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Der historische Absturz von Facebook – und seine Opfer..

Was gestern mit der Facebook-Aktie passiert ist, schreibt Börsen-Geschichte! Es ist mit 120 Milliarden Dollar Verlust an Marktkapitalisierung der größte Verlust in der Börsengeschichte an einem einzigen Tag!

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Was gestern mit der Facebook-Aktie passiert ist, schreibt Börsen-Geschichte! Es ist mit 120 Milliarden Dollar Verlust an Marktkapitalisierung der größte Verlust in der Börsengeschichte an einem einzigen Tag! Damit übertraf die Facebook-Aktie den bisherigen „Bestwert“ der Intel-Aktie, die am 22.September im Jahr 2000 90,4 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung verloren hatte bei einem damaligen Tages-Verlust von -22%. An dritter Stelle der „Hitparade“ liegt Microsoft, die am 03.April des Jahres 2000 80 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung verlor (mit einem damaligen Minus der Aktie von -14,5%).

Mit anderen Worten: was gestern bei Facebook passiert ist, hat größere Ausmaße erreicht als die „Unfälle“ beim Platzen der Dotcom-Blase! Nur ein Ausrutscher – oder doch ein Vorbote für das, was kommt? Denn die Fokussierung der Investoren auf die großen US-Tech-Werte ist immens, das Boot ist mehr als voll, sodass eine Welle wie gestern bei Facebook schwere Kolleteralschäden anrichten kann!

120 Milliarden Dollar Verlust an einem einzigen Tag von Facebook – das ist ein Verlust von mehr Marktkapitalisierung, als knapp 93% der S&P 500-Unternehmen (also grob formuliert der größten 500 Unternehmen der USA) überhaupt auf die Waage bringen!

Für Mark Zuckerberg durchaus unschön! Er wurde gestern um 17,6 Milliarden Dollar „ärmer“, sein Vermögen beträgt nun nur noch 68,9 Milliarden Dollar (was ihn sicher bald dazu veranlassen wird, in den USA Lebensmittelkarten zu beantragen..). Dass Zuckerberg nun wieder „ärmer“ ist als Warren Buffett, tut da wohl besonders weh, und wie ein 34-jähriger nun mit einem Vermögen von nicht einmal 69 Milliarden Dollar auskommen soll, ist völlig rätselhaft..

Dumm gelaufen ist die Sache vor allem aber auch für US-Hedgefunds, denn keine Aktie war beliebter bei den „Hedgies“ als eben die Facebook-Aktie. 97 dieser Hedgefunds hatten Facebook unter den zehn Werten mit der stärksten Gewichtung, keine andere Aktie ist damit so beliebt (gewesen) wie Facebook (an zweiter Stelle liegt die Amazon-Aktie, die bei 74 der Hedgefunds unter den Top-10-Positionen rangiert). Insgesamt verloren amerikanische Hedgefunds mit dem Kurssturz der Facebook-Aktie sechs Milliarden Dollar – und damit nur etwa ein Drittel dessen, was Zuckerberg als größter Aktionär (12,8%) seines eigenen Unternehmens einbüßte. Peanuts also..

Wie groß der Verlust bei ETF-Haltern ist, ist noch nicht bekannt – aber Facebook war mit Amazon, Microsoft und Apple besonders schwer gewichtet in zahllosen ETFs. Das hat, weil ETFs sich immer größerer Beliebtheit erfreuen auch bei Privatanlegern, also auch zahllose „Durchschnittsamerikaner“ schwer getroffen.

34 Kommentare

34 Comments

  1. frank

    27. Juli 2018 11:26 at 11:26

    Absturz? Das ist doch lächerlich… Heute steigt sie schon wieder. Man kann es auch anders sehen und über den historischen Kursanstieg sprechen. Im Mai 2018 stand FB genau da wo sie heute nach dem „historischen Kurssturz“ steht…

    • Markus Fugmann

      27. Juli 2018 11:35 at 11:35

      @Frank, ich verstehe Sie nicht! Es ist wie in dem Artikel beschrieben der größte Verlust an Marktkapitalisierung an einem einzigen tag der gesamten Börsengeschichte! Ist das dann nur deshalb kein Absturz, weil die Aktie zuvor stark gestiegen war? Und ob Facebook heute steigt, wissen wir nicht, da die Aktie noch nicht vorbörslich gehandelt wird und das, was am deutschen Börsenmarkt mit der Facebook-Aktie passiert reichlich irrelevant ist..

      • frank

        27. Juli 2018 15:26 at 15:26

        Ich hab doch geschrieben dass man es auch anders sehen kann und von einem historischen Kursanstieg sprechen könnte. Alles eine Frage der Perspektive. Die Verluste wurden ja vorher gewonnen, somit sehe ich es tatsächlich nicht so schlimm an und finde es lächerlich wenn man so einen Aufruhr darum macht. Der FB-Chart ist ohnehin beispiellos, es geht in einer Gerade nach oben, es gibt glaub ich keine andere Aktie mit einem derartigen Kursverlauf.

