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Dax und Dow – seit gestern gehen sie getrennte Wege

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Dax und Dow Jones gehen seit gestern Nachmittag getrennte Wege. Dies sieht man sehr gut im folgenden Chart. Während der Dow seit gestern 14:30 Uhr um 300 Punkte gestiegen ist, hat der Dax unterm Strich sogar 60 Punkte verloren. Der Chart zeigt gut, wie sich beide in völlig verschiedene Richtungen entwickeln. Dabei dackelt der Dax doch normalerweise brav dem großen Bruder hinterher.

Aber nicht so in der aktuellen Lage. Gestern haussierten die US-Indizes nach den Aussagen von Notenbankchef Powell zu der anstehenden US-Zinssenkung. Aktuell kommentiert Donald Trump natürlich sofort, dass der Dow zum ersten Mal überhaupt die 27.000 Punkte-Marke erreicht! Vorhin hatte er sich auch schon lobend über Mexiko geäußert, dass man dort einen guten Job an der Grenze machen würde (also illegale Einwanderer davon abhalten in die USA zu kommen). Das gibt Mexiko im Handelskrieg mehr Entspannung. Gleichzeitig zieht Trump die Zügel gegen die Chinesen an, die offenbar nicht so viele landwirtschaftliche Produkte in den USA einkaufen, wie er sich das gedacht hatte. Aber noch klingt sein Tweet (für seine Verhältnisse) recht zurückhaltend.

Beim Dax, ja, da ist momentan der Wurm drin. Er stieg, als Mario Draghi vor Wochen die erneute Lockerung in der Geldpolitik der Eurozone ankündigte. Dennoch ist es merkwürdig, dass er den Anstieg der Amerikaner seit gestern überhaupt nicht mitmacht. Folgt die Annäherung der Indizes noch?

Dax vs Dow

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Aktienmärkte: Warnung vor Ende der Jahresendrally

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Setzten die Aktienmärkte die Jahresendrally ungebrochen fort? Blicken wir dazu einmal auf die Sentimentanalyse, also auf die Stimmungslage der Investoren!

Bei der Auswertung der wöchentlichen Befragung von Anlegern des Handelsblattes, erkennt der Leiter des Analysehauses AnimusX, Stephan Heibel, eine erstaunliche Wende: Nach einem fast siebenwöchigen Anstieg im Dax mit 12 Prozent Kursgewinn, sieht der Spezialist für die Psychologie der Anleger (neudeutsch: Behavioral Finance) aus den aktuellen Daten eine baldige Verschnaufpause der Rally.

 

Aktienmärkte und die Stimmung der Dax-Anleger

Es ist vor allem der fünfwöchige Sentimentdurchschnitt, der sich auf einem erhitzten Niveau befindet. Dieser Indikator hat bei bestimmten Kurshöhen (oder Kurstiefen) in den letzten Jahren recht gute Vorhersagen geliefert, und das meist in einem sehr engem zeitlichen Zusammenhang – wie ich persönlich, der diese Grafik regelmäßig und seit Jahren verfolgt, bestätigen kann.

Laut Stephan Heibel von AnimusX erreichte der fünfwöchige Sentimentdurchschnitt Anfang November 2017 den höchsten „Überhitzungswert“. Damals notierte der Dax mit 13.464 Zählern nahe seines bisherigen Rekordhochs. Zwei Wochen später lag er 600 Punkte tiefer, um anschließend im Januar 2018 mit 13.596 Zählern das Allzeithoch zu erreichen.

Ein Schema, welches gut in die laufende Jahresendrally passen würde, denn dass die „Großen“ die Aktiengewinne des Jahres bereits jetzt versilbern werden, dagegen spricht eindeutig die Statistik des Dax: wenn die ersten neun Monate eines Handelsjahres gut verlaufen sind, liegt die Wahrscheinlichkeit für ein positives viertes Quartal bei sage ubnd schreibe 94%! Liegt es am Window Dressing für die zu erwartenden Boni?

Als weiteren Grund dafür bewertet Heibel das Verhalten der Privatanleger an der Euwax in Stuttgart. Diese waren bis vor Kurzem noch sehr pessimistisch eingestellt, ablesbar am Engagement in Short-Hebelprodukten. Diese habe man aufgelöst und sei wieder neutral positioniert. Die Institutionellen wären aktuell sogar noch aggressiver mit Call-Optionen aufgestellt, um eine verpasste Performance nachzuholen. Haben wir so etwas nicht auch in den USA erlebt, mit dem beschriebenen Pain Trade der Fonds?

Noch vor einer Woche sei die Stimmungslage anders gewesen. Ein Ausverkauf an den Märkten würde frühzeitig abgefangen werden“, sagte der Sentimentexperte am vergangenen Montag. Was auch so kam: Bei Notierungen unterhalb der Marke von 12.200 Punkten traten schnell wieder Käufer in Aktion, in der vergangenen Handelswoche legte der Dax 0,1 Prozent zu.

