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Dax: Die Korrektur geht weiter, trotz Zwischenerholungen!

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Der Dax wie auch die internationalen Aktienmärkte konnten an den letzten Wochen einen Großteil der Verluste, welche durch die Korrektur vom März verursacht wurden, ausgleichen. Das Beispiel des Nasdaq 100 mit einem neuen Allzeithoch zeigt das sehr eindrucksvoll. Und schon schweift der Blick in unendliche Höhen, scheint der Schreck vom Frühjahr wieder vergessen. Genau dieses Denken ist der beste Nährboden, ist die beste Grundlage für eine andere, eine konträre Sichtweise!

Wie mit einer Stoppuhr bemessen, stellt sich exakt an diesem Punkt eine kleine Korrektur ein. Denn mehr ist zunächst noch nicht zu verzeichnen. Bemerkenswerterweise kehrt mit dieser Bewegung auch das Erinnerungsvermögen in das Denken und Handeln zurück.
Sicherlich weist die Korrektur beim Dax und anderen Indizes der letzten Tage ein hohes Momentum auf, doch Signifikantes konnte diese nicht hervorrufen. In meinen letzten Ausgaben hatte ich immer wieder auf die steigende Korrekturanfälligkeit verwiesen, sodass für sie, werte Leser, der Überraschungsmoment gering ausfallen sollte. Doch wie geht es jetzt weiter, versteht sich die jüngste Performance lediglich als erste Stufe einer wesentlich größeren Korrektur oder gar einer regelrechten Trendwende?

Letzteres schließe ich aus, vom Eintreten einer etwas größeren Korrektur bin ich dagegen überzeugt, wie ich es in meinen Betrachtungen immer wieder aufzeige. Doch legen wir einmal den Fokus auf die Wurzeln der ausgesprochenen Aufholjagd. Worauf begründet sich der schier grenzenlose Optimismus; warum sind die Umsätze seit dem März wesentlich höher als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum?

Den Finanzmärkten im Allgemeinen sagt man ein vorausschauendes Verhalten nach. Diese Ansicht hat sich in der Vergangenheit immer wieder bewahrheitet, sodass auch in unserer Zeit davon ausgegangen werden kann. Muss auch so sein, denn die aktuelle Situation der Weltwirtschaft, lässt alles andere als eine optimistische Sichtweise realistisch erscheinen, glaubt zumindest man den Lehrbüchern.
Einen Sonderfall stellt dabei Deutschland dar. Denn angesichts der implodierenden Steuereinnahmen, sowie der explodierenden Ausgaben, sollte der Dax de facto schon im Keller leben.

Die zurückliegende Handelswoche hat dem deutschen Leitindex Dax Performance schon spürbare Verluste zuteilwerden lassen. Bemerkenswert dabei sind die relativ hohen Umsätze, unter denen sich die kleine Trendwende abgespielt hat. Wie ich es eingangs in der Markteinschätzung bereits angedeutet habe, wird sich eine etwas größere Korrektur einstellen, von einer grundlegenden Trendwende oder einem Crash kann dabei indes keine Rede sein. Der Langzeitchart zeigt meine diesbezügliche Sichtweise auf.

Ausblick für den Dax:

Mit dem Erreichen des 2.62 Retracements bei 12.741 Punkten konnte der Dax die kleine Welle (v) sowie auch die eine Stufe höher liegende Welle (C) abschließen. Die Folge hiervor ist die nun laufende Korrektur. Im Zuge dieser Bewegung konnte mit der 0.62-Unterstützung bei 12.086 Punkten eine wichtige, wenn auch nur für den kurzen Bereich geltende, Kursmarke aus dem Rennen genommen werden. Allein dieser Schritt ist als ein Garant für weitere Punktverluste anzusehen, wie der Chart es aufzeigt.

Der weitere Verlauf beim Dax
Dennoch erwarte ich, für die sich anschließenden Tage, eine leichte, der Ausbildung von Welle (ii) dienende, Erholung. Viel ist nicht zu erhoffen, maximal bis zum 2.62-Widerstand (12.741 Zähler) sehe ich den Dax steigen. In aller Regel verläuft eine Welle (ii) lediglich bis zur 0.62-Linie, wie der Chart es auch zeigt. Im weiteren Verlauf der Korrektur wird dann das 0.50 Retracement bei 11.537 Punkten im Visier der Bemühungen liegen. Dieser Bereich wird sich relativ resident erweisen und ein unvermitteltes Durchsacken des Dax zu verhindern wissen.

Fazit:

Der Dax bietet aktuell keine Möglichkeit, sich auf etwas längere Sicht einzubringen. Von einer Positionierung rate ich aufgrund der noch länger laufenden Korrektur daher noch ab. Die Absicherung sollte auf dem 0.50 Retracement bei 11.537 Punkten liegen.

