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Plus 25% in einer Woche: Deshalb explodiert der Benzin-Future jetzt gerade noch weiter

Der Benzin-Future (Gasoline) ist über Nacht nochmal weiter nach oben explodiert, so kann man es bezeichnen! Der Tropensturm Harvey mit seinen Regenfällen und Überschwemmungen wütet nun schon fast…

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Der Benzin-Future (Gasoline) ist über Nacht nochmal weiter nach oben explodiert, so kann man es bezeichnen! Der Tropensturm Harvey mit seinen Regenfällen und Überschwemmungen wütet nun schon fast eine Woche, und zieht von Texas weiter zum Nachbarstaat Louisiana. Genau an der Grenze der beiden Bundesstaaten liegt die größte Öl-Raffinerie in den USA (von Saudi Aramco), in Port Arthur, Texas. Dort haben gestern diese Raffinerie wie auch die des Konkurrenten Valero angekündigt ihre Produktion runterzufahren.

Damit sollen es jetzt bis zu 13 Raffinerien sein, die kein Benzin mehr raffinieren oder eine Kapazität von angeblich bis zu 4 Millionen Barrels. Andere Raffinerien produzieren nur mit eingeschränkter Leistung. Das „Crack Spread Buying“-Szenario ist weiter intakt. Benzin steigt immer weiter, während Rohöl (WTI) weiter fällt, wenn auch nur in kleinem Umfang. Die Tankstellen in den USA geben wohl in Kürze dank der Benzin-Knappheit die steigenden Futures-Preise an die Endkunden weiter.

Falls Sie als Trader auf den fahrenden Zug des steigenden Benzin-Future jetzt noch aufspringen wollen, an dieser Stelle nochmal unsere Warnung: Es läuft zwar gut mit dem steigenden Preis, aber niemand weiß wie lange noch. Der Benzin-Future wird sich wahrscheinlich nach dem Wieder-Hochfahren der Raffinerien nach unten anpassen, wenn die Knappheit an Benzin wieder vorbei ist! Und wann exakt der richtige Zeitpunkt ist um im High Benzin zu shorten, und Rohöl im Tief zu kaufen, ist unmöglich vorherzusagen. Aber eine Gegenbewegung in beiden Futures ist sehr wahrscheinlich.

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Der folgende Chart zeigt den Benzin-Future (schwarz) im Vergleich zum WTI-Rohöl (orange) seit 2014. Gut erkennt man den stets parallelen Verlauf der beiden Futures, und zuletzt die quasi Abtrennung durch den Tropensturm Harvey. Diese Differenz sollte sich wieder schließen in einigen Tagen oder Wochen. Seit letzten Freitag weisen wir darauf hin. Es ist eine sehr interessante Tradingidee auf die große Gegenbewegung zu spekulieren. Nur wann der Markt den Sturm und den Produktionsengpass hinter sich lässt, und wann der Markt dreht, das wissen auch wir nicht!

Im folgenden Chart sehen Sie den selben Vergleich seit letzten Mittwoch.

Der Benzin-Future ist seit letzten Mittwoch von 160 auf 200 Dollar gestiegen, also satte 25%.

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    gerd

    31. August 2017 11:01 at 11:01

    Benzin kann man shorten ohne Ende, ob auf kurze Sicht, mittelfristig und langfristig sowieso – würde E. Musk sagen.

    Für mich ist nicht verständlich, dass das Dingen so steigt, obwohl die Bestände bei 229 Mio ungefähr unverändert sind. Wenn die Reserven mal auf nur noch 29 runtergehen würden, könnte man einen Anstieg rechtfertigen. Aber selbst dann herrschte noch keine Knappheit, weil ja täglich neu produziert wird. Ist ja nicht so, als wenn in den gesamten USA nun sämtliche Raffinerien stillstünden.

