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DAX daily: Warten auf den entscheidenden Impuls für den Ausbruch

Stefan Jäger

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am

Auch der gestrige Handelstag hat keine neuen Erkenntnisse gebracht. Der Dax pendelt weiterhin in seiner Range zwischen 13.000 und 13.300 Punkten hin und her. Die hohen Covid-Neuinfektionszahlen haben zwar auf die Stimmung gedrückt, das reicht aber nicht aus, den Index unter die 13.000er Marke zu befördern. Ungeachtet der derzeitigen Risiken am Markt und der warnenden Indikatoren ist es schon erstaunlich wie gut sich der deutsche Leitindex hält. Dennoch fällt auf, dass sich die Anleger auf dem aktuellen Niveau mit weiteren Aktienkäufen zurückhalten. Es fehlt gegenwärtig der ausschlaggebende Impuls, um eine Richtungsentscheidung herbeizuführen und vermutlich erfolgt dieser erst in der kommenden Handelswoche. Am Montag ist ja wieder Impfstoff-Tag!

Aufgrund der aktuellen Corona-Sorgen haben die ersten Anleger die Reißleine gezogen, dabei büßte der Dax zum Vortag 115 Punkte (-0,88%) ein. Den Handel beendete der Leitindex schließlich bei 13.086 Punkten. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Gewinnmitnahmen in den nächsten Woche ausweiten. Ein Rutsch unter die 13.000er Marke dürfte folglich für neuen Abwärts-Schwung sorgen. Dementgegen könnte auch ein Anstieg über die 13.300 eine dynamische Bewegung auslösen.

News und fundamentale Daten

Die gestern veröffentlichten Quartalszahlen von CTS Eventim und Thyssenkrupp sind sehr enttäuschend ausgefallen. Der Kurs von Eventim konnte in den vergangenen eineinhalb Wochen sehr stark von der Impfstoff-Meldung von Biontech/Pfizer profitieren. Gestern dann die Ernüchterung für die Anleger. Das Unternehmen schreibt, wie eigentlich zu erwarten war, rote Zahlen. Nicht nur der Umsatz brach um 79 % Prozent ein, sondern auch der Gewinn. Dieser viel von 177 Millionen im Vorjahr auf aktuell minus 17,7 Millionen.

Auch beim Industriekonzern Thyssenkrupp ist die Situation weiterhin heikel. Das Unternehmen will aufgrund der Milliardenverluste zusätzlich 5.000 Arbeitsplätze streichen. Dementsprechend mussten beide Unternehmen Kursverluste hinnehmen, Eventim büßte ein Minus von 5,15% ein und Thyssenkrupp verlor 3,4%.

Zum Abschluss der Handelswoche geht es datenseitig sehr ruhig zu. Einzig der vor wenigen Minuten veröffentlichte Erzeugerpreisindex aus Deutschland ist heute interessant. Die Inflationsdaten (EPI) haben für keine Überraschung gesorgt und sind mit 0,1 % wie erwartet ausgefallen (vorherig 0,4%).

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Inzwischen handelt der Dax seit knapp zwei Wochen in einer Seitwärts-Konsolidierung. Die Ausschläge innerhalb der Range von 13.000 bis 13.300 werden dabei immer kleiner, das ist gut in dem beigefügten Chart zu erkennen. Für alle Ungeduldigen ist das ein gutes Zeichen, es bedeutet, dass der Ausbruch aus der Range näher rückt. Ein Ausbruch über der 13.297 wäre bullsich und hätte Ziele bis zum September-Hoch bei 13.460. Ein Ausbruch auf der Unterseite könnte den Dax bis 12.870 und 12.600 führen.

In der kleinen Zeitebene sollt man die Unterstützung bei 13.050 und 13.020 im Blick behalten. Fällt der Dax darunter, dann könnte er die 13.000er Marke unterschreiten und zur 12.955 laufen. Erfolgt die Bewegung dynamisch, dann dürfte auch die nächste Zielzone bei 12.870 angelaufen werden. Auf der Oberseite wartet der erste Widerstand am Nachthoch bei 13.100. Überwindet der Dax den Bereich, dann folgen weitere Hürden bei 13.138 und 13.160. Darüber könnte der Index noch das Gap bei 13.202 schließen und den Widerstand bei 13.240 testen.

Dax daily: Tagesausblick 20.11. - H1-Chart - Die Range zieht sich zusammen

Der Börsen Jäger

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Heutige Pivot Punkte (PP):

13.183 – Pivot Punkt R1

13.127 – Pivot Punkt

13.040 – Pivot Punk.t S1

12.994 – Pivot Punk.t S2

12.897 – Pivot Punk.t S3

Dax Unterstützungen (US):

13.034 – Tagestief 19.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

12.956 – Punkt 1 Bodenbildung (12.871)

12.871 – außerbörsliches Tief 10.11.

12.600 – 38,2 % Retracement (11.450 – 13.297)

Dax Widerstände (WS):

13.138 – Tageshoch 19.11.

13.202 – Gap 18.11.

13.240 – mehrfacher WS

13.277 – Tageshoch 16.11.

