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Die große Rentenlüge: Das aktuelle 67 Milliarden Euro-Loch wird in der Tagesschau einfach nicht erwähnt

Wer die traurige Wahrheit nicht kennt, kann besser schlafen. Und wer etwas verschweigt, der lügt nicht. Das mag sein. Uns geht es um die „große Rentenlüge“. Die entsteht nämlich durch die Suggestion, dass die Rentenkasse prall gefüllt ist aufgrund der hohen Einnahmen – die entstünden durch die fast erreichte Vollbeschäftigung. Folglich darf der genügsame…

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FMW-Redaktion

Wer die traurige Wahrheit nicht kennt, kann besser schlafen. Und wer etwas verschweigt, der lügt nicht. Das mag sein. Uns geht es um die „große Rentenlüge“. Die entsteht nämlich durch die Suggestion, dass die Rentenkasse prall gefüllt ist aufgrund der hohen Einnahmen – die entstünden durch die fast erreichte Vollbeschäftigung. Folglich darf der genügsame Tagesschau-Zuschauer schlussfolgern, dass durch die aktuell hohen Beitragszahlungen die Kassen so voll sind, dass die gesetzliche Rentenversicherung die gestern verkündete kräftige Rentensteigerung mal eben locker zahlen kann.

Die Tagesschau verkündet die guten Nachrichten

Gestern Abend 20 Uhr Tagesschau (siehe Video unten). Noch immer ist sie für breite Bevölkerungsschichten das mit Abstand wichtigste Leitmedium im Fernsehen, wenn es darum geht sich einmal täglich zu informieren. Gleich als Erstes verkündet die Tagesschau Zitat:

„Die stabile Konjunktur und ein Zuwachs bei Löhnen und Gehältern sorgen auch in diesem Jahr für ein Plus bei den Renten. Die Renten steigen ab Juli um 3,2% im Westen, im Osten um 3,4%.“

In den folgenden Aussagen werden in der Tagesschau auch Probleme angesprochen. Bis 2025 gebe es, so suggerieren die präsentierten Daten, gar kein Problem. Wenn es danach doch ein Problem geben sollte, müsse man schauen wie man damit umgeht – so möchten wir es vereinfacht wiedergeben. Man kann es Ignoranz nennen, Verzerrung, oder auch die Verschweigung von Tatsachen. Aber verdeckt wird damit die große Rentenlüge.

Die große Rentenlüge

Denn die Rentenlüge, die durch Unterlassen einfach verschwiegen wird, lautet: Alles ist in bester Ordnung. In ferner Zukunft mag es in der gesetzlichen Rentenkasse Probleme geben, aber jetzt aktuell decken die Einnahmen die Ausgaben – deswegen können wir (der Staat) euch Rentnern jetzt schön saftige Erhöhungen zahlen. Wie kaputt und pleite das System aber schon heute ist, erwähnt niemand! Aber wer sich nur ein paar Sekunden Zeit nimmt um zu googeln, wird schlauer!

Denn die Deutsche Rentenversicherung macht nicht mal ein großes Geheimnis aus ihrer desaströsen finanziellen Schieflage. Für das Jahr 2016 gab es bereits eine Rentenlücke in Höhe von 64,5 Milliarden Euro, die mit einem Zuschuss aus den Steuergeldern (Bundeshaushalt) geschlossen werden musste (wir berichteten schon darüber). Jetzt aktuell liegen die neusten Zahlen für das Jahr 2017 vor. Die Deutsche Rentenversicherung präsentiert auf den aller ersten Blick einen ausgeglichenen Rententopf.

So pleite ist die Rentenkasse schon heute

Einnahmen von 293,8 Milliarde Euro stehen Ausgaben (Rentenzahlungen) in Höhe von 293,2 Milliarden Euro gegenüber. Hey, die Deutsche Rentenverischerung hat also sogar ein kleines Plus gemacht, so könnte man denken. Also ist doch alles super? Nein. Schauen wir nur einen Tick genauer hin. Die Einnahmen stammen nur zu 224,6 Milliarden Euro aus Beitragszahlungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern (2016 waren es 214,8 Milliarden Euro).