  2. Avatar

    Segler

    31. August 2017 14:18 at 14:18

    Vorsicht Gerd !
    Den nur noch wenige Tage laufenden Frontmonat zu shorten ist gefährlich, unsinnig und grenzt an Harakiri.
    Ob irgendetwas für irgendeinen FMW-Leser verständlich ist oder nicht, kümmert den Futures Markt nicht :-)
    Tatsache ist:
    Die Terminstrukturkurve zeigt extreme backwardation und sieht aus wie Schlange – wie vom indischen Beschwörer hochgereizt.
    Sinnvoll und lukrativ ist dagegen ein ein Kalenderspread oder ein intermarket Spread
    ( z.B. Benzin vs. Öl oder ähnlich)
    Gruss

    • Avatar

      gerd

      31. August 2017 14:58 at 14:58

      Großen Dank für den wohlwollenden Hinweis.
      Ich persönlich kann/will diese Art von Spekulationen ohnehin nicht mitmachen, weil ich bei dem Broker dafür gar nicht freigeschaltet bin. (Währung/Gold/sonstige Rohstoffe oder dgl.)
      Oder evtl. könnte ich es sogar doch -indirekt- weil es dafür bestimmt auch Knock-Out-Zertifikate geben wird oder Optionsscheine. Aber mir reicht es in der Tat schon, wenn ich mir bei Indizes oder Einzelaktien andauernd die Finger verbrenne.

      Übrigens hatte ca Mitte Juli (es fand ein maßgebliches FED-Treffen statt) der Forist „Katamaransegler“ behauptet, es würde dem DAX garantiert die Schwungkraft fehlen (wegen des geringen Volumens) sich von 12400/12500 (in den Sommermonaten) sofort wieder in Richtung 12800 zu begeben – was ich damals jedoch stark angenommen hatte.
      Wie oft habe ich zuletzt schon an fantastischen Hinweis von Ihrem Mitsegler gedacht. Aber wahrscheinlich sind Sie das sogar selbst.

      • Avatar

        Segler

        31. August 2017 18:19 at 18:19

        Hallo Gert – Schau mal auf den Benzin Futures.
        Der short wäre sehr böse ins Auge gegangen.
        Solch eine Backwardation habe ich in Commodities seit Jahren nicht mehr gesehen.
        Gruss vom staunenden (Katamaran-)Segler

        • Avatar

          gerd

          31. August 2017 18:44 at 18:44

          Aha, also doch „Katamaran……, war eigentlich klar.
          Nee, Sie haben schon recht. So wie vor sechs Wochen auch.

          Wie gesagt, in der Praxis hätte ich das mit dem Benzin jetzt nicht angepackt. Aber eben nur, weil mir das Prozedere zu fremd war. Privat hätte ich mit Ihnen gewettet, dass der Future bereits heute schon wieder radikal abrutscht. Als Denkergebnis meiner ganz individuellen privaten Logik – um die sich der Markt selbstverständlich einen feuchten Kehricht schert.
          Genauso wie mir meine Logik vor rund drei Monaten zu Puts auf Bit-Coin geraten hat. Gut, dass ich da keine passende Verkaufsoption entdecken konnte, bzw. dass es die damals noch nicht gab. Seitdem hat sich der Kurs vom Bit-Coin erneut verdoppelt.

          Übrigens entdecke ich immer nur diesen Rohstoff-Chart:
          https://de.investing.com/commodities/gasoline-rbob
          Und nicht den von FMW abgebildeten. Wobei ich mir bei beiden die Finger verbrannt haben würde.

          • Avatar

            Segler

            1. September 2017 23:49 at 23:49

            Hallo Gert,
            Danke für die Blumen, aber zuviel der Ehre !
            Der Preischart allein sagt wenig.
            Von den Volumenprofilen betrachtet, tippe ich auf ein Schliessen der Lücke
            von 47.75 bis 48,25 im CL in den kommenden Tagen.
            Aus der Entwicklung der CoT-Daten und des Sentimentes erwarte ich eher moderate Aufwärtsbewegung bis Korrektur. Jedenfalls keinen starken Anstieg.
            Zur Info: ich habe zwei Calls geschrieben auf 41 und auf 47
            Benzin kommt wieder herunter – Das schöne an Vola-Übetreibungen: sie kehren immer wieder in recht kurzer zurück auf ein Mittelmass
            Das umgekehrte gilt nicht (Häufiger Denkfehler, speziell in diesem Forum)
            Tun Sie sich das nicht an .. mit knock Outs oder den Lottoscheinen der Emittenden.
            Ich schätze Sie als konservativ-selbstkritisch-langfristig ein.
            Mein Tipp:
            Akzeptieren Sie für sich die Unfähigkeit zum Prognostizieren.
            Wechseln Sie das Ufer.
            Stellen Sie sich auf die Seite der Banken und Emittenden (um im Bild zu sprechen: Werden Sie Lottoschein-Verkäufer)
            Geld verdienen, indem Sie sagen: Ich weiss nicht, wohin der Kurs sich entwickelt – aber Sie können mit Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent sagen, wohin sich ein Kurs bis zum Datum XX NICHT bewegt.
            Jeder kann das Lernen. Es ist keine Frage des Intellekts, sondern des Lossagen von eigener Überheblichkeit und – speziell männlichem – Prognoseglauben.
            Besten Gruss vom nassen Segel- Pudel

