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DAX daily: War der gestrige Kurseinbruch erst der Beginn der Korrektur?

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Im gestrigen Handel haben die neuen Corona-Unsicherheiten zu einem Kurseinbruch im Dax geführt. Dabei stürzte der Kurs zeitweise mehr als 4% ab. Ausschlaggebend für den Rutsch war die Meldung über die Virus-Mutation in Großbritannien. Infolgedessen geriet die zuvor ignorierte Corona-Pandemie bei den Investoren wieder in den Vordergrund. Mögliche Folgen wären zum Beispiel längere und verschärfte Lockdown-Maßnahmen in ganz Europa. Das würde wiederum der erhofften Wirtschaftserholung einen Schlag verpassen.

Zudem schlossen mehrere Länder wie auch Frankreich die Grenze nach Großbritannien, was zu chaotischen Szenen an den Grenzübergängen und Flughäfen geführt hat. Das war wie ein Vorgeschmack auf das drohende Scheitern der Brexit-Verhandlungen. Am Sonntag ist nämlich die „angeblich“ allerletzte Frist für einen Handelsvertrag verstrichen. Die Abstimmung über den Austritt liegt bereits 1642 Tage zurück, dennoch konnte man sich bis heute nicht auf einen Deal einigen. All die Ereignisse haben dazu geführt, dass der Dax mit einem Verlust von 384 Punkte (-2,82%) bei 13.246 den Handel beendet hat.

Corona-Mutation als Trigger für die Korrektur

Als Anleger muss man sich allerdings fragen, ob die Korrektur überraschend kam? Ich denke nein, vieles sprach im Vorfeld dafür – die überkauften Aktienmärkte, das euphorische Sentiment, zahlreiche technische Indikatoren sowie ein einseitiges Put-Call-Ratio. Einzig ein Trigger für eine Korrektur fehlte, dieser kam folglich durch die Mutationsmeldung am Wochenende. Dass die Korrektur so ausgeprägt und rasant verläuft, kam dann doch etwas überraschend. Das liegt aber auch daran, dass unterschiedliche Ereignisse zusammen liefen. Zum einen ist die Stimmung an den Aktienmärkten extrem euphorisch, weshalb das Groß der Anleger ohne Absicherung auf der Longseite positioniert sind. Außerdem war am Freitag der große Verfall. In der Folgewoche kommt es häufig zu erhöhter Volatilität, da zuvor eine Marktbereinigung stattgefunden hat.

Zwei Punkte müssen Anleger trotz guter Saisonalität und Jahresendrally-Hoffnung beachten. Erstens hat sich mit dem Hoch am Freitag bei 13.774 ein mögliches Doppeltop im Jahreschart gebildet. Zweitens entstehen nach großen Verfallstagen durchaus auch Trendwechsel. Für die Dax-Bullen ist entscheidend, dass der Dax nicht unter die runde 13.000er Marke fällt. Ansonsten könnte sich die Korrektur zunächst bis in den Bereich bei 12.500 ausweiten.

News und fundamentale Daten

Bevor die Börsen in die Weihnachtspause gehen, stehen heute nochmal ein paar interessante Wirtschaftsdaten auf der Agenda. Zuerst wurde vor wenigen Minuten das GfK-Konsumklima veröffentlicht. Das Verbrauchervertrauen gilt als Frühindikator und beschreibt das Vertrauen der Bürger in die konjunkturelle Entwicklung. Der Indikator ist zum dritten Mal in Folge gefallen und weist einen Wert von -7,3 aus (Prognose -8,8), zuvor waren es -6,8.

Außerdem erscheint um 14:30 Uhr das endgültige US-Bruttoinlandprodukt für das dritte Quartal. Nachdem dramatischen zweiten Quartal mit einem Rückgang von 31,4%, wird für das abgelaufene Quartal ein Wachstum von 33,1% prognostiziert. Sollte es jedoch eine Überraschung bei den endgültigen Zahlen geben, dann könnte das nochmal für Bewegung in den US-Indizes und dem Dax sorgen. Schließlich folgen um 16:00 Uhr noch die US-Verkäufe bestehender Häuser.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Nach einer Konsolidierung des gestrigen Kurseinbruchs könnte sich die Korrektur fortsetzen. Ein möglicher Rücklaufbereich befindet sich zwischen dem 38er und 61er Retracement. Nachbörslich konnte sich der Dax bereits bis in den Bereich erholen und ist dabei an der 13.400er Marke abgeprallt. Die Erholung könnte sich  aber noch bis an die 13.500 ausweiten. Erst ein nachhaltiger Anstieg darüber würde das Chartbild wieder aufhellen. Oberhalb davon befindet sich erst bei 13.600/620 eine Widerstandszone.

Scheitert der Dax jedoch zwischen 13.326 und 13.500 oder läuft direkt nach der Eröffnung abwärts, dann dürfte sich die Korrektur weiter ausdehen. Eine erste Unterstützung befindet sich bei 13.145. Unterhalb von 13.145 könnte zunächst das gestrige Tief bei 13.060 getestet werden. Fällt der Dax danach auch noch unter die 13.000er Marke, liegen die nächsten Ziele bei 12.930 und 12.870.

Der Börsen Jäger

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Dax daily: Ausblick 22.12. - H1-Chart - Erholung oder Korrekturfortsetzung?

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.656 – Pivot Punkt R1

13.352 – Pivot Punkt

13.066 – Pivot Punkt S1

Dax Unterstützungen (US):

13.235 – vorbörsliches Tief

13.145 – Punkt 2 Bodenbildung

13.060 – Tagestief 21.12.

