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Der Euro vor der großen EZB-Sitzung Teil 2: EUR/USD – Fehlausbruch bestätigt?

Die Zinsentscheidung der EZB und die anschließende Pressekonferenz mit EZB Präsident Mario Draghi könnten einen wichtigen fundamentalen Impuls liefern, um für Klarheit zu sorgen. Nachdem einige Short-Versuche missglückt sind, rückt nun die bullishe Überlegung in den Fokus..

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Eine Analyse von forexhome.de

Nach einigem Hin und Her hat der Kurs des EUR/USD nun endlich den vermeintlichen bearishen Fehlausbruch vom 05. und 06.10.2017 erfolgreich getestet. Damit trifft die diesbezügliche Prognose natürlich zu, aber vor allem im Kontext mit dem negativ korrelierenden USD-Index stellt sich wieder einmal die Frage der Nachhaltigkeit und was der jüngste Test für den Kursverlauf des EUR/USD bedeuten könnte? Sehen wir evtl. nur eine temporäre Erholung, die im Zuge eines Retests einen weiteren Korrekturschub vorbereitet?

Chaos war vorprogrammiert

Ich möchte noch einmal auf den stark übergeordneten Monatschart und das vorprogrammierte Chaos der letzten Wochen hinweisen. Hier konnte man zwei bullishe Ausbrüche sehen, zum einen über den vermeintlichen horizontalen Widerstand bei rund 1.14450 und zum anderen über die Broadening Bottom Formation bei rund 1.17900, die meiner Meinung nach beide nicht als nachhaltig bezeichnet werden können.


(Alle Charts durch Anklicken vergrößern!)

Demnach rechne ich mit einem größeren Rücksetzer bis mindestens 1.14450 und damit zu den 30er Fibonacci Retracements. Dass der Kurs rund um das 23.6er Retracement etwas verrücktspielt, ist keine Überraschung. Ich hatte bereits frühzeitig davor gewarnt. Natürlich bedeutet dies nicht, dass sich auf Tages- oder Wochenbasis keine neuen Chancen bieten können, doch erst ab ca. 1.14450 sehe ich im Monatschart die Chance auf Wiederaufnahme der Rallye.

Möglicher bearisher Fehlausbruch

Der übergeordnete Wochenchart stand bereits vergangene Woche im Fokus, denn es ging um nichts Geringeres als den Retest des vermeintlichen bearishen Fehlausbruchs von Anfang Oktober dieses Jahres. Jene Situation sahen wir auch im Tageschart und das ist schon sehr interessant bzw. wird die Sache dadurch nicht weniger brisant.

In Verbindung mit dem Weekly 233er EMA wirkt die bullishe Ausgangslage weiterhin sehr fest, da der Retest vergangene Woche offensichtlich geglückt ist. Doch es tauchen Fragen auf, die Unsicherheit schaffen. Der Trendwechsel über die Pufferzone zwischen 55er und 89er EMA wurde bereits Mitte April vollzogen, als der Kurs aus den abwärts- und aufwärtsgerichteten Flaggen brach. Warum kam es bis heute zu keinem Test dieser Situation? Warum scheint sich diese Pufferzone in Kürze mit dem bereits im Monatschart erwähnten Kursbereich bei rund 1.14450 zu überschneiden? Warum konnte sich der Kurs nicht oberhalb des 289er und 300er Fibonacci Expansion Levels halten, sondern rutschte drunter und testete von unten? Man muss nicht hinter jeder Ecke eine große Korrektur sehen, doch Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste.

Retest geglückt. Rallye stabil?

Die Zinsentscheidung der EZB und die anschließende Pressekonferenz mit EZB Präsident Mario Draghi könnten einen wichtigen fundamentalen Impuls liefern, um für Klarheit zu sorgen. Nachdem einige Short-Versuche missglückt sind, rückt nun die bullishe Überlegung in den Fokus, die mit dem gestrigen Tagesschlusskurs respektive Retest des vermeintlichen bearishen Fehlausbruchs unter ca.1.17250 aktiviert worden ist.

Da im Vorfeld noch ein neues Hochs über 1.18130 gebildet wurde und die hiesige Trendwechselzone zwischen 55er und 89er Daily EMA noch intakt zu sein scheint, gehe ich erst einmal positiv an das Long-Setup heran, welches wir auch in meinem Signaldienst verfolgen. (Mehr Infos: https://www.forexhome.de/handelssignale-forex-signaldienst-abonnieren/).

