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Die große Rentenlüge: Das aktuelle 67 Milliarden Euro-Loch wird in der Tagesschau einfach nicht erwähnt

Wer die traurige Wahrheit nicht kennt, kann besser schlafen. Und wer etwas verschweigt, der lügt nicht. Das mag sein. Uns geht es um die „große Rentenlüge“. Die entsteht nämlich durch die Suggestion, dass die Rentenkasse prall gefüllt ist aufgrund der hohen Einnahmen – die entstünden durch die fast erreichte Vollbeschäftigung. Folglich darf der genügsame…

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FMW-Redaktion

Wer die traurige Wahrheit nicht kennt, kann besser schlafen. Und wer etwas verschweigt, der lügt nicht. Das mag sein. Uns geht es um die „große Rentenlüge“. Die entsteht nämlich durch die Suggestion, dass die Rentenkasse prall gefüllt ist aufgrund der hohen Einnahmen – die entstünden durch die fast erreichte Vollbeschäftigung. Folglich darf der genügsame Tagesschau-Zuschauer schlussfolgern, dass durch die aktuell hohen Beitragszahlungen die Kassen so voll sind, dass die gesetzliche Rentenversicherung die gestern verkündete kräftige Rentensteigerung mal eben locker zahlen kann.

Die Tagesschau verkündet die guten Nachrichten

Gestern Abend 20 Uhr Tagesschau (siehe Video unten). Noch immer ist sie für breite Bevölkerungsschichten das mit Abstand wichtigste Leitmedium im Fernsehen, wenn es darum geht sich einmal täglich zu informieren. Gleich als Erstes verkündet die Tagesschau Zitat:

„Die stabile Konjunktur und ein Zuwachs bei Löhnen und Gehältern sorgen auch in diesem Jahr für ein Plus bei den Renten. Die Renten steigen ab Juli um 3,2% im Westen, im Osten um 3,4%.“

In den folgenden Aussagen werden in der Tagesschau auch Probleme angesprochen. Bis 2025 gebe es, so suggerieren die präsentierten Daten, gar kein Problem. Wenn es danach doch ein Problem geben sollte, müsse man schauen wie man damit umgeht – so möchten wir es vereinfacht wiedergeben. Man kann es Ignoranz nennen, Verzerrung, oder auch die Verschweigung von Tatsachen. Aber verdeckt wird damit die große Rentenlüge.

Die große Rentenlüge

Denn die Rentenlüge, die durch Unterlassen einfach verschwiegen wird, lautet: Alles ist in bester Ordnung. In ferner Zukunft mag es in der gesetzlichen Rentenkasse Probleme geben, aber jetzt aktuell decken die Einnahmen die Ausgaben – deswegen können wir (der Staat) euch Rentnern jetzt schön saftige Erhöhungen zahlen. Wie kaputt und pleite das System aber schon heute ist, erwähnt niemand! Aber wer sich nur ein paar Sekunden Zeit nimmt um zu googeln, wird schlauer!

Denn die Deutsche Rentenversicherung macht nicht mal ein großes Geheimnis aus ihrer desaströsen finanziellen Schieflage. Für das Jahr 2016 gab es bereits eine Rentenlücke in Höhe von 64,5 Milliarden Euro, die mit einem Zuschuss aus den Steuergeldern (Bundeshaushalt) geschlossen werden musste (wir berichteten schon darüber). Jetzt aktuell liegen die neusten Zahlen für das Jahr 2017 vor. Die Deutsche Rentenversicherung präsentiert auf den aller ersten Blick einen ausgeglichenen Rententopf.

So pleite ist die Rentenkasse schon heute

Einnahmen von 293,8 Milliarde Euro stehen Ausgaben (Rentenzahlungen) in Höhe von 293,2 Milliarden Euro gegenüber. Hey, die Deutsche Rentenverischerung hat also sogar ein kleines Plus gemacht, so könnte man denken. Also ist doch alles super? Nein. Schauen wir nur einen Tick genauer hin. Die Einnahmen stammen nur zu 224,6 Milliarden Euro aus Beitragszahlungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern (2016 waren es 214,8 Milliarden Euro).

