Folgen Sie uns

Allgemein

Der FC St. Pauli hat seine kapitalistische „Unschuld“ endgültig verloren

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Man stelle sich vor Borussia Dortmund, Hoffenheim oder Bayer Leverkusen würden daherkommen und den Vermarkter aufkaufen, der für das Merchandising des FC St. Pauli verantwortlich ist. Dann würde dieser Verein an jedem verkauften Trikot vom FCSP mitverdienen. Ein Aufschrei voller Abscheu und kapitalistischer Ablehnung würde durch die Fanreihen des Klubs gehen, der sich als „der andere (bessere?) Club“ definiert. Damit dürfte seit gestern definitiv Schluss sein!

FC St. Pauli
Stadion-Vorplatz beim FC St. Pauli. Foto: Kalue / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Praktisch jeder Fußballverein in Deutschland aus den höheren Ligen arbeitet mit einem Vermarkter zusammen, der sich um Merchandising und die Akquise von Werbekunden etc kümmert. So auch der FC St. Pauli. Als es dem Verein katastrophal schlecht ging, schloss der damalige Vereinsboss Corny Littmann mit dem Vermarkter „Upsolut“ einen Vermarktungsvertrag über die astronomische Laufzeit von 34 Jahren ab. So lange ist man an diese Firma gebunden und erhält lediglich 20% der Merchandisingerlöse – gerade bei einem „Kult-Club“ wie dem FC St. Pauli klingelt die Kasse bei Trikotverkäufen etc. Da kotzt man noch heute ab, dass man so lange diese Einnahmequelle nicht mehr hat.

In vollem Wissen und bei klarem Verstand schloss der Verein 2004 diesen Marketingvertrag mit Upsolut. Da dem Verein aber irgendwann auffiel, dass die lange Laufzeit finanziell eine Katastrophe ist, bat man Upsolut um Auflösung des Vertrages, was natürlich verweigert wurde. Die Folge: St. Pauli klagt in einem hochkomplizierten Verfahren schon seit Jahren gegen Upsolut, dass man aus dem Vertrag raus will, weil die lange Laufzeit von 34 Jahren sittenwidrig sei. Man könnte es auch anders ausdrücken. Nur weil den Nachfolgern von Herrn Littmann diese extrem lange Laufzeit jetzt nicht mehr in den Kram passt, will man da raus. Aber Littmann als Vorsitzender hatte damals einen Vertrag unterschrieben, in voller Kenntnis der Laufzeit. Oder war er damals nicht zurechnungsfähig? Diese Version würde vor Gericht vielleicht mehr Eindruck schinden als die Argumentation „sittenwidriger Vertrag“, denn beide Seiten stimmten ja der Laufzeit aus freien Stücken zu.

Wie auch immer, der Streit läuft seit 6 Jahren und wird nach Beobachtermeinungen noch mehrere Jahre vor Gericht andauern. Ausgang ungewiss! Der neue Vereinsboss des FC St. Pauli Oke Göttlich scheint ein cleverer Geschäftsmann zu sein und überlegte, wie viel Geld dem Verein jedes Jahr verloren geht durch den Vermarktungsvertrag mit Upsolut. Wie genau wissen wir nicht, aber er informierte sich, was den der Vermarkter als Firma selbst wert ist, und ohhh Erstaunen, er war jetzt anscheinend für einen Gesamtwert von „nur“ 1,26 Mio Euro zu haben (für 90% der Anteile, da man schon 10% besaß). So verkündete der FC St. Pauli gestern, dass der Verein jetzt seinen eigenen Vermarkter Upsolut für diese Summe gekauft hat. Dieser Kaufpreis wird sich durch die jährlichen Mehreinnahmen also in Windeseile amortisieren, so kann man annehmen. Ein guter Deal für den Verein, kreative kaufmännische Idee, Hut ab an den Vereinsvorstand, ehrlich!

