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DAX daily: War das erst der Beginn der Korrektur?

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Nach dem vorherigen Fehlausbruch ist der Dax gestern von der Klippe gesprungen. Im Gegensatz zu der letzten Woche ist im Dax wieder richtig Bewegung eingekehrt. Entweder sehen wir heute die Fortsetzung der gestrigen Korrektur oder eine wackelige Erholung. Mit dem Tageshoch bei 12.489 ist der Dax gestern in den Handelstag gestartet, danach kannte er nur noch eine Richtung. Letztendlich hat das Unterschreiten der Marke von 12.440 das Short-Signal eingeläutet und die Bären ins Spiel gebracht. Das Tagestief wurde bei 12.093 eingebucht, das entspricht einem Verlust von 429 Punkten (-3,43%). Der gesamte Gewinn der letzten Woche wurde dadurch egalisiert. Richtigen Halt fand der Dax dann erst nachbörslich an der 12.032. Sollte sich die Korrektur fortsetzen, dann befindet sich die nächst größere Unterstützung erst im Bereich von 11.830. Solange der Dax nicht nachhaltig die SMA200 bei 12.150 überwindet, ist die Gefahr eines weiteren Rutsches groß. Demgegenüber muss der Dax die Marken bei 12.440 und 12.489 bezwingen, um wieder in den Long-Modus überzugehen.

News und fundamentale Situation

Zwar hat der ifo-Gechäftsklimaindex gestern mit guten Zahlen überrascht, aber geholfen hat das wenig. Die Gefahr weiterer US-Zölle auf europäische Waren und die enrneut aufflammenden Corona-Sorgen haben die Korrektur in den Indizes weiter vorangetrieben.  Insbesondere die ansteigenden Coronafälle in Kalifornien und der Anstieg der Krankenhausfälle in Texas sorgten für Unmut bei den Anlegern. Unabhängig von den Daten und News war die Korrektur überfällig (mehr dazu im Video). Nach dem starken Anstieg der letzten Wochen haben mit Sicherheit einige ihre Gewinne mitgenommen.

Auch der heutige Handelstag ist gespickt mit interessanten Konjunkturdaten. Vor Börseneröffnung um 8:00 Uhr ging es los mit dem GfK Konsumklima (Juli). Dieser ist etwas besser als erwartet ausgefallen – Prognose war -12, aktuell bei -9,6., vorherig -18,6. Damit hat sich das Verbrauchervertrauen etwas aufgehellt, bewegt sich aber weiterhin im negativen Bereich. Danach folgen um 14:30 Uhr diverse Daten aus den USA. Unter anderem die US-Auftragseingänge für langlebige Güter, das US-Bruttoinlandsprodukt und ebenso die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Diesen Termin sollte man sich vormerken, dann könnte es zu Bewegung im Dax kommen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Die Asien-Rampe hat diesmal die Kurse nicht nach oben gepuscht. Vor Börseneröffnung handelt der Dax bei 12.140, also nicht so weit von seinem gestrigen Tagestief (12.093) entfernt. Ein Unterschreiten könnte den Dax weiter gen Süden drücken. Entsprechend wichtig wird es sein, wie er sich im Bereich der 12.000er Marke verhält. Bricht diese, dann rückt das offene Gap bei 11.911 in den Fokus. Darunter findet der Dax die nächste markante Unterstützung an der Marke von 11.830. Sollte das Momentum auf der Unterseite zunehmen, dann wäre sogar der Bereich bei 11.680 (61,8% Erholung) ein Ziel. Aber die Oberseite ist noch nicht aus dem Spiel. Ein nachhaltiges überschreiten der SMA200 bei 12.150 könnte den Dax zurück in seine Range führen. Der erste Widerstand liegt an der 12.180, danach folgen noch die 12.250 (38,2% Erholung) und das 61,8% Retracement bei 12.340. Um letztendlich wieder in den Longbereich zu wechseln, muss er dann noch die 12.440 erklimmen.

Dax Unterstützungen (US):

12.093 – Tagestief 24.06.

12.000 – psychologische Marke

11.911 – Gap 15.06.

11.830 – 23,6% Retracement (daily)

11.680 – 61,8% Erholung

Dax Widerstände (WS):

12.180 – 15-Minutenchart

12.250 – 38,2% Retracement

12.340 – 61,8% Retracement

12.440 – oT Seitwärts-Range

12.524 – Gap 23.06.

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Dax daily: War das erst der Beginn der Korrektur?

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Technologie-Blase: Sehen wir gerade die Dotcom-Blase 2.0?

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Seit Ausbruch der Corona-Pandemie erleben wir eine regelrechte Flucht in Technologie-Aktien. Insbesondere die Nasdaq eilt seit Wochen von einem Allzeithoch zum nächsten. Zwar profitieren einige Technologie-Werte von der aktuellen Situation während der Pandemie, aber was zurzeit abläuft, grenzt an absurder Euphorie. Man muss sich nur den Chart von Tesla anschauen, hier fehlt nur das Fähnchen, dass man an die Fahnenstange hängen kann. Tesla ist nur eins von vielen Beispielen. Auch Apple hat seit dem März-Tief einen Anstieg von über 80 Prozent hingelegt. Als Info an alle Börsenanfänger – solche Steigerungsraten sind NICHT normal.

