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DAX daily: Die Belastungsfaktoren nehmen deutlich zu – Wochenausblick

Stefan Jäger

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am

Dem Dax steht eine ereignisreiche Woche bevor. Zum einen muss die Bekanntgabe eines erneuten Lockdowns verarbeitet werden, zudem stehen mit der Brexit-Entscheidung, der Fed-Sitzung und dem großen Verfall wichtige Events auf dem Terminplan. Insgesamt ist die Lage angespannt, da es derzeit genügend belastende Faktoren gibt. Die Chance auf eine Jahresendrally schwindet demnach drastisch, nachdem die Regierung am gestrigen Sonntag einen erneuten harten Lockdown ab Mittwoch angekündigt hat. Trotz weiteren Zulassungen des Corona-Impfstoffes, zuletzt kam die Zulassung der FDA für die USA, ist die aktuelle Situation zu ernst, um diese zu ignorieren. Folglich entfällt auch die konsumstärkste Zeit für den Einzelhandel in diesem Jahr. Alles in allem war es ein schwieriges Jahr für den stationären Einzelhandel, aufgrund der Corona-Maßnahmen sind 250.000 Arbeitsplätze in der Branche gefährdet.

Zudem drückt die anhaltende Euro-Stärke auf die Stimmung der Anleger, darunter könnte nämlich die Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten Unternehmen hierzulande leiden. Auch das Hickhack bei den Brexit-Verhandlungen sowie das Tauziehen um ein US-Hilfspaket bremsen die Kauflaune aus. All die Unsicherheiten resultierten bisher aber nur in einem Wochenverlust von 1,4 %. Den Handel beendete der Dax am Freitag mit einem Minus von 181 Punkten (-1,36%) bei 13.114. Es drohte sogar der Rutsch unter die 13.000er Marke, ehe ein paar mutige Anleger gestützt durch die US-Börsen wieder zugegriffen haben.

Die Gefahr ist damit aber nicht gebannt, auch in der neuen Handelswoche könnte die Unterstützung an der runden Marke aufs Neue getestet werden. Sowohl die US-Notenbanksitzung am Mittwoch, als auch der große Verfall am Freitag könnten für die entsprechende Bewegung an den Märkten sorgen. Die Saisonalität sowie das Fed-Event sprechen eher für steigende Kurse, dementgegen wirken die zahlreichen Belastungsfaktoren. Die Pattsituation könnte vorerst zu einer Fortsetzung der Seitwärtsbewegung führen.

News und fundamentale Daten

Die Hoffnung auf weitere Geldspritzen der Fed sind wie immer riesig, aber wie Fed-Chef Powell bereits mehrfach betont hat, setzt man zunächst auf die Finanzpolitik. Daher könnten sich weitere stimulierende Maßnahmen seitens der US-Notenbank in Grenzen halten. Bei den Konjunkturdaten sollten die Anleger ihr Augenmerk zunächst auf die am Dienstag erscheinende Industrieproduktion von China und den USA richten.

Am Mittwoch stehen dann zahlreiche Daten auf der Agende, die für Schwung an den US-Börsen und dem Dax sorgen könnten. Einerseits werden die deutschen und europäischen Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht, andererseits stehen die US-Einzelhandelsumsätze auf dem Terminplan. Der private Konsum gilt als wichtigste Stütze der US-Wirtschaft und dient dabei als bedeutender Indikator für die Verbraucherausgaben. Am Mittwochabend folgt noch die Fed-Entscheidung sowie die Pressekonferenz von Jerome Powell.

Am Donnerstag liegt der Fokus auf dem Verbraucherpreisindex aus der Euro-Zone sowie dem Konjunkturbarometer der Philadelphia Fed. Zum Abschluss der Handelswoche erscheint hierzulande der wichtige Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung der ifo-Geschäftsklimaindex, bevor am Freitagmittag die Futures und Optionen verfallen (Hexensabbat).