Upsolut vermarktet neben dem FC St. Pauli aber auch den Fußballverein „FC Union Berlin“. Das heißt: Wann immer ab jetzt ein Fußballtrikot etc bei Union Berlin von einem Fan gekauft wird, verdient der FC St. Pauli mit! Ist das in Ordnung? Ist das nicht „kapitalistische Ausbeutung“ anderer Fußballvereine? Ist hier nicht Einflussnahme möglich? Und und und… was wäre in einem umgekehrten Szenario passiert, wenn Union Berlin oder sogar Hoffenheim oder Dortmund Upsolut gekauft hätten und fortan die Fangelder von St. Pauli quasi absaugen würden? Ein moralischer Aufschrei der Empörung hätte den Hamburger Kiez erschüttert. Das wäre als endgültiger Beweis gewertet worden, dass der Fußball zum reinen Geschäft verkommt uvm. Aber umgekehrt scheint das ja alles eine „tolle kreative“ Sache zu sein. Moral bitte einpacken, die war gestern!

Die Maßnahme an sich ist nicht zu kritisieren, denn sie spart dem Verein langfristig Geld bzw. beschert ihm Mehreinnahmen. Aber sogar aus Sicht eines streng kapitalistischen Fußballfans könnte man ernsthaft Bedenken anmelden, dass ein Vermarkter, der auch andere Clubs betreut, durch einen Fußballverein gekauft wird. Damit profitiert man von Gelderlösen anderer Vereine direkt. Pauli-Vize Joachim Pawlik sagte gestern man mache hier „ein gutes Geschäft“. Pauli-Chef Göttlich verkündete der Verein holte sich „seine Rechte zurück“. Dass man jetzt Gelder von anderen Vereinen absaugt (Union Berlin), was eine brutale kapitalistische Maßnahme darstellt, wird nicht erwähnt.

Mit diesem Kauf hat der FC St. Pauli seine kapitalistische Unschuld endgültig verloren. Fans und Vereinsoffizielle sollten in Zukunft besser nicht mehr Richtung anderer Vereine schießen, dass man der moralisch bessere Club ist. Will man seine Unschuld zurückerlangen, könnten die Fans ja den Vereinsboss über eine außerordentliche Mitgliederversammlung stürzen und eine Rückabwicklung des Kaufs anstreben oder den Verkauf von Upsolut. Oder noch einfacher, man kündigt die Vermarktung von Union Berlin um Interessenkonflite zu vermeiden und sich „ehrlich zu machen“. Aber man ahnt es, passieren wird das nicht. Man wird diesen Kauf vielleicht sogar als Zeichen dafür sehen, dass dieser Verein anders ist, unkonventionell arbeitet, und sich von der Knechtschaft des Vermarkters „befreit“ hat, in dem man ihn einfach gekauft hat. Also doch eine Transaktion zur Befreiung vom „bösen Kapital“ ?

Aber halt, huch, was ist denn da passiert? Dieser Deal durch den FC St. Pauli bringt den eigenen Fans doch die Unabhängigkeit zurück und ist etwas durchweg Gutes, stimmts? In der Tat sehen das andere etwas „anders“. Gestern Abend, also nur wenige Stunden nach Bekanntgabe des Upsolut-Kaufs durch den FC St. Pauli, gab der FC Union Berlin bekannt seinen Vertrag mit Upsolut zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu kündigen.

„Dass unser Merchandising-Geschäft künftig von einem direkten Mitbewerber betrieben wird, ist für uns weder vorstellbar, noch entspricht es unserer bisherigen Geschäftsgrundlage“, erklärte Union-Geschäftsführer Christian Arbeit laut „Kicker“ gestern Abend.

Da hat Union Berlin dem FC St. Pauli ein riesiges moralisches Problem abgenommen! Puhhh, nochmal Glück gehabt bei der moralischen Argumentation doch „besser zu sein“ als all die anderen Kommerzvereine?


20 Kommentare

20 Comments

  1. Avatar

    Frank

    25. November 2015 10:08 at 10:08

    Welcher von euren HSV-Fans hat denn den Bericht geschrieben? Huch … ein Fußballverein will mit seinem Merch Geld verdienen, ist ja ein Skandal.