Also fehlten letztes Jahr 69,2 Milliarden Euro in der Rentenkasse. Hätte man diese Lücke nicht aufgefüllt, so hätte man die Rentenzahlungen dramatisch reduzieren müssen. Hat die Rentenkasse Kredite aufgenommen um die Lücke zu schließen? Nein, es läuft wie bereits all die Jahre zuvor. Ohne dass es jemals aktiv in den Medien erwähnt wird, flossen nur letztes Jahr aus dem Steuerhaushalt 67,8 Milliarden Euro (+3 Milliarden Euro gegenüber 2016) zur Schließung dieser gigantischen Lücke, die immer größer wird. Der Steuerhaushalt subventioniert in gigantischem Ausmaß ein Rentensystem, das jetzt schon längst pleite ist.

Ohne diese Subvention müssten die Renten dramatisch gekürzt und/oder die Beiträge massiv erhöht werden, und das schon heute! Im Unterlassen dieser Information für die breite Öffentlichkeit entsteht zumindest nach unserer Meinung die große Rentenlüge… in ferner Zukunft könnte es mal eng werden, aber jetzt läuft doch alles noch bestens… falsch, eben nicht. Schon heute ist das System pleite!

Rentenlüge Abgeordnete entscheiden über Bundeshaushalt
Das Reichstagsgebäude in Berlin. Abgeordnete entscheiden über den Bundeshaushalt, der auch Geld massiv umlenkt in die Rentenkasse. Foto: Berthold Werner / Ausschnitt aus dem Originalfoto (CC BY-SA 3.0)

19 Kommentare

19 Comments

  1. tm

    26. April 2018 12:59 at 12:59

    „Also fehlten letztes Jahr 69,2 Milliarden Euro in der Rentenkasse. Hätte man diese Lücke nicht aufgefüllt, so hätte man die Rentenzahlungen dramatisch reduzieren müssen. Hat die Rentenkasse Kredite aufgenommen um die Lücke zu schließen? Nein, es läuft wie bereits all die Jahre zuvor. Ohne dass es jemals aktiv in den Medien erwähnt wird, flossen nur letztes Jahr aus dem Steuerhaushalt 67,8 Milliarden Euro“

    Wie hoch sind denn die versicherungsfremden Leistungen, die von der Kasse bezahlt werden?

    • tannhaeuser

      26. April 2018 19:45 at 19:45

      Die Bundesregierung beantwortete die Frage nach der Höhe der versicherungsfremden Leistungen am 27.2.2018 folgendermaßen:
      „Die nicht beitragsgedeckten („versicherungsfremden“) Leistungen lassen sich nicht exakt beziffern, denn es gibt in Wissenschaft und Praxis keine eindeutige
      und konsensfähige Abgrenzung dieser Leistungen………“ http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/009/1900940.pdf

  2. Alex Kreis

    26. April 2018 13:02 at 13:02

    Leider muss man konstatieren, dass unsere Gesellschaft kein Interesse an der Wahrheit mehr hat. Das Interesse der „zivilisierten“ Menschen besteht nur noch in Sensationen und nur wenn die Wahrheit auch gleichzeitig eine Sensation ist, dann fällt das Interesse, sozusagen zufällig bzw. gezwungernermaßen, auch mal auf die Wahrheit. Ansonsten sind auch gerne Lügen gerne genommen um im Alltag eine Sensation aufzusaugen und weiter zu verbreiten. Es ist nicht so, dass die Gesellschaft Themen wie z.B. die Rente bzw. die Rentenlüge nicht als wichtig betrachten würde. Nur weil etwas wichtig ist, bedeutet es jedoch nicht gleichzeitig dass es akut interessant ist, denn wie gesagt, interessant wird etwas erst wenn es einen Sensations-Charakter hat, d.h. wenn man bei seinen Zuhörern damit Aufmerksamkeit erhaschen kann. „Hast du gesehen, im Dschungel hat einer Krokodil-Hoden gegessen!?“ kommt heute einfach besser an als „Du wirst in 20 Jahren keine auskömmliche Rente bekommen“. Wenn im Nachhinein heraus kommt, dass die Kroko-Hoden nur weiße Schoko-Pralinen waren, dann wird nicht etwa abgeschaltet, nein. Man freut sich dann einfach auf die nächste Staffel … Die Brot und Spiele Gesellschaft braucht einen sehr sehr lauten Knall um aufzuwachen.