13.300 – neuralgischer Punkt

13.460 – September-Hoch

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Wall Street: Experte Markus Koch über die Jahresendrally

Markus Fugmann

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am

Die Wall Street ist in Party-Laune – gestern der Leitindex S&P 500 sowie der Nasdaq 100 mit neuem Allzeithoch. Kommt jetzt die große Jahresendrally – und das nach dem Rekord-Monat November mit zweistelligen Gewinnen bei den großen Indizes der Wall Street?

Wall Street: Comeback der Tech-Aktien zum Jahresende?

Derzeit, so Markus Koch in einem Interview mit „Mission Money„, sei es schlicht schwer, die Bullenherde an der Wall Street aufzuhalten. Das Problem sei, dass die Investoren extrem optimistisch seien, das Sentiment sei euphorisch. Insgesamt aber bleit auch Markus Koch optimsitisch für die Entwicklung der Wall Street – auch im Jahr 2021:

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Markus Koch über die Wall Street und die Jahresendrally

 

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Aktienmärkte: Bringt der dreifache Hexensabbat eine Wende?

Wolfgang Müller

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am

Das Geschäft mit Optionen wird für die Aktienmärkte immer bedeutsamer, speziell in den USA, wo in der jetzigen Euphoriephase die Umsätze bei Call-Optionen geradezu explodieren. Ungeachtet dessen blickt man stets gespannt auf den viermal in einem Jahr, jeweils am dritten Freitag im Montag stattfindenden großen Hexensabbat entgegen. Der Verfall von Terminkontrakte, wie Futures und Optionen sorgt oft im Vorfeld für große Kursschwankungen, weil Marktteilnehmer die Kurse durch Käufe und Verkäufe von Assets so zu bewegen versuchen, dass die Termimkontrakte Gewinne abwerfen. Was wird im Vorfeld zum 18. Dezember an den Märkten geschehen, zu Zeiten größter Call-Euphorie bei gleichzeitig geringen Depotabsicherungen?

Aktienmärkte: Die große Call-Spekulation

Der November des Jahres 2020 hatte es in sich. Der Ausgang der US-Wahlen, der nicht zu einem befürchteten Chaos geführt hat und die Impfstoffentwicklung, beginnend mit der BioNTech/Pfizer-Meldung am 9. November und dem darauffolgenden Wettlauf um den Termin einer Notzulassung.

Das alles führte zu einem Game Changer für die Aktienmärkte mit zahlreichen Konsequenzen: Verkaufoptionen und Leerverkäufe auf Corona-geschädigte Titel wurden in Windeseile eingedeckt (Stichwort Short Squeeze), Nebenwerte und Value-Titel hingegen in großem Umfang gekauft. Obwohl sich die Käufe nach der Monatsmitte wieder beruhigten (bis auf einige Titel wie Tesla oder Impfstofffirmen) schnellte eines gewaltig in die Höhe – der Optimismus der Anleger (FMW berichtete laufend über die heißgelaufenen Indikationen).

Ob ein Angstbarometer wie der Fear&Greed-Index, das ständig im Bereich extremer Gier um die 90 Punkte notiert, US-Aktienindizes weit oberhalb ihrer Aufwärtstrends, oder ein Dow Jones oberhalb der psychologischen Marke von 30.000 Punkten. Die Hausse nährt die Hausse, wieder einmal, und die Gier sorgt im Optionshandel für außergewöhnliche Konstellationen.

Wie Markus Fugmann in einem seiner letzten Videos festgestellt hat, wurden in der letzten Woche in den USA viermal so viele Calloptionen gekauft, wie es im Durchschnitt der Fall ist. 40 Prozent der Umsätze an der New York Stock Exchange waren Optionen. Hierunter aber kaum Put-Optionen, also sichert man sich nicht ab – im Bewusstsein von Rettungsschirmen durch die Notenbanken (Sitzungen am 10. und 16. November vor dem Hexensabbat) und den Stakkato-artig eintrudelnden Meldungen von der Impfstofffront: Wirksamkeitsstudien, Zulassungsanträge und Hinweise auf den Start der Impfungen. Eine selten positive Konstellation von „Good News“ – und dies in der guten saisonale Phase der Aktienmärkte zu Jahresende. Aber was passiert mit den vielen Call-Optionen (35 Millionen allein vor Thanksgiving) in den nächsten Tagen?

Die ungewöhnliche Anzahl an Calls hat die Market Maker gezwungen, über ihr Delta Hedging immer mehr die zugrunde liegenden Titel zu kaufen. Manchmal öffneten die Märkte mit einem Gap, so dass man ständig gezwungen war, Aktien am Markt nachzukaufen. Desto stärker die Hebelwirkung (größeres Delta) bei den Calls, desto größer das Hedging der Gegenseite.

Was passiert aber, wenn die Kurse einen Rücksetzer machen, oder viele Kontrakte am Verfallstag auslaufen? Die Market Maker werden die Werte verkaufen, die sie zum Zwecke der Absicherung gekauft haben und den Abwärtstrend verstärken. Ein Thema, welches noch bedeutsam werden könnte, denn Put-Optionen gibt es kaum, die beim Schließen der Position zum kursstabilisierenden Kauf des Basiswertes führen würden, der bekannten Short Squeeze.

