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Deutsche Bank mit Geldanlage-Ausblick 2019 – irgendwie wird´s schon werden

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Die Deutsche Bank hat ihren Geldanlage-Ausblick 2019 veröffentlicht. Nach einem guten Jahr 2018 werde die Lage in 2019 schwieriger. Gute Renditen seien immer noch möglich. Aber schon die Kurz-Zusammenfassung der Gesamtanalyse zeigt: Die Deutschbanker versuchen sich nicht so ganz festzulegen, weil man wohl selbst sieht, dass die Lage unklar ist.

Also besser weiterhin Optimismus verbreiten. Gleichzeitig auf Risiken und schwächere Märkte hinweisen, aber irgendwie wird´s schon werden… denn man muss den Kunden ja auch weiterhin Gründe zum Investieren bieten? So heißt zum Beispiel eine Formulierung (auszugsweise):

„…zwar niedrigere Aktienrenditen als in den vergangenen Jahren, aber immer noch positive.“

Hier die Kurz-Version des Ausblicks in den Worten der Deutschen Bank:

Nachdem die Wirtschaft noch vor kurzem Höchstwerte beim Wachstum, der Liquidität und den Unternehmensgewinnen verzeichnete, erwartet die Anleger 2019 ein anderes Umfeld. Das geht aus dem jährlichen Ausblick der Anlagestrategen von Deutsche Bank Wealth Management hervor.

„Die jüngste Volatilität an den Märkten deutet auf eine erhöhte Unsicherheit hin. Das globale Wachstum wird sich in diesem Jahr voraussichtlich verlangsamen, aber es werden weiterhin positive Renditen für eine Reihe von Anlageklassen erwartet“, sagte Christian Nolting, Chefanlagestratege für die vermögenden Kunden der Bank.

Sechs Anlagethemen bestimmen seiner Meinung nach das neue Jahr:

1) Weniger Wachstum

Die globale Konjunktur kühlt ab, und das Wachstum dürfte sich von Region zu Region unterscheiden. Der US-Aufschwung geht langsam zu Ende, Europa wird unter politischer Unsicherheit leiden, und wir sehen weiterhin Risiken für die chinesische Konjunktur. Dennoch: Auch wenn die Geldpolitik restriktiver wird, bricht das Wachstum nicht zusammen.

2) Achtung, Volatilität!

Der Übergang zu einem normaleren geldpolitischen Umfeld macht den Märkten zu schaffen. Für die anhaltende Volatilität gibt es weitere Auslöser, die ebenfalls weiterhin wirken: geopolitische Risiken sowie ein schwächeres Wachstum der Unternehmensgewinne und der Wirtschaft insgesamt. Das macht niedrigere Renditen wahrscheinlich, sofern Anleger nicht mehr ins Risiko gehen.

3) US-Anleihen lohnen sich wieder

Ein Jahrzehnt lang erzielten Anleihen niedrige Renditen, so dass sich die Anleger inzwischen daran gewöhnt hatten. Aber zumindest in den USA könnte sich das ändern – wobei vor allem kurzfristige Anlagen attraktiv geworden sind. Es gibt noch weitere Chancen im Rentenmarkt, aber ebenso gibt es auch Risiken – investieren Sie mit Bedacht.

4) Niedrigere Aktienrenditen

Wenn man sich die jüngsten Preisschwankungen ansieht, bieten Aktien immer noch viele Chancen. Die Unternehmensgewinne könnten jedoch weniger stark steigen als erwartet.. Nolting und sein Team erwarten für die kommenden zwölf Monate zwar niedrigere Aktienrenditen als in den vergangenen Jahren, aber immer noch positive.

5) Dollar und Öl im Fokus

Für Anfang 2019 erwartet Nolting eine anhaltende Stärke des US-Dollars, geht aber davon aus, dass er im Laufe des Jahres leicht nachgegen wird. Nach einem starken Rückgang der Ölpreise Ende 2018 Jahres dürften die Angebotsengpässe dazu führen, dass er sich 2019 erholt.

6) Technik

Nolting sieht Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (ESG) sowie mehr Investitionen in Infrastruktur als langfristige Anlagethemen. Aber 2019 könnte es nötig sein, Anlagen in der Technologiebranche neu zu bewerten, weil sich Gesetzgebung verschärft und sich die Trends innerhalb des Sektors auseinanderentwickeln.

Deutsche Bank
Foto: Deutsche Bank AG

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Paul

    11. Januar 2019 11:17 at 11:17

    DB wird 2019 zum Pennystock mutieren!
    Nat.spricht die DB nicht von einem Goldinvest,aber sonst ist ja fast alles aufgefuehrt,was das Bankerherz begehrt…
    Wird endlich Zeit,dass die DB in der Versenkung verschwindet!