    • Avatar

      Gerd

      2. September 2017 17:48 at 17:48

      Habe über einen Zeitraum von rund 2 Jahren durchweg als Stillhalter eine gute Rendite erzielt. Und dann kam mal wieder eines von vielen „Jahrhundertereignisssen“, was alles zunichte machte. Weil ich dem Optionsberechtigten gegenüber ja uneingeschränkt verpflichtet war.
      Da hätte nur ein schnelles Glattstellen geholfen – aber das wollen dann ja alle machen und die Preise kratzen auf einmal an den Wolken. O.k., am nächsten und übernächsten Tag schweben sie schon darüber und die Optionspreise wachsen in den Himmel.
      Oder man schreibt Optionen und kauft gleichzeitig welche für die selbe Richtung – nur eben viel weiter weg vom Geld.
      Aber was bleibt da noch von der schönen Rendite.

      Angenommen, da hat jemand in den letzten Monaten Puts verkauft.
      Was dem bei der momentanen Lage alles passieren könnte, brauche ich gar nicht auszumalen.
      Oder ein anderer verkauft Calls. Gut, da muss ich mir schon ein obskures Beispiel ausdenken, sonst sieht in diesem bärenfreundlichen Forum niemand eine Gefahr darin. Also: CDU kann nur weitermachen zusammen mit der FDP. Letztere macht aber nur mit, wenn Dividenden künftig total steuerfrei bleiben. Wo steht dann der DAX und wie hat es dann die entsprechenden Optionen nach oben gehebelt?

      Früher gabs mal nen Spruch: Niemand verdient an der Börse so sehr viel, als dass er nicht auch alles wieder verlieren könnte.
      Seien Sie froh, dass das für Sie persönlich mit dem volumenorientierten Handel gut funktioniert. Kann leider nicht jeder – bzw. für Sie ist es gut, dass es nicht jeder kann. Für mich wäre es mittlerweile auch zu kompliziert, mich da einzuarbeiten und zudem auch noch die nötige Erfahrung zu kriegen.

      • Avatar

        Segler

        3. September 2017 12:37 at 12:37

        Hallo Gerd,
        Da hätten wir sicher stundenlange Gespräche.
        Sie sprachen vom speziellen Risiko des „Jahrhundertereignisses“, welches alles zunichte machen kann, was man bis dato mühsam gesammelt hatte.
        Es ist genau dieses Risiko, welches am schwersten zu beherrschen ist.
        Es geht – aber nur mit absolut konsequenten maximalen Positionsgrössen, die jeweils 1 % des Kontos nicht überschreiten sollten.
        Ich handle seit vielen Jahren als Stillhalter vor allem in Commodities – und glauben Sie mir: Ich bin einige Male böse ins Schwitzen gekommen. Dennoch ist das Geschäft lukrativ. Aber es braucht viel Wissen und Erfahrung und noch mehr Konsequenz beim managen der Position.
        „Kompliziert“, wie Sie meinen, ist es gar nicht.
        Ich möchte nicht besserwisserisch daherkommen und jede Kritik an Ihnen liegt mir fern.
        Vermute aber, dass Sie im Stillhaltergeschäft genau wie ich grundlegendene Dinge nicht gewusst haben, die auch mir über Jahre (seit 2001) sehr oft ein Bein gestellt haben.
        1. Der Einfluss der Volatilität
        2. Positionsgrössen
        3. Rückkauforder GTC sofort nach Eingehen des Trades bei Prozentsatz X
        usw.

