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DAX daily: Startschuss zu einer Erholung? Tages- und Wochenausblick

Stefan Jäger

Veröffentlicht

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Haben wir am Freitagnachmittag den Startschuss für eine Erholung gesehen? Am Freitag hat der Dax zwar mit einem weiteren Abschlag von 137 Punkten (-1,09 %) eine rabenschwarze Woche beendet, dennoch konnte er am Nachmittag kräftig zulegen. Auf Wochensicht beläuft sich der Verlust auf insgesamt 647 Punkte (-4,93 %). Dabei ist er auf das tiefste Niveau seit Ende Juli abgerutscht. Sein Tagestief markierte der deutsche Leitindex bei 12.341 Punkten, wohingegen das Tageshoch bei 12.622 lag. Schließlich ist der Handelstag und somit auch die Börsenwoche bei 12.469 zu Ende gegangen. Einmal mehr haben die Corona-Sorgen die europäischen Aktienmärkte belastet. Derzeit ist es aufgrund der starken Ausbreitung des Virus kaum vorhersehbar welche Maßnahmen seitens der Regierungen getroffen werden und wie sich das auf die Konjunktur auswirkt. Wenn die Börse eins nicht mag, dann ist das die Unsicherheit.

Auf der anderen Seite haben die US-Börsen am Freitag einen ersten Impuls gen Norden gesetzt. Dadurch hat sich auch das Blatt im Dax gewendet. Angetrieben durch starke US-Indizes konnte der Leitindex nachbörslich immerhin noch bis 12.576 ansteigen. Im Tageschart hat er folglich eine Kerze mit einer langen Lunte hinterlassen. Beim großen Bruder vom Dax dem S&P500 hat sich auf Tagesbasis sogar ein „Morning Star“ gebildet, diese Chart-Formation deutet auf eine Bodenbildung bzw. Trendumkehr hin und könnte der Startschuss für eine ausgedehnte Erholung sein.

Nicht nur die Marke von 12.750 ist diese Woche ein neuralgischer Punkt im Dax, sondern auch die 12.900 und die runde 13.000er Marke. Um das Chartbild wieder aufzuhellen, muss der Dax entsprechend per Tageschlusskurs über den jeweiligen Niveaus schließen. Demgegenüber wäre ein Rückfall unter die Marke von 12.500 ein weiteres Anzeichen für Schwäche im deutschen Leitindex.

News und fundamentale Daten

Am heutigen Montag sehen wir keine interessanten Konjunkturdaten, stattdessen könnte die Rede von EZB-Präsidentin Lagarde um 15:45 Uhr den Dax bewegen. In ihrer Ansprache äußert sie sich zur europäischen Geldpolitik, dabei spielt ihre Rhetorik eine entscheidende Rolle, da sie mit ihren Worten die Erwartungen von Analysten und Anlegern bestätigen und enttäuschen kann.

Am Dienstag steht das Verbrauchervertrauen im Blickpunkt, das als Schlüsselgröße für das Verhalten des Konsumenten und der Inflation gilt. Zuerst erscheint der Verbraucherpreisindex aus Deutschland, bevor wir das vom Conference Board erhobene US-Verbrauchervertrauen sehen. Das Highlight der Woche ist sicherlich der Mittwoch. Dann werden die Einkaufsmanagerindizes aus China veröffentlicht. Zudem erscheinen die Einzelhandelsumsätze und die Veränderung der Arbeitslosenquote aus Deutschland. Aus der Euro-Zone sehen wir außerdem noch den Verbraucherpreisindex. Darüber hinaus erscheinen die ADP-Arbeitsmarktdaten sowie das Bruttoinlandsprodukt aus den USA. Die zahlreichen Konjunkturdaten können für richtig Schwung im Dax sorgen und im positiven Fall die Erholung unterstützen.

