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DAX daily: Fällt die Jahresendrally aus? – Wochenausblick

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Sehen wir in der neuen Handelswoche endlich den überfälligen Impuls für eine Richtungsentscheidung? Die vergangene Woche im Dax ging aufgrund eines Zugewinns am Freitag von 0,35% bei 13.298 versöhnlich zu Ende. Damit beläuft sich das Wochenminus lediglich auf 0,3%. Auftrieb erhielt der Index zum Wochenschluss nochmals durch die Hoffnung auf ein weiteres Stimulus-Paket der US-Regierung. Die schwachen US-Arbeitsmarktdaten haben die Hoffnung dabei noch untermauert. Zwar spricht auch die Saisonalität für eine Fortsetzung der Rally, aber nach einem sehr starken November mit einem Anstieg von 15% im Dax, dürfte der Aufwärtsdrang zunächst begrenzt sein. Zudem konnten die letzten positiven Impfstoff-Meldungen die Märkte nicht mehr ansatzweise so beflügeln, wie noch zuvor.

Meiner Meinung nach ist das Enttäuschungspotenzial derzeit wesentlich größer als die Chance auf weitere positive Überraschungen. Die Aktienmärkte preisen sowohl ein zeitnahes Stimulus-Paket, als auch ein baldiges Ende der Pandemie ein. Zudem wurden die Märkte in den vergangenen Monaten mit frisch gedruckten Geld der Notenbanken überschwemmt, was soll denn noch kommen? Die Jahresendrally steht auf wackeligen Beinen, außer die EZB überrascht am Donnerstag mit weiteren geldpolitischen Maßnahmen.

Aktuelle Unsicherheiten

Demgegenüber stehen zahlreiche Unsicherheiten. Zum einen befindet sich die US-Regierung in einer Übergangszeit, in der die Handlungsfähigkeit beschränkt ist. Demnach könnte es wahrscheinlich länger dauern, als es viele vermuten, bis ein Hilfspaket abgesegnet wird. Außerdem gibt es immer noch keine Verbesserung der Corona-Lage. Anstatt, dass die Fälle zurückgehen, nehmen sie stetig zu und das, obwohl wir uns seit über einem Monat in einem erneuten Lockdown light befinden. In den USA verschärft sich die Lage sogar noch dramatischer, dort werden immer wieder neue Höchstwerte bei den Corona-Neuinfektionen registriert. Dazu beigetragen hat vermutlich die Reisewelle zu Thanksgiving. Zudem versinkt die USA wegen der Corona-Pandemie in einer Hungersnot, bereits jeder sechste Amerikaner kann sich kaum noch Lebensmittel leisten. Das in einer Zeit in der die Wall Street jede Woche neue Allzeithochs markiert.

Was ist, wenn die Corona-Maßnahmen in den USA verschärft werden? Das könnte die Märkte überraschen und deutlich belasten. Auch der zuletzt stark gestiegene Euro-Kurs drückt ebenfalls auf die Stimmung der Dax-Anleger. Auf der anderen Seite spricht für den Dax, dass aktuell noch kein Verkaufsdruck aufkommt. Daher dürfte sich der deutsche Leitindex weiterhin in seiner Handelsspanne austoben. Solange bis ein Trigger den nächsten Impuls auslöst. Auf der Oberseite lockt das offene Corona-Gap bei 13.500, auf der Unterseite ist der Dax an der 13.000er Marke unterstützt.

News und fundamentale Daten

In dieser Woche stehen wieder zahlreiche Konjunkturdaten auf der Agenda, zudem steht eine wichtige Entscheidung an. Am Donnerstag und Freitag findet das letzte EU-Gipfeltreffen in diesem Jahr statt. Bis dahin soll spätestens eine Einigung der Brexit-Verhandlungen erfolgen. Viel Zeit bleibt nämlich nicht mehr, denn die Brexit-Übergangsphase endet in wenigen Wochen.