        Nach all den Jahren meiner Erfahrung erscheint mir das Stillhaltergeschäft heute so simpel, ja fast langweilig. Ich mache es emotionslos.
        Der Reiz des Ungewissen, alle Ängste oder Besorgnis sind verschwunden.
        Was für viele den „Kick“ ausmacht, ist bei mir zum Routinegeschäft gewoden.
        Ähnlich wie ein Bäcker, der jeden Tag seinen Teig knetet, und am Morgen der Kundschaft die Brötchen und nachmittags den Kuchen verkauft.
        Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat.
        Börsenseiten, Foren, Magazine leben von Sensationsmeldungen.
        Von daher passt eine (meine) Stillhalterstrategie nicht hier hinein.
        Sie ist öde. Da fehlt jede Hysterie, da fehlt der tägliche böse Wolf, der uns sorgengeplagten armen zivilisierten Menschen stets und immerwährend nach dem Portemonnaie trachtet.
        Einen wichtigen Punkt zum Management haben Sie selber geschrieben:
        Zitat:
        „Oder man schreibt Optionen und kauft gleichzeitig welche für die selbe Richtung – nur eben viel weiter weg vom Geld.
        Aber was bleibt da noch von der schönen Rendite ..“
        Genau das ist meine hauptsächliche Strategie: Ein Spread !
        Und wo die Redite bleibt ??
        Sie kommt dann, wenn man nur Optionen mit überhöhter Voltilität verkauft und das „Reversal To The Mean“ ausnutzt, und den täglichen Zeitwertverfall.
        Wenn Sie dann noch einen etablierten Trend haben, oder einen Trendwechsel – ja dann bleibt auch eine schöne Rendite.
        Übertreibungsphasen lassen sich mit Volumenprofilen hervorragend sichtbar machen. (z.B. aktuell „too long“ im S&P)
        Sonntäglichen Gruss
        Haben Sie noch meine email adresse ?

        • Avatar

          gerd

          3. September 2017 15:07 at 15:07

          O.k, die Sache mit dem Spread. Wenn Sie da die richtigen „Päarchen“-Kombination eröffnet haben, bleibt natürlich in der Regel auch noch was an Rendite.
          Aber ansonsten mal ganz konkret aktuell – aber nur halbrealistisch.
          Ihre Commodities:
          Am Freitag hätten Sie Gold-Calls (falls sich das da auch so nennt) als Stillhalter verkauft. Und heute Nacht hätte Nordkorea nicht nur die Wasserstoffbombe unterirdisch getestet, sondern seine ihm missliebigen Nachbarn (und sich selbst) damit ausgelöscht. In welchen Höhen würde sich der Goldpreis dann befinden? Und das meine ich, wenn ich so pauschal von „Jahrhundertereignissen“ spreche. Wobei in diesem halbfiktiven Fall Sie wahrscheinlich sogar noch einen Gewinn gemacht haben würden, da die zur Absicherung erworbenen, weit aus dem Geld liegenden GoldCalls mehr Plus bringen als die verkauften Stillhalter-Calls Verlust.

          Mein erstes „Jahrhundertereignis“ das mich traf, war die Besetzung Kuwaits 1990. Ich sehe das ähnlich wie die Wahrscheinlichkeiten beim Roulette. Sie können auf die Einfachen Chancen (rot/schwarz oder gerade/ungerade) setzen. Jedesmal ggf. den Einsatz verdoppeln und nach der 5. bis 10. Verdoppelung haben Sie sogar noch eine kleine Rendite, weil dann doch IHRE Farbe kam. Aber nach vielen Monaten oder erst auch Jahren kommt das Jahrhundertereignis dahingehend, dass 30Mal oder noch öfter hintereinander die selbe Farbe erscheint. Und das ist Realität, können Sie anhand der Casino-Aufzeichnungen nachprüfen. Die mühsam angesammelten kleinen Gewinne der letzten Monate sind alle wieder weg. (In der Praxis dürfen Sie nicht mal so oft verdoppeln, da es Maximaleinsätze gibt, so dass Sie schon viel früher verlieren würden)
          Und solche Jahrhundertereignisse gibt es leider nicht nur einmal innerhalb von 100 Jahren. Immer wieder. Nicht nur beim Roulette.

