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Aktien

Der historische Absturz von Facebook – und seine Opfer..

Was gestern mit der Facebook-Aktie passiert ist, schreibt Börsen-Geschichte! Es ist mit 120 Milliarden Dollar Verlust an Marktkapitalisierung der grĂ¶ĂŸte Verlust in der Börsengeschichte an einem einzigen Tag!

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Was gestern mit der Facebook-Aktie passiert ist, schreibt Börsen-Geschichte! Es ist mit 120 Milliarden Dollar Verlust an Marktkapitalisierung der grĂ¶ĂŸte Verlust in der Börsengeschichte an einem einzigen Tag! Damit ĂŒbertraf die Facebook-Aktie den bisherigen „Bestwert“ der Intel-Aktie, die am 22.September im Jahr 2000 90,4 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung verloren hatte bei einem damaligen Tages-Verlust von -22%. An dritter Stelle der „Hitparade“ liegt Microsoft, die am 03.April des Jahres 2000 80 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung verlor (mit einem damaligen Minus der Aktie von -14,5%).

Mit anderen Worten: was gestern bei Facebook passiert ist, hat grĂ¶ĂŸere Ausmaße erreicht als die „UnfĂ€lle“ beim Platzen der Dotcom-Blase! Nur ein Ausrutscher – oder doch ein Vorbote fĂŒr das, was kommt? Denn die Fokussierung der Investoren auf die großen US-Tech-Werte ist immens, das Boot ist mehr als voll, sodass eine Welle wie gestern bei Facebook schwere KolleteralschĂ€den anrichten kann!

120 Milliarden Dollar Verlust an einem einzigen Tag von Facebook – das ist ein Verlust von mehr Marktkapitalisierung, als knapp 93% der S&P 500-Unternehmen (also grob formuliert der grĂ¶ĂŸten 500 Unternehmen der USA) ĂŒberhaupt auf die Waage bringen!

FĂŒr Mark Zuckerberg durchaus unschön! Er wurde gestern um 17,6 Milliarden Dollar „Ă€rmer“, sein Vermögen betrĂ€gt nun nur noch 68,9 Milliarden Dollar (was ihn sicher bald dazu veranlassen wird, in den USA Lebensmittelkarten zu beantragen..). Dass Zuckerberg nun wieder „Ă€rmer“ ist als Warren Buffett, tut da wohl besonders weh, und wie ein 34-jĂ€hriger nun mit einem Vermögen von nicht einmal 69 Milliarden Dollar auskommen soll, ist völlig rĂ€tselhaft..

Dumm gelaufen ist die Sache vor allem aber auch fĂŒr US-Hedgefunds, denn keine Aktie war beliebter bei den „Hedgies“ als eben die Facebook-Aktie. 97 dieser Hedgefunds hatten Facebook unter den zehn Werten mit der stĂ€rksten Gewichtung, keine andere Aktie ist damit so beliebt (gewesen) wie Facebook (an zweiter Stelle liegt die Amazon-Aktie, die bei 74 der Hedgefunds unter den Top-10-Positionen rangiert). Insgesamt verloren amerikanische Hedgefunds mit dem Kurssturz der Facebook-Aktie sechs Milliarden Dollar – und damit nur etwa ein Drittel dessen, was Zuckerberg als grĂ¶ĂŸter AktionĂ€r (12,8%) seines eigenen Unternehmens einbĂŒĂŸte. Peanuts also..

Wie groß der Verlust bei ETF-Haltern ist, ist noch nicht bekannt – aber Facebook war mit Amazon, Microsoft und Apple besonders schwer gewichtet in zahllosen ETFs. Das hat, weil ETFs sich immer grĂ¶ĂŸerer Beliebtheit erfreuen auch bei Privatanlegern, also auch zahllose „Durchschnittsamerikaner“ schwer getroffen.

34 Kommentare

34 Comments

  1. frank

    27. Juli 2018 11:26 at 11:26

    Absturz? Das ist doch lĂ€cherlich… Heute steigt sie schon wieder. Man kann es auch anders sehen und ĂŒber den historischen Kursanstieg sprechen. Im Mai 2018 stand FB genau da wo sie heute nach dem „historischen Kurssturz“ steht…

    • Markus Fugmann

      27. Juli 2018 11:35 at 11:35

      @Frank, ich verstehe Sie nicht! Es ist wie in dem Artikel beschrieben der grĂ¶ĂŸte Verlust an Marktkapitalisierung an einem einzigen tag der gesamten Börsengeschichte! Ist das dann nur deshalb kein Absturz, weil die Aktie zuvor stark gestiegen war? Und ob Facebook heute steigt, wissen wir nicht, da die Aktie noch nicht vorbörslich gehandelt wird und das, was am deutschen Börsenmarkt mit der Facebook-Aktie passiert reichlich irrelevant ist..

      • frank

        27. Juli 2018 15:26 at 15:26

        Ich hab doch geschrieben dass man es auch anders sehen kann und von einem historischen Kursanstieg sprechen könnte. Alles eine Frage der Perspektive. Die Verluste wurden ja vorher gewonnen, somit sehe ich es tatsÀchlich nicht so schlimm an und finde es lÀcherlich wenn man so einen Aufruhr darum macht. Der FB-Chart ist ohnehin beispiellos, es geht in einer Gerade nach oben, es gibt glaub ich keine andere Aktie mit einem derartigen Kursverlauf.

