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Die Märkte sind überreif für eine Korrektur

Markus Fugmann

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Von Michael Leist

Die Rally, die der DAX seit Mitte August gezeigt hat, war unerwartet beeindruckend. Aber über 9800 Punkte kam der Index nicht hinaus. Ein zusätzlicher Evening Star Candelstick sowie der darauffolgende Bruch der unteren Trend- begrenzenden Linie machen daher eine Korrektur über die kommende Woche mehr als wahrscheinlich.

Punkte, an denen sich Unterstützungslinien kreuzen (wie hier im DAX Tageschart dargestellt bei 9465 Punkten) sind besonders wahrscheinliche Kursziele und werden häufig deshalb angelaufen, da viele Markteilnehmer auf eben diesen Augenblick zum Wiedereinstieg abwarten. Ein solcher Wiedereinstieg könnte sich jedoch als Bullenfalle herausstellen. Betrachtet man den DAX-Monatschart, so mag sich mancher vielleicht über einen Hammer Candelstick Pattern für den Monat August freuen, der der Theorie nach zumeist eine weitere positive Performance vermuten lässt – doch in der Rückschau dieses Signales fällt auf, dass dem in der Vergangenheit nur in einem von vier Fällen der Fall war.

In den überwiegenden Fällen scheint der Hammer im Monatschart ein negatives Umkehrsignal darzustellen – wie zuletzt im Jahre 2011. Auch hier erschien nach dem Bruch der langjährigen Unterstützungslinie ein solches Signal. Zweieinhalb Monate später notierte der DAX 33% leichter. Nun mag man mir vielleicht erwidern, dass 2011 nicht 2014 ist – was natürlich stimmt. Die Wahrscheinlichkeit für eine Markkorrektur ist heute sogar noch größer als 2011. Dafür betrachte man sich einmal den Dow Jones Monatschart. Auch hier wird deutlich, dass ein Candelstick Pattern in Form eines negativen Harami (NH) den Wendepunkt für 2011 markierte. Die anschließende Korrektur führte jedoch nicht zum Bruch des langfristigen Aufwärtstrends. Dies scheint 2014 anders zu sein und sollte der Dow Jones deutlich an Wert verlieren, so wird der DAX diesem Trend folgen müssen.

Nachdem ich bereits im Mai (DAX-Zyklus wirft seine dunklen Schatten voraus) und im Juni (Drei Gründe warum der DAX-Crash kommt) vor einem voraussichtlichen DAX-Crash gewarnt habe, vervollständigt nun der Dow Jones das Gesamtbild einer globalen Marktkorrektur.

Bild1 15.09.2014

Bild2 15.09.2014

Bild3 15.09.2014

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Finanznews

Aktienmärkte: Bis US-Wahl jede Rally „gedeckelt“? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ist von nun an jede Rally der Aktienmärkte „gedeckelt“, solange die Unsicherheit über den Ausgang und die Folgewirkungen der US-Wahl besteht? So sieht es zumindest die US-Großbank Goldman Sachs. Entscheidend ist vor allem, ob Trump im Vorfeld der Wahl doch noch sagt, dass er auch eine Niederlage akzeptieren würde – was jedoch aufgrund seiner konstanten Kritik an der Briefwahl in den USA eher unwahrscheinlich ist. Gerade angesichts der deutlich steigenden Zahl an Brief-Wählern dürfte die Fersehdebatte zwischen Biden und Trump heute besondere Bedeutung haben, und wenn Biden keine schlechte Figur machen sollte, wäre das für die US-Demokraten schon ein wichtiger Punktsieg. Die Aktienmärkte sind im Vorfeld der Debatte nervös und zappeln hin und her..

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Rüdiger Born: Chancen im Nasdaq

Rüdiger Born

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Aktienmärkte: Dänemark, der Börsenstar des Jahres

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Jeden Tag blicken wir gespannt auf die Aktienmärkte in den USA, um an der Wall Street die wundersame Rally der Hightechwerte zu verfolgen. Apple, Amazon und Co haben den Nasdaq zu einem Highflyer gemacht, dessen Performance aufgrund von nur sieben Titeln die Indizes der Welt in den Schatten gestellt hat.