          Mich würde viel mehr Ihr „Volumentrading“ faszinieren, was Sie hier vor Monaten erklärt haben. Aber wie gesagt, dass ist mir persönlich zu aufwendig und kompliziert – selbst wenn es das aus Ihrer Routinesicht gar nicht so ist.

          Übrigens falls ich das richtig verstanden habe, sind Sie als Stillhalter in BezinCalls aufgetreten? (Die genannten Preise 41 oder so, waren wir ganz fremd). Wenn dem so ist, glaube ich, dass das ein voller Erfolg wird. Aber wie auch schon erwähnt, i c h persönlich hätte mir als Berechtigter ein paar „Puts“ gekauft – meinethalber auch ohne Knock-out, dafür mit begrenzter Laufzeit.
          Also, ebenfalls schöne Grüße. Und hoffentlich sind Sie (wieder) pulvertrocken und nicht mehr nass wie ein Pudel.

          • Avatar

            Segler

            3. September 2017 16:52 at 16:52

            Hallo Gerd,
            Danke für das umfangreiche Posting.
            Komplexe Diskussionen und Grundlagenwissen sollten wir andernorts und praktikabler organisieren.
            Gerne will ich Sie teilhaben lassen an meinen Trades und meiner Handelseise. Sei es in einem Chat, sei es in einem anderen Forum, sei es per TeamViewer.
            Ich werde folgende email adresse für einige Tage wieder aktiv schalten:
            bluewater@smashmail.de
            Im übrigen kann Herr Fugmann Ihnen gern meine mail adresse zukommen lassen.
            Liebe Grüsse vom wieder trockenen Segler

  3. Avatar

    gerd

    4. September 2017 09:47 at 09:47

    Das ist ja genau das, Segler, das ‚umfangreiche Posting‘, was für die mir zur Verfügung stehende Zeit eigentlich viel zu umfangreich ist.
    Nun hatten wir aber drei Tage Regenwetter, da mach ich das noch viel lieber als sonst.
    Die Zeit, die ich mit dem Finanzmarktgeschehen und dem Drumherum insgesamt verbringe, fehlt oft an anderer Stelle. Was mir auch vorgehalten wird. Bei aller Freude und Spannung, die ich damit empfinde (ich verfolge lieber die Kurse als einen Krimi), sollte ich das aber eher zurückfahren.
    Ich würde also bestenfalls zu Beginn der tristen Novembertage wieder mehr Gelegenheit haben auf Ihr Angebot mit der Mailadresse zurückzukommen. Ich hoffe, dass ich derweil hier im Forum noch ab und zu Ihre Marktmeinung zu lesen bekomme.

    • Avatar

      Segler

      4. September 2017 12:41 at 12:41

      Ja, .. eine Marktmeinung ….
      Ich muss da immer schmunzeln und an die Worte des Gautama denken, als er zum allzu wissbegierig Suchenden sprach:
      „Lass Dich aber warnen, Du Wissbegieriger, vor dem Dickicht der Meinungen und vor dem Streit um Worte.
      Es ist an Meinungen nichts gelegen.“

      Aber wer weiss ? – manchmal juckt es in meinen journalistischen und formulierfreudigen Fingern
      Und dann poste ich einen Kommentar.
      Beste Grüsse
      :-)

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Lockdown: Was läuft falsch bei den Corona-Maßnahmen?

Markus Fugmann

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Heute dürften in Deutschland und Frankreich neue Beschränkungen und Corona-Maßnahmen bis hin zum Lockdown verkündet werden. Im Grunde reagieren die durch die starken Anstiege alarmierten Regierungen in Europa alle ähnlich. Nach Informationen des Informations-Mediums für Intellektuelle, also bild.de, dürfen ab 04.November in Deutschland sich maxiximal zehn Menschen treffen, die wiederum maximal aus zwei Haushalten stammen dürfen.