Momentan kommt es drauf an, dass der Kurs einen Ausbruch präsentiert. Entweder über den nächsten mutmaßlichen Widerstand bei rund 1.18600 oder unter die nahe liegende Unterstützung bei rund 1.17110. Die aktuelle Range ist einfach nur ermüdend. Kommt es zum bullishen Ausbruch sollten wir höchstwahrscheinlich die nächsten Barrieren bei ca. 1.19060, 1.19950 und 1.20345 im Auge behalten. Angefangen mit dem Ausbruchsniveau aus der aufwärtsgerichteten Flagge, sprechen wir über den nächsten harten Widerstand und schließlich über den Gap Close beim jüngsten Hochpunkt vom September dieses Jahres. Erst wenn der Kurs wieder neue Hochs oberhalb jenes Hochpunktes bildet, sollte sich die Rallye in etwas sicherem Fahrwasser befinden. Darunter wird es wahrscheinlich weiterhin recht stürmisch.

Dazu der Autor im Video:

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Rüdiger Born: Aktuelle Lage im Dow, mögliche Idee für den Yen

Rüdiger Born

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Im folgenden Video schaue ich direkt am Chart auf die aktuelle Entwicklung im Dow Jones und seine Reaktion auf die US-Arbeitsmarktdaten. Auch überlege ich, ob im Yen ein interessanter Trade möglich sein könnte.

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Warum sich der Goldpreis vor dem Wochenende gestärkt zeigt

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich auch heute gestärkt. Wir hatten es gestern bereits angesprochen. Der diese Woche gelaufene Aufwärtstrend im Gold scheint noch nicht nachhaltig zu sein, weil in den letzten Tagen die Anlegergelder weiterhin aus Gold-ETF abflossen. Von daher sollte man dem Aufwärtstrend bei Gold noch nicht blind vertrauen. Aber es ist ein ordentlicher Anstieg.

Der Goldpreis stürzte in den letzten Wochen fast 200 Dollar in den Keller, weil die Kapitalmärkte deutlich mehr Hoffnung auf die Corona-Imfpungen hatten, und daher bereit waren in riskantere Geldanlagen zu investieren. Gold war weniger interessant. Seit dieser Woche ist aber (wir erwähnten es gestern) die wichtige negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar wieder angesprungen. Der Dollar fiel immer weiter, und der Goldpreis stieg. Auch heute sehen wir eine weitere Dollar-Abwertung, und Gold (Montag noch bei 1.764 Dollar) konnte sich bis vorhin noch robust bei 1.840 Dollar behaupten (aktuell 1.836 Dollar).

Den Vergleichschart von gestern zwischen Gold und US-Dollar setzten wir hiermit aktualisiert fort. Die Trends sind weiterhin intakt – zumindest in diesem Augenblick. Wir sehen den gegenläufigen Verlauf seit Anfang der Woche. Auch wenn der Goldpreis ganz aktuell ein paar Dollar fällt, so ist die gegenläufige Bewegung im Gesamtbild der Woche erkennbar. Der US-Dollar befindet sich aktuell am tiefsten Punkt seit Frühjahr 2018. Diese Talfahrt hatten wir heute in einem separaten Artikel besprochen (mehr dazu hier).

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar seit Anfang der Woche

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Die Talfahrt des US-Dollar – was ist da los?

Claudio Kummerfeld

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Brennende US-Dollar Scheine

Der US-Dollar fällt, und fällt, und fällt. Im Chart sehen wir den Kursverlauf des Dollar-Index seit Ende 2017. Der Dollar-Index zeigt den Verlauf des US-Dollar gegen einen Korb aus anderen wichtigen Währungen wie Euro, Pfund, Yen etc. Aktuell ist die US-Währung auf den tiefsten Stand seit April 2018 gefallen.

