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Dax und Dow Jones: Wann endet die Coronakrise-Rally?

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Seit gut vier Wochen tritt der deutsche Leitindex Dax Performance auf der Stelle – anders als etwa der Dow Jones und die anderen Indizes der Wall Street. Das mittlerweile erreichte Niveau ist dennoch bemerkenswert, auch wenn es sich dabei lediglich um eine Korrektur handelt. Die kleine Korrektur, welche sich an den letzten Tagen in Szene gesetzt hat, konnte diesem Aufwärtsstreben des Dax noch keinen Abbruch bescheren, konnte der kleine Aufwärtstrend noch nicht gebrochen werden. Resultierend daraus habe ich mein bisheriges Korrektur-Szenario beibehalten, wie die beiden Charts es zeigen.

Ausblick für den Dax:

Bedingt durch den vermiedenen Schlusskurs unterhalb der 0.76-Unterstützung bei 10.474 Punkten, konnte sich der seit Mitte März währende Aufwärtstrend beim Dax weiter im Vordergrund behaupten. Dennoch nimmt sich das, Welle (B), zur Verfügung stehende Potenzial moderat aus. Sollte es dem Aktienindex gelingen, sich über dem 0.62 Retracement bei 11.227 Punkten zu etablieren, würde sich damit der Raum bis zur 1.00-Linie (11.878) ebnen. Ein deutlich stärkeres Ansteigen ist indes nicht zu erwarten.

Der wahrscheinliche Verlauf des Dax

Denn mit dem großen 0.62-Widerstand (11.339 Punkte) liegt eine mächtige und in aller Regel auch hartnäckige Barriere auf dem Weg. Ein eventueller Bruch der 0.76-Unterstützung bei 10.474 Punkten, würde den Aufwärtstrend zunächst beenden und einer größeren Korrektur den Weg bahnen. Diese Bewegung bleibt dem Dax im Grunde nicht erspart, lediglich der Zeitpunkt scheint mir noch nicht gekommen zu sein. Vorsicht ist allemal angebracht, denn der Blick auf den Chart verdeutlicht die Unsicherheit der Marktteilnehmer.

Fazit:

Der Dax bewegt sich auch weiterhin unter dem Deckmantel einer Korrektur. Ein längerfristiges Engagement ist demzufolge nicht gerechtfertigt. Daher rate ich davon ab. Die Absicherung sollte auf dem 0.76 Retracement bei 10.474 Punkten erfolgen.

Beim Dow Jones ähnlicher Verlauf wie beim deutschen Leitindex?

Für den Dow Jones hatte ich in meiner jüngsten Ausgabe das Ansteigen bis zur 0.62-Linie bei 24.572 Punkten prognostiziert. Daran anschließen sollte sich eine etwas größere Korrektur, welche sich allerdings als Teil einer übergeordneten aufwärtsgerichteten Korrektur versteht. Abgesehen von der aktuell noch viel zu kleinen Korrektur, konnte der amerikanische Aktienindex dem gestellten Anspruch weitestgehend gerecht werden. Grund zur Euphorie besteht ungeachtet dessen  – ähnlich wie beim Dax – aber nicht! Der Dow Jones befindet sich nämlich wie der Dax auch nach wie vor im Korrekturmodus.

Ausblick für den Dow Jones:

Nach abgeschlossener Welle (x) bildet sich im Rahmen des immer noch aktiven Aufwärtstrends die zweite Welle (a) aus. Im Verlauf dieser meist nicht sehr kräftigen Bewegung kann der Dow Jones durchaus noch bis zur 0.76-Linie (26.373 Punkten) steigen, ohne damit das Anforderungsprofil zu verletzen. Das zuvor liegende 0.62 Retracement bei 25.576 Punkten kann durchaus erheblichen Widerstand liefern, sodass bereits auf diesem Niveau Welle (a) abgeschlossen werden könnte.

Folgt der Dow Jones dem Dax - oder umgekehrt?
Abgesehen von leichten Überschießen wird es dem Dow Jones nicht gelingen, das 0.76 Retracement (26.373 Punkte) zu überschreiten. Die sich daraufhin anschließende Korrektur wird den Dow Jones wie auch den Dax deutlichem Verkaufsdruck aussetzen. Diese Bewegung kann sich aus momentaner Sicht heraus als zweite Unterwelle eines großen Triangles angesehen werden. Damit würde sich das Abschlagspotenzial deutlich einschränken. Noch besteht kein Grund, um in Panik zu verfallen, darauf werde ich in späteren Ausgaben näher eingehen.

Fazit:

Im Rahmen einer größeren Korrektur bildet sich ein Aufwärtstrend bei Dax und Dow Jones in Form einer Korrektur aus. Von einer Positionierung rate ich daher ab. Die Absicherung eventuell bestehender Positionen sollte beim Dow Jones bei 22.583 Punkten erfolgen.

Kann der Dax die Rally weiter fortsetzen?