        • Sabine

          27. Juli 2018 16:53 at 16:53

          „Ich finde es lächerlich“ find ich sehr aggressiv und als Kommentar sehr unhöflich! (Da ärgert sich jemand!)
          a) Es ist einfach nunmal wahr, daß an einem Tag die Aktie 120 Milliard. verlor.
          b) Es ist weiterhin wahr, daß Facebook seit längerem extrem steigt.
          c) Aber das ist genauso hysterisch, wie hier ja schon beschrieben wurde. Das nämlich ein paar Aktien (Amazon, Facebook, MS usw.) den halben Dow ausmachen. (Finde den Artikel grad nicht.)
          Insofern find ich es sehr lehrreich zu sehen, wie schnell diese Hochflieger abstürzen, (so schnell, wie sie hochstürzen), und das dann der ganze Laden betroffen ist, weil das eben so Riesengorillas sind, und die – by the way – mit Realität nichts mehr zu tun haben. Und das ist der Punkt! Und da sollte man schnell die Flucht ergreifen, denn das endet im Doom.

  2. Lossless

    27. Juli 2018 12:38 at 12:38

    Dies sollte Wachrütteln… Wer da glaubt, sorglos auf einer Geld-Wachstums-Maschine zu sitzen irrt gewaltig. Natürlich wird nachgekauft und natürlich kaufen jetzt die nach, die bisher nur von der Seitenlinie zusahen und nun das Gefühl verspüren etwas zu verpassen. Wer sich das Chartbild von FaceBook genauer ansieht, wird einige Unregelmäßigkeiten feststellen…

    Nun stellt sich die Frage: Buy the dip oder Finger weg? Zumindest darf man festhalten, die Verkaufsbereitschaft war riesig. In Zahlen ausgedrückt – 120 Milliarden Dollar.

    Gut geführte Hedgefunds haben diese Entwicklung vorausgesehen und sich dementsprechend positioniert. Weniger gut geführte Hedgefunds haben Blind der Wachstums-Maschine vertraut und dabei sehr viel Geld verloren.

  3. Alex Kreis

    27. Juli 2018 12:46 at 12:46

    Wenn man den FB-Chart auf der Monats-Ebene betrachtet, dann sieht man folgendes: 1. der Absturz im März war ähnlich dramatisch, nur dass es zuvor keinen so hohen Peak gab, d.h. ja Herr Fugmann, der starke Anstieg im Juli relativert den Absturz, auch wenn es dennoch ein Absturz ist. 2. die Volatilität der FB-Aktie steigt seit Jahresbeginn stark an und das ist meiner Meinung nach viel bedenklicher als dieser aktuelle Absturz. Die stete Steigung bei geringer Vola ist weg und das mögen die lieben Anleger überhaupt nicht. 3. der übergeordnete Aufwärtstrend ist noch immer intakt und die 160 und vor allem die 150 sind noch weit weg. Ich bin geneigt frank zuzustimmen, zumindest solange die 150 nicht unterschritten werden. Ab dann geht Zucker den Berg runter … Gruß und schönes Wochenende, Alex Kreis

    • Markus Fugmann

      27. Juli 2018 12:51 at 12:51

      @Alex, seit Beginn des Cambridge Analytica-Skandals haben Facebook-Insider Facebook-Aktien im Volumen von 4,1 Milliarden Dollar verkauft, vermutlich daher der Anstieg der Vola..

      https://www.zerohedge.com/news/2018-07-26/sec-may-want-take-look-facebook-insiders-dumped-41-billion-stock-scandal

      • Alex Kreis

        27. Juli 2018 12:58 at 12:58

        @Markus, ich finde man kann die Auswüchse des FIAT-Geldsystems nirgendwo besser sehen als bei den FANGs, den Geld-Vermögen ihrer CEOs und den Aktien-Volumina die da gehandelt werden. Eine gefühlte Ewigkeit war Bill Gates mit seinen 60Mrd. USD die Nummer 1 … was sich da seit 2008 entwickelt hat ist „wenig nachhaltig“ um es zart auszudrücken … das stellt sogar die US-Staatsverschuldung in den Schatten.

        • tm

          27. Juli 2018 13:14 at 13:14

          Nun ist mir zwar schleiferhaft, worauf der Erfolg von FB basiert, aber das ist eher mein Problem – die Zahlen sprechen jedenfalls für sich. Und ein KGV von aktuell knapp über 24 ist bei einem Unternehmen mit dem Gewinnwachstum doch keienswegs dramatisch hoch.

          Google mit 32 oder Microsoft mit 29 liegen auch nicht völlig utopisch hoch. Okay, bei Netflix und Amazon sieht das anders aus.

          Wo müssten denn Ihrer Meinung nach nachhaltige Niveaus liegen und weshalb?

