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Deutsche Bank: Verlust höher als erwartet, “Kernbank” macht Gewinn

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Deutsche Bank Türme

Die Deutsche Bank hat soeben ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Eckdaten.

Der Ertrag (Umsatz) liegt bei 5,26 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 6,18). Der Verlust nach Steuern liegt bei -832 Millionen Euro (Vorjahresquartal +229/für heute erwartet -778). Rückläufiger Umsatz, Verlust größer als erwartet. Liebe Deutsche Bank, was für ein Ergebnis!

Die harte Kernkapitalquote bleibt stabil bei 13,4%.

Die Deutsche Bank-Aktie notiert vorbörslich fast unverändert.

Die von der Deutschen Bank als solche bezeichnete Kernbank (alle Bereiche außer der Abbaueinheit zur Freisetzung von Kapital) machte vor Steuern einen Gewinn von 353 Millionen Euro. Die Abbaueinheit zur Freisetzung von Kapital machte einen Verlust von 1,0 Milliarde Euro vor Steuern aufgrund des Rückzugs aus nicht strategischen Bereichen und der Umbaukosten. Die Bank sei auf einem guten Weg, die Kostenziele für 2019 zu erreichen. Die bereinigten Kosten seien das siebte Quartal in Folge gesunken (ohne Berücksichtigung von Umbaukosten und Bankenabgaben). Hier einige Aussagen der Bank im Wortlaut:

Die Kernbank verzeichnet Wachstum in wichtigen Bereichen und demonstriert damit die Stabilität des Kundengeschäfts
– Das Kreditvolumen stieg um 12 Milliarden Euro
– Nettomittelzuflüsse von 5 Milliarden Euro
– Das verwaltete Vermögen im Asset Management und in der Privatkundenbank stieg auf 1,24 Billionen Euro, ein Plus von 125 Milliarden Euro seit Jahresbeginn
– Die Bank konnte Marktanteile in wichtigen Bereichen des Anleiheemissionsgeschäfts steigern und seit Juli über 50 Mandate für Aktienemissionen abschließen, platzieren oder gewinnen
– Mitarbeiterzahl erstmals seit Übernahme der Postbank unter 90.000

Hier noch einige weitere Aussagen der Bank im Wortlaut, auszugsweise:

Die Deutsche Bank hat erhebliche Fortschritte bei ihrem Umbau gemacht und liegt im Plan mit Blick auf wichtige Ziele, die der Vorstand im Juli ausgegeben hatte. Die Bank konnte ihre Risiken und Kosten senken und ihr Geschäftsvolumen steigern.

Vorstandsvorsitzender Christian Sewing: „Obwohl wir die umfassendste Restrukturierung unserer Bank seit zwei Jahrzehnten auf den Weg gebracht haben, haben wir im dritten Quartal in unseren vier Kerngeschäftsbereichen Gewinne erzielt. Wir konnten das Kreditvolumen und das verwaltete Vermögen steigern. Die Transformation ist in vollem Gang, mit spürbaren Fortschritten auf der Kostenseite und beim Risikoabbau. Eine harte Kernkapitalquote von 13,4 Prozent unterstreicht unsere Stärke. Ich danke unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit und ihren großen Einsatz in dieser Phase des Umbruchs. Und ich danke unseren Kunden für ihr großes Vertrauen in unsere neue Strategie.“

Den offenen Brief von Deutsche Bank-Chef Christian Sewing an die Mitarbeiter finden Sie beim Klicken an dieser Stelle. Vorab sei dazu verraten: Es ist ein Jubelbrief über all die erreichten Erfolge des Umbauprogramms…

Deutsche Bank Quartalszahlen Finanzdaten

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Nasdaq, Tesla, Netflix – aktueller Blick auf den Hype

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Fernbedienung vor Fernseher mit Netflix-Programm

Gestern noch bei 11.070 Punkten im Hoch, so fällt der Nasdaq aktuell auf 10.434 Punkte. Ein schneller Absturz. Aber halt. Was war denn bitte vorher los? Was für ein Wahnsinns-Hype, was für ein Goldrausch!. Am 20. Februar lag der Nasdaq 100-Index noch bei 9.737 Punkten. Das war der Auftakt zum großen Börsencrash. So kräftig sind einige Tech-Konzerne dem Gesamtmarkt bis jetzt enteilt, dass sie den Nasdaq mit hochziehen konnten.

Nasdaq und Tesla

Dieses Thema bespricht der Chef-Aktienhändler der Baader Bank im folgenden brandaktuellen Video. Kann es so einfach nicht mehr weitergehen im Nasdaq? Auch wichtig: Tesla sieht er eher als Datenkrake. Zwar technologisch weit vor der Konkurrenz (hier eine positive Sichtweise auf den Autobauer), dennoch sei der Aktienkurs von Tesla irrsinnig hoch. Auch wird dies klar anhand von im Video erwähnten Beispielen, wie stark sich einzelne Bankanalysten in ihrem Meinungen unterscheiden. Und ja, das ist wirklich ein Wahnsinn, so möchte ich es bestätigen!