Also fehlten letztes Jahr 69,2 Milliarden Euro in der Rentenkasse. Hätte man diese Lücke nicht aufgefüllt, so hätte man die Rentenzahlungen dramatisch reduzieren müssen. Hat die Rentenkasse Kredite aufgenommen um die Lücke zu schließen? Nein, es läuft wie bereits all die Jahre zuvor. Ohne dass es jemals aktiv in den Medien erwähnt wird, flossen nur letztes Jahr aus dem Steuerhaushalt 67,8 Milliarden Euro (+3 Milliarden Euro gegenüber 2016) zur Schließung dieser gigantischen Lücke, die immer größer wird. Der Steuerhaushalt subventioniert in gigantischem Ausmaß ein Rentensystem, das jetzt schon längst pleite ist.

Ohne diese Subvention müssten die Renten dramatisch gekürzt und/oder die Beiträge massiv erhöht werden, und das schon heute! Im Unterlassen dieser Information für die breite Öffentlichkeit entsteht zumindest nach unserer Meinung die große Rentenlüge… in ferner Zukunft könnte es mal eng werden, aber jetzt läuft doch alles noch bestens… falsch, eben nicht. Schon heute ist das System pleite!

Rentenlüge Abgeordnete entscheiden über Bundeshaushalt
Das Reichstagsgebäude in Berlin. Abgeordnete entscheiden über den Bundeshaushalt, der auch Geld massiv umlenkt in die Rentenkasse. Foto: Berthold Werner / Ausschnitt aus dem Originalfoto (CC BY-SA 3.0)

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    tm

    26. April 2018 12:59 at 12:59

    „Also fehlten letztes Jahr 69,2 Milliarden Euro in der Rentenkasse. Hätte man diese Lücke nicht aufgefüllt, so hätte man die Rentenzahlungen dramatisch reduzieren müssen. Hat die Rentenkasse Kredite aufgenommen um die Lücke zu schließen? Nein, es läuft wie bereits all die Jahre zuvor. Ohne dass es jemals aktiv in den Medien erwähnt wird, flossen nur letztes Jahr aus dem Steuerhaushalt 67,8 Milliarden Euro“

    Wie hoch sind denn die versicherungsfremden Leistungen, die von der Kasse bezahlt werden?

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      tannhaeuser

      26. April 2018 19:45 at 19:45

      Die Bundesregierung beantwortete die Frage nach der Höhe der versicherungsfremden Leistungen am 27.2.2018 folgendermaßen:
      „Die nicht beitragsgedeckten („versicherungsfremden“) Leistungen lassen sich nicht exakt beziffern, denn es gibt in Wissenschaft und Praxis keine eindeutige
      und konsensfähige Abgrenzung dieser Leistungen………“ http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/009/1900940.pdf

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    Alex Kreis

    26. April 2018 13:02 at 13:02

    Leider muss man konstatieren, dass unsere Gesellschaft kein Interesse an der Wahrheit mehr hat. Das Interesse der „zivilisierten“ Menschen besteht nur noch in Sensationen und nur wenn die Wahrheit auch gleichzeitig eine Sensation ist, dann fällt das Interesse, sozusagen zufällig bzw. gezwungernermaßen, auch mal auf die Wahrheit. Ansonsten sind auch gerne Lügen gerne genommen um im Alltag eine Sensation aufzusaugen und weiter zu verbreiten. Es ist nicht so, dass die Gesellschaft Themen wie z.B. die Rente bzw. die Rentenlüge nicht als wichtig betrachten würde. Nur weil etwas wichtig ist, bedeutet es jedoch nicht gleichzeitig dass es akut interessant ist, denn wie gesagt, interessant wird etwas erst wenn es einen Sensations-Charakter hat, d.h. wenn man bei seinen Zuhörern damit Aufmerksamkeit erhaschen kann. „Hast du gesehen, im Dschungel hat einer Krokodil-Hoden gegessen!?“ kommt heute einfach besser an als „Du wirst in 20 Jahren keine auskömmliche Rente bekommen“. Wenn im Nachhinein heraus kommt, dass die Kroko-Hoden nur weiße Schoko-Pralinen waren, dann wird nicht etwa abgeschaltet, nein. Man freut sich dann einfach auf die nächste Staffel … Die Brot und Spiele Gesellschaft braucht einen sehr sehr lauten Knall um aufzuwachen.

