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Dax: Erster Warnschuß..

Warum die Risiken jetzt deutlich zunehmen..

Markus Fugmann

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am

Der Dax hat gestern einen ersten Warnschuß erhalten und sackte in einer schnellen Bewegung auf die 12400er-Marke ab, konnte sich dann aber mit Hilfe der Wall Street wieder stabilisieren. Dort jedoch Euphorie: neue Allzeithochs bei Apple, Amazon erstmals über 2000 Dollar – es schien wieder ein Tag der Tech-Euphorie zu werden gestern, aber dann kamen die ersten Passagen des Trump-Interviews mit Bloomberg in die Öffentlichkeit – und die Partystimmung war schlagartig vorbei.

Trump will – das sollte eigentlich alles andere als eine Überrraschung sein, scheint die Märkte aber doch irgendwie zu überrraschen – an den Zöllen gegen China festhalten, schon in der nächsten Woche dürften dann Zölle gegen chinesische Waren im Volumen von weiteren 200 Milliarden erhoben werden – bislang beträgt das Zoll-Volumen 50 Milliarden Dollar, kommen dann noch 200 Milliarden hinzu, werden damit dann ziemlich genau die Hälfte aller chinesische Importe bezollt.

Damit ist das Thema Handelskrieg wieder da, das mit der Vereinbarung zwischen den USA und Mexiko zunächst in den Hintergrund geraten war. Jetzt sollte besser heute die Vereinbarung zwischen den USA und Kanada klappen, die an der Wall Street längst eingepreist ist – und hier geht es um wirklich viel Handelsvolumen. Sollte der Deal nicht zustande kommen, so Trump heute Nacht bei einer Wahlkampfveranstaltung, dann würde auch Kanada bezollt – und Kanada ist nach China größter Handelspartner der USA.

Neu im Fokus durch die Aussagen Trumps ist jetzt auch wieder die EU, die Trump als „fast genau so schlimm wie China, nur kleiner“ tituliert hatte in dem Interview. Das Angebot der EU mit der wechselseitigen Abschaffung der Zölle auf Autos reiche nicht, so Trump, weil die Europäer eben lieber europäische Autos kauften – all das spricht Bände, der Trump-Juncker-Deal ist schwer in Gefahr. Soeben hat übrigens Juncker auf Trump reagiert und gesagt: wir haben einen Waffenstillstand mit den USA geschlossen, und Waffenstillstände gerieten eben manchmal in Gefahr, sollte die USA Zölle erheben, werde das auch die EU tun. Bei solchen Tönen ist jetzt wieder das Thema Zölle auf Autos aus der EU direkt auf dem Tisch – es ist nur die Frage, wann der Dax das als Faktor wahrnimmt und einpreist!

Der gestrige Handelstag zeigt, dass die Lage nun fragiler wird für den Dax – der Aufwärtsimpuls ist zunächst einmal gestoppt, nur mit Mühe konnte der deutsche Leitindex einen Abwärtsimpuls zum stoppen bringen:

 


(Chart durch anklicken vergrößern)

Jetzt muß, um die Abwärtsgefahren zu beseitigen, ein neues Verlaufshoch kommen, muß der Dax also über die vorgestern angetestete 12600er-Marke steigen – dann liegt das nächste Ziel bei 12680/12700. Andererseits ist zu achten auf das gestrige Tagestief bei 12400 Punkten – geht es da durch, wären wir schnell wieder bei der wichtigen 12290er-Unterstützung..