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Bisher zeigt sich der Dax von der erneuten Lockdown-Entscheidung unbeeindruckt. Im frühen Handel notiert er sogar leicht erholt. Mal wieder unterstützen die US-Futures, die wegen der FDA-Zulassung des Pfizer/Biontech Impfstoffes weiterhin nahe ihrer Allzeithochs handeln. Dennoch nimmt die Aufwärts-Dynamik an den Aktienmärkten spürbar ab. Zunächst könnte der Dax einen Erholungsversuch starten. Dieser dürfte ihn zuerst zum Nachthoch bei 13.210 führen. Entweder er scheitert bereits dort oder es geht noch eine Etage höher. Überwindet der Dax den Bereich, dann wäre noch Platz bis zum Freitagshoch bei 13.265 und dem 61,8% Retracement bei 13.285. An dieser Stelle dürfte der Leitindex vorerst gedeckelt sein und der Druck der Bären zunehmen.

Unterhalb von 13.210 bleibt der Dax anfällig für Korrekturen. Eine erste Unterstützung befindet sich bei 13.145. Unterhalb der 13.145 könnte der Abwärtsdruck wieder zunehmen. Das erste Ziel liegt bei 13.067, geht es dann noch tiefer, dann dürfte ein erneuter Test der 13.000er Marke bevorstehen. Ein Bruch der massiven Unterstützung würde den Dax zuerst zur 12.930 führen. Darunter befindet sich bei 12.870 eine weitere Unterstützung.

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Dax daily: Ausblick 14.12. - H1-Chart - Lockdown und weitere Belastungsfaktoren

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.301 – Pivot Punkt R1

13.154 – Pivot Punkt

12.998 – Pivot Punkt S1

Dax Unterstützungen (US):

13.145 – Punkt 1 der Bodenbildung (Freitag)

13.009 – Tagestief 11.12.

12.930 – Tief 13.11.

12.871 – Tief 10.11.

12.830 – 261,8% Extension

Dax Widerstände (WS):

13.210 – Nachthoch

13.265 – Tageshoch 11.12.

13.285 – 61,8% Retracement

13.325 – mehrfacher WS (Range)

13.378 – Punkt 1 Topbildung

13.462 – September-Hoch

13.500 – offenes Gap vom 21.02.

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktien

Aktien: Bubble-Boomer demaskieren Wall Street-Casino! Marktgeflüster (Video)

Mit Aktien wie Gamestop bringen die Bubble-Boomer Hedgefunds in Schieflage – und demaskieren damit gleichzeitig den Casino-Charakter der Wall Street!

Markus Fugmann

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am

Aktien wie Gamestop oder AMC schießen auch heute wieder durch die Decke – die Bubble-Boomer bringen damit jene Hedgefunds weiter in Schwierigkeiten, die eben diese Aktien short spielen. Diese Bubble-Bommer (Generation Z) ist mit der Spiele-Mechanik bestens vertraut und hat damit nicht nur eine Schwachstelle der Finanzmärkte offengelegt, sondern gleichzeitig den Casino-Charakter der Wall Street demaskiert. Man darf gespannt sein, ob die Fed heute dazu etwas sagen wird – letztlich sind es die Notenbanken, die dieses Casino ermöglicht haben und den beteiligten Spielern das Gefühl suggerierten, dass man im Casino nicht verlieren könne, weil jedesmal wenn es eng wird, die Retter in Gestalt der Notenbanken nahen..

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Aktien

Mit Zocken reich werden – der neue „American dream“ ersetzt den Traum vom eigenen Haus

Claudio Kummerfeld

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American Dream Symbolfoto

Man erinnere sich an die Zeiten von Bill Clinton und George Bush, und auch von Notenbank-Chefs wie Alan Greenspan. Die inoffizielle Staatsraison der 1990er und 2000er in den USA war (unter anderem): Jedem Amerikaner solle es möglich sein in seinem eigenen Haus zu leben. Das war der American Dream. Unterschwellig (so meine Meinung) war damit die Aussage an die eigene Bevölkerung verbunden, dass man sagen konnte: Schaut her, wir sind das größte, reichste und stärkste Land der Welt. Unsere Bürger können sich alle ein eigenes Haus leisten.

Die Regulierungen am US-Häusermarkt wurden dramatisch runtergefahren. Millionenfach wurden von der Regierung befeuert Hauskredite vergeben an Menschen, die in vielen Fällen noch nicht mal eine Arbeit hatten. Sie hatten noch nicht mal bei beschönigender Betrachtung irgendeine Art von Bonität. Die Katastrophe war vorprogrammiert, und das ganze Kartenhaus brach ab 2007 zusammen – was wir heute als Finanzkrise 2008 bezeichnen. Es war ein großer Traum, der für viele Amerikaner zum Albtraum wurde und für viele mit einem Schlafplatz unter einer Brücke endete.

