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DAX daily: Volatile Woche voraus – Tages- und Wochenausblick

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Heute muss der Dax erst einmal beweisen, ob die trügerische Rally vom Freitag nachhaltig ist oder nur dem kleinen Verfall geschuldet war. Durch den kräftigen Anstieg am vergangenen Freitag hat der deutsche Leitindex schließlich noch einen versöhnlichen Abschluss einer ereignisreichen Woche hingelegt. Nichtsdestotrotz ist am Ende der Handelswoche noch ein kleiner Verlust von 1,1 % übriggeblieben. Der Schlusskurs lag am Freitag bei 12.908. Damit konnte der Index die beiden wichtigen Marken bei 12.748 und 12.904 per Tagesschlusskurs überwinden. Ganz aus dem Schneider ist der Dax damit aber noch nicht. Diese Handelswoche könnte erneut holprig werden. Zum einen kommt die US-Wahl immer näher, außerdem nimmt die Berichtssaison vor allem in den USA weiter Fahrt auf. Auch die Corona-Sorgen bleiben ein Belastungsfaktor für die Märkte, weshalb an große Sprünge im Dax derzeit eher nicht zu denken ist.

Insbesondere in der Woche nach einem Verfall kommt es häufig zu einem Anstieg der Volatilität. Auf der Oberseite sollte man die Zone zwischen 13.100 und 13.230 im Auge behalten, dort dürfte es immer wieder zu Gewinnmitnahmen kommen. Dementgegen sind drei Marken auf der Unterseite wichtig. Erstens der Punkt 3 aus der Topbildung bei 12.748. Schließt der Dax auf Tagesbasis darunter, dann kommt der zweite Bereich bei 12.500 ins Spiel. Zu guter Letzt befindet sich im Bereich von 12.350 noch ein Doppelboden.

News und fundamentale Daten

Die aktuelle Woche bringt wieder interessante Konjunkturdaten mit sich. Am frühen Montagmorgen wurden bereits das Bruttoinlandsprodukt und die Industrieproduktion aus China veröffentlicht. Das BIP liegt bei 4,9 % (erwartet 5,2 %, vorher 3,2 %) und die Industrieproduktion bei 6.9 % (erwartet 5,8 %, vorher 5,6 %). Die Daten belegen, dass sich die chinesische Wirtschaft auf einem guten Erholungskurs befindet. Zum Ende der Woche sehen wir dann noch wichtige Wirtschaftsdaten aus Deutschland. Am Donnerstag erscheint zuerst das GfK Konsumklima, bevor am Freitag die Highlights folgen. Dann werden nämlich der vorläufige Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe und den ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Die beiden Indikatoren geben einen guten Überblick darüber, ob die konjunkturelle Erholung positiv verläuft oder ins Stocken gerät. Als Dax-Händler sollte man sich die beiden Termine im Kalender vormerken.

Darüber hinaus nimmt die Berichtssaison langsam Fahrt auf, auch die ersten deutschen Unternehmen legen diese Woche ihre Berichte vor. Unter anderem erscheinen die Geschäftszahlen von Sartorius, Software AG und Ceconomy. Zudem geht die Berichtssaison in den USA in die heiße Phase. Im Laufe der Woche gewähren Größen wie Tesla, Intel, Netflix, Texas Instruments und bereits heute IBM einen Blick in ihre Bilanzen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Vorbörslich notiert der Dax leicht im Plus, beißt sich aber bisher an der Marke von 12.960 die Zähne aus. Dort befindet sich ein kräftiger Widerstand, zum einen das Tageshoch von Freitag (12.955) sowie das 61,8 % Retracement (12.960) der letzten großen Abwärtsbewegung. Zudem wurde in der Nacht bei 12.961 ein Hoch markiert. Durchbricht der Dax den Widerstand, dann ergeben sich Ziele bis 13.000 und zum Gap bei 13.028. An dieser Stelle könnten erste Verkäufe einsetzen und den Dax nach unten drücken. Hat er allerdings noch Kraft, dann folgen die nächsten Widerstände bei 13.060 und dem Bereich zwischen 13.100 bis 13.115.

Unter der Marke von 12.960 könnte es zu einem Rücklauf bis 12.890 oder 12.850 kommen. Hier könnte der Dax wieder die Aufwärtsbewegung aufnehmen. Dreht er jedoch nicht nach oben ab, dann folgen weitere Unterstützungen bei 12.800 und 12.750. Fällt der Index erneut unter die Marke von 12.748 und bricht das Tagestief von Freitag bei 12.733, dann wäre das ein Schwächezeichen und könnte tiefere Kurse mit sich ziehen. Die nächsten Anlaufpunkte befinden sich dann bei 12.690 und dem Tagestief von Donnerstag (12.599).