Was werden die Inhaber der Call-Optionen in der letzten Woche vor dem großen Verfall tun? Die Kontrakte verlängern über das Jahresende und die sehr häufig positive Aktienphase hinaus, hinein in einen Monat Januar, der sehr häufig mit Rückschlägen endete?

Übersicht: Keiner hat bald mehr Puts

Dire Aktienmärkte euphorisch, kaum Put-Absicherungen

Grafik: northmantrader.com

Fazit

Der Optimismus der Aktienmärkte ist übergroß und schreit nach einer Korrektur. Eine riesige Herde an Zockern, die mit Kaufoptionen schnell reich werden wollen und die Gegenseite, die Stillhalter, die in die Basiswerte getrieben werden.

Das wird zu Reaktionen führen müssen, Optionen haben ein Verfallsdatum und reagieren auf die implizite Volatilität.

Was mir aber nicht einleuchtet ist, dass die jetzige Situation immer wieder mit historischen Zyklen verglichen wird. Corona hat eine absolute Sondersituation geschaffen und ein Impfstoff in großer Verfügbarkeit ändert vieles in dem für die Aktienmärkte relevanten Zeitraum. Wie sagte der Chef einer französischen Großbank? Wir haben eine Gesundheitskrise, keine Wirtschaftskrise – sehr optimistisch, aber da ist etwas dran. Für die Aktienmärkte zählen nicht die nächsten vier Wochen oder das neue Quartal. Das Kommende wird immer dann interessant, wenn Fakten präsentiert werden, die die lange Sicht ändern – das Delta zwischen eingepreister und veränderter Erwartung.

Tourismus und Luftfahrt liegen stärker im Minus als in Kriegssituationen, die Maschinen, Hotels und Einrichtungen sind aber nicht zerstört und wenn es in einem halben Jahr eine Impfung der Bevölkerung geben hat, so werden manche Industrien wie Phoenix aus der Asche auftauchen. Die Messung eines aktuellen KGVs ist nicht so bedeutsam, wenn die Aktienmärkte mindestens sechs bis neun Monate in die Zukunft blicken.

Der zweite Fakt ist der monetäre: Wieso sieht man nicht die 35 Billionen Dollar an Anleihen, die real negativ verzinst sind oder die Durchschnittsrendite der 7 bis 10-jährigen Staasanleihen, die noch vor ein paar Wochen 0,18 Prozent Rendite abwarf? Das Dilemma für die Finanzbranche schlechthin. Wieso soll es angesichts weiterer zugesicherter Notenbankkäufe größere Umschichtungen von Aktien in Anleihen geben, auch bei leichten Zinsanstiegen?

Und wieso vergleicht man das KGV der Aktienmärkte von 2020 mit dem KGV von 2000, bei der Dotcom-Bubble? Damals lagen die Zinsen bei über 6 Prozent, das KGV der lang laufenden Anleihen bei 15 – und heute? Jeder spricht über die Euphorie infolge der Impfstoffentwicklung, die eine Pandemie in Monaten beenden kann, mit all den Folgewirkungen. Klar, die Call-Positionierung ist zu hoch und wird abgebaut werden. Wieso aber immer die Geschichte von den überteuren Aktienmärkten? Anleihen sind superteuer dagegen.

Natürlich kann sich die Konstellation Anleihen – Aktien ändern und sie wird sich auch, wenn das billionenschwere Stimulusprogramm der Demokraten in die Tat umgesetzt würde. Aber in der jetzigen Situation? In der „Endphase“ von Corona mit einem nochmaligen Anschwellen der Infektionszahlen und mit den großen Notenbankentscheidungen.

Ein Anspringen der Wirtschaft, ein Anstieg der Inflation und neue Schuldenpakete, das wäre der Stoff für eine Neubewertung der Aktienmärkte.

Bringt der Hexensabbat eine Wnede für die Aktienmärkte?

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Finanznews

Aktienmärkte: 1929, 1999, heute – Geschichte reimt sich! Videoausblick

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich – und so erinnert die derzeitige Euphorie der Aktienmärkte an die Stimmung von 1929 (Boom kurz vor der Weltwirtschaftskrise) und 1999 (Dotcom-Blase). Die Erwartungen an die Wirtschaft nach der Coronakrise sind immens, eine perfekte Welt ist eingepreist. Gestern aber kurz vor US-Handelsschluß dann ein deutlicherer Rücksetzer, nachdem Pfizer bekannt gab, nur die Hälfte des Impfstoff-Volumens im Dezember liefern zu können. Eigentlich ist das ziemlich unbedeutend – zeigt aber, wie empfindlich die Aktienmärkte reagieren, wenn die Impfstoff-macht-alles-wieder-gut-Euphorie hinterfragt wird. Unterdessen verschärft sich die Coronakrise in den USA weiter mit neuen Rekorden, es drohen immer breitflächigere Lockdowns..

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Anmeldestatus

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