          • Alex Kreis

            27. Juli 2018 13:57 at 13:57

            @tm: Gegenfrage: was für eine Aussage hat das KGV in Zeiten in denen sich Unternehmen zu nahe 0% verschulden und ihren eigenen Aktienkurs durch Rückkäufe stützen? Ich fand solche Zahlen wie das KGV schon vor 2008 wenig aussagekräftig, aber heute in Zeiten von EZB Junkbond-Käufen, globalem QE und ZIRP ist das doch nur noch eine Farce auf die nicht einmal mehr die Algos Rücksicht nehmen.

          • tm

            27. Juli 2018 14:36 at 14:36

            Was haben Verschuldung und Rückkäufe damit zu tun? Oder anders: Gerade weil die Zinsen niedrig sind, dürften die KGVs m.E sogar über den historischen Durchschnittswerten liegen. Insofern ist es fast erstaunlich, dass die KGVs nicht höher liegen.

            Aber um Ihre Frage zu beantworten: Ein KGV von 24 wie bei FB entspricht also eine Rendite von 4,17% – bei Zinsen von 0% und hohem Gewinnwachstum erscheint mir das sehr viel zu sein.

            Gegen-Gegenfrage: Anhand welcher Kennzahlen erkennen Sie eine mögliche fundamentale Überbewertung?

      • tm

        27. Juli 2018 13:02 at 13:02

        hm, wenn ich mit bei Bloomberg die Zahlen so ansehe, hat Zuckerberg Sommer 2016 sehr selten verkauft. Das stimmt soweit mit den Angaben bei zerohedge überein. Den größten Einzelverkauf gab es gemäß Bloomberg aber am 26.12.2013.

        Wenn ich mit alle Insider-Verkäufe ansehe, sieht das Bild aber ohnehin ganz anders aus als es zerohedge darstellt. Da gab es dann eher 2016 vermehrt Verkäufe, 2017 auch noch, aber 2018 kaum.

        Passt zu dem Bild, das ich von zerohedge habe. Die Zahlen bei ihm sind mehr oder weniger richtig (wobei ich hier den Verkauf 2013 vermisse), aber er präsentiert nur den Ausschnitt, der zu seiner Aussage passt, auch oder gerade wenn der Rest des Bildes der Aussage widerspricht.

  4. Altbär

    27. Juli 2018 12:54 at 12:54

    Leider ist der Verlust viel zu klein. Denn diejenigen ,die den Warnschuss bei der Datenaffäre nicht gehört haben u.sofort weiter gekauft haben, haben ihren Platz im Casino.
    Betroffen sind auch diesmal wieder die Schlusseinsteiger, die von 95 % der Analysten so wunderbar beraten waren.

  5. Altbär

    27. Juli 2018 13:06 at 13:06

    Der Segler hat sich noch nicht gemeldet, der hat auch schon behauptet man könne jede grössere Korrektur
    am Chart ablesen. ( IM NACHHINEIN ! ! )

  6. Alexander Gliese

    27. Juli 2018 13:06 at 13:06

    Was ich an Ihnen, Herr Fugmann, immer wieder bewundere, ist Ihre soziale Empathie. So denken eben auch an die Verlierer: „ … und wie ein 34-jähriger [Mark Zuckerberg] nun mit einem Vermögen von nicht einmal 69 Milliarden Dollar auskommen soll, ist völlig rätselhaft.“
    Allerdings erinnert mich das an die von der Linkspartei geforderte Aufstockung von Renten, die im Alter nicht zum Leben reichen – auch wenn bei näherer Betrachtung darunter zahlreiche Rentner(innen) sind, deren Minirenten durch die üppige Pension/Rente des Lebenspartners aufgestockt wird.

  7. Roberto

    27. Juli 2018 14:07 at 14:07

    …liebe Trader, Anleger, Spekulanten oder Vermögensverwalter,

    der längst fällige Abverkauf oder Korrektur ( kein crash ) wird nicht mit Ansage kommen. Wie sagt man so schön: „an der Börse wird nicht geklingelt“
    NEIN, es wird ganz langsam und als Art „Salamicrash“ kommen, so dass die Big Boys immer wieder die Möglichkeit haben werden sich ihrer teueren Papieren zu entledigen.
    Ein starker Abverkauf ( ich meine die Indizes und nicht eine einzelner Wert ) wird nicht gestattet, da zu viel auf dem Spiel nsteht. Das wissen die Nottenbanken und die Regierungen dieser Welt. Etwas unkontrolliert kollabieren zu lassen wäre selbstmord.
    Also alles gaaaaanz langsam angehen und unbemerkt sich aus der Affaire ziehen. So wird es dann immer wieder viele private geben die die teueren Papiere hoffnungsvoll abkaufen werden und somit den Markt nicht abstürzen lassen.
    Wer mehr dazu wissen will, kann mal nach PPT ( Plunge Protection Team ) zu Zeiten von Ronald Reagan googeln. Das wird einem einiges klar.
    Viel Spaß dabei und ein schönes Wochenende allen Beteiligten:-)