Auch der Donnerstag ist vollgepackt mit Wirtschaftsdaten. Zuerst erscheint der wichtige Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe aus Deutschland. Danach findet das Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU statt. Zu guter Letzt sehen wir noch die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten sowie den viel beachteten ISM Einkaufsmanagerindex aus den USA. Zum Abschluss der Woche erscheint am Freitag der Verbraucherpreisindex der Euro-Zone sowie die US-Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft. Damit stehen diese Woche eine Masse an Trading-Events auf der Agenda. Nicht nur im Dax, sondern auch bei den US-Indizes, in den Devisen und bei den Edelmetallen kann es zu erhöhter Volatilität kommen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Vorbörslich notiert der Dax knapp 200 Punkte im Plus, entsprechend geht es mit einem großen Aufwärts-Gap in die neue Handelswoche. Zur Eröffnung kann es daher erstmal einen Rücksetzer geben, bevor sich die Erholung fortsetzt. Um die begonnene Erholung von Freitagnachmittag fortzusetzen, muss der Dax die nächsten Widerstände bei 12.665 und 12.700 herausnehmen. Bei einem Anstieg über die 12.711 würde der Dax ein neues Hoch markieren und den Trend kurzfristig umkehren. Darüber wartet dann der entscheidende Widerstandsbereich zwischen 12.745 (PP R1) und 12.765 (38,2 % Retracement), dazwischen liegt noch der neuralgische Punkt bei 12.750. Schafft es der Dax den Bereich zu überwinden, dann geht es zum Tageshoch vom 24.09. bei 12.830. Ein Überschreiten der Marke wäre ein bullisches Signal und eröffnet weitere Ziele auf der Oberseite bei 12.900 und der runden 13.000er Marke.

Wie gesagt, nach einem derartig großen Gap zum Freitagsschlusskurs kann es zu einem Rücksetzer kommen. Eine erste Unterstützung liegt an der 12.620. Dort kann der Dax auch schon wieder nach oben abdrehen, ansonsten folgen die nächsten Unterstützungen bei 12.565 und am Pivot Punkt bei 12.542. Findet der Dax dort auch keinen Halt, dann folgt bei 12.500 eine wichtige Unterstützung, diese sollte er halten, um die Erholung nicht zu gefährden. Ein Unterschreiten wäre ein Zeichen der Schwäche und würde ihn zum Gap-Close bei 12.469 bringen. An dieser Stelle liegt auch eine Unterstützung aus der Bodenbildung bei 12.463. Darunter könnte es für den Dax wieder düster werden. Dann ergeben sich Ziele bei 12.341 (Tief 25.09.) und tiefer.

DAX daily: Tages- und Wochenausblick - M30-Chart - Startschuss zur Erholung

Dax Unterstützungen (US):

12.565 – Stundenchart

12.542 – Pivot Punkt

12.505 – Tagestief 21.09.

12.469 – Gap 25.09.

12.463 – US aus Bodenbildung (Tief 12.341)

12.341 – Tagestief 25.09.

12.280 – Tief 03.08.

12.209 – Tief 31.07.

12.177 – SMA200 Tagesbasis

Dax Widerstände (WS):

12.670 – vorbörsliches Hoch

12.665 – 261,8 % Extension (Tief 12.341)

12.700 – mehrfacher WS (H1)

12.745 – Pivot Punkt R1

12.750 – neuralgischer Punkt

12.765 – 38,2 % Retracement (Hoch 13.460)

12.830 – Tageshoch 24.09.

12.900 – 50 % Retracement (Hoch 13.460)

13.000 – psychologische Marke

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Faktist

    28. September 2020 15:12 at 15:12

    Beim lesen dieses Beitrags, fiel mir ein dass ich eine Dartscheibe bestellt habe und diese morgen ankommen sollte. Dann kann ich endlich die Kurse voraussagen in dem ich Pfeile werfe, nachdem ich die Dartscheibe mit unterschiedlichen Kursen (alle so mit Abstand von 200-300 Punkte im DAX) platziert habe. Damit die Voraussage aber doch noch genauer wird, werde ich mir die Augen verbinden, damit ich auch wirklich die richtigen Kurse treffe!

