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Der Einzelhandel stirbt: Radioshack ist pleite

Von Markus Fugmann

Es kommt knüppeldick für Texas derzeit: die amerikanische Elektronik-Kette Radioshak mit Sitz in Fort Worth wird heute Insolvenz anmelden. In Deutschland wenig bekannt (obwohl die Firma in Deutschland unter dem Namen „Tandy“ einige Filialen eröffnet hatte, die 1985 wieder geschlossen wurden), ist Radioshack in den USA ein Dino des Einzelhandels (gegründet 1921 in Boston). Kunden sind (waren?) vor allem Technik-Versierte, in Deutschland wäre das Pendant vermutlich Conrad Electronics. Die Aktie des Unternehmens ist im S&P500 gelistet.

Radioshack (shack = Hütte) hat derzeit noch 4000 Filialen, vor wenigen Jahren waren es noch über 7000. Vermutlich die Hälfte der Filialen wird geschlossen, der Rest von Sprint Corp. und Standard General aufgekauft. Auch Amazon soll Interesse haben – das Unternehmen plant stationäre Shops als Schaufenster und Gegenpart und zum reinen Internetbusiness. Damit würde dann auch symbolisch klar, dass die Zeit des klassischen Einzelhandels abgelaufen ist.

Das „Genick gebrochen“ hat Radioshack vor allem seine starke Fokussierung auf Handys – ein übersättigter Markt. Wichtiger aber noch für das Scheitern dürfte die Stärke von Wal Mart und Amazon gewesen sein – gemäß dem Motto: bei Radioshack kucken, bei Amazon oder Wal Mart günstiger kaufen.



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