Wette auf Netflix-Zahlen am Donnerstag

Wichtig wird jetzt in Sachen Tech die Aktie von Netflix. Die Firma ist wohl einer der größten Corona-Krisengewinner. Wo die Menschen in der Coronakrise nicht rausgehen konnten und jetzt vermutlich immer noch vermehrt zuhause rumsitzen, suchen sie natürlich nach einer Beschäftigung. Viele, sehr viele Menschen werden diese Beschäftigung wohl im Glotze-Gucken bei Netflix, Amazon, Sky und Co gefunden haben. Nur die Frage lautet: Wie viele neue Abos hat Netflix im letzten Quartal abgeschlossen? Im 1. Quartal waren es 15,77 Millionen neue Abonnenten.

Die Aktie stand im Februar direkt vor dem Crash-Start bei 392 Dollar. Gestern waren es im absoluten Nasdaq-Höhenrausch 574 Dollar. Aber bis jetzt kommt die Aktie zurück auf 508 Dollar. So schnell kann ein Long-Zocker dick im Minus sein. Donnerstag Abend (wir werden berichten) präsentiert Netflix dann seine Quartalszahlen. Das wird ein wichtiges Ereignis für die gesamte US-Börse werden. By the way… schauen Sie sich das folgende Video gerne in voller Länge an, die Aussagen sind interessant.

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – Bankzahlen im Fokus

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE zum Handelsstart in New York. Er bespricht die vor wenigen Minuten veröffentlichten Quartalszahlen von JP Morgan, Wells Fargo und Citi. Die Finanzdaten bespricht er ausführlich.

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Wells Fargo und Citigroup: Quartalszahlen liegen vor

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Die Quartalszahlen von Wells Fargo und Citigroup wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Eckdaten, zunächst von Wells Fargo.

Der Erlös (Umsatz) liegt bei 17,8 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 21,58/erwartet 18,6).

Das Ergebnis liegt bei -0,66 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/erwartet -0,16). Ein Verlust von 2,4 Milliarden Dollar im zweiten Quartal!

Kreditvorsorge 9,5 Milliarden Dollar nach 0,5 Milliarden Dollar vor einem Jahr.

Die Aktie von Wells Fargo notiert vorbörslich mit -3,8 Prozent.

Kommentar von Wells Fargo im Wortlaut:

“We are extremely disappointed in both our second quarter results and our intent to reduce our dividend. Our view of the length and severity of the economic downturn has deteriorated considerably from the assumptions used last quarter, which drove the $8.4 billion addition to our credit loss reserve in the second quarter. While the negative impact of the pandemic is unprecedented and many of our business drivers were negatively impacted, our franchise should perform better, and we will make changes to improve our performance regardless of the operating environment.

“Though our income performance was weak, our capital and liquidity continues to be extremely strong with both our CET1 ratio and LCR increasing from the end of the prior quarter. However, it is critical in these uncertain times that our common stock dividend reflects current earnings capacity assuming a continued difficult operating environment, evolving regulatory guidance, and protects our capital position if economic conditions were to further deteriorate. Given this, we believe it is prudent to be extremely cautious until we see a clear path to broad economic improvement. We are confident that this eventual economic improvement combined with our actions to increase our margins will support a higher dividend in the future,” Scharf added.

“I’m proud of the hard work and dedication of our employees through these challenging times to support our customers, communities, and each other. Our regulatory commitments remain our top priority and while we have more work ahead of us, we continue to devote all necessary resources to this effort,” Scharf concluded.

Wells Fargo Finanzdaten

Wells Fargo-Quartalszahlen - Wells Fargo Logo
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

Citigroup

Bei der Citigroup liegt der Erlös (Umsatz) bei 19,77 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,76/erwartet 19,1).

Das Ergebnis liegt bei +0,50 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,95/erwartet +0,28).

Kreditvorsorge 7,9 Milliarden Dollar nach 2,1 Milliarden Dollar vor einem Jahr.

Die Aktie der Citigroup notiert vorbörslich mit +1,1 Prozent.

Kommentar des Citigroup CEO im Wortlaut:

“While credit costs weighed down our net income, our overall business performance was strong during the quarter, and we have been able to navigate the COVID-19 pandemic reasonably well. The Institutional Clients Group had an exceptional quarter, marked by an increase in Fixed Income of 68%. Global Consumer Banking revenues were down as spending slowed significantly due to the pandemic.

“We entered this crisis from a position of strength. During the quarter, our regulatory capital increased and our CET1 ratio improved to 11.5%, comfortably above our new regulatory minimum of 10%. We continued to add to our substantial levels of liquidity and our balance sheet has plenty of capacity to serve our clients. With a sharp emphasis on risk management, we are prepared for a variety of scenarios and will continue to operate our institution prudently given this unprecedented situation,” Mr. Corbat concluded.

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