  3. Avatar

    sabine

    26. April 2018 13:06 at 13:06

    Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er noch die Wahrheit spricht. Das muß man über die Qualitätsmedien sagen. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
    Zeuge: Helmut Schmidt !
    https://skynetblog.de/zitat-helmut-schmidt-staatsterrorismus/
    1) “Ich habe den Verdacht, dass sich alle Terrorismen, egal, ob die deutsche RAF, die italienischen Brigate Rosse, die Franzosen, Iren, Spanier oder Araber, in ihrer Menschenverachtung wenig nehmen. Sie werden übertroffen von bestimmten Formen von Staatsterrorismus.“
    „Wie meinen Sie das Herr Bundeskanzler? fragt der Interviewer entsetzt! „Belassen wir es dabei. Aber ich meine wirklich, was ich sage.” (Oktoberfest Attentat, Bologna usw.)
    2.) „Wenn man ganz genau hinschaut, dann sieht man, dass die politischen Journalisten eigentlich mehr zur politischen Klasse gehören und weniger zum Journalismus.“

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      tm

      26. April 2018 15:02 at 15:02

      „Das muß man über die Qualitätsmedien sagen.“

      hmm naja, dann gilt das für die „alternativen Medien“ aber umso stärker.

      Was deuten Sie in die Aussage von Schmidt hinein und was hat das mit der Presse zu tun? Also das Interview hat immerhin die Zeit geführt.

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    Helmut Josef Weber

    26. April 2018 13:55 at 13:55

    Wenn wir hier in Spanien weiter 14 Renten im Jahr ausgezahlt bekommen wollen und als Rentner weiter keinerlei Krankenkassenbeiträge zahlen wollen, und für etwa 1/8 der Beiträge nach 15 Jahren mehr Rente bekommen, als die Mitarbeiterin bei LIDL nach 45 Jahren Beitragszahlungen, dann muss Deutschland eben mehr in den Süden zahlen.
    Die Target-Salden lassen grüßen.
    Das wäre mal ein Thema für´s Deutsche Regierungsfernsehen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

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      Helmut

      26. April 2018 15:10 at 15:10

      Deutschland ist immer noch ein besetztes Land – „und das wird auch so bleiben“(Obama bei seinem Deutschlandbesuch). Die Deutschen müssen folgen – was ihnen gesagt wird. So ist das. Besiegte kann man nun mal ausnehemen bis zum Ende. Was den Besatzern das nützt – wird man sehen.

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    Denker

    26. April 2018 13:56 at 13:56

    Liebe Bürgenrinnen und Bürgen,
    ein Geldsystem das als Ponzischema aufgebaut wurde funktioniert bei der Rentenkasse nicht anders, oder Sozialkasse,oder Arbeitslosengeld oder,oder,oder.
    Alles darin wird mit Schulden finanziert. Im übrigen sind Guthaben demnach ja ursprünglich auch nur Schulden., eben nur eine positive Anhäufung von diesen.
    Wer das verstanden hat, der weiß auch das irgendwann der Schuldenschnitt kommt, oder auch Vermögensschnitt… ist eh das selbe. Zurückbleiben nur reale Werte oder dann auch gebrochene Menschen.
    Fakt ist,… der Tag rückt unaufhaltsam näher. Und wer nicht vorsorgt hat eben das Nachsehen.

