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Indizes

Dax: Noch ist alles eitel Sonnenschein

Der Dax ist derzeit (noch?) in einer komfortablen Situation: all das, was noch im ersten Quartal belastet hat, ist nun deutlich besser geworden!

Markus Fugmann

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Der Dax ist derzeit (noch?) in einer komfortablen Situation: all das, was noch im ersten Quartal belastet hat, ist nun deutlich besser geworden: der Euro handelt nun signifikant tiefer, und wie wichtig das ist, haben wir in den Zahlen vieler europäischer Konzerne in dieser Berichtssaison gesehen: viele Unternehmen beklagten die schwierige Lage aufgrund von Wechselkursen, ergo der Euro-Stärke, die das Ergebnis negativ beeinflußt habe.

Nun aber, und das dürften die Daten der Bank of America zeigen, die die Geldstörme regelmäßig erfaßt (also in welche Asset-Klassen welcher Regionen Gelder abgezogen oder investiert werden), hat ein Umdenken stattgefunden: wenn der Euro schwächer ist und vermutlich im zweiten Quartal weiter schwach bleibt, dann ist das gut für die Zahlen etwa von Dax-Konzernen im 2.Quartal. Daher verabschieden sich viele Investoren aus dem Dollar-Raum vom US-Markt und investieren in die ohnehin deutlich günstigeren europäischen Märkte (man sehe sich etwa einmal den Siegeszug des italienischen Leitindex MIB 40 an!)

Was für Europa gut ist, ist jedoch immer mehr ein Problem der US-Märkte – das wir dann in den Zahlen der US-Konzerne des 2.Quartals sehen werden! Wer als US-Konzern im Ausland aktiv ist, verdient derzeit schlicht weniger Dollars. Und ein Problem ist die Dollar-Stärke vor allem für die Emerging Markets-Länder, deren Währungen stark unter Abwertungsdruck sind (argentinischer Peso, türkische Lira etc.).

Mit anderen Worten: die Dollar-Stärke ist gut für Europa, aber schlecht für praktisch alle anderen. Und in den Emerging Markets, die hohe Dollar-Verschuldungen aufweisen, droht weiteres Ungemach. Daher ist die Dollar-Stärke der schwarze Schwan an den Märkten, weil fast alle davon ausgegangen waren, dass der Dollar aufgrund der steigenden Verschuldung der USA abwerten werde. Passiert das Gegenteil, gibt es Kollataralschäden, die sich dann zu einem systemischen Risiko auswachsen können!

Aber der Fokus liegt heute erst einmal auf den Aussagen von Donald Trump zum Iran-Deal (20Uhr deutscher Zeit). Wird Trump die Konfrontation zum Iran suchen oder doch eine gemäßigtere Haltung einnehmen, das ist angesichts sonst fehlender Impulse (US-Berichtssaison weitgehend gelaufen; keine Konjunkturdaten) die jetzt relevante Frage!

Charttechnisch steht der Dax bislang auf solidem Grund:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Nächster Widerstand in der Zone 12990 bis 13010 – es ist wahrscheinlich, dass der Dax sich die runde 13.000er-Marke noch einmal greifen will. Aber dann wird es darauf ankommen, ob die Wall Street weiter mitspielt! Bis dahin sind die Aussichten noch durchaus ansprechend:


Von Neptuul – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=27708311

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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Indizes

Rüdiger Born: Keine Bären in Sicht – Blick auf Dax, Dow und Nasdaq

Rüdiger Born

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Derzeit kann man beim Blick auf Dax, Dow und Nasdaq keine fallenden Tendenzen ausmachen. Schauen wir im folgenden Video auf das aktuelle Chartbild.

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