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    31. August 2018 09:46 at 09:46

    Die Börsen steigen, weil die Gewinne steigen und die Konjunktur läuft. Wer heute short geht oder an der Seitenlinie bleibt, weil heute Trump gegen China um sich schlägt, wird morgen Geld verlieren, weil Trump morgen den wunderbarsten Deal mit China verkündet. Das wissen die Profis und deshalb machen sie Gewinne. Die Dummen sind, wie immer, die Kleinanleger, die alles glauben.
    Kritisch wirds, wenn die Konjunktur einbricht und/oder die Südstaaten aus dem Ruder laufen.
    Das Trumpgepoltere, wie auch die Migration, sind Scheingefechte und Ablenkungsmanöver.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      31. August 2018 09:53 at 09:53

      @Columbo, interessanter Aspekt! Aber ich wette – erneut – dagegen: die Zölle werden kommen, es wird kein Deal mit China geben, weil es Trump hier um ein übergeordnetes Ziel geht, und dieses Ziel lautet: verhindere den Aufstieg Chinas zur Macht auf Augenhöhe mit den USA! Wer fast 100 Jahre der Boss im Ring ist (wie eben die USA), tut sich sehr schwer damit, einen anderen Boss neben sich zu akzeptieren..
      Daher mein Angebot einer nächsten Wette, nach unserer ersten Wette bist du ja eine Weinflasche short :)
      Liebe Grüsse nach Südtirol!

      • Avatar

        Columbo

        31. August 2018 10:19 at 10:19

        @Markus, ich wette erst wieder, wenn wir meine „Short-Flasche“ zusammen ausgetrunken haben.
        Melde dich, wenn du Richtung Südtirol unterwegs bist.
        Liebe Grüße

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          31. August 2018 10:35 at 10:35

          @Columbo, mache ich! Aber wäre doch besser, zwei Flaschen..

          • Avatar

            Columbo

            31. August 2018 10:53 at 10:53

            ?ich überlege…

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            31. August 2018 11:01 at 11:01

            na komm schon @Columbo, gibt dir einen Ruck! Es ist ja nicht so schlimm, eine Flasche Wein zu verwetten – ich wäre auch bereit, den Wetteinsatz deutlich zu erhöhen :)

          • Avatar

            Michael

            31. August 2018 11:21 at 11:21

            Hi Markus, reicht dir jetzt das Zocken an den Börsen nicht mehr? :)

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            31. August 2018 11:26 at 11:26

            @Michael, genau so ist es – das ist gewissermaßen „intellektuelles Zocken“ – und die Wette lautet: wer hat die bessere Urteilskraft!
            Liebe Grüsse!

  2. Avatar

    Hondo

    31. August 2018 10:25 at 10:25

    nachdem ich ihrer Buchenpfehlung gefolgt bin distined for war kann ich ihren Gedanken folgen und denke das die Auseinandersetzung unausweichlich sein wird mit oder ohne Trump. Es ist scheinbar eine Art Gesetzmäßigkeit darin vorhanden.

  3. Avatar

    Beobachter

    31. August 2018 10:37 at 10:37

    Deal oder Nodeal, es ist ein Nullsummenspiel, was der eine gewinnt verliert ein anderer.Die beste aller Börsenzeiten wird auch diesmal irgendwann aufhören.Die Bedingungen der letzten Jahre mit fallenden Zinsen, QE, Aktinrückkäufen, Steuersenkungen u.fallendem $ sind nicht mehr zu toppen.Der letzte Crash ging von der US Immoverschuldung aus.Der nächste könnte von den Unternehmen der Schwellenländer ausgehen,deren Verschuldung von 5Bio auf 19 Bio $ gestiegen ist. Wenn die Schulden wegen fallender Währung noch um 20- 30% steigen werden die Billigkredite auf einen Schlag teuer.
    Die wunderbaren Firmengewinne die Columbo andeutet würden bei normalen Schuldzinsen schmelzen wie Schnee an der Sonne.
    Der Aspekt des Schwellenländerproblems ist die Meinung eines Gurus ,der den 87 Crash voraussagte.

  4. Avatar

    Benedikt

    31. August 2018 11:29 at 11:29

    Glaube nicht, dass Trump schnell einen China Deal bekommen wird. Die Endfertigungen der zumeist einfachen Produkte kann man recht schnell in die Billig Nachbarländer von China verlegen. Bei manchen Komplexeren Produkten gibt es bereits Fertigungslinien außerhalb Chinas, mit denen der US Markt beliefert werden kann. Ohne Konkurrenzdruck der China Fertigungsstandorte werden sicher die Preise steigen. Umso mehr verlagert wird, umso schwächer werden Trumps Chancen auf seinen Deal.