    Für die US Börse muss ich mir eine grössere Dartscheibe bestellen, weil da einfach zu viel möglich ist und die ganzen Teslas und Nikolas auch gleich drauf passen sollen!!!

    • Stefan Jäger

      Stefan Jäger

      28. September 2020 16:05 at 16:05

      Hallo Faktist,
      eine Glaskugel oder wie in Ihrem Fall eine Dartscheibe hilft uns Tradern auch nicht weiter, dafür gibt es ja den täglichen Ausblick den DAX daily. Dieser ist am heutigen Tag fast perfekt aufgegangen, siehe das beschriebene Long-Szenario. Alle genannten Marken wurden auf der Oberseite abgearbeitet. Dazu wurden auch noch die alten Hochpunkte genannt, die wie beschrieben als Long-Trigger gedient haben. Wer spätestens an der 12.711 long gegangen ist, konnte immer noch ein gutes Stück vom Anstieg mitnehmen. Sogar anhand von Chart-Formationen wurde die erhöhte Wahrschenlichkeit einer Erholung erklärt. Darüber hinaus unterstreicht der Titel des Beitrags die heutige Richtung im Dax!
      Ich wünsche Ihnen und allen Lesern weiterhin Good Trades.

  2. Avatar

    Nordlicht

    29. September 2020 11:20 at 11:20

    Sehr geehrter Herr Jäger, Sie listen hier immer so schön und gleich reihenweise Widerstände und Unterstützungen auf. Es macht den Eindruck, als glaubten Sie selbst daran, hier Tradern damit irgendeinen Nutzen liefern zu können. Das ist nicht der Fall. Ich bin seit über 20 Jahren professioneller Trader und gehöre zur Minderheit, die damit Geld verdient. Alle, die dem Glauben anhängen, Börsenkursentwicklungen könnten sich anhand von Widerständen oder Unterstützungen auch nur ansatzweise ableiten lassen, bleiben erfolglos und verbrennen nur Geld. Die Kernaussage von Widerständen und Unterstützungen sind steigende oder fallende Kurse. Das ist ungefähr so intelligent, wie wenn ein Anleger eine Aktie kauft und sie gleichzeitig in gleicher Höhe shortet und sich anschließend auf die Schulter klopft, weil er mit einer Variante richtig gelegen hatte.

    • Stefan Jäger

      Stefan Jäger

      29. September 2020 11:53 at 11:53

      Hallo Nordlicht,
      erstmal freut es mich zu hören, dass Sie einer der wenigen Trader sind, die damit auch profitabel sind. Andererseits bin ich etwas über Ihre Aussage verwundert, dass Widerstände und Unterstützungen überflüssig seien. Jeder Trader hat zwar ein anderes System an dem er sich orientiert – wie z.B. Fibo Extensionen & Retracements, Trends, 123 Trendumkehrmuster, gleitende Durchschnitte, Chart-Formationen, etc. – aber bei allen genannten Systemen spielen WS und US eine Rolle zur Orientierung. Natürlich geht es darum ob die Kurse steigen oder fallen, aber um zu erkennen „wo“ die größte Wahrscheinlichkeit besteht, da helfen einem bestimmte Marken und Bereiche im Chart, insbesondere neuralgische Punkte, die den Weg aus charttechnischer Sicht vorgeben. Ich nenne in den Ausblicken nicht nur Widerstände und Unterstützungen, ich erkläre sogar mögliche Szenarien. Aber natürlich geben diese keine 100 % Wahrscheinlichkeit, da ich auch keine Glaskugel habe. Mein Ziel ist es auch nicht einen Weg vorzugeben, den man einfach nachtradet, sondern eine Orientierung zu bieten wo sich der Kurs im Chart befindet und welche Wahrscheinlickeiten und Möglichkeiten bestehen. Wie Sie wahrscheinlich selbst wissen, gehört eine Menge Erfahrung dazu die Price Action zu verstehen und nachzuvollziehen, daher möchte ich mit dem täglichen Ausblick nur ein wenig Orientierung beisteuern. Im Endeffekt muss dann jeder Trader seine eigenen Entscheidungen treffen.
      Beste Grüße und weiterhin erfolgreiche Trades