    Und übrigens war es 2009 Corny Littmann, der mit der Millerntor Kollektion den Stein ins Rollen gebracht hat. Ziemlich schlecht recherchiert.

  2. Avatar

    Marv

    25. November 2015 10:12 at 10:12

    Woher wollt Ihr denn Wissen, dass der FC St. Pauli nicht wusste, dass der Union eine Ausstiegsklausel bei einem Eigentümerwechsel hat?

  3. Avatar

    ForzaFCSP

    25. November 2015 10:12 at 10:12

    Hihi, dass euch Finanz-Haien die Andersartigkeit unseres Clubs nicht passt, ist absolut klar. Insofern habe ich das Geheule in eurem, scheinbar von einem H$V-Fan verfassten Artikel, sehr genossen.
    Selbstverständlich wird der FCSP weiterhin seine Andersartigkeit behalten (insbesondere von dem Hintergrund des von euch selber vorgebrachten Argumentes, dass alle anderen Vereine mit einem Vermarkter zusammen arbeiten und der FCSP nun eben nicht mehr).
    Wäre Union selber aus dem Vertrag nicht freiwillig ausgestiegen, hätte man da sicherlich auch eine für beide Seiten angemessene Lösung gefunden. Dies ist schon alleine der Tatsache geschuldet, dass diese beiden Vereine bei vielen Punkten gleiche Interesse vertreten (s. beispielsweise das neue DFL-Sicherheitskonzeptes im Jahr 2012, welches nur von diesen beiden Vereinen abgelehnt wurde).
    Dass ihr hier die natürliche Entwicklung nicht abwartet sondern schon mit Kapitalismusvorwürfen um euch schmeißt, zeigt einerseits euren niederen journalistischen Wert und andererseits eure Abscheu unserem Verein gegenüber, die wir, wie bereits erwähnt, sehr genießen.
    Außerdem, man stelle sich tatsächlich mal vor ein Verein wie die Pillendreher oder Hoppenheim hätten so einen Deal eingefädelt. Man kann sich gut vorstellen, wie ihr in eurer Doppelmoral das hier abgefeiert hättet.
    In diesem Sinne: Stay different! Forza FCSP!

  4. Avatar

    Dimitris

    25. November 2015 10:23 at 10:23

    Sorry, aber dieser Artikel ist großer Mist und voller Vorurteile. Die Verantwortlichen des FC St Pauli haben 2004 den Deal unterschrieben, da es ums nackte Überleben ging. Der damalige Vermarkter hat diese Situation ausgenutzt und eine Laufzeit erwirkt, die in keinem Verhältnis zu dem eingesetzten Invest steht. Seit einigen Jahren prozessiert der FC St Pauli gegen diesen Vertrag und ein Grund, warum der Verein jetzt Upsolut aufgekauft hat liegt darin, dass selbst die Anwälte von Upsolut eingesehen haben, dass der Vertrag von den Gerichten als sittenwidrig eingestuft werden würde.

    Die Geschichte mit Union Berlin wird sich schnell auflösen. Hierbei handelt es sich um einen Nebeneffekt des Deals. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Zukauf der Merchandisingrechte eines Wettbewerbers die ursprüngliche Intention der Verantwortlichen war.

    Was mich aber wirklich stört an dem Artikel ist die unterschwellige Aggression gegenüber den FC St Pauli. Der Verfasser scheint wohl eher ein Fan eines Vereines zu sein, der keine gute Meinung über St Pauli hat, vielleicht sogar eines Vereines aus der gleichen Stadt? Hier werden Begriffe verwendet, die zu den langjährigen Klassikern der Anti-St Pauli Argumentation gehören und trotz der ewigen Wiederholung nicht wahrer werden: “ Kult-Club “ (wir sind kein Kult-Club und wollten auch nie einer sein!), „moralisch bessere Club“ (auch das eine Außenwahrnehmung, Der Verein hat Werte definiert, auf die sich der größte Teil der Mitglieder und Fans verständigen. Ist das verwerflich?), „kapitalistische Unschuld“ (wer behauptet, dass wir die je hatten?).