        • Sabine

          27. Juli 2018 16:53 at 16:53

          „Ich finde es lĂ€cherlich“ find ich sehr aggressiv und als Kommentar sehr unhöflich! (Da Ă€rgert sich jemand!)
          a) Es ist einfach nunmal wahr, daß an einem Tag die Aktie 120 Milliard. verlor.
          b) Es ist weiterhin wahr, daß Facebook seit lĂ€ngerem extrem steigt.
          c) Aber das ist genauso hysterisch, wie hier ja schon beschrieben wurde. Das nÀmlich ein paar Aktien (Amazon, Facebook, MS usw.) den halben Dow ausmachen. (Finde den Artikel grad nicht.)
          Insofern find ich es sehr lehrreich zu sehen, wie schnell diese Hochflieger abstĂŒrzen, (so schnell, wie sie hochstĂŒrzen), und das dann der ganze Laden betroffen ist, weil das eben so Riesengorillas sind, und die – by the way – mit RealitĂ€t nichts mehr zu tun haben. Und das ist der Punkt! Und da sollte man schnell die Flucht ergreifen, denn das endet im Doom.

  2. Lossless

    27. Juli 2018 12:38 at 12:38

    Dies sollte WachrĂŒtteln… Wer da glaubt, sorglos auf einer Geld-Wachstums-Maschine zu sitzen irrt gewaltig. NatĂŒrlich wird nachgekauft und natĂŒrlich kaufen jetzt die nach, die bisher nur von der Seitenlinie zusahen und nun das GefĂŒhl verspĂŒren etwas zu verpassen. Wer sich das Chartbild von FaceBook genauer ansieht, wird einige UnregelmĂ€ĂŸigkeiten feststellen…

    Nun stellt sich die Frage: Buy the dip oder Finger weg? Zumindest darf man festhalten, die Verkaufsbereitschaft war riesig. In Zahlen ausgedrĂŒckt – 120 Milliarden Dollar.

    Gut gefĂŒhrte Hedgefunds haben diese Entwicklung vorausgesehen und sich dementsprechend positioniert. Weniger gut gefĂŒhrte Hedgefunds haben Blind der Wachstums-Maschine vertraut und dabei sehr viel Geld verloren.

  3. Alex Kreis

    27. Juli 2018 12:46 at 12:46

    Wenn man den FB-Chart auf der Monats-Ebene betrachtet, dann sieht man folgendes: 1. der Absturz im MĂ€rz war Ă€hnlich dramatisch, nur dass es zuvor keinen so hohen Peak gab, d.h. ja Herr Fugmann, der starke Anstieg im Juli relativert den Absturz, auch wenn es dennoch ein Absturz ist. 2. die VolatilitĂ€t der FB-Aktie steigt seit Jahresbeginn stark an und das ist meiner Meinung nach viel bedenklicher als dieser aktuelle Absturz. Die stete Steigung bei geringer Vola ist weg und das mögen die lieben Anleger ĂŒberhaupt nicht. 3. der ĂŒbergeordnete AufwĂ€rtstrend ist noch immer intakt und die 160 und vor allem die 150 sind noch weit weg. Ich bin geneigt frank zuzustimmen, zumindest solange die 150 nicht unterschritten werden. Ab dann geht Zucker den Berg runter … Gruß und schönes Wochenende, Alex Kreis

    • Markus Fugmann

      27. Juli 2018 12:51 at 12:51

      @Alex, seit Beginn des Cambridge Analytica-Skandals haben Facebook-Insider Facebook-Aktien im Volumen von 4,1 Milliarden Dollar verkauft, vermutlich daher der Anstieg der Vola..

      https://www.zerohedge.com/news/2018-07-26/sec-may-want-take-look-facebook-insiders-dumped-41-billion-stock-scandal

      • Alex Kreis

        27. Juli 2018 12:58 at 12:58

        @Markus, ich finde man kann die AuswĂŒchse des FIAT-Geldsystems nirgendwo besser sehen als bei den FANGs, den Geld-Vermögen ihrer CEOs und den Aktien-Volumina die da gehandelt werden. Eine gefĂŒhlte Ewigkeit war Bill Gates mit seinen 60Mrd. USD die Nummer 1 … was sich da seit 2008 entwickelt hat ist „wenig nachhaltig“ um es zart auszudrĂŒcken … das stellt sogar die US-Staatsverschuldung in den Schatten.

        • tm

          27. Juli 2018 13:14 at 13:14

          Nun ist mir zwar schleiferhaft, worauf der Erfolg von FB basiert, aber das ist eher mein Problem – die Zahlen sprechen jedenfalls fĂŒr sich. Und ein KGV von aktuell knapp ĂŒber 24 ist bei einem Unternehmen mit dem Gewinnwachstum doch keienswegs dramatisch hoch.

          Google mit 32 oder Microsoft mit 29 liegen auch nicht völlig utopisch hoch. Okay, bei Netflix und Amazon sieht das anders aus.

          Wo mĂŒssten denn Ihrer Meinung nach nachhaltige Niveaus liegen und weshalb?

          • Alex Kreis

            27. Juli 2018 13:57 at 13:57

            @tm: Gegenfrage: was fĂŒr eine Aussage hat das KGV in Zeiten in denen sich Unternehmen zu nahe 0% verschulden und ihren eigenen Aktienkurs durch RĂŒckkĂ€ufe stĂŒtzen? Ich fand solche Zahlen wie das KGV schon vor 2008 wenig aussagekrĂ€ftig, aber heute in Zeiten von EZB Junkbond-KĂ€ufen, globalem QE und ZIRP ist das doch nur noch eine Farce auf die nicht einmal mehr die Algos RĂŒcksicht nehmen.