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    Reichsdeutscher sagt

    26. April 2018 15:28 at 15:28

    war früher einmal in der Versicherung als Selbständiger tätig und bin derzeitig seit einigen Jahren in dieser Branche nicht mehr tätig. Als ich einstieg war ich ein Quereinsteiger bei Allianz damals erzählte man uns den Himmel auf Erden und wir wussten damals wirklich nichts. Wir waren naiv und dumm und glaubten diesen Ausbildern ihre Grimms- Märchen über die priv. Rentenversicherung. Als der VK. nachließ bekamen wir sofort unser Fett ab meine damalige Antwort an diese Lobbyisten war die Menschen werden durch das Internet immer aufgeklärter und sie lassen sich nicht mehr für dumm verkaufen. Also machte ich mir meine eigene Gedanken und ging dem nach was mich überzeugte nicht mehr für diese Vereine – Firmen der Versicherungen tätig zu sein. Seit einigen Jahren versuche ich meine Freunde und meine Landsleute über diese Verbrecher der Vers. Mafia aufzuklären. Seit einiger Zeit ist mir auch bekannt das der 1 Bundeskanzler der Alliierten Adenauer damals schon begann das Volksvermögen zu stehlen und für andere Ausgaben vor allem für Ausländer zu verschleudern. In derzeit erhalten Arbeitnehmer einen Anspruch von ca. 35 Euro Rentenanspruch im Jahr. So viel mir bekannt ist sind das nicht nur 67 Mrd. Steuergelder im Jahr sondern seit 2017 schon 100 Mrd. Euro. Außerdem hat der Chef der EZB Dragi von der Goldman Sachs Bank schon mittlerweile alle Bankguthaben und Renten und auch einbez. Versicherungen an die Süd und Ost – Eu – Länder schon verschleudert . Rette sich wer kann deshalb erhöhte Grundsteuern und weitere Enteignungen für unsere Goldstücke sind schon im Schubladen !!!!!!!!!!!!

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      asisi1

      26. April 2018 17:10 at 17:10

      den deutschen ging es schon um 1900 zu gut, deshalb hat man uns auch zwei Weltkriege aufs auge gedrückt. den Blödsinn der darüber berichtet wird, kann man in die tonne treten. es geht ums zahlen und das sollen wir für die Zukunft auch! der Michel wird es in den nächsten jahren kräftig zu spüren bekommen. die steuern und abgaben werden erhöht!!!

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        Markus Fugmann

        26. April 2018 17:37 at 17:37

        @asisi, wollen Sie damit sagen, dass etwa Deutschland nict den 2.Weltkrieg durch den Überfall auf Polen begonnen hätte????

        • Avatar

          Martin1

          27. April 2018 04:25 at 04:25

          Das ist schwierig zu sagen…
          Zwischen Polen und Deutschland gab es zuvor schon Gemetzel.

          Aber Adolf hatte ganz sicher nicht vor, gegen die Welt zu kämpfen. Das hat sich schrittweise entwickelt.

          • Avatar

            Matthias

            27. April 2018 09:19 at 09:19

            Man muß sich nicht zum Souffleur von „Der Sieger schreibt die Geschichte“ machen u. es kann auch einfach gesagt werden, wenn man anerkennt das Rußland und Japan damals wie heute Großmächte sind, hat für mich der WKII 1938 mit dem Angriff Japans auf Rußland begonnen.