    • Sabine

      27. Juli 2018 17:02 at 17:02

      Ich glaub nicht, daß alles immer so ruhig weitergeht. 1929 und 2008 hatten auch ihre Vorbeben, aber dann hat es gekracht.
      Der Schuldenberg ist zu riesig, die Spannung dadurch zu hoch, die Leute nervös und hysterisch, als das nicht ein (gelenkter) schwarzer Schwan vieles umstürzt.
      Man schwätzt oft von einem Experiment mit der Druckerei der Notenbanken. Das ist Quatsch.
      „In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf dieser Weise geplant war.“ sagt Insider Franklin D. Roosevelt (1882-1945)

  8. Börsenanfänger

    27. Juli 2018 15:42 at 15:42

    @Alex Kreis, ihre Ansicht zu den KGV‘ s teile ich zu 100%.
    Es gab kürzlich einen Artikel zu diesem Thema.
    Bitte googeln: „ Einzig Schwellenländer sind fair bewertet „
    Dass der Herr Gastkommentator das immer noch nicht begreift ist unverständlich! !

    • tm

      27. Juli 2018 16:07 at 16:07

      Hm, danke für das „nicht begreifen“, weil ich Ihre – natürlich 100% richtige und unumstössliche – Meinung nicht teile.

      Die Historie zeigt doch sehr gut, dass die KGVs ein (einer von vielen!) guter Indikator zur Einschätzung einer Überbewertung ist. Auch in dem von Ihnen empfohlenen Artikel wird letztlich eine Art KGV gebildet, wenn auch adjustiert. Gemäß der dort vorgestellten alternativen Bewertungsmethodik wäre der EuroStoxx leicht überbewertet. Hätten Sie alleien auf der Basis investiert, wären Ihnen in der Vergangenheit allerdings einige Gewinn entgangen.

      Dann mal anders gefragt: Welche Kennziffern sind Ihrer Meinung nach aus welchen Gründen geeignet, Über- und Unterbewertungen auf Basis der Fundamentaldaten zu identifizieren?

  9. Börsenanfänger

    27. Juli 2018 18:02 at 18:02

    @tm, Es ist aber die Meinung von Shiller u.B. Graham der sie widersprechen. Ich habe eigentlich gedacht, dass sie es besser wissen.

  10. Wolfgang Koch

    27. Juli 2018 21:15 at 21:15

    Ja,Altbär,so sehe ich das auch!Ich bin sogar noch extremer,aus Überzeugung,nicht aus Rückständigkeit oder anderem Bullshit,was einem so als „asozialen Medien“-kritiker entgegnet wird.Wer oder was braucht Fratzenbuch?Ist es die unbegründete Angst bei 10,11,12 Milliarden Menschen,weltweit,unterzugehen?No matter!IhrPissköpp interessiert eh nur wenige und mich der Özilfrosch genauso.Follower,Influencer und Co.,was soll der Scheiss?Konzentriert euere nicht unendliche Kraft auf einen „harten“ Freundeskreis“,auf den ihr auch zählen könnt,wenn’s euch dreckig geht & gut ist!

    • Wolfgang Koch

      28. Juli 2018 16:17 at 16:17

      Wenn ich die Floskel „Alternativlos“ der hirnlosen Merkellisten höre,wird mir regelmässig übel!Ähnliches überfällt mich bei „die Alternativlosigkeit der Aktienanlage.Sehr wohl sind Finanz und Ex-Aktienmärkte alternativlos,wenn sie von Notenbanken mit selbstgedrucktem Falschgeld geflutet werden.Wo kommen wir hin,wenn jeder sein Geld selbst macht,weil es a)alternativlos ist,b)die Inflation auf oder nahe 2% bringt,c)die Wirtschaft ankurbelt und d)allen What-ever-it-takes-Kriterien entspricht?Mir jedenfallsw macht die Wandlung der sozialen Marktwirtschaft in ein Raubtierkapitalistisches System kommunistischer,notenbankpolitbürokratischer Prägung,Angst!Sogar in einem Land in dem wir „gut & gerne Leben!Bitte,bitte!Jagt Erichs Maulwurf weg,bevor die Schäden irreparabel gross werden!Es ist Blutmond vor 12!

  11. Tom

    28. Juli 2018 15:06 at 15:06

    Ich werde Aktien von Social Media Firmen wie Facebook und Twitter nur noch Intraday handeln und nicht längerfristig investieren. Solange kein handfestes Produkt dahinter steht, fehlt mir die Substanz. Vorsicht ist geboten. https://www.daytrading.schule

  12. Altbär

    28. Juli 2018 16:51 at 16:51

    Ein CIO einer renommierten Vermögensverwaltung schrieb am Tag vor dem Absturz:
    Schockierend günstig sind Alphabet u.Facebook.Beide handeln zu einem KGV um die 20, wenn man das Cash abzieht, u.dies bei mittlerem bis hohem zweistelligem Gewinnwachstum.
    Ist eben das aktuelle KGV doch nicht eine so sichere Sache? Anscheinend gibt es doch Leute die das zukünftige KGV in Betracht ziehen für die Kauf oder Verkaufentscheide.Noch nie etwas gehört von Graham u.Shiller ?
    Egal welche Prognosen diese Superanalysten machen, eins ist sicher, IHR GEHALT WIRD ENDE JAHR SCHOCKIEREND HOCH SEIN , AUCH WENN DIE KUNDEN GELD VERLIEREN!