      • Avatar

        Nordlicht

        29. September 2020 14:07 at 14:07

        Sehr geehrter Herr Jäger, den einzigen finanziellen Nutzen, den man aus den von Ihnen genannten „Systemen“ ziehen kann, ist der, andere Glauben zu machen, sie hätten einen Nutzen. Alle anderen sind Illusionisten, die sich oft erst nach jahrelangem Trading eingestehen müssen, dass nur einer mit ihren „Systemen“ Geld verdient hatte, nämlich ihr Broker.

  3. Stefan Jäger

    Stefan Jäger

    29. September 2020 16:08 at 16:08

    Ich habe zwar andere Erfahrungen mit „Systemen/Strategien“ gemacht, aber im Leben und beim Trading lernt man niemals aus. Ein System kann sich auch auf traditionelle technische Analyse beziehen, unabhängig von Indikatoren, also rein auf Chartmuster und Price-Action, auf die ich im Ausblick auch immer wieder eingehe. Daher finde ich es spannend zu erfahren welchen Ansatz Sie verfolgen. Von Ihren 20 Jahren Erfahrung können sicherlich viele Leser profitieren.

    • Avatar

      Michael

      29. September 2020 19:05 at 19:05

      Dafür müsste er den Lesern erst einmal belastbare Fakten liefern, statt hochnäsig und überheblich an den Beiträgen anderer herumzukritteln. Wäre er „professioneller Trader“, hätte er so etwas nicht nötig und würde seine Systematik, sein Gegenmodell darstellen. Bis dahin bleibt es substanzlose Kritik ohne Mehrwert für die Leser.

  4. Avatar

    Toptrader

    30. September 2020 01:13 at 01:13

    @Michael – Sie immer mit Ihren belastbaren Fakten. Haben Sie denn belastbare Fakten, dass professionelle Trader irgend etwas nicht nötig haben? Bleiben wir doch bei den Tatsachen und Tatsache ist, dass keine Form der technischen Analyse (auch Charttechnik genannt) je wissenschaftlichen Nachweis erbracht hat, einen weiteren Kursverlauf auch nur knapp überwiegend bestimmen zu können. Auch Stefan Jäger kann diesen Nachweis nicht erbringen, denn es gibt ihn nicht.

    Würde die technische Analyse bei Anwendung bestimmter Regeln gewinnbringend umgesetzt werden können, gäbe es überall auf der Welt nur noch steinreiche Börsianer. Ich kann die Kommentare von @Nordlicht bestätigen. Ich kenne keinen einzigen Nachweis für einen erfolgversprechenden Einsatz von Widerstands- und Unterstützungslinien. Im Profilager werden solche Theorien nur belächelt und als Unsinn abgetan. Börsenentwicklung lässt sich nicht mit Technik einfangen, viel eher aber mit Intuition. Ohne Intuition geht nichts und die kann man nicht lernen. Man hat sie oder man hat sie nicht.

  5. Avatar

    Rapunzel

    30. September 2020 10:25 at 10:25

    Stefan Jäger macht es doch sehr clever. Er zeichnet so viele Linien in den Chart, dass es ein kleines Wunder wäre, wenn der Kurs nicht an irgendeiner anstößt oder abprallt. Und dann ist es erwiesen: Die Charttechnik funktioniert wirklich! 👍😉

  6. Avatar

    Segler

    1. Oktober 2020 14:20 at 14:20

    Der Bullshit Detektor.
    Im neuen Buch von Nassim Taleb „Skin In The Game“ lautet die zentrale Frage
    „Bist Du mit eigenem Geld im Risiko oder bist Du nichts als ein Schwätzer ?“ –

    Zeig mir Deinen Kontoverlauf mit allen Trades oder ich glaube Dir kein Wort !