Lockdown, Corona-Maßnahmen und Anreizkonflikte

Viele Menschen gehen davon aus, dass die Corona-Maßnahmen schon gerechtfertigt seien – auf der anderen Seite gibt es jene, die das Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen latent verharmlosen – und nicht selten eine Verschwörung der Eliten vermuten zur Entmündigung der Bürger. Symbol dafür ist ihnen der Lockdown.

Nun müssen die Regierungen die Bevölkerung schützen – aber sind die getroffenen Maßnahmen gerechtfertigt? Professor Christian Rieck macht auf zwei zentrale Probleme der Maßnahmen deutlich, die häufig entweder zu „Überreaktionen“ oder zu „Unterreaktionen führen.  Es gebe viele „Anreizkonflikte“, die zu problematischen Reaktionen der Betroffenen führen, so Rieck.

In folgendem Video erklärt er, was er damit meint:

 

Lockdown und Corona-Maßnahmen - sind sie gerechtfertigt?

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Daniel Stelter: Die Zeitbombe tickt für Deutschland! Was jetzt passieren muß

Markus Fugmann

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Daniel Stelter zählt fraglos zu den besten Köpfen in Deutschland: Er zeigt immer wieder, dass das scheinbar so reiche Land in Wirklichkeit gar nicht so reich ist – und vor allem ab dem Jahr 2030, wenn die Babybommer in Rente gehen, die demografischen Probleme faktisch zu einer Unfinanzierbarkeit der Rentenversprechen führen.

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe Deutschlands

Was also tun? Als Pionier das Klima retten, wie Bundesregierung und EU propgaieren durch eine „Klimaplanwirtschaft„? Überall mehr Staat angesichts der massiven Einbrüche der Wirtschaft in der Coronakrise? Daniel Stelter plädiert für das Gegenteil: für einen funktionierenden Kapitalismus – denn die weiter ausgreifenden Versuche des Staates, die Wirtschaft zu lenken, wird die Wirtschaftstätigkeit bremsen statt zu beschleunigen.

Kürzlich hat Thorsten Polleit in seinem Buch  „Der Antikapitalist: Ein Weltverbesserer der keiner ist“ genau darauf aufmerksam gemacht: der Kapitalismus ist nicht unser Problem, sondern die Lösung – wenn man ihn denn funktionieren lassen würde. Aber der Ruf nach staatlicher Lenkung wird gerade in der Coronakrise immer lauter, immer tiefer mischt sich die „Obrigkeit“ in die Wirtschaft ein (etwa indem man die Insolvantragspflicht aussetzt und damit Zombie-Firmen weiter durchschleppt). Man kauft Zeit durch staatliche Rettungsmaßnahmen, ohne diese Zeit für Reformen zu nutzen. Alle reden „vom Verteilen und Besteuern“, statt die Wohlstandmehrung im Fokus zu haben – so formuliert es Daniel Stelter.

Fakt ist: „Die Lasten steigen, während unsere Wirtschaftskraft sinkt“, so der Ökonom. Also müsste die Struktur geändert werden – etwa bei der tickende Zeitbombe, der Rente. Hier schlägt Daniel Stelter einen Staatsfonds im Stile Norwegens vor, bei dem der Staat jedem Bürger unter 65 Jahren 25.000 Euro schenkt, die dann in die Finanzmärkte investiert werden. Auch in der EU müsste sich einiges ändern – und hier hat Stelter einen ungewöhnlichen Vorschlag: Deutschland und die andere Euro-Länder sollten sich auf Kosten der EZB entschulden können!

In folgendem Video fasst Stelter das zusammen, was für Deutschland und die Lösung seiner Probleme jetzt zwingend notwendig wäre:

 

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe in Deutschland

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Der Stimulus kommt garantiert!

Hannes Zipfel

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USA Flagge

Ohne die massiven Geldzuflüsse der letzten Monate an die westlichen Finanzmärkte, allen voran in den USA, wären die Kursstände heute ganz andere. Bricht dieser Zustrom an frischem Geld mangels neuem Stimulus ab oder das Kapital flieht aus Angst vor neuen Lockdowns in Cash, dann folgt der nächste Corona-Crash. Daher wird es einen Stimulus geben. Die Frage ist nur: von wem?