13.009 – Unterkante Range

12.930 – Tief vom 13.11.

12.890 – 423,6% Extensioin

12.870 – Tief vom 10.11.

Dax Widerstände (WS):

13.326 – 38,2% Retracement

13.397 – Nachthoch

13.430 – mehrfacher WS

13.497 – 61,8% Retracement

13.620 – 161,8% Extension (13.060)

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Indizes

Gold & Silber, nächster Rush nach…

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Gold und Silber erhitzen die Gemüter, das war schon immer so und zwar völlig zu recht. Doch jetzt gibt es neuen Grund, denn eine neue schnelle Bewegung steht an. Ob diese allerdings allen Marktteilnehmern schmecken wird und wie man als Händler auf diese Bewegung sinnvoll reagieren kann, wollen wir uns in diesem Beitrag einmal genauer anschauen, denn die Wahrscheinlichkeiten stehen hier aktuell recht günstig.

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Dax: Euphoire abgebaut, die Rally kommt ins Stocken

Immer wieder startet der DAX im Minus, rauscht noch ein wenig tiefer, um sich dann im Tagesverlauf wieder zu erholen. Die Euphorie läßt nach

Stephan Heibel

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am

Wir befinden uns weiterhin in der Verarbeitung der Kursgewinne der vergangenen Wochen: Wie angekündigt pendelt der DAX kräftig hin und her, wenngleich diese Bewegung im Wochenvergleich mit +0,8% kaum zu sehen ist.

Immer wieder startet der DAX im Minus, rauscht noch ein wenig tiefer, um sich dann im Tagesverlauf wieder zu erholen. Ich vermute, dass Gewinnmitnahmen zum Börsenstart zunächst für Verunsicherung sorgen, so dass sich ein Abwärtstrend verstärkt, bis dann langfristig optimistisch gestimmte Anleger Aktien einsammeln, denen sie eine rosige Zukunft ausmalen.

So ist das Anlegersentiment diese Woche leicht gegenüber der Vorwoche angestiegen (+0,8 auf 2,0). Auch die Selbstzufriedenheit konnte leicht auf 2,5 zulegen.

Den größten Sprung gab es bei der Zukunftserwartung, die um 1,9 auf 2,8 angesprungen ist. Die Bullen haben also wieder klar die Oberhand. Und besser noch, sie wollen ihre optimistische Überzeugung auch durch Käufe zum Ausdruck bringen: Die Investitionsbereitschaft ist auf 1,4 gestiegen.

Damit hat die Seitwärtsbewegung im DAX der vergangenen zwei Wochen die Partylaune, den Überschwang beseitigt. Eine positive Grundstimmung bleibt. Für die Zukunft sehen Anleger nach diesen zwei Wochen der Bereinigung wieder positiver. Damit haben wir eine konstruktive Entwicklung im Anlegersentiment. Die Euphorie ist abgebaut, es besteht jedoch auf der anderen Seite noch kein Druck für bald steigende Kurse. Die Situation ist derzeit als neutral zu bezeichnen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger stieg erstmals seit September über Null an: Erstmals spekulieren wieder mehr Anleger auf steigende Kurse, als dass man sich gegen Kursverluste absichert.

Profis, die sich über die Eurex absichern, haben ihre Put-Positionen hingegen hochgefahren: Das Put/Call-Verhältnis zeigt eine gestiegene Absicherungstätigkeit der Profis an.

Dies steht im Widerspruch zu den US-Anlegern, deren Put/Call-Verhältnis weiterhin extrem niedrig ist: In den USA spekuliert man offensichtlich auf eine Fortsetzung der Rallye.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote sogar auf das höchste Niveau der vergangenen zwei Jahre gehievt: Über Hebelprodukte ist die Investitionsquote auf 113% des verwalteten Kapitals gestiegen.

Das Bulle/Bär-Verhältnis der US-Privatanleger steht bei 8% und zeigt einen nur noch leichten Bullenüberhang auf. Seit November ist der Bullenüberhang somit von 28% kontinuierlich zurückgegangen. Ein ähnliches Bild gibt auch die AAII-Umfrage unter Privatanlegern der USA wider. Das Bärenlager erhält Zulauf, wenngleich auf niedrigem Niveau.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 67% eine neutrale Marktverfassung an.

Dax: Interpretation des Sentiments

Sowohl in Deutschland als auch in den USA haben wir eine deutliche Stimmungsabkühlung gesehen, während gleichzeitig der Zukunftsoptimismus angestiegen ist. Eigentlich eine gute Voraussetzung für den nächsten Kursanstieg. Es ist in meinen Augen daher nur die Frage, wann die Rallye beim Dax wieder aufgenommen wird, nicht ob.

Doch das „wann“ lässt sich schwer beantworten. Die USA haben die Amtsübergabe ihres Präsidenten erfolgreich hinter sich gebracht. Nun könnte man meinen, die Aktienmärkte sprengen die Ketten, in die sie zuvor gelegt worden waren.

Doch es wäre nicht das erste Mal, dass mit „sell the news“ Anleger zunächst Kasse machen, bevor die Rallye wieder aufgenommen werden kann. Und nach den exorbitanten Kursgewinnen der vergangenen Wochen und Monate kann dieser Prozess der Gewinnmitnahmen noch ein wenig länger dauern.

Somit bleibt die Grundaussage der vergangenen Wochen weiter bestehen: Stop Loss Marken sollten beachtet werden. An schwachen Tagen können Sie ihre Lieblinge einsammeln. Doch es gibt noch keinen Grund zur Eile.

Die Euphorie im Dax ist abgebaut

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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am

Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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