        • Avatar

          Dreistein

          16. Mai 2018 10:19 at 10:19

          @ Markus Fugmann,
          wenn man betrachtet das Polen, Tschechien und Deutschland Grenznahe gepiesackt hat und Deutschland für die Versorgung Danzig ein hohen Wege Zoll aufgedrückt hat, den Deutschland da es gebeutelt durch den 1 Weltkrieg nicht mehr zahlen konnte, JA. Die Bitte der Deutschen an England diesen Wege Zoll doch abzustellen blieb unbeantwortet obwohl man wusste dass das einen Krieg hervorrufen würde, auch JA. Wenn sie mir jetzt noch sagen, wer hat Deutschland eigentlich finanziert um einen Krieg vom Zaun zu brechen da Deutschland am Boden war auch wegen den Boykott der Juden gegen deutsche Waren, manche nannten es auch eine Kriegserklärung der Juden gegen Deutschland 1933 das Datum stimmt schon. Hier der Link: https://zeitundzeugenarchiv.wordpress.com/2017/03/24/die-juedische-kriegserklaerung-vom-24-maerz-1933-im-daily-express/
          JP Morgan hatte bei der Finanzierung dick die Finger im Spiel. So kam eins zum andern.

  7. Avatar

    Heidi

    26. April 2018 18:06 at 18:06

    Es ist an der Zeit dass wir diese Verwaltung entmachten! Das wiederum kann nur der souverän, also das Volk …. und das ist am schlafen!

  8. Avatar

    Chris

    11. Mai 2018 18:40 at 18:40

    So wie ich es sehe, ist die Stimmung am Kippen. Die geburtenstarken Jahrgänge, die das System tragen, sehen keinen Sinn mehr, also die Angestellten und Selbstständigen.

    Gestern hat mich ein klein- bis mittelständischer Nachbar angesprochen und möchte so nicht mehr weitermachen. Er würde die Verwerfungen vielleicht nicht mehr zu spüren kommen, doch die Verbrechen an der Jugend würde er durch seine Steuern unterstützen. Ein Bekannter aus Afrika habe ihn angesprochen, ob er nicht wüßte, wie reich viele Afrikaner seien. Warum die Deutschen ihr Land und System ohne Gegenwehr zerstören lassen würden, ja aktiv mithelfen.

    Dann habe ich bezüglich der Rente recherchiert, Höhe und Eintritt. Die Kommentare waren sehr aufschlußreich, zahlreiche Babyboomer versuchen baldigst auszusteigen. Seit 2015 hat ein Umdenken eingesetzt.

    Bitte Herr Fugmann, wir sollten einen Ideensammlungs- und Diskussionsbereich bezüglich Altersvorsorge, Vorbereitung, Durchführung und Erfahrung einrichten.

    Es wäre ein großer Mehrwert.

    Danke

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Weltwirtschaftskrise – vorher schnell noch reich werden

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Beispielbild für die Weltwirtschaftskrise

Die globale Überschuldung zwingt die Notenbanken in eine Interventionsspirale. Die positiven Auswirkungen des Gelddruckens sollte man nutzen, bevor es zu einer Weltwirtschaftskrise kommt.

Relativer Wohlstand und Sicherheit statt Weltwirtschaftskrise

Nach wie vor ist vielen Menschen nicht bewusst, wem sie die scheinbare Normalität ihres Alltags zu verdanken haben. Die statistisch relativ niedrige Arbeitslosigkeit, die steigenden Vermögenspreise, die oberflächliche Stabilität des Bankensystems, Sicherheit, Freiheit, Rechtssicherheit, Unterhaltung, die Versorgung mit Lebensmitteln, Energie, Wasser, Medikamenten bis hin zur Müllentsorgung funktionieren nur noch deshalb, weil in Europa die EZB und in vielen anderen Regionen der Welt die zuständigen Noten- und Zentralbanken die Wirtschaft mit Billionensummen und historisch niedrigen Leitzinsen stabilisieren. Schon eine relativ kurze Zeitspann ohne diese Notfallmaßnahmen würde alle genannten Segnungen in akute Gefahr bringen.