Der Stimulus ist systemrelevant

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seinem jüngsten „World Economic Outloook“ mit einem Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung in diesem Jahr in Höhe von 4,4 Prozent (Seite 29). Für die größten acht Industrienationen (G-8) sogar mit einer Kontraktion in Höhe von 5,8 Prozent.

Demgegenüber stehen fiskalische COVID-19-Hilfen in durchschnittlich zweistelliger prozentualer Höhe des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im Falle Deutschlands würde dies gemäß der aktuellen Schätzung des IWF zum deutschen BIP-Wachstum in 2020 bedeuten, dass ohne finanzpolitische Hilfen unsere Wirtschaft in diesem Jahr um 14,9 Prozent einbrechen würde. Die der USA um 17,5 Prozent und das Bruttoinlandsprodukt Japans würde ohne fiskalische COVID-19 Stimuli gar um -26,4 Prozent kollabieren.

Grafik zeigt Stimulus je nach Land

Sollte es also, wie es sich nun in den weltweiten Statistiken abzeichnet, zu einer erneuten Covod-19-Welle kommen, wären sowohl die Projektionen des IWF hinfällig als auch die exorbitanten Hilfsgelder nicht ausreichend, um eine ökonomische Katastrophe zu verhindern. Dieser Tatsache sind sich die Regierungen aller betroffenen Staaten sicher bewusst. Daher ist entsprechend den wirtschaftlichen Belastungen in Folge erneuter signifikanter Einschränkungen des öffentlichen Lebens mit neuen Finanzhilfen zu rechnen. Es wäre jedenfalls politisch sehr nachteilig für die Verantwortlichen, einen solchen fiskalischen Stimulus abzulehnen. Die ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen wären unabsehbar.

Der Ausgang der US-Wahlen ist für den Stimulus nicht entscheidend

Momentan schauen die Marktteilnehmer sehr genau auf die Umfragewerte zu den US-Wahlen am 3. November sowie den Äußerungen der politischen Führer beider Lager (Demokraten und Republikaner) zum Thema neuer Stimulus.

Dabei ist es grundsätzlich für neue Finanzhilfen völlig unerheblich, wer die Wahlen Anfang November gewinnt, sofern es ein Ergebnis gibt. Als im März dieses Jahres der „Coronavirus Aid, Relief, and Economic Security Act“ (CARES) unterzeichnet wurde, gab es weder einen Präsidenten Joseph Biden, auf den viele Marktteilnehmer aktuell in Sachen Stimulus die größeren Hoffnungen setzen, noch einen einheitlich dominierten Kongress. Dennoch initiierten sowohl das Weiße Haus als auch die beiden Kammern des Kongresses, also der republikanisch dominierte Senat, als auch das demokratisch dominierte Abgeordnetenhaus seit dem 3. März insgesamt vier Hilfsprogramme, die bis heute eine Dimension von insgesamt 2,8 Billionen US-Dollar angenommen haben.

Das Staatsdefizit spielte dabei selbst für die größten Gegner staatlicher Verschuldung keine Rolle. Warum sollte das im Falle einer Wiederholung einer solchen ökonomischen Notlage anders sein? Die Finanzierung ist auf jeden Fall über die US-Notenbank Fed sichergestellt.

Die Fed positioniert sich bereits

Sollte es jedoch zu keinem Wahlergebnis kommen bzw. für eine längere Zeit kein Wahlsieger feststehen, könnte immer noch ein Notkompromiss zwischen den Parteien von einer neuerlichen akuten Notlage erzwungen werden. Und selbst wenn aus unbekannten Gründen tatsächlich kein neuer fiskalpolitischer Stimulus kommen sollte, stünde immer noch die Geldpolitik bereit um einzuspringen. Verbal haben sich die US-Notenbanker längst positioniert: Sie fordern permanent neue fiskalpolitische Stimuli und haben sich selbst zusätzlich dem Ziel verschrieben, auch mithilfe der Geldpolitik die soziale Schere in den USA zu schließen.

Auch ganz praktisch war die US-Notenbank Fed in die Stützung der größten Volkswirtschaft der Welt involviert: Seit Beginn der Epidemie im Februar dieses Jahres hat die Fed ihre Bilanz durch den Ankauf von Schuldpapieren um 3 Billionen US-Dollar aufgestockt. Mit in dieser Summe enthalten sind Kreditfazilitäten für größere Unternehmen.