Diesmal ist alles anders

Diesmal ist es aber anders als in der Zeit des „Neuen Markt“. Damals wurde alles gekauft, dass nicht bei drei auf den Bäumen war. Dazu gehörten auch Unternehmen, die übertrieben gesagt, irgendwo in einer Garage an unnützer Software gearbeitet haben. Im Gegensatz dazu, ist es diesmal so, dass sich die Euphorie nicht auf eine große Anzahl von Techwerten konzentriert, sondern nur auf wenige Unternehmen. Hier sind die großen Technologie-Unternehmen zu nennen – Apple, Amazon, Microsoft, Alphabet, Facebook, Netflix und Nvidia. Diese sieben Unternehmen machen mittlerweile 50 Prozent des gesamten Index aus.

Klumpenbildung der Technologie-Werte

Die Situation ist auch den ETFs geschuldet. Um gute Wachstumsraten für ihre Kunden zu gewährleisten, müssen sie die großen Technologie-Werte übergewichten. Dadurch verstärkt sich der Effekt. Steigen die Kurse der großen Technologie-Unternehmen, dann zieht das mehr und mehr Käufer aus allen Bereichen an – Private, Institutionelle und Fonds. Entsprechend erhöht sich das Risiko einer Klumpenbildung. Kommt es zu einer erneuten Korrektur, wäre das ein Problem, da alle gleichzeitig durch eine kleine Tür rauswollen.

Weltweite Rezession

Es scheint auch fast so, als ob die Investoren vergessen, dass wir uns in einer weltweiten Rezession befinden. Diese Rezession ausgelöst durch die Corona-Pandemie hat nämlich einen Faktor, der derzeit ignoriert wird – Unsicherheit. Damit ist gemeint, dass aktuell niemand voraussagen kann was die tatsächlichen Auswirkungen auf die Realwirtschaft sind und wie sich die Pandemie weiterentwickelt. Auch die Technologie-Unternehmen sind davon betroffen. Apple setzt zum Beispiel weniger Handys ab, Facebook hat weniger Werbeeinnahmen und Teslas Absatz an Automobilen ist alles andere als beeindruckend. Die ab nächste Woche beginnende Berichtssaison wird mehr Aufschluss darüber geben, wie sich die Pandemie tatsächlich auf die Unternehmensgewinne auswirkt.

Aktuelle Entwicklung der Technologie-Unternehmen

In den nachfolgenden Grafiken kann man einerseits die Kursentwicklung der großen fünf Technologie-Unternehmen in dem letzten Monat erkennen sowie die Relation vom Nasdaq zum S&P500. Insbesondere der Chart des Nasdaq in Relation zum S&P zeigt deutlich, dass die Entwicklung der Technologie-Werte auf dem Weg ist eine neue Blase zu bilden. Demnach brauchen wir nicht mehr über Bewertungen zu sprechen. Es wurde mehrfach in anderen Artikeln darauf hingewiesen, dass diese fernab von Gut und Böse sind. Geschuldet ist diese Situation natürlich auch den Geldflutungen und Stimuli von Notenbanken und Staaten. FED-Chef Powell hat zwar vor kurzem betont, dass man durch die Maßnahmen keine Blasenbildung erzeugen möchte, aber genau das ist was gerade passiert. Die Corona-Pandemie wird noch länger Einfluss auf die Märkte haben und Unsicherheit verbreiten. Früher oder später muss Luft aus der Blase abgelassen werden, sonst droht das Platzen.


Technologie-Blase: Sehen wir gerade die Dotcom-Blase 2.0? Corona

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage bei S&P 500 und Nasdaq

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Wie ist kurz vor dem Wochenende die Lage im S&P 500 und im Nasdaq? Das schaue ich mir ganz aktuell im folgenden Video direkt am Chart an. Wollen Sie meine täglichen Analysen im “Trade des Tages” erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Aktien

Aktienmärkte aktuell: Der nächste Corona-Hype durch Remdesivir

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Und die nächste Jubelmeldung über ein Medikament, welches das Coronavirus bekämpfen soll. Remdesivir (der schon wieder) soll laut ganz aktueller Veröffentlichung des Herstellers Gilead Sciences das Todesrisiko bei Patienten um 62 Prozent senken. Hurra, es kann endlich wieder aufwärts gehen an der Börse? Die Aktienmärkte steigen. Der Dow Jones steigt in den letzten Minuten um 150 Punkte, der Dax um 54 Punkte. Wie lange kann diese Euphorieblase dieses Mal die Kurse pushen? Wann folgt die Enttäuschung? Oder ist es dieses Mal wirklich der Durchbruch?

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