Das Krisenmanagement der Zentralbanker kann man grundsätzlich kritisieren. Doch wie würde man selbst als Präsident oder Präsidentin der Europäischen Zentralbank handeln? Kann man sich überhaupt moralisch über einen Mario Draghi oder eine Christine Lagarde erheben, ohne die sich die Eurozone bereits in einer für alle spürbaren Zerfallskrise befände? Fakt ist, dass all die Immobilienmakler, Aktienhändler, Goldbugs (zu denen ich mich selbst zähle) sowie bonusverwöhnte Top-Manager ihre Erfolge und Einkommen nicht ausschließlich den eigenen Fähigkeiten verdanken, sondern in essenziellem Maße der zunehmenden Interventionspolitik der Notenbanken. Viele Ökonomen, Bestsellerautoren und Hobby-Volkswirte, die es angeblich besser wissen, würden die von ihnen prognostizierte Weltwirtschaftskrise sofort selbst auslösen, wenn sie ihrer Kritik entsprechend als Zentralbanker diese „unseriöse“ Geldpolitik sofort beenden würden.

Alt und arm ist keine Option

Anstatt sich also über andere zu erheben oder die Realität zu ignorieren, sollte man den positiven Beispielen aus der gut dokumentierten Weltwirtschaftskrise von 1929 ff. folgen. Schaut man sich die Geschichte der „Great Depression“ an, dann litten besonders die Menschen, die die Krise und ihre Herausforderungen nicht haben kommen sehen am meisten unter den Folgen. Anders als z. B. die Familie Kennedy, die erst dank des Geschäftsmannes, Diplomaten und Börsenspekulanten Joseph P. Kennedy durch den Boom am Aktienmarkt und den folgenden Crash im Jahre 1929 zu einer wohlhabenden Dynastie aufstieg oder der wohl berühmteste Short-Seller aller Zeiten, Jesse Lauriston Livermore, der auch als König der Börsenspekulanten und bester Trader aller Zeiten in die Annalen der Börsengeschichte einging (Buchempfehlung: „Das Spiel der Spiele“ von Edwin Lefèvre). Diese Männer gingen wohlhabend durch die Krise und stellten später im Falle der Kennedys sogar den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Natürlich kann niemand mit Gewissheit sagen, wie sich der Verlauf der nächsten Weltwirtschaftskrise gestaltet, wie stark unsere Demokratie noch Schaden nehmen und wie sich die Sicherheitslage darstellen wird. Aber wenn man das Wissen um die Ursachen und Auswirkungen der zunehmend systemrelevanten Geldpolitik besitzt, dann sollte man dieses Wissen auch nutzen und gemäß den Erkenntnissen des Ökonomen Richard Cantillon und dem nach ihm benannten Cantillon-Effekt im eigenen Interesse und im Interesse der eigenen Familie und Freunde opportunistisch handeln (siehe Video). Denn nur wer später noch Mittel zur Verfügung hat, kann auch anderen Helfen und eventuell sogar die Zeit nach der Krise mitgestalten. Wobei Letzteres wohl realistisch betrachtet in die Kategorie „Illusionen“ gehört. Aber nur so besteht zumindest die Chance auf ein menschenwürdiges Leben auch im Alter, trotz der vermutlich unvermeidbaren Weltwirtschaftskrise.

Die Interventionsspirale und ihre Wirkung

Optionen, wie man eine solche Krise verhindern und aus der Interventionsspirale ausbrechen kann, gibt es spätestens seit dem Platzen der New-Economy-Blase nicht mehr. Damals machte Alan Greenspan den Anfang mit radikalen Zinssenkungen, um die Folgen des Zusammenbruchs der Aktienmärkte weltweit abzumildern. Ab 2006 setzte Ben Bernanke diese Politik mit dem Start der „QE-Programme“ fort, gefolgt von der gelpolitischen „Verwalterin“ Janet Louise Yellen und nun in extremer Form neu gestartet durch Mr. Jerome Hayden „Jay“ Powell.