Im Corona-Jahr 2020 entstand offenbar ein neuer American Dream. Nicht mehr Häuser auf Kredit kaufen, sondern ohne Arbeit, Wissen, Recherche oder sonst etwas reich werden, vom eigenen Computer, von zuhause aus. Durch stumpfes, sinnbefreites Zocken in Aktien, die man selbst gar nicht kennt. Einfach drauf los zocken, und schnell und einfach reich werden. Das ist wohl der neue amerikanische Traum. In der Coronakrise hockten auf einmal Millionen Amerikaner zuhause, betätigungslos. Sehr üppige staatliche Hilfen beschwerten Millionen arbeitsloser Amerikaner ein höheres monatliches Einkommen, als sie es vor Corona mit Arbeit hatten.

Klar erkennbar war die daraufhin folgende Welle an Millionen neuer Brokerkonten in den USA. Unglaublich aber wahr. Unzählige Menschen kauften sich von den staatlichen Hilfen nichts zu essen (sinnbildlich ausgedrückt), sondern überwiesen die Gelder auf ihre frisch eröffneten Brokerkonten. Hinzu kommen die neuen Broker wie „Robinhood“, bei denen man ganz ohne Gebühren zocken kann. Dadurch wurde es möglich auch mit Kleinstbeträgen von mehreren hundert Dollar drauf los zu zocken. Rein, raus, rein, raus, immer weiter.

Robinhood-Chef beschreibt den neuen American Dream

Vlad Tenev, CEO und Mitbegründer von Robinhood, des bekanntesten dieser neuen Broker für die junge wilde Zocker-Meute, hat heute einen Gastkommentar auf CNBC veröffentlicht (hier nachzulesen). Er spricht davon, dass es der neue American Dream sei ein „Investor“ zu werden, nach dem vormaligen Traum vom eigenen Haus. Er erwähnt, dass viele seiner Kunden Aktien kaufen und dann langfristig halten würden. Will da jemand Kritik am stumpfen und sinnbefreiten Zocken vorbeugen? Die Mission von Robinhood sei es nach seinen Worten, das Finanzwesen zu demokratisieren – dies sei im amerikanischen Idealismus verwurzelt. Amerika sei schon immer stolz auf seine Fähigkeit gewesen, Aufwärtsmobilität und Chancen mit wenigen Barrieren zu fördern. Dieses nationale Ethos des „American Dream“ sei so alt wie die Nation selbst. Im 20. Jahrhundert habe sich alles um den Erwerb von Wohneigentum gedreht, was unter anderem durch die 30-jährige Hypothek vorangetrieben wurde. Jetzt, wo es im Börsenhandel keine Provisionen und Mindestbeträge mehr gibt, sei die Bühne frei für einen neuen amerikanischen Traum, bei dem nahezu 100 Prozent der US-Bürger Investoren werden sollen. „Lassen Sie uns das schaffen – gemeinsam“, so seine finalen Worte.

Dazu möchte ich final anmerken: Ist das noch „Investieren“, was wir derzeit am US-Aktienmarkt sehen? Wohl kaum. Völlig wertlose Unternehmen unbegrenzt nach oben traden, ohne jeglichen Sinn und Verstand? Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Wir haben es auf finanzmarktwelt.de die letzten Tage mehrfach angesprochen (hier der letzte Video-Kommentar von Markus Fugmann heute früh). Die ganz frische Generation von Tradern hat das Platzen der Dotcom-Blase und die Finanzkrise 2008 gar nicht erlebt. Damals waren diese Trader gerade erst geboren oder noch in der Grundschule. Sie kennen nur steigende Kurse, nur Party, nur nach oben, völlig sinnbefreit. Auch sie werden wohl eines Tages einen großen Knall erleben. Einige von ihnen werden auch nach so einem Crash immer noch kräftig Geld auf der Kante haben – andere werden nach dem „All In“ wohl ähnliches erleben wie viele Menschen nach der Zwangsräumung ihrer Häuser in den Jahren 2005, 2006 und 2007.

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Indizes

Rüdiger Born: Märkte fallen – Tradingchance Long?

Rüdiger Born

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Die Indizes fallen gerade. Ist das die Chance für Trader auf steigende Kurse zu setzen? Das schaue ich mir anhand des Nasdaq-Chart etwas genauer an.

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