  3. sabine

    26. April 2018 13:06 at 13:06

    Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er noch die Wahrheit spricht. Das muß man über die Qualitätsmedien sagen. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
    Zeuge: Helmut Schmidt !
    https://skynetblog.de/zitat-helmut-schmidt-staatsterrorismus/
    1) “Ich habe den Verdacht, dass sich alle Terrorismen, egal, ob die deutsche RAF, die italienischen Brigate Rosse, die Franzosen, Iren, Spanier oder Araber, in ihrer Menschenverachtung wenig nehmen. Sie werden übertroffen von bestimmten Formen von Staatsterrorismus.“
    „Wie meinen Sie das Herr Bundeskanzler? fragt der Interviewer entsetzt! „Belassen wir es dabei. Aber ich meine wirklich, was ich sage.” (Oktoberfest Attentat, Bologna usw.)
    2.) „Wenn man ganz genau hinschaut, dann sieht man, dass die politischen Journalisten eigentlich mehr zur politischen Klasse gehören und weniger zum Journalismus.“

    • tm

      26. April 2018 15:02 at 15:02

      „Das muß man über die Qualitätsmedien sagen.“

      hmm naja, dann gilt das für die „alternativen Medien“ aber umso stärker.

      Was deuten Sie in die Aussage von Schmidt hinein und was hat das mit der Presse zu tun? Also das Interview hat immerhin die Zeit geführt.

  4. Helmut Josef Weber

    26. April 2018 13:55 at 13:55

    Wenn wir hier in Spanien weiter 14 Renten im Jahr ausgezahlt bekommen wollen und als Rentner weiter keinerlei Krankenkassenbeiträge zahlen wollen, und für etwa 1/8 der Beiträge nach 15 Jahren mehr Rente bekommen, als die Mitarbeiterin bei LIDL nach 45 Jahren Beitragszahlungen, dann muss Deutschland eben mehr in den Süden zahlen.
    Die Target-Salden lassen grüßen.
    Das wäre mal ein Thema für´s Deutsche Regierungsfernsehen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

    • Helmut

      26. April 2018 15:10 at 15:10

      Deutschland ist immer noch ein besetztes Land – „und das wird auch so bleiben“(Obama bei seinem Deutschlandbesuch). Die Deutschen müssen folgen – was ihnen gesagt wird. So ist das. Besiegte kann man nun mal ausnehemen bis zum Ende. Was den Besatzern das nützt – wird man sehen.

  5. Denker

    26. April 2018 13:56 at 13:56

    Liebe Bürgenrinnen und Bürgen,
    ein Geldsystem das als Ponzischema aufgebaut wurde funktioniert bei der Rentenkasse nicht anders, oder Sozialkasse,oder Arbeitslosengeld oder,oder,oder.
    Alles darin wird mit Schulden finanziert. Im übrigen sind Guthaben demnach ja ursprünglich auch nur Schulden., eben nur eine positive Anhäufung von diesen.
    Wer das verstanden hat, der weiß auch das irgendwann der Schuldenschnitt kommt, oder auch Vermögensschnitt… ist eh das selbe. Zurückbleiben nur reale Werte oder dann auch gebrochene Menschen.
    Fakt ist,… der Tag rückt unaufhaltsam näher. Und wer nicht vorsorgt hat eben das Nachsehen.