Am Donnerstag gilt das Augenmerk außerdem noch der Europäischen Zentralbank. Dann soll bekannt gegeben werden, wie die Währungshüter auf die erneute Corona-Welle reagieren. Kommt es zu weiteren Maßnehmen, wenn ja, wie sollen diese konkret aussehen? Hält sich die EZB allerdings mit zusätzlichen Hilfen zurück, dann besteht sicherlich Enttäuschungspotenzial beim Dax und anderen europäischen Indizes.

Zudem erscheinen diese Woche hierzulande ein paar interessante Wirtschaftsdaten. Zum Auftakt wurden vor wenigen Minuten die Daten der Industrieproduktionen veröffentlicht. Diese sind mit einem Zuwachs von 3,2% doppelt so hoch wie erwartet ausgefallen (Prognose 1,6%, Vormonat 1,6%).  Am Dienstag sollten die Dax-Anleger einen Blick auf den wichtigen Frühindikator den ZEW-Index werfen. Am Mittwoch folgt dann noch die Handelsbilanz. Zuletzt erscheinen am Freitag die Verbraucherpreise für den November. Darüber hinaus stehen die Investoren Tage im Fokus.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Zum Wochenstart notiert der Dax etwas schwächer. Aber heute ist ja bekanntlich Montag, also Impfstoff-Hoffnungstag. Somit könnte sich das Blatt noch wenden. Damit ein erneuter Angriff auf der Oberseite erfolgen kann, muss der Dax zunächst den Widerstand bei 13.270 überwinden. Ein Befreiungsschlag würde aber erst bei einem überschreiten der Widerstandszone zwischen 13.320 bis 13.340 gelingen. An dieser Stelle könnte der Leitindex wieder scheitern und zurück in die enge Handelsspanne fallen. Oberhalb der 13.340 würde sich die Lage deutlich aufhellen. Dadurch könnte sich weiteres Potenzial bis 13.370 und 13.440 ergeben.

Fällt der Index jedoch unter die 13.220, dann ist Vorsicht geboten. In diesem Fall könnte sich nämlich die Abwärtsbewegung seit dem 01.12. fortsetzen. Darunter befinden sich die nächsten Unterstützungen bei 13.180 und 13.140. Unter der Marke von 13.140 dürfte der Dax erst bei 13.050 Halt finden. Bei 13.020/004 liegt dann noch die Unterkante der Range.

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Dax daily: Tages- und Wochenausblick - H1-Chart - Jahresendrally?

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.343 – Pivot Punkt R1

13.270 – Pivot Punkt

13.223 – Pivot Punk.t S1

13.149 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.232 – Tagestief 03.12.

13.180 – Nachttief 03.12.

13.137 – Schlusskurs 20.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

Dax Widerstände (WS):

13.325 – mehrfacher WS

13.370 – WS aus dem H1

13.434 – Tageshoch 01.12.

13.460 – September-Hoch

13.500 – offenes Gap vom 21.02.

13.600 – Ziel aus Rangeausbruch

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktien: „Janet Yellen macht euch reich!“ Marktgeflüster (Video)

„Janet Yellen macht euch reich – kauft Aktien“, so lautet das Mantra mit der Amtsübergabe an Biden in sozialen Medien in den USA. Wirklich?

Markus Fugmann

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„Janet Yellen macht euch reich – kauft Aktien“, so lautet das Mantra mit der Amtsübergabe an Biden in sozialen Medien in den USA. Die Logik dahinter: Yellen und die Fed würden Dollar ohne Ende drucken, daher werde der Dollar stark fallen, daher sei die einzige Möglichkeit sich davor zu schützen und sogar reich zu werden, Aktien oder Assets wie Bitcoin zu kaufen. Solche Aussagen kommen häufig unmittelbar vor Korrekturen – Korrekturen wie heute etwa bei Bitcoin. Auffallend: auch heute laufen die Tech-Werte wieder besser, der „Reflations-Trade“ erleidet den nächsten Rückschlag. Ist das ein Zeichen dafür, dass die Erholung der Konjunktur vielleicht doch nicht so bombastisch ausfallen könnte wie erhofft?

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

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