Dax daily: Tagesausblick 19.10. - H1-Chart

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.103 – Pivot Punkt R2

13.001 – Pivot Punkt R1

12.845 – Pivot Punkt

12.753 – Pivot Punkt S1

12.606 – Pivot Punkt S2

Dax Unterstützungen (US):

12.890 – 50 % Retracement (13.185-12.599)

12.800 – mehrfacher Anlaufpunkt (H4)

12.748 – Punkt 3 vom Top (13.460)

12.733 – Tagestief 16.10.

12.599 – Tagestief 15.10.

12.540 – Tagestief 02.10.

12.469 – Gap 25.09.

Dax Widerstände (WS):

12.955 – Tageshoch 16.10.

13.000 – psychologische Marke

13.028 – Gap 14.10.

13.060 – 78,6 % Retracement (13.185-12.599)

13.115 – mehrfacher WS + US (H4)

13.185 – Hoch 12.10.

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich glaube an die Jahresendrally! Marktgeflüster (Video)

Sehen wir nun also jetzt schon den Beginn der Jahresendrally, kommt jetzt also die weitere, ungebrochene Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte?

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute einmal mehr stark – weil Trump nun den Übergang zu Biden ermöglicht hat und Janet Yellen wohl neue US-Finanzminsterin wird (allerdings überschätzen die Märkte ihre Möglichkeiten, sie muß sich mit Mitch McConell auseinandersetzen!). Sehen wir nun also eine Jahresendrally, also die ungebrochene weitere Aufwärtsbewegung? Eher unwahrscheinlich – zuvor braucht es eher noch einmal eine Korrektur der völlig überhitzten Aktienmärkte (vor allem Energie-Werte etc.), bevor dann eben diese Jahresendrally einsetzen kann. Was für diese Korrektur fehlt ist ein Katalysator, eine Meldung, die die bereits all-in Investierten auf dem falschen Fuß erwischt und aus dem Markt kegelt, bevor dann die starken Hände wieder kaufen..

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Gold/Silber

Aktuell: Dow mit Allzeithoch, Ölpreis steigt – warum der Goldpreis bei 1.800 Dollar hängt

Claudio Kummerfeld

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Aktuell tut sich einiges an den Märkten. Der Dow Jones hat vorhin mit 29.996 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht. Die Aktienmärkte sind in guter Laune. Der Dax ist von seinem Hoch aus dem Frühjahr immer noch gut 500 Punkte entfernt, aber er klettert auch mit nach oben. Der Ölpreis steigt, der Goldpreis fällt weiter. Aber warum? Neben den positiven Corona-Nachrichten bringt heute eine weitere gute Nachricht neuen frischen Schub für die Aktienmärkte. Donald Trump macht nun offenbar den Weg frei für die Amtsübergabe an die Biden-Administration. Damit haben die Märkte mehr Sicherheit, dass in den USA wohl doch kein großes Chaos oder eine Verfassungskrise ausbrechen wird.

Außerdem scheint Joe Biden die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen zur neuen US-Finanzministerin machen zu wollen. Auch das freut den Markt. Die Geldflut kann weiter gehen, und die Konjunktur in den USA dürfte weiteren staatlichen Stimulus erhalten. Das pusht die Aktienmärkte, und auch der Ölpreis steigt kräftig. Alleine seit heute Nacht bei 43 Dollar steigt der WTI-Ölpreis aktuell auf 44,94 Dollar. Mehr Konjunktur-Stimulus bedeutet auch mehr Öl-Nachfrage. Logisch, dass da der Ölpreis ansteigt.

Goldpreis verliert gegen Aktienmärkte

Gold ist der Verlierer. In so einem positiven Umfeld schichten die Börsianer in risikoreichere Geldanlagen wie Aktien um, und der Goldpreis fällt. Nach positiven US-Konjunkturdaten von gestern war der Goldpreis bereits spürbar gefallen, von gestern 1.868 Dollar bis vorhin auf genau 1.800 Dollar im Tief. Ein große runde Marke ist immer wichtig für die Börsianer. Drüber und drunter liegen in der Regel viele Stop-Orders.

In den letzten Augenblicken kann der Goldpreis leicht auf 1.807 Dollar steigen, aber die Lage ist doch sehr wacklig. Es kann auch in Kürze einen Abwärtsschub unter 1.800 Dollar geben. Interessant: Die Bewegung im US-Dollar scheint derzeit weniger Einfluss auf den Goldpreis zu haben. Die negative Korrelation zwischen den beiden funktioniert diese Woche nicht so richtig. Vielmehr ist es aktuell eine negative Korrelation zwischen Gold und Aktienmärkten. Der Chart reicht bis Mitte letzter Woche zurück. Wir sehen den steigenden Dow Jones gegen den fallenden Goldpreis. Die aktuell gute Stimmung für risikoreichere Assets drückt gegen Gold.

Chart zeigt Kursverlauf von Dow Jones gegen Goldpreis seit letzter Woche

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage bei Dow Jones und Nasdaq

Rüdiger Born

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Die aktuelle Lage bei Dow Jones und Nasdaq bespreche ich direkt am Chart im folgenden Video. Sind derzeit gute Tradingchancen zu finden?

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