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DAX daily: Der wilde Ritt an den Märkten setzt sich weiter fort

In der Nacht stürzt der Dax erneut über 1,3% ab und fällt von seinem nachbörslichen Hoch bei 13.717 auf ein Nachttief bei 13.421 Punkte. Diese Woche ist von enormer Volatilität geprägt, das bietet für Händler zwar beachtliche Chancen, aber auch Risiken, wenn man auf der falschen Seite steht. Auch im gestrigen Handel ging es schwungvoll zur Sache. Zunächst krachte der deutsche Leitindex bis auf 13.311 Punkte herunter, bevor er ein grandioses Combeack startete und zum Tageshoch bei 13.698 Punkten lief. Dabei gelang es ihm aus einem zwischenzeitlich dicken Minus noch ein leichtes Plus zu generieren. Den Handelstag beendete der Dax schließlich mit einem Gewinn von 45 Punkten (0,33%) bei 13.665 Zählern.

Damit setzten sich die kräftigen Kursschwankungen auch am vierten Tag hintereinander fort. Folgt heute noch die Nummer fünf? Es sieht jedenfalls danach aus. Nachdem verrückten Wochenverlauf ist alles möglich, auch eine Fortsetzung des nächtlichen Abverkaufs oder doch wieder eine Erholungsrally? Auf jeden Fall bleibt es weiter spannend an den Märkten.

Eine außergewöhnliche Handelswoche

Bei all dem hoch und runter an den Aktienmärkten in dieser Woche steht ein Thema besonders im Fokus, nämlich der Kampf zwischen David und Goliath oder genauer gesagt, zwischen jungen Tradern und den Hedgefonds. Das geht sogar so weit, dass viele Onlinebroker angesichts des regen Betriebs am Markt technische Probleme haben, gestern hatte es auch den deutschen Broker Trade Republic erwischt. Als Konsequenz wurden zahlreiche Titel wie GameStop, Bed Bath & Beyond und AMC aus dem Portfolio genommen. Jetzt befasst sich sogar die Politik mit dem Fall GameStop, die demokratische US-Senatorin Elizabeth Warren übt Druck auf die Biden-Regierung aus und fordert Regularien.

Die Horde von Tradern schafft es sowohl die Aktienmärkte zu beeinflussen, als auch die Edelmetalle. Während einer Kauforgie bei Silberminen-Aktien ist der Silberpreis indessen um über 6% angestiegen. Aber laut Fed-Chef Powell haben die aktuellen Exzesse an den Finanzmärkten nichts mit der Geldpolitik der Notenbanken zu tun. Bei seiner Antwort auf die Frage, wie es zu solchen Szenarien kommt, konnte man als Zuschauer nur die Hände vor dem Gesicht zusammenschlagen. Laut seiner Theorie entstand diese Hemmungslosigkeit nur durch die Impfstoff-Hoffnung sowie der Erwartung einer fulminanten Konjunkturerholung.

News und fundamentale Daten

Auch wegen den guten Geschäftszahlen von US-Unternehmen und robusten Wirtschaftsdaten, konnte die Wall Street im gestrigen Handel Kursgewinne einfahren, was natürlich auch den Dax geholfen hat. Für eine positive Überraschung sorgten zum Beispiel die wöchentlichen Erst- und Folgeanträge auf Arbeitslosenhilfe, diese sind im Vergleich zur Vorwoche deutlich gesunken.

Heute stehen noch Konjunkturdaten von diesseits und jenseits des Atlantiks auf der Agenda. Den Auftakt machen um 9:55 Uhr die Daten zur Veränderung der Arbeitslosigkeit und der Arbeitslosenquote in Deutschland. Anschließend folgt um 10:00 Uhr die Vorabschätzung für das Bruttoinlandsprodukt (Q4). Am Nachmittag werden dann diverse Daten aus den USA veröffentlicht. Zuerst erscheinen um 16:00 Uhr das Verbrauchervertrauen sowie die Konsumentenerwartungen der Uni-Michigan. Zeitgleich sehen wir zudem noch die schwebenden US-Hausverkäufe.

Unternehmensbilanzen stehen heute nicht im Fokus. Hierzulande öffnet nur die Atoss Software AG ihre Bücher, zudem findet die Bilanzpressekonferenz von SAP statt. Aus Übersee erscheinen außerdem die Bilanzberichte von Caterpillar, Chevron und Honeywell.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Der deutsche Leitindex ist außer Rand und Band. Im frühen Handel markiert er ein Tief bei 13.421 Punkten. An dieser Stelle könnte der Dax ein Boden ausbilden und sich erneut auf den Weg nach Norden machen. Geht es noch eine Etage tiefer, dann dürfte ein Test der Unterstützungszone bei 13.330 anstehen. Dort befindet sich auch das gestrige Tief bei 13.311. Ein Unterschreiten des Tiefs könnte den Dax zur 161er Extension bei 13.260 führen. Die nächste horizontale Unterstützung sowie das nächste Extensionslevel befinden sich dann erst wieder im Bereich von 13.145/130.

Gelingt es dem Dax im Bereich von 13.440 einen Boden auszubilden, vorbörslich sieht es zumindest danach aus, dann könnte es zu einer erneuten Erholungsrally kommen. Das erste Ziel wäre dann der Bereich bei 13.572 und 13.600. Oberhalb von 13.600 hellt sich das Bild wieder auf, darunter bleibt der Dax anfällig für Korrekturen. Überwindet er die 13.600, dann könnte es wieder zur 13.668 und dem Tageshoch bei 13.698 gehen. Weitere Widerstände befinden sich am nachbörslichen Hoch bei 13.717 und der 13.745. Aber erst ein Wochenschlusskurs über 13.805 würde die Topbildung abwenden.

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Dax daily: Tagesausblick 29.01. - H1-Chart - eine Woche voller Extreme

Dax Unterstützungen (US):

13.440 – US-Zone (H4/daily)

13.421 – Nachttief

13.330 – vormals WS-Zone (September Range)

13.310 – Tagestief 28.01.

13.260 – 161,8% Extension (123-Top 13.131)

13.130 – 200% Extension (123-Top 13.131)

Dax Widerstände (WS):

13.600 – ehemals US-Zone

13.698 – Tageshoch 28.01.

13.745 – horizontaler WS

13.805 – Punkt 1 Topbildung

13.851 – Tageshoch 27.01.

13.930 – Tageshoch 26.01.

14.029 – MOB-Marke

Disclaimer

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