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Dax: Das kann ja heiter werden..

Was Donald Trump am Freitag in seiner Antrittssrede von sich gegeben hat ist im Grunde das, was die Märkte nicht hören wollten: absoluter Fokus auf den Protektionismus, dagegen kaum ein Wort zu den Dingen, die die Trump-Rally ausgelöst hatten..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Was Donald Trump am Freitag in seiner Antrittssrede von sich gegeben hat ist im Grunde das, was die Märkte nicht hören wollten: absoluter Fokus auf den Protektionismus, dagegen kaum ein Wort zu den Dingen, die die Trump-Rally ausgelöst hatten: die Hoffnung auf Steuersenkungen, Steueramnestie für Auslands-Dollars, Investitionen in die Infrastruktur, mithin also alles, was pro Business ist.

 

Stehen diese für die Wall Street entscheinden Themen bei Trump, wenn überhaupt, in der zweiten Reihe? Wenn ja, wird es für die Märkte bald verdammt ungemütlich werden: je dominanter das protektionistische Motiv bei Trumps ersten Maßnahmen und Entscheidungen ist, umso größer das Enttäuschungspotential!

In Asien war vor allem in Japan die Enttäuschung über Trump groß, der Dollar wird auf breiter Front schwächer, Dollar-Yen unter Druck:

Shanghai Composite +0,41%
CSI300 +0,27%
ChiNext +0,34%
Nikkei -1,29%

Gerade für jene Unternehmen, die in die USA exportieren, sind Trumps Aussagen ja mehr als eine Warnung, eher eine Drohung. Und da der Dax sehr exportlastig ist ind die USA für den deutschen Export extrem wichtig sind, ziehen perspektivisch eher dunkle Wolken über den deutschen Leitindex auf – die Frage ist nur, wann der Index das einpreist.

Der X-Dax mit moderaten Verlusten zum Handelsstart, mit einem eher kleinen Abwärts-Gap:

Und damit ist der Dax durchaus Korrektur-gefährdet, denn derzeit zeichnet sich nicht wirklich ab, dass der Dax zwingend nun nach oben ausbrechen sollte. Vielmehr rücken nun mögliche Korrekturziele in den Fokus, so etwa im Laufe dieser Woche der Bereich 11400/11423 oder sogar mehr noch nach unten.

Ausschlaggebend für diese Erwartung ist schlicht die Tatsache, dass die Zeit vor der Amtsübernahme historisch zuverlässig die beste Zeit ist, wenn dann der neue Machthaber antritt, wird es deutlich schwieriger. Und das dürfte diesmal nicht anders sein, gerade weil die Erwartungen so extrem hoch sind – und von Trump sogar noch übersteigert werden mit einem fast messianischen Anspruch – sodass die Realität im Grunde nur enttäuschen kann.

Im Devisenbereich sieht man schon, dass es knarzt: der Dollar war ja mit dem Wahlsieg Trumps das Symbol für die Trump-Rally, und wenn der Dollar abverkauft wird, wie es derzeit der Fall ist, dann stimmt etwas mit der Trump-Rally nicht mehr.

Dabei ist eher nicht zu erwarten, dass wir zeitnah einen ganz großen Abverkauf sehen werden. Aber es könnte doch eine markttechnisch ohnehin notwendige Korrektur einsetzen, die die Übertreibungen der letzten Wochen etwas gerade rückt..

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    r00ky

    23. Januar 2017 09:11 at 09:11

    „Und da der Dax sehr exportlastig ist und die USA für den deutschen Export extrem wichtig sind, ziehen perspektivisch eher dunkle Wolken über den deutschen Leitindex auf“

    Wie sieht es denn mit dem deutschen Export in die USA aus? Wieviel ist das prozentual gesehen?

  2. Avatar

    gerd

    23. Januar 2017 09:33 at 09:33

    Protektionismus:
    Ich könnte mir vorstellen, dass der Dow sogar ungefähr da bleibt, wo er ist oder sogar mal die 20000 streichelt. Die amerikanischen Unternehmen sollten ja eigentlich nicht unbedingt zu den Verlierern gehören.
    Die DAX-Unternehmen schon, so dass der DAX mal locker 1000 Punkte nach unten gehen könnte.

  3. Avatar

    columbo

    23. Januar 2017 10:30 at 10:30

    Dax schon wieder rauf, Gold runter. Heute oder morgen ist der garantiert wieder im Plus. Den Dax bremst derzeit einfach gar nichts, weder Trump, noch sonst was, das muß man sich als Bär einfach mal eingestehen. Vernünftige Einstiegskurse für Aktieninvestments(nicht Tradings) sind noch in weiter Ferne, denke ich.

    • Avatar

      gerd

      23. Januar 2017 10:58 at 10:58

      Die Brexit-Gegner haben kurz nach dem Ausstiegsvotum Demonstrationen und Petitionen organisiert. Aber der Brexit steht.
      Vor zwei Tagen zeigten die Clinton-Wähler mit ihren Demonstrationen, dass sie noch nicht registriert haben, dass Trump bereits Präsident ist. Und Trump steht.
      Die Käufer von deutschen Aktien wollen es auch noch nicht wahrhaben, was im Gange ist. Aber der DAX fällt demnächst.

  4. Avatar

    bauer

    23. Januar 2017 11:02 at 11:02

    Nach Trumps geiler Einstellung zu Gold,wird er mit seinen protekt.Aussagen bewußt den Dax&Dow poe a poe zum einknicken zwingen!Er HAT DOCH NOCH EINE RECHNUNG MIT DEM ETABLISHMENT OFFEN!
    Seine Goldmänner sind auf jeden Fall auf der Goldspur!
    Ihr lest zu viel WO….Fake News,lol

    • Avatar

      columbo

      23. Januar 2017 11:53 at 11:53

      @bauer, Sie glauben doch nicht allen Ernstes, daß Gold steigt, weil Trump es „geil“ findet? Wenn es ihm aus irgendwelchen Gründen in den Kram paßt, verbietet er es in drei Sekunden, gerade er. Dann knallt das liebe Gold aber weltweit nach unten, was einen richtigen Goldbug aber trotzdem freut, wegen der Einkaufskurse.

      • Avatar

        bauer

        23. Januar 2017 12:07 at 12:07

        eher das gegenteil…nach oben…aber Sie werden es ja noch erleben,die o.g.baldige Schlagzeile!
        wenn der mob mal zum einkaufen geht,wenn die Angst ums Papiergeld zieht!
        so….die Sonne geht unter….wie die EU,lol….

        • Avatar

          Columbo

          23. Januar 2017 12:18 at 12:18

          Wenn die Sonne untergeht, werfen auch Zwerge lange Schatten.?

          • Avatar

            bauer

            23. Januar 2017 13:28 at 13:28

            Im welchen Stockwerk leitet Trump seine Geschäfte?
            Ich bin im 35….
            Wie betrachten wir beide das Fußvolk von oben?
            So war das gemeint…..
            Ihr solltet als dt.Gesellschaft an Härte zulegen und sich nicht benehmen wie Zwerge!

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Devisen

Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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am

Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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