Um eine Kaskade an Insolvenzen zu verhindern, nahm die Fed seit Mitte Juni dieses Jahres Anleihen von Unternehmen mit weniger als 15.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von unter 5 Milliarden US-Dollar mit auf ihre Bilanz. Die eigens hierfür gestartete „Main Street Lending Facility“ ist mit einer Staatsgarantie abgesichert. Damit schließt die Fed eine Finanzierungslücke, kommen doch für staatliche Hilfen aus dem Paycheck Protection Program (PPP) ausschließlich nur Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern in Frage.

Das Besondere an diesen Kreditfazilitäten ist die Tatsache, dass die Fed erstmals direkt als Kreditgeber auftrat, ohne den Umweg über das US-Finanzministerium zu gehen. Zählt man nun diesen Tabubruch, die permanente Forderung nach neuen Stimuli und das selbst gesteckte Ziel der Schließung der sozialen Schere in den USA zusammen, dann ist der Schritt hin zu Finanzhilfen für weite Teile der US-Unternehmen, Selbstständigen und Privathaushalte direkt aus der Notenpresse nicht mehr weit. Zumindest ist es eine Art Rückversicherung für einen Stimulus in den USA im Falle einer nicht handlungsfähigen Regierung. Dies gilt übrigens auch für die anderen großen Notenbanken dieser Welt, die zum Teil mit direkten Aktienkäufen in Sachen Tabubruch in diesem Fall schon weiter sind als die US-Notenbank Fed.

Das Timing-Problem

Selbst im Falle der Entwicklung eines marktreifen Impfstoffs wird es wohl noch bis weit ins Jahr 2021 dauern, bis die Pandemie durch Impfungen und Therapien weltweit eingedämmt werden kann. Bis dahin bleiben aus Sicht der Politik v. a. Präventionsmaßnahmen die einzige effektive Möglichkeit. Dies wiederum bedeutet anhaltende wirtschaftliche Schäden bis hin zum de facto Entzug der Existenzgrundlage für ganze Branchen.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Börsen auch in den USA dies verstehen. Bereits bei der ersten Pandemiewelle fiel der sprichwörtliche Groschen an den US-Märkten recht spät, dann aber sehr schnell und sehr heftig. Erst Ende Februar realisierte die Wallstreet, dass die Pandemie keinen Bogen um Amerika macht.

Ob die Amerikaner im Zuge der aktuellen Datenlage in Sachen COVID-19-Pandemie schneller schalten, ist ungewiss. Daher bleibt für Anleger das Timing-Problem die eigentliche Herausforderung. Auch deshalb, weil der Druck auf die Institutionen einen neuen Stimulus zu liefern erst dann zu Handlungen führt, wenn die Börsenkurse als Krisenbarometer hellrot aufleuchten.

Fazit und Strategieansatz

Nach wie vor ist Timing an der Börse eher eine Kunst als eine Wissenschaft und oft vom Glück begleitet. Wolfgang Müller schrieb dazu vor Kurzem einen interessanten Artikel mit dem Titel: „Aktienmärkte: Buy and Hold – nach wie vor im Vorteil?“.
In Anbetracht der Tatsache, dass ein Stimulus im Falle einer erneuten deutlichen wirtschaftlichen Abschwächung systemrelevant und damit so gut wie sicher ist, besteht wenig Grund, Vermögenswerte zu veräußern, die man mittelfristig halten möchte.

Für Trader bietet sich eine simpel anmutende Strategie an, die bereits im Frühjahr dies Jahres sehr profitabel war: Zunächst jetzt etwas Pulver trocken halten. Kommt es im Zuge sich wieder verschlechternder Konjunktur- und Unternehmenszahlen zu einem nochmaligen heftigen Rücksetzer an den Aktienmärkten, kann man in mehreren Tranchen ab dem Unterschreiten der einfachen gleitenden 200-Tage-Durchschnittslinie, z. B. beim S&P 500, in den Markt einsteigen und abwarten, bis der neue Stimulus kommt und die Märkte wieder nach oben zieht.

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