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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?



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5 Kommentare

  1. „Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen.“

    Abgesehen davon das bei den Zahlen wohl eher der Wunsch Vater des Gedankens ist, wird niemand mehr da sein der die Steuern bezahlen kann. Denn da ein Perpetuum mobile nicht möglich ist, kann man die Staatsbediensteten eben nicht mit ihren eigenen Steuern bezahlen. Jede Art von Tertiärwirtschaft wird ausschließlich aus den Überschüssen der unterlagerten Segmente getragen. Und die verschwinden nun in rasendem Tempo.

    2 x 190.000 macht übrigens etwa 30-35 Milliarden an Vollkosten. Pro Arbeitnehmer müssen da dann lediglich 800 € zusätzliche Abgaben im Jahr her um das zu finanzieren. Kein Problem. Schließlich dürfen wir ja nicht mehr in den Urlaub fahren. Und nicht zu vergessen, die Staatsbeschäftigten wollen noch einen dicken Schluck aus der Pulle. Und den werden sie kriegen. Schließlich muss man seine treuesten Wähler ja bei der Stange halten.

    Über welchen Weg das abgezweigt wird (direkte/indirekte Steuern, Sozialabgaben) ist übrigens völlig egal.

    Was den Sinn von Staatsstellen betrifft bin ich allerdings eher bei Krall. Einfach mal 70% rausschmeißen und man wird erkennen das die Lücken die sie hinterlassen sie vollständig ersetzen.

  2. Ach das ist eine richtig gute Nachricht, denn meine Kinder haben sich für den Beamtenstatus entschieden. Da zahlt man nichts zu seiner üppigen Rente ein, bestimmt das Tempo der Arbeit selbst und ist erst noch bei den Bürgern als ausgewiesene Respektsperson hoch angesehen. Das einzige wirkliche Ärgerniss ist, dass die Bürger all die vielen Formulare einfach nicht verstehen und sich zu wenig bemühen, diese durch diplomierte Fachpersonen amtsgerecht ausfüllen zu lassen.

    1. Höchste Zeit das Fach Formularkunde in den Schulen einzuführen!

  3. Vielleicht haben die Staatsapparatschicks ein Eigentor geschossen?
    Erst mit Angst der Pharmalobby Geld zuschieben, denn der PCR-Test und dann die Impfungen bringen der Pharmaindustrie Milliarden.
    https://www.wiwo.de/technologie/forschung/forschungsfoerderung-wohin-die-forschungsgelder-fuer-covid-19-fliessen/25684480.html
    https://www.youtube.com/watch?v=-Ul1fIOmqgk

    Dann mit Notstandsgesetzen die Macht erweitern.
    https://www.youtube.com/watch?v=-kLzmatet8w&t=13s
    Wer zahlt aber dann die Pharmamilliarden nach dem 2. Lockdown? Ob die Pharmalobby mit wertlosem Papiergeld zufrieden ist, oder müssen dann Goldbesitzer enteignet werden? Deckt deren Gold überhaupt Milliarden ab?
    Wie wir aus der Geschichte wissen, ist es sozialistisch gewordenen Regierungen egal, ob es im Volk dann zu Weihnachten auch mal eine Orange oder Banane sein darf. Hauptsache sie haben Champagner. Ach Stop, den reichen Westen gibt es ja dann nicht mehr. Ob nach der Schmelze die neue Zivilisation in Grönland die Sache rausreißt? Oder mischt der WK3 die Karten neu? Fragen über Fragen.

  4. Super Artikel und Bewertung. Die Kommentare sind auch spannend. Wie wird es kommen? Unser Binnenmarkt wird klein bleiben, mit ihm lässt sich unser Wohlstand nicht finanzieren. Wir werden Exporte benötigen. Nur werden die Produkte die wir exportieren (wollen) immer teurer, aufgrund von zusätzlichen Steuern und steigenden Sozialabgaben.
    Auf der anderen Seite werden die Import Länder technologisch besser. D. H. Die Differenz zwischen Exportpreise plus technischer Überlegenheit wird sehr schnell geringer. Unsere Exportquote wird schnell sinken und parallel die Exportpreise. Da die armen Beamten „nur“ alimentiert werden – diese kann jederzeit abgesenkt werden, wird deren Spass dann schnell zu einem Problem.

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