    Liebe Traderkollegen – Ich bin seit 25 Jahren im Börsengeschäft.
    Ich habe viele hundert, wenn nicht tausend Trader in Kursen, Vorträgen oder im Coaching kennengelernt.
    Wirklich profitabel sind auf Dauer vielleicht drei Dutzend.
    Diese erfolgreichen Händler haben allesamt und ausnahmlos mehrere Dinge gemeinsam:
    – Jeder von ihnen legt seine Performance offen – sei es persönlich, sei es auf der eigenen Internetseite oder sei es durch die Teilnahme am Worldcup Of Trading, wo einige regelmässig über Jahre eines der oberen Zehn Plätze belegen.
    – KEINER handelt Aktienmärkte
    – KEINER handelt nach Charts – schon gar nicht nach ‚Charttechnik‘
    – JEDER handelt Commodities (Rohstoffe) oder Währungen
    – JEDER handelt nach CoT Daten
    – Jeder handelt nach Saisonalitäten
    – Fast jeder handelt nach Volumenprofilen, Volatilität, Footprints
    – Drei kombinieren direktionalen mit nicht-direktionalen Handel (Optionen), einer davon bin ich.
    Ich will nicht sagen, dass sich mit dem Charttechnischen Ansatz kein Geld verdienen liesse. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch niedrig, die Drawdowns gross und die emotionale Belastung erst recht.

    Mir ist völlig klar, dass in diesem Blog nur die wenigsten wirklich interessiert sind, Geld zu verdienen.
    Die meisten möchten rein aus Spass an der Sache ein bisschen herumzocken und ein wenig mitdebattieren. Das ist in Ordnung und völlig legitim.

    Aber an die Selbsternannten „Toptrader“, ans Nordlicht, an Herrn Jäger oder Herrn Born geht meine Aufforderung:
    Wenn Sie hier postulieren, dass man mit Charttechnik, Wellenzählen oder Intuition wirklich Geld verdienen kann, dann beweisen Sie es den Lesern !
    Mein Vorschlag
    Jeder führt öffentlich ein reales Konto anhand seiner hier geposteten Markteinschätzungen.
    Und kein Demo Konto, sondern ein richtiges.

    ‚Skin In The Game – Real Trades – Real Money‘
    Lass doch mal Herrn Fugmann eine Rubrik einrichten. Vielleicht hat er Lust drauf ?
    Skin In The Game !

    Testieren lassen wir die Performance und die Trades durch einen Treuhänder den vielleicht Herr Fugmann vorschlägt.
    Kontogrösse ist frei.
    Also los – „Butter bei die Fische“
    Ich wäre dabei !

    Der Segler
    (Gruss aus der Ägäis)

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Aktienmärtke: Der Schwachsinn mit dem Stimulus! Marktgeflüster (Video)

Warum das Warten auf den nächsten Stimulus so erbärmlich ist – und Aktienmärkte und US-Wirtschaft sich von Überbrückungs-Droge zu Überbrückungs-Droge hangeln

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte warten nach wie vor auf eine Entscheidung in Sachen Stimulus – die bekanntlich laut Nancy Pelosi heute fallen soll. Übergeordnet aber spielt dieser Stimulus faktisch gar keine Rolle, sondern ist nur ein Beleg dafür, dass die US-Wirtschaft ohne Helikoptergeld überhaupt nicht mehr funktionieren kann. Faktisch bringen auch die Interventionen der Notenbanken mit Anleihekäufen oder Zinssenkungen nur noch kurze Scheinblüten, ohne die übergeordneten Trends zu verändern. Aber die Aktienmärkte gieren nach eben diesem Stimulus, weil sie ohne diese permanenten Interventionen kaum überlebensfähig wären. Heute ein unentschlossener Handel nach dem gestrigen Abverkauf – ohne konkrete neue Drogen ist die Laune der Märkte eher bescheiden..