    Es ist bezeichnend, dass der Autor vieler dieser Punkte in Anführungszeichen gesetzt hat. Damit zitiert aber nicht, sondern dokumentiert seine eigenen Vorteile.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      25. November 2015 10:31 at 10:31

      Anmerkung der Redaktion:

      Teile der Reaktion sind durchaus St.Pauli-Fans! Wir müssen zugeben, dass der Autor des Artikels nicht dazu gehört – und wollen hiermit mitteilen, dass die St.Pauli-Fans in der Redaktion die Gunst der Stunde genutzt haben und den Autor des Artikels auf der Toilette eingesperrt haben. Er darf erst wieder diese Lokalität verlassen, wenn er fehlerfrei das Stadionlied des FC St.Pauli „Hells Bells“ intoniert!

      Im Übrigen sind wir bei finanzmarktwelt.de keine „Finanzhaie“ (wie einige Kommentare meinen, die unsere Seite offenkundig nicht kennen), sondern berichten kritisch über die Entwicklungen an den Finanzmärkten!

      • Avatar

        GrumpyMike

        25. November 2015 11:03 at 11:03

        Euer „kritischer Bericht“ beschränkt sich dabei aber offensichtlich auf die Mitteilung eurer sehr einseitigen und vorurteilsbehafteten Meinung.
        Selbstverständlich darf man so einen Vorgang wie er hier vom FCSP ausgeführt wird kritisch sehen und entsprechend darüber berichten. Aber das macht ihr ja nicht einmal. Der Vorgang wird ja sogar noch als sehr geschickt gelobt. Eure Kritik richtet sich lediglich dagegen, dass der FCSP und nicht einer der großen Vereine diesen Vorgang ausführt.
        Spätestens an dieser Stelle entbehrt euer Artikel jedem Anspruch an guten Journalismus, falls einem dies durch die vielen Suggestivfragen, sinnlosen Anführungszeichen und sonstige Polemik nicht bereits vorher aufgefallen wäre.
        Es ist gut, dass diese Kritik derartig schlecht vorgetragen wird. So kann niemand auf die Idee kommen, diese ernst zu nehmen…

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          25. November 2015 11:12 at 11:12

          @GrumpyMike,

          der Kauf ist im kapitalistischen Sinne geschickt – aber passt das zu St.Pauli? Erst kürzlich wollte man ja Retortenvereine wie Hoffenheim oder Wolfsburg von den Fernsehgeldern ausschließen, bedient also den antikapilatistischen Affekt mustergültig. Vor allem ist die Frage, wie der angesichts der sehr langen Laufzeit des für den Vermarkters sicher einträglichen Vertrages extrem geringe Verkaufspreis von knapp über 1 Millionen Euro zustande kommt! Wäre ich Geschäftsführer von Upsolut, wäre ich mit einem solchen Preis sicher nicht einverstanden gewesen. Hier liegt nach meiner Auffassung der Hase begraben – was ist da hinter den Kulissen gelaufen?

          • Avatar

            Dimitris

            25. November 2015 11:22 at 11:22

            Oh Mann, wieso kommt ihr immer mit dieser Kapitalismus-Keule? Nochmals: Jeder bei St Pauli weiss, dass man das Spiel mitspielen muss, um in der Bundesliga zu bestehen.

            Das Thema um die Fernsehgelder hat einen anderen Hintergrund: Warum sollen Vereine, die nur wenige TV-Zuschauer haben genau so viel Geld erhalten wie Vereine, die viele TV Zuschauer anziehen und so dafür sorgen, dass die TV Gelder zum größten Teil überhaupt eingenommen werden? Und zufällig sind die Vereine, die wenig TV Zuschauer aufweisen auch die Vereine, die für eine Wettbewerbsverzerrung sorgen, weil sie Ausnahmeregelungen für die 50+1 Regelungen haben.
            Das hat nichts mit Kapitalismus zu tun sondern mit Gerechtigkeit.

    • Avatar

      Tacheles

      25. November 2015 10:52 at 10:52

      Liebe Leute.