          • tm

            27. Juli 2018 14:36 at 14:36

            Was haben Verschuldung und RĂŒckkĂ€ufe damit zu tun? Oder anders: Gerade weil die Zinsen niedrig sind, dĂŒrften die KGVs m.E sogar ĂŒber den historischen Durchschnittswerten liegen. Insofern ist es fast erstaunlich, dass die KGVs nicht höher liegen.

            Aber um Ihre Frage zu beantworten: Ein KGV von 24 wie bei FB entspricht also eine Rendite von 4,17% – bei Zinsen von 0% und hohem Gewinnwachstum erscheint mir das sehr viel zu sein.

            Gegen-Gegenfrage: Anhand welcher Kennzahlen erkennen Sie eine mögliche fundamentale Überbewertung?

      • tm

        27. Juli 2018 13:02 at 13:02

        hm, wenn ich mit bei Bloomberg die Zahlen so ansehe, hat Zuckerberg Sommer 2016 sehr selten verkauft. Das stimmt soweit mit den Angaben bei zerohedge ĂŒberein. Den grĂ¶ĂŸten Einzelverkauf gab es gemĂ€ĂŸ Bloomberg aber am 26.12.2013.

        Wenn ich mit alle Insider-VerkÀufe ansehe, sieht das Bild aber ohnehin ganz anders aus als es zerohedge darstellt. Da gab es dann eher 2016 vermehrt VerkÀufe, 2017 auch noch, aber 2018 kaum.

        Passt zu dem Bild, das ich von zerohedge habe. Die Zahlen bei ihm sind mehr oder weniger richtig (wobei ich hier den Verkauf 2013 vermisse), aber er prÀsentiert nur den Ausschnitt, der zu seiner Aussage passt, auch oder gerade wenn der Rest des Bildes der Aussage widerspricht.

  4. AltbÀr

    27. Juli 2018 12:54 at 12:54

    Leider ist der Verlust viel zu klein. Denn diejenigen ,die den Warnschuss bei der DatenaffÀre nicht gehört haben u.sofort weiter gekauft haben, haben ihren Platz im Casino.
    Betroffen sind auch diesmal wieder die Schlusseinsteiger, die von 95 % der Analysten so wunderbar beraten waren.

  5. AltbÀr

    27. Juli 2018 13:06 at 13:06

    Der Segler hat sich noch nicht gemeldet, der hat auch schon behauptet man könne jede grössere Korrektur
    am Chart ablesen. ( IM NACHHINEIN ! ! )

  6. Alexander Gliese

    27. Juli 2018 13:06 at 13:06

    Was ich an Ihnen, Herr Fugmann, immer wieder bewundere, ist Ihre soziale Empathie. So denken eben auch an die Verlierer: „ 
 und wie ein 34-jĂ€hriger [Mark Zuckerberg] nun mit einem Vermögen von nicht einmal 69 Milliarden Dollar auskommen soll, ist völlig rĂ€tselhaft.“
    Allerdings erinnert mich das an die von der Linkspartei geforderte Aufstockung von Renten, die im Alter nicht zum Leben reichen – auch wenn bei nĂ€herer Betrachtung darunter zahlreiche Rentner(innen) sind, deren Minirenten durch die ĂŒppige Pension/Rente des Lebenspartners aufgestockt wird.

  7. Pingback: Aktuelle Meldungen vom 27. Juli 2018 | das-bewegt-die-welt.de

  8. Roberto

    27. Juli 2018 14:07 at 14:07

    …liebe Trader, Anleger, Spekulanten oder Vermögensverwalter,

    der lĂ€ngst fĂ€llige Abverkauf oder Korrektur ( kein crash ) wird nicht mit Ansage kommen. Wie sagt man so schön: „an der Börse wird nicht geklingelt“
    NEIN, es wird ganz langsam und als Art „Salamicrash“ kommen, so dass die Big Boys immer wieder die Möglichkeit haben werden sich ihrer teueren Papieren zu entledigen.
    Ein starker Abverkauf ( ich meine die Indizes und nicht eine einzelner Wert ) wird nicht gestattet, da zu viel auf dem Spiel nsteht. Das wissen die Nottenbanken und die Regierungen dieser Welt. Etwas unkontrolliert kollabieren zu lassen wÀre selbstmord.
    Also alles gaaaaanz langsam angehen und unbemerkt sich aus der Affaire ziehen. So wird es dann immer wieder viele private geben die die teueren Papiere hoffnungsvoll abkaufen werden und somit den Markt nicht abstĂŒrzen lassen.
    Wer mehr dazu wissen will, kann mal nach PPT ( Plunge Protection Team ) zu Zeiten von Ronald Reagan googeln. Das wird einem einiges klar.
    Viel Spaß dabei und ein schönes Wochenende allen Beteiligten:-)

    • Sabine

      27. Juli 2018 17:02 at 17:02

      Ich glaub nicht, daß alles immer so ruhig weitergeht. 1929 und 2008 hatten auch ihre Vorbeben, aber dann hat es gekracht.
      Der Schuldenberg ist zu riesig, die Spannung dadurch zu hoch, die Leute nervös und hysterisch, als das nicht ein (gelenkter) schwarzer Schwan vieles umstĂŒrzt.
      Man schwÀtzt oft von einem Experiment mit der Druckerei der Notenbanken. Das ist Quatsch.
      „In der Politik geschieht nichts zufĂ€llig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf dieser Weise geplant war.“ sagt Insider Franklin D. Roosevelt (1882-1945)

  9. BörsenanfÀnger

    27. Juli 2018 15:42 at 15:42

    @Alex Kreis, ihre Ansicht zu den KGV‘ s teile ich zu 100%.
    Es gab kĂŒrzlich einen Artikel zu diesem Thema.
    Bitte googeln: „ Einzig SchwellenlĂ€nder sind fair bewertet „
    Dass der Herr Gastkommentator das immer noch nicht begreift ist unverstÀndlich! !