Aber relativ unbemerkt gibt es in Europa einen der kleinsten Aktienmärkte, der sogar in Schlagweite zur Technologiebörse in den USA geblieben ist: der OMX in Dänemark.

Aktienmärkte: Der dänische Leitindex trotzt Corona

Dänemark ist nicht nur ein relativ kleines Land in Europa mit gerade einmal 5,8 Millionen Einwohnern, auch umfasst der Leitindex OMX Copenhagen nur 20 Aktien. Was ihn aber nicht davon abgehalten hat, sich im Coronajahr an die Performance-Spitze der größeren Aktienmärkte der Welt zu setzen. Zum Ende letzter Woche ergab sich dabei folgende Performance zum 1.1. 2020:

OMX Kopenhagen + 16,9 Prozent
CSI China + 11,6 Prozent
S&P 500 + 0,5 Prozent
Dax – 9,1 Prozent
Einzig der Nasdaq 100 lieferte mit plus 22 Prozent noch etwas mehr. Allerdings spielt auch der Wechselkurs noch eine Rolle und da hat die dänische Krone gegenüber dem Euro sogar noch etwas aufgewertet.

Gründe für das gute Abschneiden

Da ist zum einen die Entwicklung von COVID-19 in dem skandinavischen Land zu nennen. Aufgrund eines frühen Lockdowns litt das Land nicht so sehr unter den ökonomischen Folgen der Pandemie, das dänische Bruttoinlandsprodukt verlor im zweiten Quartal um 6,9 Prozent, weniger als der Durchschnitt in Europa (-12,1%), aber auch weniger als Deutschland oder den USA (-9,7%/9,5%). Hinzu kommen die weltweit üblichen Rettungspakete, die auch die dänische Regierung verabschiedet hat. Alles das wäre aber nicht in der Lage, den Index so zu „pushen“ – es ist vielmehr die Zusammensetzung des Leitindex in Dänemark.

Es sind eine Reihe von Pharma- und Biotechfirmen, die im Index sehr dominant vertreten sind und die von der Pandemie im Besonderen profitiert haben: Der weltgrößte Insulinhersteller Novo Nordisk, die Medizintechnikfirma Ambu, Coloplast, Genmab, CHR Hanssen und Novozymes, Firmennamen, die in unseren Breiten nicht allzu bekannt sind. Damit kommen die Gesundheitsfirmen auf die Hälfte der Marktkapitalisierung des Index in Höhe von 370 Millionen Euro. Dennoch ganz schon imposant im Vergleich zu unserem DAX, dem Leitindex in einem Land mit 83 Millionen Menschen, der gerade eine gute Billion Euro auf die Wage bringt.

Ein großer Nachteil eines Engagements ist damit schon erklärt, denn man fokussiert sich dann ziemlich stark auf eine Branche mit wenigen Titeln. Zumal die Unternehmensbewertung durch die Hausse deutlich nach oben gegangen ist. KGVs von 22 (Novo Nordisk) bis hin zu 60 (Genmab) oder 110 (Ambu) zeigen ein weiteres Gefahrenmoment auf. Aber die Wachstumsstory ist noch intakt und der dänische Index ist noch wenig auf dem Radar internationaler Fonds gesichtet – anders als etablierte Aktienmärkte dieser Welt. Natürlich gibt es zu Zeiten von Corona auch Verlierer im OMX, wie den Bürodienstleisters ISS, die Danskebank oder die Brauerei Carlsberg. Diese vermochten es aber nicht, die Performance des Index arg zu dezimieren.

Fazit

„We Are Red We Are White, We Are Danish Dynamite“, lautete einmal ein Song des fußballbegeisterten Dänemark, insbesondere beim Gewinn des Europameistertitels 1992 in Schweden. Ausgerechnet gegen den damals amtierenden Weltmeister Deutschland. Scheint so, als ob für die Börse des kleinen nordischen Landes in diesem Jahr auch wieder so ein kontinentaler Titel möglich ist.

Der Index OMX ist der heimliche Star der Aktienmärkte Europas

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