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Rüdiger Born: Auch wenn Sie es nicht mehr hören können…

Rüdiger Born

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Die US-Indizes tendieren leicht gen Süden. Nun wird es spannend. Gibt es eine Einigung auf einen Billionen-Stimulus in den USA oder nicht? Ob die Indizes in Kürze kräftig steigen oder doch fallen, das können wir als Trader vorher nicht wissen. Daher spreche ich im folgenden Video ein wichtiges Thema an, auch wenn Sie es nicht mehr hören können!

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Dax: Extremer Optimismus ohne entsprechende Kaufbereitschaft mahnt zur Vorsicht

Stephan Heibel

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Vor ca. 10 Tagen schrieb ich „Nachhaltig steigende Kurse sind auf dieser Basis schwer erzielbar.. wahrscheinlicher ist es, dass bald Gewinnmitnahmen einsetzen“: Am Mittwoch letzter Woche brach der DAX zwischenzeitlich um 3% ein. Es war ein sehr kurzes, vielleicht aber dennoch reinigendes Gewitter. Schauen wir uns an, wie sich dieser kurze Ausflug in den Börsenkeller auf die Stimmung ausgewirkt hat.

Dax: Die Stimmung der Investoren

Unser Aktiensentiment ist auf -3,0 eingebrochen (zuvor +1,9). Ab Werten von -4 spreche ich von Extremwerten, die im Sinne der Sentiment-Theorie einen Aktienkauf nahelegen. Denn insbesondere bei extrem negativen Stimmungswerten, die in Richtung Panik gehen, hat sich in der Vergangenheit häufig ein Boden am Aktienmarkt gebildet. Reicht ein Wert von -3 derzeit bereits für einen tragfähigen Boden aus?

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Mit den fallenden Kursen ist Verunsicherung einher gegangen (-3,9). Obwohl dieser Rücksetzer aus unserer Sentimentsicht überfällig war, habe ich in der Finanzpresse vielfach gelesen, dass man das nicht hätte erahnen können. Viele waren also überrascht.

So sind die beiden folgenden Sentiment-Daten nur konsequent: Die Erwartungshaltung der Anleger ist auf +3,4 angestiegen (Vorwoche +1,7). Damit kratzen wir schon an einer extrem bullischen Stimmung, zuletzt war die Stimmung Mitte März, also im Corona-Crash, so stark optimistisch. Seit Juni bewegen wir uns jedoch seitwärts. Wenn in der Vergangenheit im Rahmen einer Seitwärtsbewegung Optimismus aufkam, so stand eine neue Richtung unmittelbar bevor – leider gibt es keine klare Tendenz, ob diese nun gen Norden, oder gen Süden ausfallen wird.

Halten wir also fest: Es wird spannend.

Die Investitionsbereitschaft notiert mit einem Wert von 2,8 zwar deutlich im positiven Bereich, das kennen wir aber auch noch besser. Insbesondere vor dem Hintergrund des hohen Optimismus wäre eine noch höhere Investitionsbereitschaft wünschenswert, um auf künftig steigende Kurse beim Dax zu hoffen. Hmm, ich werde also die Entwicklung der Investitionsbereitschaft in den kommenden Wochen besonders genau beobachten.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert bei 2,0 und zeigt somit an, dass überwiegend auf steigende Kurse beim Dax spekuliert wird. Das passt zum großen Optimismus, den wir in unserer Umfrage messen.

Institutionelle Anleger, die gerne über die Eurex spekulieren, haben diese Woche jedoch überwiegend Puts gekauft. Das Put/Call-Verhältnis ist auf 1,8 gestiegen. Damit setzen die Profis auf einen weiteren Rückschlag am Aktienmarkt. Gleichzeitig sichern sie den Aktienmarkt gegen zu große Einbrüche ab.