Korrelation des US-Dollar zur Coronakrise

Ganz klar sieht man im Chart das Hoch des US-Dollar aus März 2020 bei 103,78 Indexpunkten. Bis jetzt ist es ein klarer Absturz auf aktuell 90,62 Punkte. Der Grund dafür ist offensichtlich. Der US-Dollar fungierte zum Ausbruch der Coronakrise als der globale Fluchthafen. Anleger flohen aus unsicheren Geldanlagen und unsicheren Schwellenländerwährungen, und parkten das Geld in der weltweit größten Reservewährung. Und je mehr Hoffnung auf eine Entspannung der Coronakrise aufkam, desto mehr verlor der US-Dollar wieder, weil die Anleger risikofreudiger wurden, und ihre Gelder umschichteten in riskantere Anlagen mit höherem Renditepotenzial, wie zum Beispiel Anleihen in Schwellenländern, wozu natürlich Dollar verkauft, und die jeweilige Landeswährung gekauft werden musste.

Bereits am 17. November, wo der US-Dollar noch höher notierte, besprach ich die bedrohliche Lage für den Greenback, und warum er womöglich nächstes Jahr abwerten könnte. Dieses Szenario scheint der Devisenmarkt jetzt vorweg zu nehmen. Neben der Entspannung der Coronakrise (Impfungen starten wohl noch im Dezember) steht womöglich nächstes Jahr auch ein stärkeres Wirtschaftswachstum außerhalb der USA an. Und vermutlich dürfte die weitere Staatsverschuldung und Gelddruckerei in den USA noch stärker laufen als in Europa, was den US-Dollar gegen den Euro noch schwächer dastehen lassen könnte.

Negativen Ausblick vorwegnehmen

Der anerkannte Experte Holger Zschaepitz von der WELT twitterte jüngst zum immer weiter fallenden US-Dollar, dass die Investoren am Devisenmarkt wohl den negativen Ausblick für die US-Währung für 2021 schon jetzt einpreisen würden. Man sehe bitte: Der Euro notiert aktuell gegen den US-Dollar mit 1,2161 auf dem höchsten Stand seit April 2018. Also sehen wir hier eine korrespondierende Schwäche des Dollar-Index wie auch des US-Dollar gegen den Euro. Kein Wunder, denn der Euro ist das absolute Schwergewicht im Dollar-Index als Gegenpart zum US-Dollar.

Die Experten der Commerzbank erwähnen ganz aktuell aus rein charttechnischer Sicht (!), dass Rückgänge im Währungspaar Euro gegen US-Dollar bei 1.1936 auf eine erste Unterstützung, und bei dem Tief vom 23. November und der 55- Tagelinie bei 1.1800/09 auf gute Unterstützung treffen. EUR/USD biete weiter Aufwärtspotential, solange sich der Markt über der 6-Monatsunterstützungslinie bei 1.1749 befinde.

Negative Faktoren für den US-Dollar

Aber gut, wir schauen hier ja auf das größere Bild für den US-Dollar, und das auch eher aus fundamentaler Sicht. Joe Biden dürfte als US-Präsident versuchen so kräftig wie nur irgendmöglich auf die Stimulus-Pumpe zu drücken, und die Fed dürfte ihn dabei mit der Druckerpresse ordentlich unterstützen. Es scheint zumindest so zu sein, dass dem US-Dollar kein bullisches Jahr 2021 bevorsteht. Und es scheint gemäß des aktuell immer weiter fallenden Greenback so auszusehen, dass die Trader am Devisenmarkt schon jetzt kräftig short dabei sind. Ebenso verstärken die Impfstoff-Hoffnungen wohl immer mehr den Risikohunger der Anleger, was bei den globalen Geldflüssen gegen den US-Dollar spricht.

Noch was: Alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, profitiert grundsätzlich von seiner Schwäche. So konnte diese Woche vor allem der zuletzt immer weiter schwächelnde Goldpreis (endlich?) von der Dollar-Schwäche profitieren. Und so stieg Gold diese Woche von 1.765 auf 1.840 Dollar. Erwähnenswert zur Dollar-Schwäche ist derzeit auch noch die aktuell eigenständige Pfund-Stärke.  Die Devisenmärkte sind optimistisch, dass in Kürze ein Brexit-Deal zwischen UK und EU zustande kommen wird. Dies preist man mit einem steigenden Pfund ein. Da das Pfund Teil des Währungskorbs im Dollar-Index ist, stellt dies einen weiteren schwächenden Faktor gegen den US-Dollar dar. Natürlich kann niemand vorhersagen, ob der US-Dollar die nächsten Monate wirklich weiter fallen wird. Aber Stand heute gibt es dafür einige gute Gründe.

Chart zeigt Verlauf im US-Dollar seit Ende 2017

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