  6. Reichsdeutscher sagt

    26. April 2018 15:28 at 15:28

    war früher einmal in der Versicherung als Selbständiger tätig und bin derzeitig seit einigen Jahren in dieser Branche nicht mehr tätig. Als ich einstieg war ich ein Quereinsteiger bei Allianz damals erzählte man uns den Himmel auf Erden und wir wussten damals wirklich nichts. Wir waren naiv und dumm und glaubten diesen Ausbildern ihre Grimms- Märchen über die priv. Rentenversicherung. Als der VK. nachließ bekamen wir sofort unser Fett ab meine damalige Antwort an diese Lobbyisten war die Menschen werden durch das Internet immer aufgeklärter und sie lassen sich nicht mehr für dumm verkaufen. Also machte ich mir meine eigene Gedanken und ging dem nach was mich überzeugte nicht mehr für diese Vereine – Firmen der Versicherungen tätig zu sein. Seit einigen Jahren versuche ich meine Freunde und meine Landsleute über diese Verbrecher der Vers. Mafia aufzuklären. Seit einiger Zeit ist mir auch bekannt das der 1 Bundeskanzler der Alliierten Adenauer damals schon begann das Volksvermögen zu stehlen und für andere Ausgaben vor allem für Ausländer zu verschleudern. In derzeit erhalten Arbeitnehmer einen Anspruch von ca. 35 Euro Rentenanspruch im Jahr. So viel mir bekannt ist sind das nicht nur 67 Mrd. Steuergelder im Jahr sondern seit 2017 schon 100 Mrd. Euro. Außerdem hat der Chef der EZB Dragi von der Goldman Sachs Bank schon mittlerweile alle Bankguthaben und Renten und auch einbez. Versicherungen an die Süd und Ost – Eu – Länder schon verschleudert . Rette sich wer kann deshalb erhöhte Grundsteuern und weitere Enteignungen für unsere Goldstücke sind schon im Schubladen !!!!!!!!!!!!

    • asisi1

      26. April 2018 17:10 at 17:10

      den deutschen ging es schon um 1900 zu gut, deshalb hat man uns auch zwei Weltkriege aufs auge gedrückt. den Blödsinn der darüber berichtet wird, kann man in die tonne treten. es geht ums zahlen und das sollen wir für die Zukunft auch! der Michel wird es in den nächsten jahren kräftig zu spüren bekommen. die steuern und abgaben werden erhöht!!!

      • Markus Fugmann

        26. April 2018 17:37 at 17:37

        @asisi, wollen Sie damit sagen, dass etwa Deutschland nict den 2.Weltkrieg durch den Überfall auf Polen begonnen hätte????

        • Martin1

          27. April 2018 04:25 at 04:25

          Das ist schwierig zu sagen…
          Zwischen Polen und Deutschland gab es zuvor schon Gemetzel.

          Aber Adolf hatte ganz sicher nicht vor, gegen die Welt zu kämpfen. Das hat sich schrittweise entwickelt.

          • Matthias

            27. April 2018 09:19 at 09:19

            Man muß sich nicht zum Souffleur von „Der Sieger schreibt die Geschichte“ machen u. es kann auch einfach gesagt werden, wenn man anerkennt das Rußland und Japan damals wie heute Großmächte sind, hat für mich der WKII 1938 mit dem Angriff Japans auf Rußland begonnen.

        • Dreistein

          16. Mai 2018 10:19 at 10:19

          @ Markus Fugmann,
          wenn man betrachtet das Polen, Tschechien und Deutschland Grenznahe gepiesackt hat und Deutschland für die Versorgung Danzig ein hohen Wege Zoll aufgedrückt hat, den Deutschland da es gebeutelt durch den 1 Weltkrieg nicht mehr zahlen konnte, JA. Die Bitte der Deutschen an England diesen Wege Zoll doch abzustellen blieb unbeantwortet obwohl man wusste dass das einen Krieg hervorrufen würde, auch JA. Wenn sie mir jetzt noch sagen, wer hat Deutschland eigentlich finanziert um einen Krieg vom Zaun zu brechen da Deutschland am Boden war auch wegen den Boykott der Juden gegen deutsche Waren, manche nannten es auch eine Kriegserklärung der Juden gegen Deutschland 1933 das Datum stimmt schon. Hier der Link: https://zeitundzeugenarchiv.wordpress.com/2017/03/24/die-juedische-kriegserklaerung-vom-24-maerz-1933-im-daily-express/
          JP Morgan hatte bei der Finanzierung dick die Finger im Spiel. So kam eins zum andern.

