Devisen

Der Dollar wird gekauft, Öl verkauft, und Gold ist wieder gefragt!

Was machen die Investoren am Future-Markt unmittelbar vor den US-Wahlen? Sie kaufen vor allem wieder den Dollar, und das trotz der Schwächephase des Greenback in der letzten Woche..

FMW-Redaktion

Was machen die Investoren am Future-Markt unmittelbar vor den US-Wahlen? Sie kaufen vor allem wieder den Dollar, und das trotz der Schwächephase des Greenback in der letzten Woche, nachdem die Chancen Trumps wegen der Email-Affäre Clintons deutlich gestiegen waren. Heute nun, nachdem das FBI Clinton „frei gesprochen“ hat, kann der US-Dollar wieder deutlich zulegen, also kein schlechtes Timing der vor allem an den Future-Märkten aktiven Hedgefunds!

Laut CFTC-Daten wurde damit der US-Dollar in den letzen sieben Wochen hinzugekauft. Und das geht derzeit vorwiegend zu Lasten des Euro – offenkundig hat man die Gemeinschaftswährung in die Stärke hinein verkauft. So bauten die Investoren über 16.000 Long-Kontrakte im Euro ab, jedoch auch knapp 3000 Short-Kontrakte – Netto sind die Investoren jedoch nun 137.385 Kontrakte short im Euro, und die Zahl der Short-Kontrakte liegt nun bei 263.828 – das ist der höchste Stand seit Januar und der zweithöchste Wert seit dem März 2015, als die Zahl der Shorts im Euro bei 271.000 Kontrakten gelegen hatten.

Der Dollar wurde auch gekauft gegenüber dem kanadischen und dem australischen Dollar, vor allem aber gegenüber dem mexikanischen Peso, dessen Netto-Shortquote um satte 44% angestiegen ist zum US-Dollar – Ausdruck der gestiegenen Chancen Trumps. Wenig Veränderung dagegen beim britischen Pfund, trotz des Anstiegs des Pfunds in der Vorwoche nach dem Brexit-Urteil.

Im Rohstoffsektor ist in der Summe die Positionierung zum Dollar wenig verändert, doch zeigen sich deutliche Umschichtungen. So beim WTI-Öl, wo gut 28.000 Long-Kontrakte abgebaut, knapp 6000 neue Short-Kontrakte aufgebaut wurden – Folge der Enttäuschung über das Hick-Hak um die Produktions-Einfrierung, die den Öl-Preis stark unter Druck gebracht hatte. Nach wie vor beträgt der Netto-Long-Überhang beim WTI jedoch 234.126 Kontrakte – der Markt ist also dennoch immer noch sehr stark auf der Long-Seite positioniert, was tendentiell für weiter fallende Kurse spricht!

Völlig anders dagegen das Bild beim Gold. Hier wurden knapp 8000 neue Long-Kontrakte eröffnet (nun 208.471 Kontrakte), dagegen knapp 13.000 neue Short-Kontrakte abgebaut (35.939 Kontrakte), sodass der Long-Überhang bei 172.532 Kontrakten liegt. Damit liegt die Long-Short-Quote bei 6:1 – was wiederum eher gegen eine starke Gold-Rally spricht im kurzen Zeitfenster.

Deutliche Bewegung auch beim Silber: hier wurden gut 1000 neue Long-Kontrakte aufgebaut, und dazu noch mehr als 7000 Short-Kontrakte abgebaut. Dennoch ist beim Silber das Long-Short-Verhältnis deutlich geringer als beim Gold mit derzeit 3,7:1.



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