  13. Wundernase

    28. Juli 2018 17:13 at 17:13

    Hat der Zucki etwa auch noch Aktien auf Kredit, ich nehme es an , der vielgerühmte Buffett hat ja meines
    Wissens auch viel Fremdkapital in seinen Anlagen.
    Weiss jemand die Quelle ? Würde lustig wenn solche Koriphäen verkaufen müssten.

  14. Altbär

    28. Juli 2018 17:32 at 17:32

    @ Wolfgang Koch, auf den Punkt gebracht Leider profitieren beim Gelddrucken nur die oberen paar %, das ist unfair,die restlichen ca. 90 % müssen ihre Brötchen noch mit harter Arbeit verdienen.
    Wenn das wirklich funktionieren würde , könnte man doch einfach noch mehr Geld drucken u.niemand müsste arbeiten ? Geht anscheinend doch nicht für Alle!
    Das heisst , Geld wird umverteilt u.nicht gedruckt.

  15. Wolfgang M.

    28. Juli 2018 21:33 at 21:33

    Ist der Absturz der Nasdaq-Schwergewichte Netflix, Facebook (und Twitter) schon der Auftakt zur fälligen Korrektur? Obwohl ich an das Ende der Spätphase einer durch die Steuerreform „gepushten“ US-Wirtschaft glaube, habe ich für die kurze Sicht (noch) Zweifel.
    Meine Kurzeinschätzung:
    Die USA meldeten gerade ein Wachstum von 4,1% für Q2 im Vergleich zu 2017 mit folgenden Komponenten:
    – Verbraucher gaben 5,9% mehr aus im Vergleich zum Vorjahr für Warenkäufe, 3,1% für Dienstleistungen, besonders viel Geld für Autos, Restaurant- und Hotelbesuche, Wohnungen und Häuser.
    – Anstieg der Binnennachfrage so stark wie seit 2014 nicht mehr
    – Aber auch Anstieg der Exporte, als Folge der von Markus F. erwähnten Vorzieheffekte wegen der erwarteten Chinazölle (Öl und Soja)
    – Die Konjunkturfrühindikatoren befinden sich noch auf hohem Niveau, aber das US-BIP von 4,1% für Q2 erhöht massiv die Wahrscheinlichkeit von 2 weiteren Zinsanhebungen 2018 – mit den massiven Folgen für verschuldete Verbraucher, Junk Bonds und Emerging Markets (Währungs- und Verschuldungsprobleme, Rückfluss von Kapital in den rentierlichen US-Anleihenmarkt).
    Damit dürfte die Wahrscheinlichkeit für ein „Peak Earnings“ in Q2 im 9 1/2-jährigen Wirtschaftszyklus gegeben sein und der monetäre Impuls wird nach den nächsten Zinsanhebungen stark nachlassen. Jetzt kommt das „aber“.

    Ich habe in der letzten Woche in der Diskussion mit @Beobachter auf die Riesensumme hingewiesen, die an Aktienrückkäufen in diesem Jahr noch ausstehen. Dieser Einmaleffekt wird m.E. immer noch wirken und dazu gibt es noch ein weiteres Beispiel. Qualcomm ist in dieser Woche durch das Veto Chinas an der Übernahme des Chipherstellers NXP Semiconductors gescheitert. Die Reaktion des Unternehmens war: Dann werde man halt für 30 Mrd.$ Aktien zurückkaufen.
    Deshalb meine fast schon „lästige“ Warnung vor einem zu frühen Spekulieren auf das Ende der Hausse.
    Einen schönen Sonntag

  16. Beobachter

    29. Juli 2018 08:15 at 08:15

    @Wolfgang M. Wieder einmal eine klare einfache Einschätzung ( ohne 1000 unverstänldliche Statistiken )
    mit einem „aber „ das berechtigt ist.Ich will aber ein anderes mögliches „ aber“ anfügen.
    Es sagte einmal ein grosser Guru, „. wenn man den Tag einer Korrektur wüsste, würde die Korrektur einen Tag früher beginnen.
    D.heisst, wenn jetzt viele denken ,dass die Korrektur wirklich kommt, könnte sie auch früher kommen.
    Ob die vorgesehenen Rückkäufe nach den letzten Warnschüssen ( teilweise gute Zahlen u.doch fallende Aktien) wirklich gemacht werden , ist fraglich.
    Das zurückfliessende Geld müsste ev. nicht unbedingt in US Aktien fliessen, so wie es jetzt aussieht
    wären m.W. US– Bonds noch interessanter.
    Wenn das wirklich soviel Geld ist ,könnte man auch die Nebenwirkungen hinterfragen.
    Z.B. was passiert dort wo das Geld abgezogen wird?
    Z.B. was passiert mit dem $ u. den Schwellenländern?
    Eines ist sicher, DIE TRUMPSCHE BÖRSENORGIE WIRD BALD ZU ENDE GEHEN!