  7. Heidi

    26. April 2018 18:06 at 18:06

    Es ist an der Zeit dass wir diese Verwaltung entmachten! Das wiederum kann nur der souverän, also das Volk …. und das ist am schlafen!

  8. Chris

    11. Mai 2018 18:40 at 18:40

    So wie ich es sehe, ist die Stimmung am Kippen. Die geburtenstarken Jahrgänge, die das System tragen, sehen keinen Sinn mehr, also die Angestellten und Selbstständigen.

    Gestern hat mich ein klein- bis mittelständischer Nachbar angesprochen und möchte so nicht mehr weitermachen. Er würde die Verwerfungen vielleicht nicht mehr zu spüren kommen, doch die Verbrechen an der Jugend würde er durch seine Steuern unterstützen. Ein Bekannter aus Afrika habe ihn angesprochen, ob er nicht wüßte, wie reich viele Afrikaner seien. Warum die Deutschen ihr Land und System ohne Gegenwehr zerstören lassen würden, ja aktiv mithelfen.

    Dann habe ich bezüglich der Rente recherchiert, Höhe und Eintritt. Die Kommentare waren sehr aufschlußreich, zahlreiche Babyboomer versuchen baldigst auszusteigen. Seit 2015 hat ein Umdenken eingesetzt.

    Bitte Herr Fugmann, wir sollten einen Ideensammlungs- und Diskussionsbereich bezüglich Altersvorsorge, Vorbereitung, Durchführung und Erfahrung einrichten.

    Es wäre ein großer Mehrwert.

    Danke

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BMW Analyse: 2018´er Zahlen drücken auf Aktienkurs

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Die Aktie der Bayrischen Motoren Werke BMW notiert seit Ende 2015 auf einem vergleichsweise tiefen Niveau und hat seit diesem Zeitpunkt eine grobe Seitwärtsphase zwischen 68,11 und 100,00 Euro eingeschlagen. Die letzten Monate waren hingegen von einem untergeordneten Abwärtstrend geprägt, der noch immer anhält. Aber seit einem Test des Unterstützungsbereichs von 68,00 Euro macht sich wieder Zuversicht breit, die Aktie bastelt offenbar an einem größeren Boden und könnte diesen im Erfolgsfall auch schon sehr bald positiv auflösen. Zeitgleich sieht sich das Papier jedoch zahlreichen Widerständen entgegen, hier wären zum einen der EMA 200 auf Tagesbasis um 76,74 Euro zu nennen, zum anderen der Horizontalwiderstand bei rund 77,00 Euro und die bestehende Abwärtstrendlinie. Vorbörslich präsentiert sich das Papier etwas leichter, ob diese Tendenz angesichts der schwachen Verkaufszahlen aus Ende 2018 ein guter Indikator ist, wird sich erst noch zeigen müssen.

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Long-Chance bei BMW

Solange das BMW-Papier unterhalb der Mehrfachhürde von 77,00 Euro tendiert, ist kaum Handlungsbedarf seitens der Käufer gegeben. Erst darüber kann tatsächlich ein größeres Kaufsignal mit einem Zielbereich von zunächst 82,00 Euro abgeleitet werden, darüber bestünde sogar die Möglichkeit, bis an die Zwischenhochs auch Sommer 2018 um 85,25 Euro zuzulegen. Als Bestätigung sollten Investoren jedoch erst noch den Tagesschlusskurs abwarten. Eine Verlustbegrenzung kann in diesem Szenario um das Niveau des gleitenden Durchschnitts EMA 50 bei derzeit 73,22 Euro angesetzt werden. Als Anlagehorizont müssen bei diesem Schwergewicht jedoch mehrere Monate einkalkuliert werden. Unterstützungen sind hingegen um 73,22 Euro anzutreffen, darunter an dem wichtigen Niveau von 71,40 Euro. Diese Marke stellt nämlich die potenzielle rechte Schulter einer inversen SKS-Formation seit Oktober letzten Jahres dar und sollte möglichst nicht mehr unterschritten werden. In diesem Fall könnte nämlich ein Kurssturz zurück auf die Jahrestiefs von 68,11 Euro drohen.