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Kreditwachstum abgekoppelt von der Wirtschaftsleistung – die Gründe

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Das Kreditwachstum der letzten Jahre in Deutschland ist beeindruckend. Die Bundesbank hat aktuell dazu ausführliche Daten und Grafiken veröffentlicht. Man schaue auf die folgende Grafik seit den 1980er-Jahren, wo das Kreditwachstum (an Unternehmen außerhalb der Finanzbranche) in Prozentpunkten als blaue Linie dargestellt wird. Man sieht, wie die Wirtschaftsleistung (schwarze Linie) zuletzt immer mehr Richtung Nullwachstum abfällt, aber das Kreditwachstum eine viel höhere Wachstumsrate aufweist. Woran liegt das?

Kreditwachstum vs Wirtschaftsleistung

Schauen wir dazu auch auf die folgende Grafik, wo das jährliche Kreditwachstum (Durchschnitt in blauer Linie) seit 2014 dargestellt wird. Hier auf diesen kurzen Zeitraum bezogen ist der Dreh von vormals negativen Raten ins Plus gut erkennbar. Selbst zuletzt, wo die gesamte Wirtschaftsleistung (BIP) immer mehr Richtung Null-Linie läuft, verharrt die Wachstumsrate bei Krediten über 5%.

Kreditwachstum seit 2014

Was wir lobend erwähnen möchten: Die Bundesbank hat mit einem sehr einfach verständlichen Text die Gründe dafür aufgearbeitet, warum das Kreditwachstum sich von der Wirtschaftsleistung abgekoppelt hat. Bevor wir noch einen anschließenden Kommentar abgeben, hier die Bundesbank im Wortlaut:

Die Buchkredite deutscher Banken an nichtfinanzielle Unternehmen in Deutschland sind in den letzten Jahren nachhaltig und über alle Laufzeiten, Wirtschaftszweige und Bankengruppen gestiegen. Wesentlichen Einfluss auf diesen Aufschwung hatten die anhaltende konjunkturelle Erholung sowie die gesunkenen Kosten der Kreditfinanzierung. Das kräftige Wachstum der Unternehmenskredite lässt sich mit diesen beiden Größen allein jedoch nicht vollständig erklären.

Mögliche weitere Einflussgrößen sind sowohl auf der Kreditnachfrage- als auch auf der Kreditangebotsseite zu finden. Nachfrageseitig relevant waren vor allem das anhaltend niedrige Zinsniveau sowie Verschiebungen in der Finanzierungsstruktur der Unternehmen und in der Investitionstätigkeit einzelner Wirtschaftszweige. Infolge der lebhaften Baukonjunktur sowie des damit verbundenen Preisauftriebs bei Bauleistungen und Immobilien erhöhte sich vor allem der Mittelbedarf des Bau- und Immobiliensektors. Dieser ist typischerweise besonders kreditintensiv, was dazu führte, dass die Kredite an diesen Wirtschaftszweig zur treibenden Kraft des Kreditaufschwungs wurden. Auf der Angebotsseite fällt auf, dass die Banken ihre Kreditvergabepolitik in den letzten Jahren wiederholt lockerten. Sie führten dies vor allem auf die angespannte Wettbewerbssituation im Bankensektor zurück.

Zusätzlich spielten die ab 2014 beschlossenen geldpolitischen Sondermaßnahmen des Eurosystems eine Rolle, die über ihren rein zinssenkenden Effekt hinaus positiv auf die Kreditdynamik wirkten. Eigene empirische Analysen auf der Basis von Bankbilanz-Einzeldaten deuten darauf hin, dass Banken in Deutschland, die an den gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften und am
erweiterten Programm zum Ankauf von Vermögenswerten teilnahmen, in den Jahren 2014 bis 2019 ein höheres Wachstum der Unternehmenskredite aufwiesen als nichtteilnehmende Banken. Darüber hinaus geben Umfragedaten Hinweise darauf, dass das negative Niveau des Einlagesatzes für sich genommen zwar die Nettozinserträge der Banken dämpfte, jedoch bislang nicht zu einer Einschränkung ihrer Kreditvergabe führte.