In den USA ist das Put/Call-Verhältnis seit vielen Wochen notorisch niedrig, so auch diese Woche. Dies ist ein Zeichen für exzessiven Optimismus unter Spekulanten.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote auf 103% gehoben. Nachdem im Vorfeld des Quartalswechsels zum 1. Oktober hohe Cashbestände aufgebaut wurden, um etwaige Kundengeldauszahlungen leisten zu können, wurde die Investitionsquote nun in Rekordgeschwindigkeit wieder auf das hohd Niveau von Ende August zurückgeführt.

Zur Erklärung: Hedgefonds ermöglichen es ihren Kunden in der Regel nur einmalig im Jahr, Geld ein- oder auszuzahlen. Wer seine Millionen in einen Hedgefonds geben, oder sich Geld auszahlen lassen möchte, der muss bis zum 1. Oktober warten. Bis dahin kann man seine Wünsche anmelden, danach muss man wieder ein Jahr warten. Im Vorfeld dieses Stichtages generieren Hedgefonds also Cash, um die gewünschten Auszahlungen dann auch tätigen zu können. Nun wird das Geld, das gegebenenfalls nur den Hedgefonds gewechselt hat, wieder angelegt.

US-Privatanleger lassen ihre Skepsis langsam fallen, das Bulle/Bär-Verhältnis ist auf nur noch -1 angestiegen (Ende September noch -20).

Der technische Angst und Gier Indikator (Fear & Greed Index) des S&P 500 zeigt mit einem Wert von 59% eine verhältnismäßig neutrale Verfassung an.

Interpretation

Ich habe das Gefühl, wir brauchen noch mehr Investitionsbereitschaft, um aus der seit Anfang Juni bestehenden Seitwärtsbewegung nach oben auszubrechen. Die Sentiment-Theorie ist eine Theorie der Gefühle. Zwar versuche ich, die Gefühle in harte Zahlen zu pressen, doch die Interpretation mit rein mathematischen oder statistischen Methoden ist nicht immer zielführend. Daher nehme ich mir heraus, hin und wieder auch meinen eigenen Eindruck mit einfließen zu lassen.

Zwar hat der Rückschlag dieser Woche viele Anleger überrascht und sogar ein wenig geschockt. Aber Panik, wie sie für das Ende einer länger anhaltenden Marktphase erforderlich ist, habe ich noch nicht gesehen. Somit könnte der Rücksetzer dieser Woche ausreichen, um für ein oder vielleicht sogar zwei freundliche Börsenwochen zu sorgen. Doch für einen Lauf in Richtung neuer Allzeithochs im DAX dürfte mindestens ein weiterer Rücksetzer erforderlich sein.

Was jedoch nicht heißen muss, dass wir den DAX nochmals tiefer sehen werden. Daher ist es immer ratsam, an Tagen mit heftigen Kursverlusten den einen oder anderen Liebling einzusammeln. Wir haben keinen Ausverkauf gesehen, der uns ermutigen sollte, unsere restlichen Barbestände in Aktien zu stecken. Vielmehr ist es weiterhin sinnvoll, ein wenig Cash in der Hinterhand zu behalten, um auch beim nächsten Rücksetzer kraftvoll zubeißen…, ähem, zugreifen zu können. Aber einen Teil Ihrer Barreserve können Sie auf dem aktuellen Niveau schonmal einsetzen.

Insbesondere in den USA ist der Optimismus noch immer sehr groß. Fondsmanager und Spekulanten an der CBOE sind weiterhin extrem bullisch positioniert, lediglich Privatanleger werden vorsichtiger. Auch in den USA gibt es also noch keine gute Basis für eine Fortsetzung der Rallye, da fehlt weiterhin eine zwischenzeitliche Marktbereinigung.

Somit gehe ich davon aus, dass wir weitere Kaufgelegenheiten präsentiert bekommen. Es lohnt sich, heute schon die Aktienlieblinge zu markieren, damit Sie im Falle eines Rücksetzers schnell zu einer Entscheidung kommen.

Wie ist die Stimmung derzeit gegenüber dem Dax?

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