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Dax-Stimmung: Die Profis haben Blut geleckt!

Sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantiks dominieren die Optimisten, also jene, die bereits in den Markt investiert sind. Das spricht als Kontraindikator nicht gerade für eine weitere Rally an den Aktienmärkten!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Profis unter den Dax-Investoren haben offenkundig Blut geleckt durch die Reaktion der Märkte auf den Trump-Sieg. Lange waren sie deutlich skeptischer als die Privatinvestoren, aber der Abstand hat sich laut Umfrage der Deutschen Börse nun deutlich verringert! So sind inzwischen 56% der Profis jetzt im Bullen-Lager, ein Plus von 3% zur Vorwoche. Dagegen verlor das Lager der Bären deutlich mit -5% auf nun nur noch 24%, die Neutralen gewinnen 2% hinzu auf nun 20%.

Ziemlich großer Optimismus also. Und das gilt auch für die Privatanleger, auch wenn sich deren Euphorie leicht abgeschwächt hat! So sind bei den Privaten immerhin noch extreme 63% im Bullen-Lager (-2% zur Vorwoche). Der leicht Rückgang des Optimsimus kam direkt dem Bären-Lager zugute, doch sind die Pessimisten mit 21% (+2% zur Vorwoche) immer noch eine rare Spezies. Unverändert bleibt das Lager der Neutralen mit 16%. Hier haben offenkundig einige Wenige Gewinne mitgenommen nach dem heftigen Anstieg zuvor.

Dazu bemerkt Joachim Goldberg hellsichtig:

„Damit hat sich auch die starke Divergenz in den Sentiment-Indizes der vergangenen Woche zwischen privaten und institutionellen Anlegern zu Gunsten eines insgesamt gestiegenen Optimismus wieder verringert. Vor allem institutionelle Anleger scheinen nun vermehrt davon auszugehen, dass der DAX die Obergrenze seiner Konsolidierungszone zwischen etwa 10.200 und 10.800 DAX-Zählern bald schon durchbrechen und zu einer Jahresschlussrallye ansetzen könnte. Angesichts der recht stattlichen Sentiment-Werte könnte man sogar von einem Hauch von Euphorie sprechen.

Allerdings sind dieser positiven Einschätzung gleich zwei Wermutstropfen beigemischt. Zum einen ist die seit Wochen anhaltende Konsolidierung für fast alle Marktteilnehmer gleichermaßen erkennbar, so dass viele Akteure einen Ausbruch aus derselben samt seiner positiven Folgen bereits als garantiert betrachten. In der Angst, möglicherweise die Schlussbewegungen des Jahres zu verpassen, haben sich zum anderen eben auch viele Marktteilnehmer bereits im Voraus positioniert, was sich in relativ optimistischen Sentiment-Indizes niederschlägt.

Da es überdies noch keine Anzeichen gibt, dass der DAX zudem von neuen langfristigen (ausländischen) Kapitalzuflüssen – eine wesentliche Voraussetzung für einen größeren Aufwärtstrend – profitiert hätte, ist somit die Gefahr eines Fehlsignals oberhalb des Jahreshochs (10.827 Zähler) relativ hoch. Denn nach Überschreiten desselben würde womöglich nicht nur die Anschlussnachfrage ausfallen. Vielmehr würde (und dies gilt auch innerhalb der vorhandenen Konsolidierung) größere Nachfrage zum Abfedern etwaiger deutlicher Kursrückgänge fehlen. Mit anderen Worten: Die heute festgestellte Vorpositionierung vieler Akteure auf der Bullenseite birgt mit zunehmender Dauer, sofern ein frischer Impuls ausbleiben sollte, das Risiko einer nicht zu unterschätzenden Enttäuschung.“

Von Seiten des Sentiments ist also nicht gerade zu erwarten, dass der Dax nun in den Himmel steigen wird!

Auffallend ist auch das, was in den USA bei den Privatinvestoren passiert ist. So zeigt die neueste AAII-Umfrage einen starken Schub ins Bullen-Lager mit einem Plus von 7,8% zur Vorwoche auf nun 46,7% der Anleger. Monatelang war das Bullen-Lager das Schwächste, nun liegt es klar in Führung! Dominant war ebenso lange das Lager der Neutralen, das jedoch nun weiter abgerutscht ist mit einem Minus von 5,0% zur Vorwoche auf nun 26,8%. Auch die Bären verlieren, jedoch etwas weniger mit -2,8% zur Vorwoche und liegen mit 26,6% fast gleichauf mit den Neutralen.

Zusammengefasst kann man sagen: sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantiks dominieren die Optimisten, also jene, die bereits in den Markt investiert sind. Das spricht als Kontraindikator nicht gerade für eine weitere Rally an den Aktienmärkten!

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

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