröffnung wirkt uneinheitlich. Die soeben veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind auch Thema, vor allem aber die steigenden Corona-Zahlen in Europa.

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Für den blutigen Anfänger: So starten Sie jetzt an der Börse durch – Werbung

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Lieber Börsianer,

der Börsenbrief ist bestellt und die erste Ausgabe sorgsam gelesen. Trotzdem, aller Anfang ist schwer, und Börsendebütanten stehen zunächst vor einer ganz praktischen Frage. Wo soll ich mein Depot eröffnen, welche Bank beauftrage ich mit der Abwicklung meiner Käufe bzw. Verkäufe, wer soll meine Wertpapiere lagern? Das Angebot der Depotbanken und Onlinebrokern ist in der Tat ziemlich unübersichtlich. Selbst Profis finden sich in diesem Angebots-Dschungel nicht immer zurecht.

Dazu im Folgenden einige Anmerkungen meinerseits. Die Gruppe der Online-Banken oder -Broker teilt sich im Wesentlichen in zwei Gruppen auf. Da gibt es zunächst die alteingesessenen wie etwa Comdirect, Maxblue oder Consors. Diese sog. Vollsortimenter bieten Ihnen nahezu das vollständige Angebot der international handelbaren Wertpapiere an. Ganz gleich, ob Ihnen der Sinn nach einem ETF, einer Aktie, einem Optionsschein oder etwa einer Anleihe steht. Hier werden Sie bedient.

Daneben zeichnen sich diese Vollsortimenter durch ein breites Angebot an Börsenplätzen aus. Es mag schon sein, dass Sie nicht gleich zu Beginn Ihrer Börsenkarriere Zugang zur Börse Stockholm oder London benötigen. Gleichwohl gilt: Mehr ist in diesem Fall tatsächlich mehr. Als ambitionierter Börsianer werden Sie irgendwann einmal in Zürich, Mailand oder Stockholm handeln.

Deshalb mein Rat: Starten Sie gleich mit einem solchen Partner, der Ihnen eine anständige Infrastruktur an die Hand gibt! Dafür sind Sie auch bereit, etwas höhere Spesen zu bezahlen.

Diesen Vollsortimentern stehen einige Online-Broker gegenüber, die mit ausgesprochen günstigen Kauf- bzw. Verkaufsspesen werben. Bekanntester Vertreter dieser Gattung ist das junge Fintech-Unternehmen Trade Republic. Hier handeln Sie abgesehen von einer Fremdkostenpauschale von 1 Euro spesenfrei. Sehr verlockend, oder?

Nun, hier gilt eine einfache Regel: Dort, wo der Preis schmal ist, ist in aller Regel auch das Angebot schmal. So bietet Ihnen Trade Republic derzeit nur mit der Börse Hamburg nur einen Handelsplatz an. Diverse Wertpapiergattungen sind überhaupt nicht handelbar. Außerdem müssen Sie hier mobil, sprich am Smartphone arbeiten. Die Software ist derart abgespeckt, dass es bei Trade Republic bislang noch nicht zu…..

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Quartalssaison hat begonnen – hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken. Netflix meldete vorgestern. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen in den nächsten Tagen. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 27. Oktober

Twitter: 29. Oktober

Daimler (schon vorab am 16. Oktober veröffentlicht): 23. Oktober

SAP: 26. Oktober

Delivery Hero: 28. Oktober

Deutsche Bank: 28. Oktober

Facebook: 29. Oktober

BASF: 28. Oktober

Boeing: 28. Oktober

General Electric: 28. Oktober

General Motors: 5. November

Volkswagen: 29. Oktober

Alphabet (Google): 29. Oktober

Amazon: 29. Oktober

Apple: 29. Oktober

Caterpillar: 27. Oktober

Exxon: 30. Oktober

Bayer: 3. November

Commerzbank: 5. November

Adidas: 10. November

Lufthansa (schon vorab gestern veröffentlicht):: 5. November

Zalando: 4. November

Deutsche Telekom: 12. November

Walmart: 17. November

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