    • tm

      27. Juli 2018 16:07 at 16:07

      Hm, danke fĂŒr das „nicht begreifen“, weil ich Ihre – natĂŒrlich 100% richtige und unumstössliche – Meinung nicht teile.

      Die Historie zeigt doch sehr gut, dass die KGVs ein (einer von vielen!) guter Indikator zur EinschĂ€tzung einer Überbewertung ist. Auch in dem von Ihnen empfohlenen Artikel wird letztlich eine Art KGV gebildet, wenn auch adjustiert. GemĂ€ĂŸ der dort vorgestellten alternativen Bewertungsmethodik wĂ€re der EuroStoxx leicht ĂŒberbewertet. HĂ€tten Sie alleien auf der Basis investiert, wĂ€ren Ihnen in der Vergangenheit allerdings einige Gewinn entgangen.

      Dann mal anders gefragt: Welche Kennziffern sind Ihrer Meinung nach aus welchen GrĂŒnden geeignet, Über- und Unterbewertungen auf Basis der Fundamentaldaten zu identifizieren?

  10. BörsenanfÀnger

    27. Juli 2018 18:02 at 18:02

    @tm, Es ist aber die Meinung von Shiller u.B. Graham der sie widersprechen. Ich habe eigentlich gedacht, dass sie es besser wissen.

  11. Wolfgang Koch

    27. Juli 2018 21:15 at 21:15

    Ja,AltbĂ€r,so sehe ich das auch!Ich bin sogar noch extremer,aus Überzeugung,nicht aus RĂŒckstĂ€ndigkeit oder anderem Bullshit,was einem so als „asozialen Medien“-kritiker entgegnet wird.Wer oder was braucht Fratzenbuch?Ist es die unbegrĂŒndete Angst bei 10,11,12 Milliarden Menschen,weltweit,unterzugehen?No matter!IhrPissköpp interessiert eh nur wenige und mich der Özilfrosch genauso.Follower,Influencer und Co.,was soll der Scheiss?Konzentriert euere nicht unendliche Kraft auf einen „harten“ Freundeskreis“,auf den ihr auch zĂ€hlen könnt,wenn’s euch dreckig geht & gut ist!

    • Wolfgang Koch

      28. Juli 2018 16:17 at 16:17

      Wenn ich die Floskel „Alternativlos“ der hirnlosen Merkellisten höre,wird mir regelmĂ€ssig ĂŒbel!Ähnliches ĂŒberfĂ€llt mich bei „die Alternativlosigkeit der Aktienanlage.Sehr wohl sind Finanz und Ex-AktienmĂ€rkte alternativlos,wenn sie von Notenbanken mit selbstgedrucktem Falschgeld geflutet werden.Wo kommen wir hin,wenn jeder sein Geld selbst macht,weil es a)alternativlos ist,b)die Inflation auf oder nahe 2% bringt,c)die Wirtschaft ankurbelt und d)allen What-ever-it-takes-Kriterien entspricht?Mir jedenfallsw macht die Wandlung der sozialen Marktwirtschaft in ein Raubtierkapitalistisches System kommunistischer,notenbankpolitbĂŒrokratischer PrĂ€gung,Angst!Sogar in einem Land in dem wir „gut & gerne Leben!Bitte,bitte!Jagt Erichs Maulwurf weg,bevor die SchĂ€den irreparabel gross werden!Es ist Blutmond vor 12!

  12. Tom

    28. Juli 2018 15:06 at 15:06

    Ich werde Aktien von Social Media Firmen wie Facebook und Twitter nur noch Intraday handeln und nicht lÀngerfristig investieren. Solange kein handfestes Produkt dahinter steht, fehlt mir die Substanz. Vorsicht ist geboten. https://www.daytrading.schule

  13. AltbÀr

    28. Juli 2018 16:51 at 16:51

    Ein CIO einer renommierten Vermögensverwaltung schrieb am Tag vor dem Absturz:
    Schockierend gĂŒnstig sind Alphabet u.Facebook.Beide handeln zu einem KGV um die 20, wenn man das Cash abzieht, u.dies bei mittlerem bis hohem zweistelligem Gewinnwachstum.
    Ist eben das aktuelle KGV doch nicht eine so sichere Sache? Anscheinend gibt es doch Leute die das zukĂŒnftige KGV in Betracht ziehen fĂŒr die Kauf oder Verkaufentscheide.Noch nie etwas gehört von Graham u.Shiller ?
    Egal welche Prognosen diese Superanalysten machen, eins ist sicher, IHR GEHALT WIRD ENDE JAHR SCHOCKIEREND HOCH SEIN , AUCH WENN DIE KUNDEN GELD VERLIEREN!

  14. Wundernase

    28. Juli 2018 17:13 at 17:13

    Hat der Zucki etwa auch noch Aktien auf Kredit, ich nehme es an , der vielgerĂŒhmte Buffett hat ja meines
    Wissens auch viel Fremdkapital in seinen Anlagen.
    Weiss jemand die Quelle ? WĂŒrde lustig wenn solche KoriphĂ€en verkaufen mĂŒssten.