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IWF senkt weltweiten Konjunkturausblick wegen Deutschland und Italien

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Der IWF senkt aktuell zum zweiten Mal binnen drei Monaten seine globale Wachstumsprognose. Aber erstmal ein, zwei Schritte zurück in der globalen Betrachtung, bitte. China hatte heute früh seine Jahreszahlen für sein Wirtschaftswachstum verkündet mit „nur“ 6,6% Wachstum im Vergleich zu 2017. Das ist der schlechteste Wert seit 28 Jahren! Mal ganz abgesehen davon, dass man die Höhe dieser Wachstumsraten über 6% sowieso anzweifeln könnte… aber egal. Im letzten Quartal war es ein Wachstum von nur noch 6,4%, also noch schwächer als im Jahresschnitt. Die „Schwäche“ in China soll am Handelskrieg mit den USA liegen.

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Dann kam heute Mittag der aktuellste Bericht der Deutschen Bundesbank heraus, wo offiziell von einem „kräftigen Dämpfer für die Industrieproduktion“ in Deutschland gesprochen wird. Die Abschwächung der deutschen Konjunktur ist wohl doch mehr als ein kurzer Ausrutscher nach unten.

Und jetzt bringt der IWF die zweite Abstufung seiner Wachtsumsprognose binnen drei Monaten. Zufall? Immerhin… noch glaubt der IWF an ein Wirtschaftswachstum auf globaler Ebene im Jahr 2019 von 3,5%, nach +3,7% in der Oktober-Prognose. Seitdem hat man schon abgesenkt wegen des Handelskriegs zwischen China und den USA. Und heute begründet man die erneute leichte Absenkung von -0,1 Prozentpunkten mit den Daten aus Deutschland. Aber auch die finanziellen Probleme in Italien und die Grundproblematik rund um die Türkei hatte man in seine heutige Absenkung der Prognose einfließen lassen. Der IWF im Wortlaut:

The further downward revision since October in part reflects carry over from softer momentum in the second half of 2018—including in Germany following the introduction of new automobile fuel emission standards and in Italy where concerns about sovereign and financial risks have weighed on domestic demand—but also weakening financial market sentiment as well as a contraction in Turkey now projected to be deeper than anticipated.

Risiken wie Brexit und Handelskrieg waren vorher schon berücksichtigt worden. Aber wie gesagt: Von 3,7% auf 3,5% Wachstum… 3,5% sind immer noch eine Menge! Hier noch auszugsweise ein weiterführender Text vom IWF, Zitat:

The global economy continues to expand, but third-quarter growth has disappointed in some economies. Idiosyncratic factors (new fuel emission standards in Germany, natural disasters in Japan) weighed on activity in large economies. But these developments occurred against a backdrop of weakening financial market sentiment, trade policy uncertainty, and concerns about China’s outlook. While the December 1 announcement that tariff hikes have been put on hold for 90 days in the US-China trade dispute is welcome, the possibility of tensions resurfacing in the spring casts a shadow over global economic prospects.

High-frequency data signal subdued momentum in the fourth quarter. Outside the United States, industrial production has decelerated, particularly of capital goods. Global trade growth has slowed to well below 2017 averages. The true underlying impetus could be even weaker than the data indicate, as the headline numbers may have been lifted by import front-loading ahead of tariff hikes, as well as by an uptick in tech exports with the launch of new products. Consistent with this interpretation, purchasing managers’ indices, notably in the category of new orders, point to less buoyant expectations of future activity.

Hier können Sie die aktuellen Aussagen des IWF auch nochmal in einem 30-minütigen Video anschauen.

IWF
Die IWF-Zentrale in Washington DC. Foto: AgnosticPreachersKid CC BY-SA 3.0

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Theresa May redete im UK-Parlament – jetzt hier im LIVE-Feed

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Hier die aktuelle Rede von Theresa May (erstes Live-Video mit deutscher Übersetzung, zweites Video im Originalton):


By Graeme Maclean – originally posted to Flickr as hdr parliament, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7042940

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Bundesbank mit klaren Worten zur Konjunktur: „Kräftiger Dämpfer für Industrieproduktion“

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Die Bundesbank hat heute Mittag ihren aktuellsten Monatsbericht veröffentlicht. Ihre Worte in der Headline-Aussage lassen vermuten, dass die kurzfristige Delle im Sommer, welche durch Umstellungen bei Abgas-Normen in der Automobilindustrie ausgelöst wurden, wohl den tatsächlichen Beginn eines breiten Konjunkturabschwungs überdeckt haben. So zumindest könnte man die Aussagen der Bundesbanker auslegen. Also: Stehen wir genau in diesem Augenblick in den ersten Monaten eines Konjunkturabschwungs, und halten ihn noch für einen kleinen Ausrutscher unten? Möglich wäre es. Die Bundesbank im Wortlaut:

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Kräftiger Dämpfer für Industrieproduktion

Zurückzuführen ist dies (Rückkehr zum vorigen Wirtschaftswachstum) dem Bericht zufolge primär auf die enttäuschende Entwicklung in der Industrie. Im November verringerte sich die Industrieproduktion kräftig, saisonbereinigt ging sie gegenüber dem Vormonat um 1 ¾ Prozent zurück. Auch im Mittel der Monate Oktober und November verfehlte sie den Stand des dritten Quartals erheblich. „Die Abwärtsbewegung fiel dabei zuletzt über die Branchen breit gestreut aus“, schreiben die Ökonominnen und Ökonomen. Auch der Auftragseingang in der deutschen Industrie ging im November deutlich zurück. Gegenüber dem Vormonat sank er saisonbereinigt um 1 Prozent.

In der Automobilbranche zieht sich die Produktionsschwäche nach Einschätzung der Bundesbank merklich länger hin als erwartet. So normalisiere sich die Produktion nur sehr zögerlich, nachdem es in den Sommermonaten infolge der Einführung eines neuen Emissionstestverfahrens zu umfangreichen Ausfällen gekommen war. Konjunkturindikatoren wie Auftragseingänge und Neuzulassungen deuteten zwar auf eine bald wieder höhere Kraftfahrzeugfertigung hin. Ungeachtet dessen lag aber die Zahl der produzierten Pkw nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie im Dezember saisonbereinigt nur vergleichsweise wenig über dem November-Wert und noch ganz erheblich unter dem Stand der Frühjahrsmonate.

In anderen Branchen des Verarbeitenden Gewerbes ging die Produktion im November der Bundesbank zufolge breit gefächert und kräftig zurück. „Auch für das vierte Vierteljahr insgesamt ist daher inzwischen von einem deutlichen Rückgang der Industrieerzeugung auszugehen“, heißt es im Monatsbericht.

Wie geht es mit der Konjunktur in Euroland weiter, wenn die EZB schrittweise die Zinsen wieder anheben wird? Nach den folgenden Worten der Bundesbank wird es da keine Probleme geben. Zitat:

Zum Einfluss einer Zinsnormalisierung auf den nichtfinanziellen Privatsektor im Euroraum aus bilanzieller Perspektive

Im Zuge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise sowie der europäischen Schuldenkrise kamen im nichtfinanziellen Privatsektor teils umfangreiche bilanzielle Restriktionen zum Vorschein. Dieprivaten Haushalte und nichtfinanziellen Unternehmen reagierten hierauf, indem sie ihre Verschuldung abbauten und ihre Ausgaben einschränkten. Im Zuge der konventionellen und unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen des Eurosystems sanken die Zinsen, wodurch die Zinslasten des nichtfinanziellen Privatsektors deutlich reduziert und bilanzielle Beschränkungen gelockert werden konnten. Dieser Aufsatz geht der Frage nach, ob und in welchem Umfang sich bilanzielle Indikatoren des nichtfinanziellen Privatsektors im Euroraum – hier gemessen durch das Nettozinseinkommen und den Schuldendienst – im Zuge einer Zinsnormalisierung wieder verschlechtern könnten und ob hieraus nennenswerte negative realwirtschaftliche Rückwirkungen resultieren könnten.

Die Untersuchungen deuten darauf hin, dass es insgesamt betrachtet im Zuge einer Zinsnormalisierung nur zu einer moderaten Verschlechterung der bilanziellen Indikatoren kommen dürfte. Gründe hierfür sind vor allem, dass die Verschuldung in einigen Sektoren und Ländern in den letzten Jahren deutlich abgebaut werden konnte und diese im Gegensatz zum letzten Zinsstraffungszyklus (2005 bis 2008) in den nächsten Jahren nicht erneut spürbar ansteigen dürfte. Gleichzeitig ist – verglichen mit dem Tempo der vorhergegangenen Zinserhöhungs- und Zinssenkungsphase – mit einem deutlich graduelleren Anstieg der Zinsen zu rechnen.

Empirische Analysen deuten darauf hin, dass insbesondere ein Anstieg der Schuldendienstquoten mit einem persistenten Rückgang des Konsums der privaten Haushalte und der Investitionen der nichtfinanziellen Unternehmen einhergehen könnte. Da die aus den Simulationen abgeleiteten Veränderungen der bilanziellen Indikatoren eher gering sind und eine Zinsnormalisierung in einem günstigen wirtschaftlichen Umfeld erfolgen dürfte, sollten hiervon für sich genommen aber keine größeren realwirtschaftlichen Auswirkungen ausgehen.

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Bundesbank-Zentrale in Frankfurt. Foto: Wolfgang Pehlemann Wiesbaden Germany CC BY-SA 3.0 de

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