    • Wolfgang M.

      29. Juli 2018 11:02 at 11:02

      @Beobachter. Das ist natürlich schwer einen Überblick über die Anlage der Auslandsmilliarden der US-Unternehmen zu bekommen. Es mögen Anleihen der Länder sein u.ä., ich habe darüber keine verlässlichen Informationen. Es ist davon auszugehen, dass das Kapital gebunden ist und nicht auf einen Schlag repatriiert werden kann, dies würde auch den langen Zeitraum des Rückflusses erklären. Fest steht, dass diese Dollars mit nur noch 15% versteuert werden müssen. Als Cisco in diesem Jahr 67 Mrd. $ an Rückführungen erklärte, sprach das Unternehmen davon, 25 Mrd.$ in Aktienrückkäufe zu investieren, der größere Teil solle als Ausschüttung an die Aktionäre gehen. Apple beabsichtigt seine Auslandsmilliarden von 267 Mrd. auf knapp 100 Mrd.$ zu reduzieren, ab Juni und auch einen Teil davon an die Aktionäre auszuschütten. Dass die Firmen die Gelder in Anleihen investieren werden, halte ich eher für unwahrscheinlich, schließlich will man das für den Bonus relevante Aktien-KGV nach unten bringen, oder halten. Nach meiner Wahrnehmung dauert der Rückführungsprozess zahlreiche Monate, bis eben der Geldfluss versiegt. Dies würde auch die Differenz zwischen der vom US-Researchdienst TrimTrab vorgestellten Summe von 433 Mrd.$ für Q2 (announcement of buybacks) und der realisierten Summe von 200 Mrd.$ erklären. Es dauert, bis die Gelder frei zur Repatriierung zur Verfügung stehen. Deshalb auch mein damaliger Einwand, diese Mitteilung sei eher etwas für die Bullen und der Grund für meine, für die Bären nervige Warnung, es könne bis zur großen Korrektur noch etwas dauern.
      Ein weiterer Aspekt ist natürlich der Außenwert des Dollars und seine Auswirkung auf diese Länder. Der Kurs des Greenback sollte hierdurch (noch) steigen oder zumindest hoch bleiben, sehr zum Unwillen Donald Trumps, aber die stark in Dollar verschuldeten Länder in die Bredouille bringen. Sehen Sie sich zum Beispiel die $-Verbindlichkeiten der Türkei an, bei gleichzeitiger Abwertung der Lira, bedenklich!
      Der Konsens der Volkswirte für die kommende US-Rezession scheint in Q1, Q2 für 2020 zu liegen, dies ist nach meiner Einschätzung zu optimistisch. Die Märkte werden es vorwegnehmen und beschleunigen.
      Viele Grüße

  17. Notenbank– Kritiker

    29. Juli 2018 11:17 at 11:17

    Soeben gelesen: Die SNB ( CH Nuttenbank ) hat mit Fratzenbuch nur 360 Mio verloren.
    Das sei rel. wenig im Verhältnis zum selbstgedruckten Anlagevermögen von ca. 700 Mia.
    Stimmt natürlich, was mich schon lange stört , dass sie dauernd die Bürger vor Immokäufen warnt.
    Sie sagt , dass man mit Kosten von etwa 5% kalkulieren soll, da sonst bei steigenden Zinsen das Risiko zu gross sei.Immerhin kann man wegen der Geldpolitik der gleichen SNB Hypozinsen für 10Jahre fest unter 1,5% abschliessen.Dass eigentlich bei stark steigenden Zinsen die kreditgebenden Banken ein Problem hätten, wird bis jetzt tunlichst verschwiegen.Nach meiner Meinung wäre ein Wohnungskauf bei der aktuellen Situation die sicherste Altersversorgung, u. müsste eigentlich gefördert werden, oder ist es besser mit gedrucktem Billiggeld in Aktien zu investieren ?

  18. Beobachter

    29. Juli 2018 15:16 at 15:16

    @ Wolfgang M. Laut des Business Insider fallen die Umfragewerte des US Börsentreibers.
    Seine Wiederwahl werde immer unwahrscheinlicher, was ich auch glaube.War doch die Wahl letztes Mal schon knapp inkl.Russenturbo.
    Könnte das das Aktienmärchen ev. früher beenden ?

    • Wolfgang M.