      Upps, da wurde mal kritisiert und schon kommt eine Breitseite der Empörung zurück.
      Gemach gemach. Eine Entscheidung zu einem Zeitpunkt ist richtig.
      Im Nachhinein daran zu rütteln ist ebenso sittenwiedrig, wie derart lange Laufzeiten. Aber nur, weil die Einnahmen gefühlt zu gering sind. Wenn jedes jahr 100 Millionen dadurch eingenommen werden, dann hätte keiner daran gerüttelt. Ganz im Gegenteil. Aber die damalige Entscheidung hat Pauli wohl auch den Arsch gerettet.
      Freunden wir uns ehrlich damit an, das bei Pauli auch zunehmend die kapitalistische Welt einzieht. Und wem dient es? Dem Fussball auf Pauli. Also auch den Fans. Pauli kann nur überleben, wenn es sich anpasst. Pauli ist besonders, weil es sein eigenes Flair pflegt. Der Vorstoß von Rettig geht doch in die gleiche Kerbe. Den Weksclubs Geld wegnehmen und den anderen zukommen zu lassen. Also auch Pauli.
      Bedenklich und schwach finde ich, wenn man Schubladen aufmacht (HSV) den rausholt und ins Spiel bringt. Hallo, darf man nicht kritisieren und mal anders sein? Man kann argumentieren, aber lasst den HSV da wo er ist. Den braucht doch keiner.
      Bringt all Eure Tassen zurück in den Schrank und seit entspannter und ehrlicher.

      Tacheles

      • Avatar

        Marie

        25. November 2015 11:29 at 11:29

        Wer ist denn bitte schön dieser Pauli von dem du dauernd sprichst? Ist damit dieser Maulwurf gemeint?

        • Avatar

          Tacheles

          25. November 2015 12:33 at 12:33

          ….niedlich, nein unter Pauli Fans heist St. Pauli auch einfach nur Pauli….und den St. (Heiligenschein) braucht doch keiner mehr.
          Genausowenig wie Pyhrotechnik….da sollte man genauso aktiv gegen angehen… das wäre wesentlich wichtiger….

          • Avatar

            1910%

            26. November 2015 16:50 at 16:50

            Ja nee, ist klar. Klassischer könnte ein Troll-Outing nicht ausfallen.

  5. Avatar

    Dimitris

    25. November 2015 10:36 at 10:36

    Naja, eure Erklärung ist dann aber ein ziemliches Armutszeugnis über den Journalismus, den ihr betreibt. Ihr lasst einfach euren Kollegen einen Artikel schreiben, in dem er seine Abneigung gegen einen Verein deutlich ausdrückt ohne das ganze als Kommentar zu bezeichnen. So etwas lernt mit der ersten Stunde einer Journalistenausbildung.

  6. Avatar

    Joschi

    25. November 2015 12:50 at 12:50

    Klar, dass das eine äusserst üble Nachricht für alle Hasser des Magischen FCs ist.
    Da hat man es aufgrund der derzeitigen sportlichen Erfolge des Klubs eh nicht leicht gehabt in den letzten Monaten und nun wird der Verein noch voll an seinen Fanartikeln verdienen…
    Allein schon die Wut darüber ist die ganze Sache wert ! Forza Sankt Paul !

  7. Avatar

    Mario Rosenberg

    25. November 2015 12:52 at 12:52

    Ei, ei, ei,

    wo soll man mit den Korrekturen anfangen.

    Zunächst einmal, Sittenwirdigkeit von Willenserklärungen hat nicht zwangsweise etwas mit „Unzurechnungsfähigkeit“ zu tun. Hierzu hilft ein Blick ins BGB: „Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, […] für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen“ (§138 II BGB). Das OLG Hamburg folgte nicht der Argumentation im Bezug auf Sittenwidrigkeit, erklärte aber den Vertrag in Punkten für rechtswidrig. Folge: Das Gericht erklärte eine Laufzeit von zehn Jahren für angemessen. Der Verträge lief somit am 30. Juni 2015 aus. Die Revision vorm BGH hätte sich nun lediglich um die (generelle) maximale Laufzeit von Lizenzverträgen gedreht.
    Merke: Das Finanzmarktakteure Schwierigkeiten mit der Beurteilung von Sitten- und Rechtswidrigkeit haben mag nicht verwundern.