Der Dax bleibt weiter im Korrekturmodus

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Aktienmärkte: Bis US-Wahl jede Rally „gedeckelt“? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ist von nun an jede Rally der Aktienmärkte „gedeckelt“, solange die Unsicherheit über den Ausgang und die Folgewirkungen der US-Wahl besteht? So sieht es zumindest die US-Großbank Goldman Sachs. Entscheidend ist vor allem, ob Trump im Vorfeld der Wahl doch noch sagt, dass er auch eine Niederlage akzeptieren würde – was jedoch aufgrund seiner konstanten Kritik an der Briefwahl in den USA eher unwahrscheinlich ist. Gerade angesichts der deutlich steigenden Zahl an Brief-Wählern dürfte die Fersehdebatte zwischen Biden und Trump heute besondere Bedeutung haben, und wenn Biden keine schlechte Figur machen sollte, wäre das für die US-Demokraten schon ein wichtiger Punktsieg. Die Aktienmärkte sind im Vorfeld der Debatte nervös und zappeln hin und her..

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Rüdiger Born: Chancen im Nasdaq

Rüdiger Born

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Aktienmärkte: Dänemark, der Börsenstar des Jahres

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Jeden Tag blicken wir gespannt auf die Aktienmärkte in den USA, um an der Wall Street die wundersame Rally der Hightechwerte zu verfolgen. Apple, Amazon und Co haben den Nasdaq zu einem Highflyer gemacht, dessen Performance aufgrund von nur sieben Titeln die Indizes der Welt in den Schatten gestellt hat.

Aber relativ unbemerkt gibt es in Europa einen der kleinsten Aktienmärkte, der sogar in Schlagweite zur Technologiebörse in den USA geblieben ist: der OMX in Dänemark.

Aktienmärkte: Der dänische Leitindex trotzt Corona

Dänemark ist nicht nur ein relativ kleines Land in Europa mit gerade einmal 5,8 Millionen Einwohnern, auch umfasst der Leitindex OMX Copenhagen nur 20 Aktien. Was ihn aber nicht davon abgehalten hat, sich im Coronajahr an die Performance-Spitze der größeren Aktienmärkte der Welt zu setzen. Zum Ende letzter Woche ergab sich dabei folgende Performance zum 1.1. 2020:

OMX Kopenhagen + 16,9 Prozent
CSI China + 11,6 Prozent
S&P 500 + 0,5 Prozent
Dax – 9,1 Prozent
Einzig der Nasdaq 100 lieferte mit plus 22 Prozent noch etwas mehr. Allerdings spielt auch der Wechselkurs noch eine Rolle und da hat die dänische Krone gegenüber dem Euro sogar noch etwas aufgewertet.

Gründe für das gute Abschneiden

Da ist zum einen die Entwicklung von COVID-19 in dem skandinavischen Land zu nennen. Aufgrund eines frühen Lockdowns litt das Land nicht so sehr unter den ökonomischen Folgen der Pandemie, das dänische Bruttoinlandsprodukt verlor im zweiten Quartal um 6,9 Prozent, weniger als der Durchschnitt in Europa (-12,1%), aber auch weniger als Deutschland oder den USA (-9,7%/9,5%). Hinzu kommen die weltweit üblichen Rettungspakete, die auch die dänische Regierung verabschiedet hat. Alles das wäre aber nicht in der Lage, den Index so zu „pushen“ – es ist vielmehr die Zusammensetzung des Leitindex in Dänemark.

Es sind eine Reihe von Pharma- und Biotechfirmen, die im Index sehr dominant vertreten sind und die von der Pandemie im Besonderen profitiert haben: Der weltgrößte Insulinhersteller Novo Nordisk, die Medizintechnikfirma Ambu, Coloplast, Genmab, CHR Hanssen und Novozymes, Firmennamen, die in unseren Breiten nicht allzu bekannt sind. Damit kommen die Gesundheitsfirmen auf die Hälfte der Marktkapitalisierung des Index in Höhe von 370 Millionen Euro. Dennoch ganz schon imposant im Vergleich zu unserem DAX, dem Leitindex in einem Land mit 83 Millionen Menschen, der gerade eine gute Billion Euro auf die Wage bringt.

Ein großer Nachteil eines Engagements ist damit schon erklärt, denn man fokussiert sich dann ziemlich stark auf eine Branche mit wenigen Titeln. Zumal die Unternehmensbewertung durch die Hausse deutlich nach oben gegangen ist. KGVs von 22 (Novo Nordisk) bis hin zu 60 (Genmab) oder 110 (Ambu) zeigen ein weiteres Gefahrenmoment auf. Aber die Wachstumsstory ist noch intakt und der dänische Index ist noch wenig auf dem Radar internationaler Fonds gesichtet – anders als etablierte Aktienmärkte dieser Welt. Natürlich gibt es zu Zeiten von Corona auch Verlierer im OMX, wie den Bürodienstleisters ISS, die Danskebank oder die Brauerei Carlsberg. Diese vermochten es aber nicht, die Performance des Index arg zu dezimieren.

Fazit

„We Are Red We Are White, We Are Danish Dynamite“, lautete einmal ein Song des fußballbegeisterten Dänemark, insbesondere beim Gewinn des Europameistertitels 1992 in Schweden. Ausgerechnet gegen den damals amtierenden Weltmeister Deutschland. Scheint so, als ob für die Börse des kleinen nordischen Landes in diesem Jahr auch wieder so ein kontinentaler Titel möglich ist.

Der Index OMX ist der heimliche Star der Aktienmärkte Europas

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