  15. AltbÀr

    28. Juli 2018 17:32 at 17:32

    @ Wolfgang Koch, auf den Punkt gebracht Leider profitieren beim Gelddrucken nur die oberen paar %, das ist unfair,die restlichen ca. 90 % mĂŒssen ihre Brötchen noch mit harter Arbeit verdienen.
    Wenn das wirklich funktionieren wĂŒrde , könnte man doch einfach noch mehr Geld drucken u.niemand mĂŒsste arbeiten ? Geht anscheinend doch nicht fĂŒr Alle!
    Das heisst , Geld wird umverteilt u.nicht gedruckt.

  16. Wolfgang M.

    28. Juli 2018 21:33 at 21:33

    Ist der Absturz der Nasdaq-Schwergewichte Netflix, Facebook (und Twitter) schon der Auftakt zur fĂ€lligen Korrektur? Obwohl ich an das Ende der SpĂ€tphase einer durch die Steuerreform „gepushten“ US-Wirtschaft glaube, habe ich fĂŒr die kurze Sicht (noch) Zweifel.
    Meine KurzeinschÀtzung:
    Die USA meldeten gerade ein Wachstum von 4,1% fĂŒr Q2 im Vergleich zu 2017 mit folgenden Komponenten:
    – Verbraucher gaben 5,9% mehr aus im Vergleich zum Vorjahr fĂŒr WarenkĂ€ufe, 3,1% fĂŒr Dienstleistungen, besonders viel Geld fĂŒr Autos, Restaurant- und Hotelbesuche, Wohnungen und HĂ€user.
    – Anstieg der Binnennachfrage so stark wie seit 2014 nicht mehr
    – Aber auch Anstieg der Exporte, als Folge der von Markus F. erwĂ€hnten Vorzieheffekte wegen der erwarteten Chinazölle (Öl und Soja)
    – Die KonjunkturfrĂŒhindikatoren befinden sich noch auf hohem Niveau, aber das US-BIP von 4,1% fĂŒr Q2 erhöht massiv die Wahrscheinlichkeit von 2 weiteren Zinsanhebungen 2018 – mit den massiven Folgen fĂŒr verschuldete Verbraucher, Junk Bonds und Emerging Markets (WĂ€hrungs- und Verschuldungsprobleme, RĂŒckfluss von Kapital in den rentierlichen US-Anleihenmarkt).
    Damit dĂŒrfte die Wahrscheinlichkeit fĂŒr ein „Peak Earnings“ in Q2 im 9 1/2-jĂ€hrigen Wirtschaftszyklus gegeben sein und der monetĂ€re Impuls wird nach den nĂ€chsten Zinsanhebungen stark nachlassen. Jetzt kommt das „aber“.

    Ich habe in der letzten Woche in der Diskussion mit @Beobachter auf die Riesensumme hingewiesen, die an AktienrĂŒckkĂ€ufen in diesem Jahr noch ausstehen. Dieser Einmaleffekt wird m.E. immer noch wirken und dazu gibt es noch ein weiteres Beispiel. Qualcomm ist in dieser Woche durch das Veto Chinas an der Übernahme des Chipherstellers NXP Semiconductors gescheitert. Die Reaktion des Unternehmens war: Dann werde man halt fĂŒr 30 Mrd.$ Aktien zurĂŒckkaufen.
    Deshalb meine fast schon „lĂ€stige“ Warnung vor einem zu frĂŒhen Spekulieren auf das Ende der Hausse.
    Einen schönen Sonntag

  17. Beobachter

    29. Juli 2018 08:15 at 08:15

    @Wolfgang M. Wieder einmal eine klare einfache EinschÀtzung ( ohne 1000 unverstÀnldliche Statistiken )
    mit einem „aber „ das berechtigt ist.Ich will aber ein anderes mögliches „ aber“ anfĂŒgen.
    Es sagte einmal ein grosser Guru, „. wenn man den Tag einer Korrektur wĂŒsste, wĂŒrde die Korrektur einen Tag frĂŒher beginnen.
    D.heisst, wenn jetzt viele denken ,dass die Korrektur wirklich kommt, könnte sie auch frĂŒher kommen.
    Ob die vorgesehenen RĂŒckkĂ€ufe nach den letzten WarnschĂŒssen ( teilweise gute Zahlen u.doch fallende Aktien) wirklich gemacht werden , ist fraglich.
    Das zurĂŒckfliessende Geld mĂŒsste ev. nicht unbedingt in US Aktien fliessen, so wie es jetzt aussieht
    wĂ€ren m.W. US– Bonds noch interessanter.
    Wenn das wirklich soviel Geld ist ,könnte man auch die Nebenwirkungen hinterfragen.
    Z.B. was passiert dort wo das Geld abgezogen wird?
    Z.B. was passiert mit dem $ u. den SchwellenlÀndern?
    Eines ist sicher, DIE TRUMPSCHE BÖRSENORGIE WIRD BALD ZU ENDE GEHEN!

    • Wolfgang M.

      29. Juli 2018 11:02 at 11:02

      @Beobachter. Das ist natĂŒrlich schwer einen Überblick ĂŒber die Anlage der Auslandsmilliarden der US-Unternehmen zu bekommen. Es mögen Anleihen der LĂ€nder sein u.Ă€., ich habe darĂŒber keine verlĂ€sslichen Informationen. Es ist davon auszugehen, dass das Kapital gebunden ist und nicht auf einen Schlag repatriiert werden kann, dies wĂŒrde auch den langen Zeitraum des RĂŒckflusses erklĂ€ren. Fest steht, dass diese Dollars mit nur noch 15% versteuert werden mĂŒssen. Als Cisco in diesem Jahr 67 Mrd. $ an RĂŒckfĂŒhrungen erklĂ€rte, sprach das Unternehmen davon, 25 Mrd.$ in AktienrĂŒckkĂ€ufe zu investieren, der grĂ¶ĂŸere Teil solle als AusschĂŒttung an die AktionĂ€re gehen. Apple beabsichtigt seine Auslandsmilliarden von 267 Mrd. auf knapp 100 Mrd.$ zu reduzieren, ab Juni und auch einen Teil davon an die AktionĂ€re auszuschĂŒtten. Dass die Firmen die Gelder in Anleihen investieren werden, halte ich eher fĂŒr unwahrscheinlich, schließlich will man das fĂŒr den Bonus relevante Aktien-KGV nach unten bringen, oder halten. Nach meiner Wahrnehmung dauert der RĂŒckfĂŒhrungsprozess zahlreiche Monate, bis eben der Geldfluss versiegt. Dies wĂŒrde auch die Differenz zwischen der vom US-Researchdienst TrimTrab vorgestellten Summe von 433 Mrd.$ fĂŒr Q2 (announcement of buybacks) und der realisierten Summe von 200 Mrd.$ erklĂ€ren. Es dauert, bis die Gelder frei zur Repatriierung zur VerfĂŒgung stehen. Deshalb auch mein damaliger Einwand, diese Mitteilung sei eher etwas fĂŒr die Bullen und der Grund fĂŒr meine, fĂŒr die BĂ€ren nervige Warnung, es könne bis zur großen Korrektur noch etwas dauern.
      Ein weiterer Aspekt ist natĂŒrlich der Außenwert des Dollars und seine Auswirkung auf diese LĂ€nder. Der Kurs des Greenback sollte hierdurch (noch) steigen oder zumindest hoch bleiben, sehr zum Unwillen Donald Trumps, aber die stark in Dollar verschuldeten LĂ€nder in die Bredouille bringen. Sehen Sie sich zum Beispiel die $-Verbindlichkeiten der TĂŒrkei an, bei gleichzeitiger Abwertung der Lira, bedenklich!
      Der Konsens der Volkswirte fĂŒr die kommende US-Rezession scheint in Q1, Q2 fĂŒr 2020 zu liegen, dies ist nach meiner EinschĂ€tzung zu optimistisch. Die MĂ€rkte werden es vorwegnehmen und beschleunigen.
      Viele GrĂŒĂŸe

  18. Notenbank– Kritiker

    29. Juli 2018 11:17 at 11:17

    Soeben gelesen: Die SNB ( CH Nuttenbank ) hat mit Fratzenbuch nur 360 Mio verloren.
    Das sei rel. wenig im VerhÀltnis zum selbstgedruckten Anlagevermögen von ca. 700 Mia.
    Stimmt natĂŒrlich, was mich schon lange stört , dass sie dauernd die BĂŒrger vor ImmokĂ€ufen warnt.
    Sie sagt , dass man mit Kosten von etwa 5% kalkulieren soll, da sonst bei steigenden Zinsen das Risiko zu gross sei.Immerhin kann man wegen der Geldpolitik der gleichen SNB Hypozinsen fĂŒr 10Jahre fest unter 1,5% abschliessen.Dass eigentlich bei stark steigenden Zinsen die kreditgebenden Banken ein Problem hĂ€tten, wird bis jetzt tunlichst verschwiegen.Nach meiner Meinung wĂ€re ein Wohnungskauf bei der aktuellen Situation die sicherste Altersversorgung, u. mĂŒsste eigentlich gefördert werden, oder ist es besser mit gedrucktem Billiggeld in Aktien zu investieren ?

  19. Beobachter

    29. Juli 2018 15:16 at 15:16

    @ Wolfgang M. Laut des Business Insider fallen die Umfragewerte des US Börsentreibers.
    Seine Wiederwahl werde immer unwahrscheinlicher, was ich auch glaube.War doch die Wahl letztes Mal schon knapp inkl.Russenturbo.
    Könnte das das AktienmĂ€rchen ev. frĂŒher beenden ?

    • Wolfgang M.

      29. Juli 2018 20:53 at 20:53

      @Beobachter. Schwierige Frage. Habe Ähnliches auch schon gelesen. Bei Fortsetzung dieses Trends wĂŒrde dies zuerst Unsicherheit bedeuten und dies mögen die Börsen nicht. Trump weiß aber auch, dass er die AktionĂ€re nicht enttĂ€uschen darf (unter den 50% US-AktionĂ€ren sind viele seiner WĂ€hler). Eine drohende Wahlniederlage hĂ€tte bestimmt Einfluss auf die AggressivitĂ€t seiner Handelspolitik, außerdem wĂ€re dem Ignoranten historischer politischer Gepflogenheiten zuzutrauen, auf Fed-Chef Powell Druck auszuĂŒben, im Hinblick auf geplante Zinsanhebungen. (Haben wir doch andernorts erst erlebt.) Wirtschaftspsychologen wĂŒrden dieses Szenario als „Zero-Validity Environment“ bezeichnen.
      Aber Sie wissen ja. Wir haben in den USA zwei gegenlÀufige Entwicklungen:
      Die AktienrĂŒckkĂ€ufe stĂŒtzen (noch) die Börsen, die Zinsanhebungen werden sie bremsen – in der Gesamt-US-Ökonomie bedeuten 0,25% Zinsanstieg bestimmt eine um 100 Mrd.$ höhere Zinsbelastung. Deshalb hat fĂŒr mich der monetĂ€re Faktor die derzeit dominante Rolle, aber vor Überraschungen sind wir nie gefeit.
      Gruß

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Aktien

Hat die Deutsche Bank ein 150 Milliarden Dollar GeldwÀsche-Problem?

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am

Rollt da ein gewaltiges Problem auf die Deutsche Bank zu? Eigentlich (!) waren doch alle Skandale abgearbeitet, so dachte man. Aber nach dem Skandal ist vor dem Skandal? Es geht um den Zeitraum von 2007 bis 2015. Die grĂ¶ĂŸte dĂ€nische Bank „Danske Bank“ wollte wohl unbedingt neues GeschĂ€ft im Baltikum und in Russland mitnehmen, und drĂŒckte wohl alle drei Augen zu.

Gigantische GeldbetrĂ€ge wurden jahrelang aus Russland und angrenzenden ehemaligen Sowjetrepubliken auf die Dankse-Filiale in Estland eingezahlt. Estland ist ein winziges Land, und daher sollte eigentlich auch das GeschĂ€ftsvolumen in Estland bei Danske winzig sein? Aber nein. Ein Volumen von 234 Milliarden Dollar, welches dort durchgeschleust wurde, stammte nach Ermittlungen in DĂ€nemark offenbar grĂ¶ĂŸtenteils aus dubiosen Quellen aus Russland. Es soll um GeldwĂ€sche gehen.

Offensichtlich ging es darum dubiose Rubel zu waschen, und sie in sauberen Anlagen in Euroland und im Dollar-System unterzubringen. Die Danske Bank bediente sich beim Weiterleiten der Gelder nicht nur beim US-Giganten JP Morgan, der diesen Kontakt schon 2013 abbrach. Wie Berichte jetzt zeigen, soll die Deutsche Bank offenbar der Hauptabwickler dieser AktivitĂ€ten gewesen sein, um die Gelder von der Danske weiterzuleiten in die große weite Welt.

Schlimmer wird es noch dadurch, dass wohl die Deutsche Bank-Tochter in den USA der Abwickler fĂŒr Danske gewesen sein soll, wobei es das Volumen 150 Milliarden Dollar erreicht habe. Damit wĂ€re die US-Justiz fĂŒr diesen Fall wohl „mal wieder“ zustĂ€ndig? Was kommt da noch auf die Deutsche Bank zu? Wieder Milliarden-Bußgelder? Wir wissen es nicht, dazu steht dieser Skandal zumindest in Sachen Deutsche Bank noch ganz am Anfang. Der Danske-Skandal an sich ist in DĂ€nemark schon seit Monaten ein riesiges Politikum!

Puhhhhhh, da steht womöglich wieder was ins Haus fĂŒr die Deutsche Bank. Was genau, wie schlimm es wird, das weiß noch niemand. Daher versuchen wir gar nicht erst zu mutmaßen. Ob das der Aktie gut tun wird? Da können Sie sich ja ihre eigenen Gedanken machen! Die Deutsche Bank-Aktie fĂ€llt heute insgesamt um 0,65%. Seitdem diese Nachricht vorhin raus kam, ist die Aktie nur um 5 Cents gefallen auf jetzt 8,55 Euro. Also, alles halb so wild? Kein echtes neues Problem? Wir haben da so unsere Zweifel.

Deutsche Bank
Die Deutsche Bank-TĂŒrme in Frankfurt. Foto: Nordenfan / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

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Aktien

Apple reduziert iPhone-Produktion – schwere Zeiten voraus?

Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab fĂŒr Apple..

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Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab fĂŒr Apple. Es ist noch nicht lange her, da brachten es das kalifornische Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von einer Billionen Dollar. Dann aber senkte Apple seine Prognose fĂŒr das so wichtige WeihnachtsgeschĂ€ft – und fast noch schlimmer: im anschließenden conference call kĂŒndigte der CFO des Unternehmens an, zukĂŒnftig keine Verkaufszahlen (der iPhones) mehr zu nennen.

 

Die Investoren waren nur mĂ€ĂŸig begeistert: die Aktie verlor deutlich und kĂ€mpft nun an ihrer seit dem Jahr 2016 bestehenden AufwĂ€rtstrendkanal:

 

https://i1.wp.com/northmantrader.com/wp-content/uploads/2018/11/AAPL-1.png?ssl=1

(Chart: northmantrader.com)

Da alle Welt long in Apple steht (so auch Warren Buffett, bei dem Apple-Aktien 25% seines Portfolios ausmachen), könnte das zu einem Domino-Effekt fĂŒhren, wenn die Aktie den AufwĂ€rtstrendkanal nach unten verlĂ€ĂŸt.

 

Nun berichtet heute das „Wall Street Journal“ ĂŒber ProduktionskĂŒrzungen seit September:

 

„In recent weeks, Apple slashed production orders for all three of the iPhone models that it unveiled in September, these people said, frustrating executives at Apple suppliers as well as workers who assemble the handsets and their components.

And in the past week, Apple told several suppliers that it cut its production plan again for the iPhone XR, some of the people said Monday, as Apple battles a maturing smartphone market and stiff competition from Chinese producers.“

Die Apple-Aktie verliert vorbörslich -2%.

Die Apple-Zulieferer Lumentum, IQE oder auch AMS hatten bereits Gewinnwarnungen heraus gegeben. Nun zeigt auch ein guter FrĂŒhindikator fĂŒr die Nachfrage nach Apple-GerĂ€ten auf der chinesischen Suchmaschine Baidu, dass das Interesse zurĂŒck geht. Die Preis-Erhöhungen fĂŒr die iPhones dĂŒrften fĂŒr viele eine kritische Marke ĂŒberschritten haben.

 

Generell gilt: die Investoren sind fast durchgĂ€ngig auf eine Jahresendrally programmiert – und schon investiert (nach wie vor in die großen Tech-Werte, wie die Daten der Bank of America Merrill Lynch zeigen). Sollte diese Jahresendrally aber ausfallen, kommen eben immer mehr Investoren unter Druck.

Ein Warnzeichen könnte der Streß bei US-Unternehmensanleihen sein, nachdem der Zweifel an der ZukunftsfĂ€higkeit von General Electric immer grĂ¶ĂŸer werden (siehe hierzu https://realinvestmentadvice.com/how-the-bubbles-in-stocks-and-corporate-bonds-and-will-burst/). Unter Druck sind auch Junk Bonds – ein guter Risikoparameter:

 

(Junk Bond-ETF HYG)

 

By Mike Deerkoski – Flickr user Mike Deerkoski., CC BY 2.0, https://en.wikipedia.org/w/index.php?curid=48770962

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Aktien

Der Tech-Absturz

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am

So ist es halt immer. Wer in einem immer weiter steigenden Markt kauft, weiß erst ein paar Wochen oder Monate spĂ€ter, ober der Dumme war, der im Hoch eingestiegen ist. Wer in den Monaten August und September auf den jahrelang rollenden Zug aufsprang, war der Dumme. Im folgenden Chart haben wir die Aktien von Apple, Facebook, Wirecard und Amazon ĂŒbereinander gelegt seit MĂ€rz 2018. Alle rauschen in den Keller.

Tech-Absturz angefĂŒhrt von Facebook

Facebook lĂ€uft von allen am Schlechtesten, und hatte seine AbwĂ€rtsfahrt schon im Juli angetreten nach schwachen Quartalszahlen. Momentan kommen bei Facebook Veröffentlichungen in den USA auf den Tisch ĂŒber ein offenbar sehr negatives Betriebsklima. Oben drauf kommen aktuell noch Infos, dass Facebook ĂŒber PR-Agenturen Berichte auf Medien-Seiten veröffentlichen ließ, die Facebook positiv darstellen sollten im Vergleich zu Konkurrenten aus dem Silicon Valley. Mark Zuckerberg tut aktuell so, als hĂ€tte er davon gar nichts gewusst. Genau wie beim VW-Chef, der von Diesel-Manipulationen nichts mitbekommt? Die Aktie ist seit Wochen negativ behaftet.

Apple

Bei Apple hagelt es diese Woche nicht nur Umsatz- und Gewinnwarnungen von Apple-Zulieferern. Nein, auch einhergehend damit senken Analysten ihre Kursziele fĂŒr die Apple-Aktie. Und das in einem eh schon schwachen Tech-Umfeld. Die Zeichen mehren sich, dass bei Apple der Markt gesĂ€ttigt ist, zumal das Unternehmen immer höhere Preise aufruft. Ob Apple dank höherer Preise das fehlende Wachstum bei den verkauften StĂŒckzahlen ausgleichen kann, ist noch nicht klar. Die Aktie tendiert auch seit einiger Zeit abwĂ€rts. Sie ist ein absolutes Schwergewicht, und zieht damit den Schnitt runter.

Amazon

Zusammen mit Apple ist auch Amazon ein Schwergewicht. Auch diese Aktie hat herbe Verluste erlitten (von ĂŒber 2000 auf 1585 Dollar). Heute ist die Aktie erneut im Minus. Oben drauf kommen aktuelle Äußerungen von Jeff Bezos, die vielleicht inhaltlich irgendwie nachvollziehbar sein mögen, aber doch Verunsicherung in den Markt bringen. Von einem Mitarbeiter gefragt, ob Amazon Vorkehrungen treffe, weil andere Giganten wie Sears etc auch pleite gegangen sein, sagte Bezos, dass auch Amazon irgendwann pleite gehen werde. Laut CNBC sagte er Amazon werde pleite gehen! Große Unternehmen hĂ€tten eine Lebensdauer von 30 oder mehr Jahren, und nicht von 100 oder mehr Jahren. Es gehe nur darum, dass man versuche die Lebensdauer möglichst lange auszudehnen. Na, wenn das mal kein Vertrauen in die Aktie bringt!

Wirecard

Kaum ist die deutsche Wirecard in den Dax aufgenommen, geht es nur noch bergab (von knapp 200 auf 146 Euro). Schuld daran ist Wirecard selbst nicht, weil die Erfolgsstory der Firma  noch voll in Gange ist. Aber man ist im Augenblick mit gehangen und mit gefangen im AbwÀrts-Strudel der Tech-Werte. Ist hier am Ehesten ein Einstieg sinnvoll? Die Frage ist, ob man derzeit in ein fallendes Messer greifen sollte.

Tech-Absturz

Nvidia hat es gestern zerschossen. Die Aktie verliert von 202 Dollar gestern auf jetzt 164 Dollar. Die Aussichten waren schwach gemeldet worden zusammen mit den Quartalszahlen. Man sieht: Nicht nur die Social Media- und Plattform-Konzerne brechen ein, auch andere Tech-Bereiche schwÀcheln. Der Handelskrieg mit China schickt erste Schockwellen durch die Börse! (im Chart die Nvidia-Aktie seit April)

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