    Darüber hinaus liegt der Artikel in einem weiteren (zentralen) Punkt ziemlich daneben. Mit dem Kauf von Upsolut erklärte Christoph Pieper vom FC St. Pauli, dass durch den Eigentümerwechsel der FC Union Berlin sofort aus dem Vertrag aussteigen kann. Daraufhin erklärte Union eben dieses zu tun. Fertig.

    Fassen wir zusammen:
    Bei dem Artikel handelt es sich um einen äußersten schlechten Storhmann-Trugschluss, der mit einfachster Onlinerecherche zu widerlegen ist. Hier sind wohl einfach jemandem die Sicherungen durchgebrannt, was auch die klischeehafte und eindimensionale „Auseinandersetzung“ mit Kapitalismuskritik verdeutlicht.

    Liebe Grüße

  8. Avatar

    Harald Stender

    25. November 2015 16:04 at 16:04

    Ich finde es ja gut, wenn das Thema Fußball und Kommerzialisierung beleuchtet wird. Viele „Auswüchse“ sind sicherlich beklagenswert und sollten zu recht angeprangert werden. Dass aber ein Verein, der seine ureigenen Rechte nun wieder selber wahrnehmen will ob des „Beifanges“ eines Mitbewerbers an den Pranger gestellt worden soll, ist schlicht wenig überzeugend. Lächerlich wird, wenn gegen jede gebotene journalistische Sorgfaltspflicht, dass entscheidene Faktum (immerhin vom höchsten Hamburger Gericht so bestätigt) nämlich die Sittenwidrigkeit aufgrund der Ausnutzung einer Zwangslage ausgelassen wird. Da könnte sich schon der Eindruck bilden, dass der nicht sachkundige Leser bewusst manipuliert werden soll. Pseudolustige Erklärungen, wie den Schreiberling haben wir auf dem Klo eingesperrt, helfen da auch nur bedingt weiter. Dass der FC St. Pauli sich zudem mutig zeigt und letztlich eine Verteilung der Gelder im Sinne der Berücksichtigung der Popularität fordert, ist doch nur für die nicht nachzuvollziehen, die so sehr kommerzialisiert sind, dass sie ihr Buisiness als als von der Popularität unabhängig sehen und nicht als schönste Nebensache. Warum soll denn nicht der das meiste Geld bekommen, der das höchste Interesse erweckt. Schade vielleicht für Hoffenheim, Wolfsburg und Co gut aber sicher für den Fußball.

  9. Avatar

    Traumlos

    25. November 2015 19:11 at 19:11

    Wenn ich den Titel des Blattes mit dem geschriebenen Bericht über die einaktige Geschäftsaktivität des FC St. Paulis vergleiche passt dieses keinesfalls zusammen!
    Kritisch sein soweit OK, nur betrachtet aus Finanzsicht unpassend.

    Wäre der FC St. Pauli eine Aktiengesellschaft müsste die letztendliche Empfehlung „KAUFEN“ sein.
    Ein gesundeter Verein, mit einer guten Kapitaldecke und einem neuen Stadion!
    Dazu jede Woche volle Stadien, nicht nur am Millerntor! Fans / Nachfrager die einen guten soliden Umsatz bescheren.
    Dazu jetzt das Streben nach mehr. Der Wunsch nach einem vielleicht auch moralisch korrekten größerem Anteil an dem zentral verteilten Kuchen.
    Aber auch der Kauf des (eigenen) Vermarkters gehört dazu.
    Bei einem Wirtschaftsunternehmen würden spätestens jetzt von allen Seiten die Daumen nach oben gehen.
    Aber scheinbar gillt / geht dieses beim FC ST. Pauli nicht.
    Und schon gar nicht, dass der „Beifang“ die Vermarktung vom 1 FC Union Berlin dabei ist.
    Ich bin gespannt, was nach der sicherlich anstehenden Regelung mit dem 1 FC Union Berlin aus Upsolut gemacht wird. Eine Ausweitung des Geschäftes wäre der hoffnungsvolle nächste Schritt.