12 Prozent der Anleger hätten ihre Meinung geändert, man gehe nun von einer Seitwärtsbewegung und nicht von einem Aufwärtsimpuls aus. Man sei aus der Euphoriezone herausgefallen, aber immer noch zuversichtlich.

Stephan Heibel sieht eine geringe Selbstzufriedenheit der Anleger. Dies sei für ihn in seiner Auswertung ein Zeichen dafür, dass viele Anleger von der aktuellen Rally nicht profitieren könnten  – viele warteten noch auf einen Einstiegszeitpunkt. Bei einem Patt von Bullen und Bären aber verschwinde die Unterstützung im Falle eines leichten Rücksetzers.

Aus Sicht der Sentimentanalyse ist das ein Warnzeichen.

 

Aktienmärkte: Die Stimmung der Amerikaner

Das von Heibel beobachtete Segment der US-Fondsmanager misstraut anscheinend dem Kurssprung an der Wall Street und hat die Investitionsquote von 92 auf 72 Prozent reduziert. Eine mutige Entscheidung, schließlich dürften diese weiterhin hinter der Benchmark (dem S&P 500) hinterherhinken. Ist es das Bewusstsein, dass der immer noch hohe Fear & Greed- Index mit 85 Punkten (aktuell 83) und der bei 12,60 Punkten notierende Volatilitätsindex VIX, der extreme Sorglosigkeit (gleichbedeutend mit extrem niedriger Absicherung) signalisiert, nicht noch bis zum Jahresende ohne Pause laufen kann. Derartig viele Tage in Folge ohne Kurskorrektur sind extrem selten. Und da ist als Risikofaktor ja noch der Handelskrieg!

 

Fazit

Stockt die Rally der Aktienmärkte also? Es könnte sein, dass die Vorsicht der Fondsmanager noch ein bisschen Früchte tragen wird. Das Sentiment der Anleger diesseits und jenseits des Atlantiks gibt jedenfalls deutliche Signale. Kommt doch noch ein Phase-1-Deal zustande, stünden Gewinnmitnahmen an (sell on good news), falls nicht, dürften sich einige Hebelspekulanten verhoben haben.

Das mahnt zur Vorsicht, außer der Gelddruckwahn der Notenbanken hält auch in der Weihnachtszeit mit Überraschungen an. Was besprach eigentlich „Jay“ Powell mit Donald Trump am gestrigen Tag? Wie kommuniziert ein Notenbankchef mit einem Regierungschef, der ihn wochenlang und weltweit im Netz als geldpolitischen „Dummkopf“ abqualifiziert hat?

Aber da ist auch noch eine andere Art „Gelddruckmaschinerie“ am Werk in Gestalt der kurs-pushenden Aktienrückkäufe – dazu erscheint später der Artikel „Aktienrückkäufe: Beispiel für das Entgleisen des Kapitalismus“. Was wird da noch abgewickelt?

die Aktienmärkte sind derzeit etwas zu euphorisch

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Trump und Wall Street-Mentalität! Videoausblick

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Trotz schlechter Nachrichten im Handelskrieg konnten sich die US-Indizes gestern gut behaupten – weil die Wall Street das Treffen zwischen Trump und Fed-Chef Powell als Markt-positiv wertet. Heute hat Trump getwittert, dass er Powell gesagt habe, dass die US-Zinsen im Vergleich zu anderen Ländern zu hoch seien – aber dass Trump so denkt, wusste Powell schon vorher, warum also dann dieses seltsame Treffen? Da wird uns offenkundig etwas verborgen, und während die Wall Street das Glas (wie immer) halb voll sieht, stellt sich die Frage, ob nicht doch der Kollaps am Repo-Markt oder der Handelskrieg das wahre Thema des Treffens waren. Nach wie vor scheint die Liquiditätsduselei jegliche Rationalität zu verdrängen an den Aktienmärkten..

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Finanznews

Trump: seltsames Treffen mit Powell! Marktgeflüster (Video)

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Trump hat heute zur allgemeinen Überraschung Fed-Chef Powell ins Weiße Haus einbestellt – bei beiden war der Termin nicht geplant: also stellt sich die Frage, warum Trump unbedingt Powell sehen wollte (zusammen mit US-Finanzminister Mnuchin). Es gibt drei denkbare Möglichkeiten: Trump wollte Powell darauf vorbereiten, dass es mit dem China-Deal nichts wird, nachdem Peking laut Insider-Berichten nicht mehr mit einer Lösung rechnet. Zwei andere Varianten: Trump will den Dollar schwächen – oder man sprach auch über das, was am Repo-Markt passiert. Ist da etwas Größeres im Busch? So oder so: die Märkte an der Wall Street schütteln scheinbar alles ab, aber der Dax hat zuletzt den bullischen Lauf der US-Indizes nicht mehr mitgemacht..

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