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Aktienmärkte: Bis US-Wahl jede Rally „gedeckelt“? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ist von nun an jede Rally der Aktienmärkte „gedeckelt“, solange die Unsicherheit über den Ausgang und die Folgewirkungen der US-Wahl besteht? So sieht es zumindest die US-Großbank Goldman Sachs. Entscheidend ist vor allem, ob Trump im Vorfeld der Wahl doch noch sagt, dass er auch eine Niederlage akzeptieren würde – was jedoch aufgrund seiner konstanten Kritik an der Briefwahl in den USA eher unwahrscheinlich ist. Gerade angesichts der deutlich steigenden Zahl an Brief-Wählern dürfte die Fersehdebatte zwischen Biden und Trump heute besondere Bedeutung haben, und wenn Biden keine schlechte Figur machen sollte, wäre das für die US-Demokraten schon ein wichtiger Punktsieg. Die Aktienmärkte sind im Vorfeld der Debatte nervös und zappeln hin und her..

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Rüdiger Born: Chancen im Nasdaq

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Aktienmärkte: Dänemark, der Börsenstar des Jahres

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Jeden Tag blicken wir gespannt auf die Aktienmärkte in den USA, um an der Wall Street die wundersame Rally der Hightechwerte zu verfolgen. Apple, Amazon und Co haben den Nasdaq zu einem Highflyer gemacht, dessen Performance aufgrund von nur sieben Titeln die Indizes der Welt in den Schatten gestellt hat.

Aber relativ unbemerkt gibt es in Europa einen der kleinsten Aktienmärkte, der sogar in Schlagweite zur Technologiebörse in den USA geblieben ist: der OMX in Dänemark.

Aktienmärkte: Der dänische Leitindex trotzt Corona

Dänemark ist nicht nur ein relativ kleines Land in Europa mit gerade einmal 5,8 Millionen Einwohnern, auch umfasst der Leitindex OMX Copenhagen nur 20 Aktien. Was ihn aber nicht davon abgehalten hat, sich im Coronajahr an die Performance-Spitze der größeren Aktienmärkte der Welt zu setzen. Zum Ende letzter Woche ergab sich dabei folgende Performance zum 1.1. 2020:

OMX Kopenhagen + 16,9 Prozent
CSI China + 11,6 Prozent
S&P 500 + 0,5 Prozent
Dax – 9,1 Prozent
Einzig der Nasdaq 100 lieferte mit plus 22 Prozent noch etwas mehr. Allerdings spielt auch der Wechselkurs noch eine Rolle und da hat die dänische Krone gegenüber dem Euro sogar noch etwas aufgewertet.

Gründe für das gute Abschneiden

Da ist zum einen die Entwicklung von COVID-19 in dem skandinavischen Land zu nennen. Aufgrund eines frühen Lockdowns litt das Land nicht so sehr unter den ökonomischen Folgen der Pandemie, das dänische Bruttoinlandsprodukt verlor im zweiten Quartal um 6,9 Prozent, weniger als der Durchschnitt in Europa (-12,1%), aber auch weniger als Deutschland oder den USA (-9,7%/9,5%). Hinzu kommen die weltweit üblichen Rettungspakete, die auch die dänische Regierung verabschiedet hat. Alles das wäre aber nicht in der Lage, den Index so zu „pushen“ – es ist vielmehr die Zusammensetzung des Leitindex in Dänemark.

Es sind eine Reihe von Pharma- und Biotechfirmen, die im Index sehr dominant vertreten sind und die von der Pandemie im Besonderen profitiert haben: Der weltgrößte Insulinhersteller Novo Nordisk, die Medizintechnikfirma Ambu, Coloplast, Genmab, CHR Hanssen und Novozymes, Firmennamen, die in unseren Breiten nicht allzu bekannt sind. Damit kommen die Gesundheitsfirmen auf die Hälfte der Marktkapitalisierung des Index in Höhe von 370 Millionen Euro. Dennoch ganz schon imposant im Vergleich zu unserem DAX, dem Leitindex in einem Land mit 83 Millionen Menschen, der gerade eine gute Billion Euro auf die Wage bringt.

Ein großer Nachteil eines Engagements ist damit schon erklärt, denn man fokussiert sich dann ziemlich stark auf eine Branche mit wenigen Titeln. Zumal die Unternehmensbewertung durch die Hausse deutlich nach oben gegangen ist. KGVs von 22 (Novo Nordisk) bis hin zu 60 (Genmab) oder 110 (Ambu) zeigen ein weiteres Gefahrenmoment auf. Aber die Wachstumsstory ist noch intakt und der dänische Index ist noch wenig auf dem Radar internationaler Fonds gesichtet – anders als etablierte Aktienmärkte dieser Welt. Natürlich gibt es zu Zeiten von Corona auch Verlierer im OMX, wie den Bürodienstleisters ISS, die Danskebank oder die Brauerei Carlsberg. Diese vermochten es aber nicht, die Performance des Index arg zu dezimieren.

Fazit

„We Are Red We Are White, We Are Danish Dynamite“, lautete einmal ein Song des fußballbegeisterten Dänemark, insbesondere beim Gewinn des Europameistertitels 1992 in Schweden. Ausgerechnet gegen den damals amtierenden Weltmeister Deutschland. Scheint so, als ob für die Börse des kleinen nordischen Landes in diesem Jahr auch wieder so ein kontinentaler Titel möglich ist.

Der Index OMX ist der heimliche Star der Aktienmärkte Europas

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