    Von mir Daumen hoch!

    Achso, wer sich für Vermarkter und deren Eigentümer interessiert sollte dieses nicht nur für einen Verein moralisch betrachten.

  10. Avatar

    Forza

    25. November 2015 23:58 at 23:58

    Wenn Ihr mir als alte FC St.Pauli – Zecke in der Zukuft eine kleine Freude mit qualitätsvolleren Artikeln bereiten wollt, schickt den Schreiber nach dem unfreiwilligen
    Toilettenbesuch auf eine Fortbildung. Auf die sachlichen Fehler will ich nicht eingehen – Fehler verzeihen wir in meiner Kurve auch unseren Spielern. Damit die folgenden Texte besser werden:
    Der Gebrauch von Adjektiven ist vermutlich ein Problem für den Schreiber. (kapitalistische Unschuld, kapitalistische Ablehnung, kapitalistische Ausbeutung, streng kapitalistische Fußballfans, brutale kapitalistische Maßnahme) Neben der Häufigkeit eines
    Adjektivs ist es peinlich, wenn seine Bedeutung nicht verstanden wird. Vermutlich gibt es im Verein und im Umfeld mehr ANTIkapitalistisch eingestellte Menschen als in aderen Vereinen. Diese Einstellung kann man verlieren. – aber seine kapitalische Unschuld? Kapitalistisch-antikapitalistisch trifft auch nicht den Kern der aktuellen Vereinspolitik. Es geht darum, die fortschreitende Kommerzialisierung im Fußball kritisch zu hinterfragen egal ob als Sozialromantiker oder als in Wirtschaftsfragen kompetent handelnde Vereinsführung.

  11. Avatar

    Heul doch

    26. November 2015 13:30 at 13:30

    Ich verstehe den Artikel jetzt mal als Lob an einen Verein (hier: sogar einen echten e.V.), der wahrscheinlich viel richtig gemacht hat, da er mit seinen Strukturen trotzdem in der Lage ist, Bundesliga-Fußball anzubieten. Dass ein Autor einer Seite, die sich Finanzmarktwelt.de nennt, dem FC St. Pauli vorwirft, geschäftlich erfolgreich zu sein und zur Spezies der kapitalistischen Ausbeuter zu gehören, finde ich fast schon lustig. Erinnert an Kritiker, die dem Verein vorwerfen, andauernd Politik mit Fußball zu vermischen. Kritik aus der falschen Ecke ist eben immer noch Lob. Das was hier als moralische Instanz, Überlegenheit, wie auch immer bezeichnet wird, ist der Neid derer, die Vereine mögen, die sich den Arsch ab vermarktet haben und immer noch nicht so erfolgreich sind, wie es das eingesetzte Kapital ermöglichen müsste. Es hat schon seine Berechtigung, dass ein Verein wie der FC St. Pauli, trotz fehlender sportlichen Erfolge, eine der bekanntesten Fußballmarken der Bundesliga ist, die sogar international über eine gewissen Bekanntheitsgrad verfügt. Ist halt so passiert. Und es ist o.k., wenn so manch ein Markenstratege eines Fußballvereins oder sogenannte Wirtschaftsjournalisten vor Wut ins Whiteboard beißen: So einen Verein kannste halt nicht erfinden. Im Moment macht der FC St. Pauli so vieles richtig, insbesondere auch unter Berücksichtigung seines (Marken-)Profils, (im marktwirtschaftlichen Terminus) bzw. unter Berücksichtigung gewisser Ideale im gesellschaftspolitischem Sinn, da kann man auch einfach mal den Hut vor ziehen. Es würde auch eine gewisse (moralische) Größe erkennen lassen. Diese Größe erkenne ich hier beim Verfasser allerdings nicht.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

Avatar

Veröffentlicht

am

Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

weiterlesen

Allgemein

Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

weiterlesen

Allgemein

Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen