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Plus 25% in einer Woche: Deshalb explodiert der Benzin-Future jetzt gerade noch weiter

Der Benzin-Future (Gasoline) ist über Nacht nochmal weiter nach oben explodiert, so kann man es bezeichnen! Der Tropensturm Harvey mit seinen Regenfällen und Überschwemmungen wütet nun schon fast…

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Der Benzin-Future (Gasoline) ist über Nacht nochmal weiter nach oben explodiert, so kann man es bezeichnen! Der Tropensturm Harvey mit seinen Regenfällen und Überschwemmungen wütet nun schon fast eine Woche, und zieht von Texas weiter zum Nachbarstaat Louisiana. Genau an der Grenze der beiden Bundesstaaten liegt die größte Öl-Raffinerie in den USA (von Saudi Aramco), in Port Arthur, Texas. Dort haben gestern diese Raffinerie wie auch die des Konkurrenten Valero angekündigt ihre Produktion runterzufahren.

Damit sollen es jetzt bis zu 13 Raffinerien sein, die kein Benzin mehr raffinieren oder eine Kapazität von angeblich bis zu 4 Millionen Barrels. Andere Raffinerien produzieren nur mit eingeschränkter Leistung. Das „Crack Spread Buying“-Szenario ist weiter intakt. Benzin steigt immer weiter, während Rohöl (WTI) weiter fällt, wenn auch nur in kleinem Umfang. Die Tankstellen in den USA geben wohl in Kürze dank der Benzin-Knappheit die steigenden Futures-Preise an die Endkunden weiter.

Falls Sie als Trader auf den fahrenden Zug des steigenden Benzin-Future jetzt noch aufspringen wollen, an dieser Stelle nochmal unsere Warnung: Es läuft zwar gut mit dem steigenden Preis, aber niemand weiß wie lange noch. Der Benzin-Future wird sich wahrscheinlich nach dem Wieder-Hochfahren der Raffinerien nach unten anpassen, wenn die Knappheit an Benzin wieder vorbei ist! Und wann exakt der richtige Zeitpunkt ist um im High Benzin zu shorten, und Rohöl im Tief zu kaufen, ist unmöglich vorherzusagen. Aber eine Gegenbewegung in beiden Futures ist sehr wahrscheinlich.

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Der folgende Chart zeigt den Benzin-Future (schwarz) im Vergleich zum WTI-Rohöl (orange) seit 2014. Gut erkennt man den stets parallelen Verlauf der beiden Futures, und zuletzt die quasi Abtrennung durch den Tropensturm Harvey. Diese Differenz sollte sich wieder schließen in einigen Tagen oder Wochen. Seit letzten Freitag weisen wir darauf hin. Es ist eine sehr interessante Tradingidee auf die große Gegenbewegung zu spekulieren. Nur wann der Markt den Sturm und den Produktionsengpass hinter sich lässt, und wann der Markt dreht, das wissen auch wir nicht!

Im folgenden Chart sehen Sie den selben Vergleich seit letzten Mittwoch.

Der Benzin-Future ist seit letzten Mittwoch von 160 auf 200 Dollar gestiegen, also satte 25%.

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    gerd

    31. August 2017 11:01 at 11:01

    Benzin kann man shorten ohne Ende, ob auf kurze Sicht, mittelfristig und langfristig sowieso – würde E. Musk sagen.

    Für mich ist nicht verständlich, dass das Dingen so steigt, obwohl die Bestände bei 229 Mio ungefähr unverändert sind. Wenn die Reserven mal auf nur noch 29 runtergehen würden, könnte man einen Anstieg rechtfertigen. Aber selbst dann herrschte noch keine Knappheit, weil ja täglich neu produziert wird. Ist ja nicht so, als wenn in den gesamten USA nun sämtliche Raffinerien stillstünden.

  2. Avatar

    Segler

    31. August 2017 14:18 at 14:18

    Vorsicht Gerd !
    Den nur noch wenige Tage laufenden Frontmonat zu shorten ist gefährlich, unsinnig und grenzt an Harakiri.
    Ob irgendetwas für irgendeinen FMW-Leser verständlich ist oder nicht, kümmert den Futures Markt nicht :-)
    Tatsache ist:
    Die Terminstrukturkurve zeigt extreme backwardation und sieht aus wie Schlange – wie vom indischen Beschwörer hochgereizt.
    Sinnvoll und lukrativ ist dagegen ein ein Kalenderspread oder ein intermarket Spread
    ( z.B. Benzin vs. Öl oder ähnlich)
    Gruss

    • Avatar

      gerd

      31. August 2017 14:58 at 14:58

      Großen Dank für den wohlwollenden Hinweis.
      Ich persönlich kann/will diese Art von Spekulationen ohnehin nicht mitmachen, weil ich bei dem Broker dafür gar nicht freigeschaltet bin. (Währung/Gold/sonstige Rohstoffe oder dgl.)
      Oder evtl. könnte ich es sogar doch -indirekt- weil es dafür bestimmt auch Knock-Out-Zertifikate geben wird oder Optionsscheine. Aber mir reicht es in der Tat schon, wenn ich mir bei Indizes oder Einzelaktien andauernd die Finger verbrenne.

      Übrigens hatte ca Mitte Juli (es fand ein maßgebliches FED-Treffen statt) der Forist „Katamaransegler“ behauptet, es würde dem DAX garantiert die Schwungkraft fehlen (wegen des geringen Volumens) sich von 12400/12500 (in den Sommermonaten) sofort wieder in Richtung 12800 zu begeben – was ich damals jedoch stark angenommen hatte.
      Wie oft habe ich zuletzt schon an fantastischen Hinweis von Ihrem Mitsegler gedacht. Aber wahrscheinlich sind Sie das sogar selbst.

      • Avatar

        Segler

        31. August 2017 18:19 at 18:19

        Hallo Gert – Schau mal auf den Benzin Futures.
        Der short wäre sehr böse ins Auge gegangen.
        Solch eine Backwardation habe ich in Commodities seit Jahren nicht mehr gesehen.
        Gruss vom staunenden (Katamaran-)Segler

        • Avatar

          gerd

          31. August 2017 18:44 at 18:44

          Aha, also doch „Katamaran……, war eigentlich klar.
          Nee, Sie haben schon recht. So wie vor sechs Wochen auch.

          Wie gesagt, in der Praxis hätte ich das mit dem Benzin jetzt nicht angepackt. Aber eben nur, weil mir das Prozedere zu fremd war. Privat hätte ich mit Ihnen gewettet, dass der Future bereits heute schon wieder radikal abrutscht. Als Denkergebnis meiner ganz individuellen privaten Logik – um die sich der Markt selbstverständlich einen feuchten Kehricht schert.
          Genauso wie mir meine Logik vor rund drei Monaten zu Puts auf Bit-Coin geraten hat. Gut, dass ich da keine passende Verkaufsoption entdecken konnte, bzw. dass es die damals noch nicht gab. Seitdem hat sich der Kurs vom Bit-Coin erneut verdoppelt.

          Übrigens entdecke ich immer nur diesen Rohstoff-Chart:
          https://de.investing.com/commodities/gasoline-rbob
          Und nicht den von FMW abgebildeten. Wobei ich mir bei beiden die Finger verbrannt haben würde.

          • Avatar

            Segler

            1. September 2017 23:49 at 23:49

            Hallo Gert,
            Danke für die Blumen, aber zuviel der Ehre !
            Der Preischart allein sagt wenig.
            Von den Volumenprofilen betrachtet, tippe ich auf ein Schliessen der Lücke
            von 47.75 bis 48,25 im CL in den kommenden Tagen.
            Aus der Entwicklung der CoT-Daten und des Sentimentes erwarte ich eher moderate Aufwärtsbewegung bis Korrektur. Jedenfalls keinen starken Anstieg.
            Zur Info: ich habe zwei Calls geschrieben auf 41 und auf 47
            Benzin kommt wieder herunter – Das schöne an Vola-Übetreibungen: sie kehren immer wieder in recht kurzer zurück auf ein Mittelmass
            Das umgekehrte gilt nicht (Häufiger Denkfehler, speziell in diesem Forum)
            Tun Sie sich das nicht an .. mit knock Outs oder den Lottoscheinen der Emittenden.
            Ich schätze Sie als konservativ-selbstkritisch-langfristig ein.
            Mein Tipp:
            Akzeptieren Sie für sich die Unfähigkeit zum Prognostizieren.
            Wechseln Sie das Ufer.
            Stellen Sie sich auf die Seite der Banken und Emittenden (um im Bild zu sprechen: Werden Sie Lottoschein-Verkäufer)
            Geld verdienen, indem Sie sagen: Ich weiss nicht, wohin der Kurs sich entwickelt – aber Sie können mit Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent sagen, wohin sich ein Kurs bis zum Datum XX NICHT bewegt.
            Jeder kann das Lernen. Es ist keine Frage des Intellekts, sondern des Lossagen von eigener Überheblichkeit und – speziell männlichem – Prognoseglauben.
            Besten Gruss vom nassen Segel- Pudel

    • Avatar

      Gerd

      2. September 2017 17:48 at 17:48

      Habe über einen Zeitraum von rund 2 Jahren durchweg als Stillhalter eine gute Rendite erzielt. Und dann kam mal wieder eines von vielen „Jahrhundertereignisssen“, was alles zunichte machte. Weil ich dem Optionsberechtigten gegenüber ja uneingeschränkt verpflichtet war.
      Da hätte nur ein schnelles Glattstellen geholfen – aber das wollen dann ja alle machen und die Preise kratzen auf einmal an den Wolken. O.k., am nächsten und übernächsten Tag schweben sie schon darüber und die Optionspreise wachsen in den Himmel.
      Oder man schreibt Optionen und kauft gleichzeitig welche für die selbe Richtung – nur eben viel weiter weg vom Geld.
      Aber was bleibt da noch von der schönen Rendite.

      Angenommen, da hat jemand in den letzten Monaten Puts verkauft.
      Was dem bei der momentanen Lage alles passieren könnte, brauche ich gar nicht auszumalen.
      Oder ein anderer verkauft Calls. Gut, da muss ich mir schon ein obskures Beispiel ausdenken, sonst sieht in diesem bärenfreundlichen Forum niemand eine Gefahr darin. Also: CDU kann nur weitermachen zusammen mit der FDP. Letztere macht aber nur mit, wenn Dividenden künftig total steuerfrei bleiben. Wo steht dann der DAX und wie hat es dann die entsprechenden Optionen nach oben gehebelt?

      Früher gabs mal nen Spruch: Niemand verdient an der Börse so sehr viel, als dass er nicht auch alles wieder verlieren könnte.
      Seien Sie froh, dass das für Sie persönlich mit dem volumenorientierten Handel gut funktioniert. Kann leider nicht jeder – bzw. für Sie ist es gut, dass es nicht jeder kann. Für mich wäre es mittlerweile auch zu kompliziert, mich da einzuarbeiten und zudem auch noch die nötige Erfahrung zu kriegen.

      • Avatar

        Segler

        3. September 2017 12:37 at 12:37

        Hallo Gerd,
        Da hätten wir sicher stundenlange Gespräche.
        Sie sprachen vom speziellen Risiko des „Jahrhundertereignisses“, welches alles zunichte machen kann, was man bis dato mühsam gesammelt hatte.
        Es ist genau dieses Risiko, welches am schwersten zu beherrschen ist.
        Es geht – aber nur mit absolut konsequenten maximalen Positionsgrössen, die jeweils 1 % des Kontos nicht überschreiten sollten.
        Ich handle seit vielen Jahren als Stillhalter vor allem in Commodities – und glauben Sie mir: Ich bin einige Male böse ins Schwitzen gekommen. Dennoch ist das Geschäft lukrativ. Aber es braucht viel Wissen und Erfahrung und noch mehr Konsequenz beim managen der Position.
        „Kompliziert“, wie Sie meinen, ist es gar nicht.
        Ich möchte nicht besserwisserisch daherkommen und jede Kritik an Ihnen liegt mir fern.
        Vermute aber, dass Sie im Stillhaltergeschäft genau wie ich grundlegendene Dinge nicht gewusst haben, die auch mir über Jahre (seit 2001) sehr oft ein Bein gestellt haben.
        1. Der Einfluss der Volatilität
        2. Positionsgrössen
        3. Rückkauforder GTC sofort nach Eingehen des Trades bei Prozentsatz X
        usw.

        Nach all den Jahren meiner Erfahrung erscheint mir das Stillhaltergeschäft heute so simpel, ja fast langweilig. Ich mache es emotionslos.
        Der Reiz des Ungewissen, alle Ängste oder Besorgnis sind verschwunden.
        Was für viele den „Kick“ ausmacht, ist bei mir zum Routinegeschäft gewoden.
        Ähnlich wie ein Bäcker, der jeden Tag seinen Teig knetet, und am Morgen der Kundschaft die Brötchen und nachmittags den Kuchen verkauft.
        Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat.
        Börsenseiten, Foren, Magazine leben von Sensationsmeldungen.
        Von daher passt eine (meine) Stillhalterstrategie nicht hier hinein.
        Sie ist öde. Da fehlt jede Hysterie, da fehlt der tägliche böse Wolf, der uns sorgengeplagten armen zivilisierten Menschen stets und immerwährend nach dem Portemonnaie trachtet.
        Einen wichtigen Punkt zum Management haben Sie selber geschrieben:
        Zitat:
        „Oder man schreibt Optionen und kauft gleichzeitig welche für die selbe Richtung – nur eben viel weiter weg vom Geld.
        Aber was bleibt da noch von der schönen Rendite ..“
        Genau das ist meine hauptsächliche Strategie: Ein Spread !
        Und wo die Redite bleibt ??
        Sie kommt dann, wenn man nur Optionen mit überhöhter Voltilität verkauft und das „Reversal To The Mean“ ausnutzt, und den täglichen Zeitwertverfall.
        Wenn Sie dann noch einen etablierten Trend haben, oder einen Trendwechsel – ja dann bleibt auch eine schöne Rendite.
        Übertreibungsphasen lassen sich mit Volumenprofilen hervorragend sichtbar machen. (z.B. aktuell „too long“ im S&P)
        Sonntäglichen Gruss
        Haben Sie noch meine email adresse ?

        • Avatar

          gerd

          3. September 2017 15:07 at 15:07

          O.k, die Sache mit dem Spread. Wenn Sie da die richtigen „Päarchen“-Kombination eröffnet haben, bleibt natürlich in der Regel auch noch was an Rendite.
          Aber ansonsten mal ganz konkret aktuell – aber nur halbrealistisch.
          Ihre Commodities:
          Am Freitag hätten Sie Gold-Calls (falls sich das da auch so nennt) als Stillhalter verkauft. Und heute Nacht hätte Nordkorea nicht nur die Wasserstoffbombe unterirdisch getestet, sondern seine ihm missliebigen Nachbarn (und sich selbst) damit ausgelöscht. In welchen Höhen würde sich der Goldpreis dann befinden? Und das meine ich, wenn ich so pauschal von „Jahrhundertereignissen“ spreche. Wobei in diesem halbfiktiven Fall Sie wahrscheinlich sogar noch einen Gewinn gemacht haben würden, da die zur Absicherung erworbenen, weit aus dem Geld liegenden GoldCalls mehr Plus bringen als die verkauften Stillhalter-Calls Verlust.

          Mein erstes „Jahrhundertereignis“ das mich traf, war die Besetzung Kuwaits 1990. Ich sehe das ähnlich wie die Wahrscheinlichkeiten beim Roulette. Sie können auf die Einfachen Chancen (rot/schwarz oder gerade/ungerade) setzen. Jedesmal ggf. den Einsatz verdoppeln und nach der 5. bis 10. Verdoppelung haben Sie sogar noch eine kleine Rendite, weil dann doch IHRE Farbe kam. Aber nach vielen Monaten oder erst auch Jahren kommt das Jahrhundertereignis dahingehend, dass 30Mal oder noch öfter hintereinander die selbe Farbe erscheint. Und das ist Realität, können Sie anhand der Casino-Aufzeichnungen nachprüfen. Die mühsam angesammelten kleinen Gewinne der letzten Monate sind alle wieder weg. (In der Praxis dürfen Sie nicht mal so oft verdoppeln, da es Maximaleinsätze gibt, so dass Sie schon viel früher verlieren würden)
          Und solche Jahrhundertereignisse gibt es leider nicht nur einmal innerhalb von 100 Jahren. Immer wieder. Nicht nur beim Roulette.

          Mich würde viel mehr Ihr „Volumentrading“ faszinieren, was Sie hier vor Monaten erklärt haben. Aber wie gesagt, dass ist mir persönlich zu aufwendig und kompliziert – selbst wenn es das aus Ihrer Routinesicht gar nicht so ist.

          Übrigens falls ich das richtig verstanden habe, sind Sie als Stillhalter in BezinCalls aufgetreten? (Die genannten Preise 41 oder so, waren wir ganz fremd). Wenn dem so ist, glaube ich, dass das ein voller Erfolg wird. Aber wie auch schon erwähnt, i c h persönlich hätte mir als Berechtigter ein paar „Puts“ gekauft – meinethalber auch ohne Knock-out, dafür mit begrenzter Laufzeit.
          Also, ebenfalls schöne Grüße. Und hoffentlich sind Sie (wieder) pulvertrocken und nicht mehr nass wie ein Pudel.

          • Avatar

            Segler

            3. September 2017 16:52 at 16:52

            Hallo Gerd,
            Danke für das umfangreiche Posting.
            Komplexe Diskussionen und Grundlagenwissen sollten wir andernorts und praktikabler organisieren.
            Gerne will ich Sie teilhaben lassen an meinen Trades und meiner Handelseise. Sei es in einem Chat, sei es in einem anderen Forum, sei es per TeamViewer.
            Ich werde folgende email adresse für einige Tage wieder aktiv schalten:
            bluewater@smashmail.de
            Im übrigen kann Herr Fugmann Ihnen gern meine mail adresse zukommen lassen.
            Liebe Grüsse vom wieder trockenen Segler

  3. Avatar

    gerd

    4. September 2017 09:47 at 09:47

    Das ist ja genau das, Segler, das ‚umfangreiche Posting‘, was für die mir zur Verfügung stehende Zeit eigentlich viel zu umfangreich ist.
    Nun hatten wir aber drei Tage Regenwetter, da mach ich das noch viel lieber als sonst.
    Die Zeit, die ich mit dem Finanzmarktgeschehen und dem Drumherum insgesamt verbringe, fehlt oft an anderer Stelle. Was mir auch vorgehalten wird. Bei aller Freude und Spannung, die ich damit empfinde (ich verfolge lieber die Kurse als einen Krimi), sollte ich das aber eher zurückfahren.
    Ich würde also bestenfalls zu Beginn der tristen Novembertage wieder mehr Gelegenheit haben auf Ihr Angebot mit der Mailadresse zurückzukommen. Ich hoffe, dass ich derweil hier im Forum noch ab und zu Ihre Marktmeinung zu lesen bekomme.

    • Avatar

      Segler

      4. September 2017 12:41 at 12:41

      Ja, .. eine Marktmeinung ….
      Ich muss da immer schmunzeln und an die Worte des Gautama denken, als er zum allzu wissbegierig Suchenden sprach:
      „Lass Dich aber warnen, Du Wissbegieriger, vor dem Dickicht der Meinungen und vor dem Streit um Worte.
      Es ist an Meinungen nichts gelegen.“

      Aber wer weiss ? – manchmal juckt es in meinen journalistischen und formulierfreudigen Fingern
      Und dann poste ich einen Kommentar.
      Beste Grüsse
      :-)

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

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