Einstieg per Stop-Buy-Order : 78,00 Euro
Kursziel : 82,00 / 85,25 Euro
Stop : < 73,20 Euro
Risikogröße pro CFD : 4,80 Euro
Zeithorizont : 1 – 3 Monate

BMW Analyse




Rafael S. Müller ist seit 20 Jahren Vorstand und Chefanalyst der direktbroker.de AG. Der FOREX & CFD Broker direktbroker-FX gehört weltweit zu den preisgünstigsten Brokern. Trading-Einsteiger erhalten von der hauseigenen Börsenakademie umfangreich Schulungen bis hin zu einem kostenfreien Trader-Camp. Testen Sie die Konditionen jetzt mit einem kostenfreien Demokonto.


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Aktuell: Doch kein Deal USA-China? Headlines vom US-Handelsministerium

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Soeben Headlines vom US-Handelsministerium:

– einige Mitglieder des US-Handelsministeriums: China scheint die Forderungen der USA abzulehnen

– Chinas Haltung habe sich praktisch nicht verändert

– die USA wollen nähere Auskünfte über Vorgehen Chinas in Sachen Datendiebstahl

Die US-Futures deutlich tiefer..

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Artikel 13 aktuell: Jede Menge PRO, jede Menge CONTRA

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Zum Thema Artikel 13 des neuen EU-Urheberrechts wurden nun schon so viele Argumente ausgetauscht. Aktuell kann man in sozialen Medien ganz klar beobachten, dass von beiden Seiten offene Briefe veröffentlicht werden, oder dass Gruppen von Künstlern oder Lobbyorganisationen verkünden, dass so und so viele Künstler dafür oder dagegen sind. Damit soll natürlich für den Betrachter der jeweiligen Nachricht der Eindruck erweckt werden, dass „die Künstler“ ja eigentlich alle EINE bestimmte Meinung haben. Dass wir von FMW beim Thema Artikel 13 parteiisch sind und ihn ablehnen, sollte inzwischen kein Geheimnis mehr sein! Aber wir denken bei so einem Thema klar Stellung zu beziehen ist nicht so schlimm, denn große Leitmedien haben ja auch ganz klar Stellung bezogen, nämlich pro Artikel 13. Nur erwähnen sie es nicht – sie berichten aber tendenziös in diese Richtung.

Gegen Artikel 13

Aktuell hat ein Unternehmer aus Deutschland einen offenen Brief präsentiert, der auch an alle EU-Parlamentarier verschickt wurde. Unterschrieben haben ihn 130 Unternehmen und Organisationen (hier nachzulesen im Original). Hier die Headline-Aussage:

Nextcloud Founder and CEO Frank Karlitschek addresses an open letter urging members of the EU Parliament to vote against Articles 11 and 13 of the proposed Copyright Directive. The letter, which was signed by more than 130 companies and business alliances from 16 European countries, was sent to each member of the EU Parliament. As founder and CEO of Nextcloud I fear that Articles 11 and 13 of this directive create a serious disadvantage for European startups. The fact that more than 100 companies from different European countries signed our text within a few days shows that I am far from being the only one. I urge every politician to protect European businesses and vote against Article 11 and Article 13.

Auch gibt es aktuell eine sehr beeindruckende Analyse (hier nachzulesen), wer zukünftig unter Artikel 13 die wahren Profiteure sein werden, und wie sich das neue Gesetz real auswirken wird auf Medienschaffende. Die Analyse ist (unsere subjektive Wahrnehmung) bestechend!