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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Rüdiger Born: Aktuelle Chancen bei Dow und Nasdaq

Rüdiger Born

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Es tut sich was bei Dow Jones und Nasdaq. Im folgenden Video gehe ich darauf ein, welche Tradingchancen derzeit in diesen beiden Indizes bestehen. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Dax: Privatanleger verkaufen den Profis ihre Aktien!

Markus Fugmann

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Lange lief der Dax seitwärts, dann folgte am Montag ein impulsiver Abverkauf. Wie aber ist jetzt die Stimmung der Investoren hierzulande – herrscht Pessimismus nach dem Kursrückgang, oder sieht man nun die niedrigeren Kurse als Kaufchance?

In der wöchentlichen Umfrage der Deutschen Börse zeigt sich, dass vor allem die Profi-Investoren bullischer werden für den Dax: so sind nun 46% im Lager der Bullen, ein Anstieg zur Vorwoche von +11% und zugleich der höchste Stand an Optimismus seit Anfang März! Es sind vor allem jene, die zuvor an der Seitenlinie standen, die nun ins Camp der Bullen gewandert sind, denn die neutral Eingestellten verlieren bei den Profis -13% auf nun nur noch 16%, während das Lager der Bären sogar leicht zulegen kann auf nun 38% (+2% zur Vorwoche).

Bei den Privatinvestoren hingegen, die zuletzt deutlich optimistischer waren als die Profis, stellt sich die Lage andere dar: hier sind noch 38% bullisch (-2% zur Vorwoche), während die Pessimisten nun auf 39% kommen und +8% zur Vorwoche hinzugewinnen.

Man könnte also gewisserweise sagen: die Privatanleger verkaufen den zuvor an der Seitenlinie stehenden Profis ihre Aktien! Ähnlich sieht das auch Joachim Goldberg:

„Damit bleibt die Stimmungskluft zwischen institutionellen und privaten Anlegern zwar fast unverändert, aber die Panels haben fast in identischem Maße ihre Rollen und Positionen aus der Vorwoche getauscht. Man könnte auch sagen, dass die vormals optimistischen Privatanleger ihre Aktienbestände an die Institutionellen weitergereicht haben. Dies macht sich insbesondere in der Sentiment-Betrachtung auf Sicht von sechs Monaten bemerkbar. Hier zeigt sich, dass der relative Optimismus bei unserer Befragung in der vergangenen Woche für beide Gruppierungen noch etwa gleich hoch war.“

Was bedeutet das für den Dax?

Ist diese Stimmung nun ein gutes oder ein schlechtes Zeichen für den Dax? Dazu Goldberg weiter:

„Nach dieser Lesart sind die Privatanleger zwar immer noch leicht optimistisch, aber der relativ deutliche Optimismus bei den institutionellen Investoren – er ist so hoch wie zuletzt Anfang März dieses Jahres – stellt für den DAX eine Belastung dar. Nicht nur, weil auf höherem Niveau (möglicherweise zwischen 13.050 und 13.100 Zählern) Abgaben aus Gewinnmitnahmen drohen. Im Falle erneuter Kursrückgänge fehlen naturgemäß durch die jüngsten Käufe Nachfrager, die dem DAX normalerweise eine Stütze wären. Auch könnte der zuletzt schwächelnde Euro ein Indiz dafür sein, dass überdies, wie bereits in den vergangenen Wochen geschehen, internationale Kapitalabflüsse auf den Aktienmärkten der Eurozone lasten.“

Ausführlicher dazu Goldberg auch hier im Video: nach unten sei der Dax „ungeschützt“, oben sei der „Deckel drauf“..

Die Profis werden optimistischer für den Dax - ein Kontraindikator?

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