      29. Juli 2018 20:53 at 20:53

      @Beobachter. Schwierige Frage. Habe Ähnliches auch schon gelesen. Bei Fortsetzung dieses Trends würde dies zuerst Unsicherheit bedeuten und dies mögen die Börsen nicht. Trump weiß aber auch, dass er die Aktionäre nicht enttäuschen darf (unter den 50% US-Aktionären sind viele seiner Wähler). Eine drohende Wahlniederlage hätte bestimmt Einfluss auf die Aggressivität seiner Handelspolitik, außerdem wäre dem Ignoranten historischer politischer Gepflogenheiten zuzutrauen, auf Fed-Chef Powell Druck auszuüben, im Hinblick auf geplante Zinsanhebungen. (Haben wir doch andernorts erst erlebt.) Wirtschaftspsychologen würden dieses Szenario als „Zero-Validity Environment“ bezeichnen.
      Aber Sie wissen ja. Wir haben in den USA zwei gegenläufige Entwicklungen:
      Die Aktienrückkäufe stützen (noch) die Börsen, die Zinsanhebungen werden sie bremsen – in der Gesamt-US-Ökonomie bedeuten 0,25% Zinsanstieg bestimmt eine um 100 Mrd.$ höhere Zinsbelastung. Deshalb hat für mich der monetäre Faktor die derzeit dominante Rolle, aber vor Überraschungen sind wir nie gefeit.
      Gruß

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Goldman Sachs Analyse: Bankentitel vor US-Zinsentscheid angespannt

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Am heutigen Abend steht wieder der FOMC-Entscheid in den USA an. In den letzten Tagen präsentierten sich Finanztitel freundlich, ob das nach dem Zinsentscheid noch immer so sein wird? Für den heutigen Handelstag ist zunächst eine Fortsetzung der gestrigen Seitwärtstendenz bei Goldman Sachs zu erwarten. Die gestrige Handelsspanne könnte zwar im Vorfeld des FOMC-Entscheids noch verlassen werden, größere und vor allem nachhaltige Bewegungsimpulse sind jedoch erst nach der Fed-Sitzung um 19.00 Uhr und der anschließenden Pressekonferenz um 19.30 Uhr zu erwarten. Marktexperten rechnen mit keinen weiteren Zinsschritten, Aussagen von Fed-Präsident Powell in der Pressekonferenz sollte jedoch aufmerksam verfolgt werden.

Bis Anfang 2018 kannte die Aktie von Goldman Sachs praktisch nur eine Richtung, diese war klar aufwärts gerichtet. Dabei gelang es bei 275,31 US-Dollar ein vorläufiges Top zu markieren, anschließend rutschte das Wertpapier in einen nunmehr ein Jahr andauernden Abwärtstrend ab. Zeitweise schien zu Jahresende sogar ein Trendbruch möglich, aber schnell orientierten sich Investoren an den Verlaufstiefs aus Mitte 2016 und schoben das Wertpapier wieder zurück in den Bereich von rund 200,00 US-Dollar aufwärts. Dort allerdings treffen gleich mehrere wichtige Hürden zusammen, zum einen der gleitende Durchschnitte EMA 200 auf Wochenbasis sowie ein Horizontalwiderstand bei rund 210,00 US-Dollar. Die bisherige Erholungsbewegung seit Ende Dezember kann bislang als zweiwellig identifiziert werden, eine weitere Kaufwelle steht demnach noch aus, kann aber erst bei einem nachhaltigen Kurssprung über den Mehrfachwiderstand gelingen. Sollte sich die Fed-Politik am Mittwoch weiter zinsfreundlich präsentieren, könnte dies einen weiteren Kursschub auslösen.

Long-Chance bei Goldman Sachs

Kurzfristig hängt das Wertpapier von Goldman Sachs im Bereich zwischen 207,10 und 213,12 US-Dollar fest. Erst ein nachhaltiger Kursanstieg über dieses Widerstandsniveau kann weiteres Aufwärtspotenzial bis 240,00 US-Dollar freisetzen. Eine überschießende Welle hätte sogar Platz bis rund 245,00 US-Dollar, spätestens von dort an werden aber wieder korrektive Kursmuster erwartet. Verbleibt Goldman Sachs unter seiner markanten Widerstandszone aus den letzten Wochen, wären kurzfristige Abgaben auf 190,00 US-Dollar erlaubt. Erst darunter dürfte sich zunehmend Skepsis aufbauen und Rücksetzer bis rund 175,00 US-Dollar ins Spiel kommen. Spätestens um 170,00 US-Dollar und der dort verlaufenden langfristigen Aufwärtstrendkanalbegrenzung muss eine nachhaltige Trendwende gelingen, damit es nicht zu einem größeren Verkaufssignal kommt.

Einstieg per Stop-Buy-Order : 213,50 US-Dollar
Kursziel : 235,00 / 240,00 / 245,00 US-Dollar
Stop : < 195,00 US-Dollar
Risikogröße pro CFD : 8,50 US

Goldman Sachs




Rafael S. Müller ist seit 20 Jahren Vorstand und Chefanalyst der direktbroker.de AG. Der FOREX & CFD Broker direktbroker-FX gehört weltweit zu den preisgünstigsten Brokern. Trading-Einsteiger erhalten von der hauseigenen Börsenakademie umfangreich Schulungen bis hin zu einem kostenfreien Trader-Camp. Testen Sie die Konditionen jetzt mit einem kostenfreien Demokonto.


Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktien

Boeing-Aktie: Kaufen? Die heilige Kuh der Amerikaner und das Interesse an Aufklärung..

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Sollte sich das bestätigen, was immer offensichtlicher ist, dürften harte Zeiten auf Boeing und die Boeing-Aktie zukommen (siehe den Artikel „„Boeing hat fliegende Krücken konstruiert“ – wenn Geldgier über Sicherheit geht..“).

Aber: Boeing ist für die USA ein strategisch entscheidendes Unternehmen, daher könnte der Wille zur Aufklärung dessen, was tatsächlich schief gelaufen ist bei Boeing, seitens der US-Behörden mit durchaus überschaubarem Enthusiasmus geführt werden (das war schon sichtbar in der Weigerung der FAA, dem Beispiel aller weltweit relevanten Flugaufsichtsbehörden zu folgen und das „grounding“ der Boeing 737Max anzuordnen). Dass etwa die äthiopischen Behörden darauf beharrten, den Flugschreiber nicht in die USA zu schicken, sondern in Europa analysieren zu lassen, spricht da Bände..

Also: es ist nicht sicher, was sich die US-Behörden bzw. die Trump-Regierung einfallen lassen werden, um die eigentlich relevanten Themen unter der Decke zu halten – ein kollabierendes Boeing-Unternehmen ist das Letzte, was Trump gebrauchen kann. Daher ist es wohl auch möglich, dass der Kurs der Boeing-Aktie steigt. Welche Voraussetzungen charttechnisch relevant sind bei der Boeing-Aktie, zeigt Lars Erichsen:

 

 

Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jetstar Airways (jetstar.com) CC BY-SA 2.0

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Aktien

Bayer: Schwere Prozessniederlage zwingt Aktie in die Knie

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Eine herbe Schlappe in einem richtungweisenden Monsanto-Prozess in den USA hat Bayer-Aktionäre am Mittwoch verschreckt. Der Aktienkurs brach intraday um über 12 Prozent ein.

So befand eine Geschworenen-Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts in San Francisco einstimmig, dass beim Unkrautvernichter Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat ein Auslöser für die Krebs-Erkrankung des Klägers Edwin Hardeman gewesen ist. Der Prozess geht nun mit derselben Jury in eine zweite Phase, in der die Haftungsfragen geklärt werden sollen.

Auf die immensen Gefahren einer Klagewelle und damit einhergehenden Risiken für Bayer wurde bereits im Vorfeld hingewiesen. Nur wenig später erreicht die Bayer-Aktie das anvisierte Kursziel bei 59,00 Euro und schlug anschießend eine Erholungsbewegung ein. Diese reicht nicht ganz an das Niveau von rund 75,00 Euro heran, bereits bei 73,17 Euro geriet der Wert wieder unter Druck. Heute sacken die Notierungen um über 12 Prozent durch, weil der letzte hoffnungsvolle Prozess zur Feststellung der Karzinomen Wirkung von Glyphosat verloren wurde. Das könnte nun weitere Schadensersatzforderungen nach sich ziehen – derzeit sind bereits 11.000 und mehr Klagen anhängig.

Short-Chance:

Ein Blick auf den Kursverlauf seit Anfang 2003 offenbart in dem Wertpapier von Bayer noch einen intakten Aufwärtstrendkanal. Doch mit jedem weiteren Euro Kursabschlag nährt sich die Aktie einem potenziellen Verkaufssignal und könnte hierdurch den langfristigen Aufwärtstrendkanal verlassen. Unterhalb von 55 Euro müssten anschließend Kurzrücksetzer auf ein vorläufiges Niveau von 43,50 Euro einkalkuliert werden, darunter könnte es sogar bis an die Jahrestiefs aus 2011 bei 35,36 Euro weiter abwärts gehen. In jedem Fall ist mit größeren Kursbewegungen bei entsprechender Nachrichtenlage zu rechnen, tendenziell sind – wenn nötig – kleinere Handelspositionen einzugehen.

Allerdings besteht noch die realistische Chance einer positiven Trendwende und Stabilisierung an 59 Euro. Dann könnte die Bayer-Aktie wieder sukzessive zulegen, höher als die aktuellen Jahreshochs von 73,17 Euro dürfte es dabei aber nicht mehr rauf gehen. Spätestens am 50-Wochen-Durchschnitt bei aktuell 77,09 Euro ist wieder mit größeren Gewinnmitnahmen zu rechnen. Maßgeblich hängt der Kursverlauf jedoch von der weiteren Entwicklung der Prozesse im Fall Monsanto ab.
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Einstieg per Stop-Sell-Order : 55,00 Euro
Kursziel : 43,50 / 35,36 Euro
Stop : > 62,00 Euro
Risikogröße pro CFD : 7,00 Euro
Zeithorizont : 2 – 3 Monate

 

Wochenachrt:

 

 

Tageschart:

 

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