Pro Artikel 13

Die Befürworter von Artikel 13 haben ein „Manifest“ veröffentlicht (hier einzusehen). Initiiert wurde es von der grünen EU-Abgeordneten Helga Trüpel, der wir ja vorhin schon einen eigenen Artikel gewidmet haben. Sie postet auf Twitter derzeit gefühlt 1000 Mal pro Tag etwas pro Artikel 13. Und dann nutzt sie das Neuseeland-Attentat um damit unsäglich für ein neues Urheberrecht zu werben. Aktuell (10 Minuten nach unserem Artikel) fühlte sie sich wohl dazu genötigt klarzustellen, dass ihr Tweet natürlich nichts mit Artikel 13 zu tun gehabt habe. Na ja… sie tweetete von neuen „guten Regeln für die kommerziellen Plattformen“, die nötig seien. Aber ständig postet sie sonst nur (!) zu Artikel 13. Also darf man ihren Tweet doch wohl klar in einen Kontext zu diesem Thema setzen!

Ein jüngst veröffentlichtes angebliches Umfrageergebnis der Lobbyorganisation Article 13 zeigt, dass die Bürger in der EU angeblich total pro Artikel 13 eingestellt sind. So wollen sie mehrheitlich, dass die US-Tech-Giganten stärker reguliert werden, und dass Künstler in der EU mehr Geld erhalten sollen usw. Tja, es kommt halt immer darauf an, was man fragt, und wie man fragt. Fragt man zum Beispiel „wollen sie reich werden“, würden wohl fast 100% der Menschen mit JA antworten. Aber würde man fragen „Wissen Sie, wie Sie reich werden können“, dann würden wohl nur ganz wenige Prozentpunkte mit JA antworten.

Extrem aktiv in Sachen Artikel 13 ist derzeit eine der Lobbygruppen für Urheber schlechthin, die GEMA. By the way… kein Gegner von Artikel 13 hat je behauptet, dass er gegen eine verbesserte Vergütung von Künstlern sei. Alternativvorschläge von Gegnern für eine bessere Künstlervergütung (ohne Uploadfilter) wurden bloß von Axel Voss und Co konsequent ignoriert, auch schon vor mehreren Monaten. Ein wahres Feuerwerk an Tweets haut die GEMA derzeit täglich raus, welche Künstler denn alle für Artikel 13 sind. Hier nur einige Beispiele.

Axel Voss

Der „Chef-Lobbyist der Verlage“ (so sagen es „Spötter“ auf Demos) Axel Voss von der CDU zeigt sich trotz diverser Interviews, trotz seines Zurückruderns beim „Verbot von YouTube“ etc weiterhin unbeirrt. Trotz all der Fakten, all der Argumente der Gegenseite, bringt er ganz aktuell ein kurzes Promo-Video seiner Partei zu Ariktel 13, das alle Kritik und alle Probleme wie immer total ignoriert. Alles werde problemlos laufen, Memes seien zukünftig weiterhin erlaubt, Uploadfilter seien nicht zwingend notwendig. Parodien und Zitate seien ebenfalls weiterhin möglich. Ja, und die real anstehenden technischen Probleme? Die werden nicht erwähnt.

Urheberrechtsreform:Ist das freie Internet in Gefahr?NEIN!

Gepostet von Axel Voss am Dienstag, 19. März 2019

Dass Axel Voss von der ganz realen technischen Umsetzung seines „Babys“ und von konkreten Alltagsvorgängen in Social Media-Plattformen nur „begrenzt“ Ahnung hat, kann man ansatzweise erahnen im folgenden Video. Wird es konkret, fallen ihm Antworten sichtlich schwer (oder bilden wir uns das nur ein?).

Diskussion

Wer zwischen den Stühlen steht, und doch gerne mal sehen möchte, wie Pro und Contra zu Artikel 13 ihre Argumente austauschen, ist im folgenden Video gut aufgehoben. Mehrere Befürworter und Gegner haben gestern Abend diskutiert. Im Video geht es los ab Minute 14, daher bitte bis dorthin vorspulen.

Demo gegen Artikel 13 am 2. März in Berlin
Ein Demo-Bild vom 2. März in Berlin. Foto: Gero Nagel – https://zweifeln.org/2019/Copyright-Riotcop/ CC BY 4.0

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