Kommen wir zur letzten Bemerkung der Bundesbank. Bislang gebe es also noch keine Anzeichen für eine Einschränkung der Kreditvergabe durch die Banken. Geht das Kreditwachstum also weiter, auf hohem Niveau bei 5%? Wir erinnern an die im Detail erläuterte Prognose des Bankexperten Markus Krall. Viele Beobachter mögen seine Analysen und Schlussfolgerungen ablehnen, weil sie zu viele Variablen enthalten. Aber dennoch sind die Worte von Markus Krall aufschlussreich. Durch das Fehlen der Zinsmarge bei den Banken (dank der von der EZB abgeschafften Zinsen) schmelze das Eigenkapital der Banken derzeit immer weiter ab. Da die Banken für jeden vergebenen Kredit einen gewissen Teil an Eigenkapital vorhalten müssen (als Risikovorsorge für ausfallende Kredite), müssten die Banken ab einem bestimmten Zeitpunkt ihre Kreditvergabe einschränken, da sie ja ein ständig schrumpfendes Eigenkapital hätten, so Markus Krall.

Und laut seinen Berechnungen (sehen Sie dazu bitte folgendes ausführliches Video ab Minute 32) werde die Kreditkontraktion (weniger Kreditvergabe durch die Banken) Ende 2020/Anfang 2021 einsetzen, weshalb die Wirtschaft mangels neuer Kredite massive Probleme bekommen werde. Soweit die Theorie von Markus Krall. Wird es so kommen? Zumindest basierend auf den aktuellen Aussagen der Bundesbank läuft jetzt noch alles rosig. Aber es sind ja noch mindestens 3 Quartale Zeit, bis laut den Schätzungen von Markus Krall die Kreditkontraktion einsetzen soll.

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Bundesbank: Wirtschaftswachstum wohl exakt auf der Null-Linie

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Die Bundesbank hat vor wenigen Minuten ihren Monatsbericht für Januar veröffentlicht. Das Wirtschaftswachstum ist gegen Ende des Jahres 2019 wohl exakt auf der Null-Linie gelandet, so die aktuelle Prognose der Bundesbank. Die Zweiteilung zwischen Binnenkonsum/Dienstleistungen sowie der Produktion bleibt weiterhin bestehen. Aber man erkenne, dass sich im Verarbeitenden Gewerbe eine Stabilisierung abzeichne. Dies wird auch im erläutert. Zitat auszugsweise:

Auftrieb sei nach wie vor von der Binnenwirtschaft gekommen. Hier hielten die trotz schwacher gesamtwirtschaftlicher Entwicklung recht günstigen Arbeitsmarkt- und Einkommensaussichten die Konsumfreude der Verbraucher aufrecht.

„Ein Ende das Baumbooms zeichnet sich weiterhin nicht ab“, schreiben die Expertinnen und Experten.

Demgegenüber habe die Abwärtsbewegung in der exportorientierten Industrie weiterhin angehalten, heißt es im Bericht. „Zuletzt mehren sich jedoch Anzeichen dafür, dass sich das verarbeitende Gewerbe mit Beginn des neuen Jahres stabilisieren könnte“, schreiben die Ökonominnen und Ökonomen. So hätte sich die industrielle Auftragslage seit einigen Monaten nicht weiter eingetrübt und die Warenausfuhren würden merklich steigen. Die kurzfristigen Exporterwartungen hätten sich ebenfalls erholt und würden nun erstmals seit einem halben Jahr wieder den positiven Bereich erreichen. Dem Bericht zufolge stieg die deutsche Industrieproduktion im November 2019 kräftig an. Sie übertraf demnach den Stand vom Oktober saisonbereinigt um 1 Prozent. Im Mittel der Monate Oktober und November lag die industrielle Erzeugung dennoch erheblich unter dem Durchschnitt der Sommermonate (-1½ Prozent).

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