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Donald Trump und Einstein: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“.

Donald Trump will ernst machen mit dem Protektionismus – und Albert Einstein hat schon gewußt, wie das ausgehen wird..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Gestern hat Donald Trump wieder einmal einen Tweet abgesetzt – seine Regierung werde zwei einfache Regeln befolgen:

Auf Instagram wird dann klar, wie diese Regeln aussehen:

„My administration will follow two simple rules: Buy American, hire American“.

Also nur amerikanische Produkte kaufen, nur Amerikaner anheuern für Jobs. Das ist gewissermaßen der neue Leitspruch des Protektionismus im 21.Jahrhundert. Implizit heißt das: boykottiert ausländische Waren, stellt keine Ausländer an. Schöne Perspektiven für die „Restwelt“. Und weil diese „Restwelt“ sehr wahrscheinlich auf diesen Protektionismus reagieren wird, passiert dann das, was in den 1930er-Jahren passiert ist: man überbietet sich gegenseitig mit Schutzaßnahmen für die eigene Wirtschaft, mit der Folge, dass alle verlieren.

Wie Einstein einst sagte:

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“.

einstein
Albert Einstein im Jahr 1921, Fotografie von Ferdinand Schmutzer, Gemeinfrei

Und das wird dann vorwiegend jene in den USA treffen, die Trump gewählt haben, damit er die Jobs wieder zurück bringt. Aber Jobs werden verloren gehen, wenn etwa China seinerseits dann Sanktionen gegen US-Firmen verhängt – dann wird General Motors sehr wahrscheinlich nicht mehr als jedes Dritte seiner Autos in China verkaufen können.
Die Geschichte der 1930er-Jahre lehrt, dass der Protektionismus auch für den Arbeitsmarkt in jenen Ländern verheerend ist, die meinen, ihre Wirtschaft und ihre Jobs durch eben diesen Protektionismus schützen zu müssen.

Dabei sind die gering Bezahlten in den USA ohnehin schon auf der Verliererstrasse: die reichsten 1% der Amerikaner sackten zwischen 2009 und 2015 52% der Verdienstzuwächse ein. Und wenn Trump seine Steuerpläne umsetzt, würden die 1% der Topverdiener ihr Einkommen um 16% steigern, 80% der Amerikaner jedoch ihr Einkommen nur um maximal 1,8% steigern nach Steuern.

Dabei würde vor allem der Plan Trumps einer Art Steueramnestie für US-Firmen, die Dollars steuervergünstigt im Ausland geparkt haben, die Einkommensschere weiter auseinander klaffen lassen. Laut einer Analyse von Goldman Sachs dürften US-Firmen mit diesen in die USA zurück geholten Dollars vorwiegend eigene Aktien zurück kaufen – Goldman schätzt nach Analogie einer ähnlichen Steueramnestie aus dem Jahr 2004, dass 75% der Gelder in diese Aktienrückkäufe investiert würden. Und das wiederum würde eben vor allem größere Aktionäre dieser Firmen begünstigen, also vor allem die ohnehin Reichen!

Mit Trump, das zeigt schon sein designiertes Kabinett, das über ein Drittel des Vermögens aller Amerikaner verfügt, herrscht damit unverblümt die Hochfinanz – und das obwohl eben diese Hochfinanz sich klar für Clinton positioniert hatte. Das ist gewissermaßen die Ironie der US-Wahl schlechthin..

22 Kommentare

22 Comments

  1. Avatar

    Petkov

    30. Dezember 2016 13:50 at 13:50

    Dann ist die nüchterne, neutrale Moral von der Geschichte, dass die US-Aktienindizies, noch ein Stück weiter steigen dürften (aufgrund der erwarteten erheblichen Aktienrückkäufe). Und dass die europäischen Indizies sich höchstwahrscheinlich bislang im falschen Windschatten angesaugt haben… Denn die wurden ja maßgeblich von den US-Werten mitgezogen. Aber was für Amerika angeblich „great again“ ist, bleibt für Europa „hope in vain“.

  2. Avatar

    bingisser

    30. Dezember 2016 15:08 at 15:08

    Gestern Hitler, heute Einstein. Morgen? …. Merke: Zitate von klugen Männern wie Einstein machen die eigenen Aussagen auch nicht klüger. Vergleich zu den 30 Jahren scheint etwas sehr weit hergeholt. Ende 1.WK, russische Revolte, Zusammenbruch Habsburg, Deutsches Reich usw. dürften wohl mehr Einfluss gehabt haben. Und heute? Haben Sie sich mal das Handelsdefizit der USA die letzten 40 Jahre angeschaut? Und was ist wohl das wichtigste Exportgut der USA? Genau: der Dollar. Es geht bei der Übung nicht um Export sondern um Binnenwirtschaft. Und wenn immer weniger Amerikaner in Brot und Lohn sind, wer soll denn das ganze Zeug aus dem Globalisten Zirkus noch kaufen? Da gäbe es ein schönes Zitat von Ford, dem Autobauer dazu.

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    Pit Hauer

    30. Dezember 2016 15:13 at 15:13

    von Herrn Fugmann geschrieben was?…….der entwickelt mittlerweile so etwas wie eine Trumpophobie….

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      30. Dezember 2016 15:21 at 15:21

      @Pit, wie wäre es mit sachlichen Argumenten? Gegenargumente, statt nur von „Trumpophobie“ zu faseln? Es wird auch Ihr Arbeitsplatz sein, der in Gefahr gerät, wenn Trump den Protektionismus durchzieht, haben sie daran schon einmal gedacht? Etwa wenn sie bei Volkswagen oder wo auch immer arbeiten und dann leider leider sich viele Produkte in den USA nicht mehr verkaufen lassen etc. weil Trump sagt „Buy American“! Wie kurzsichtig muß man sein, um das nicht zu erkennen und zu begreifen?

      • Avatar

        nordsüd

        30. Dezember 2016 15:49 at 15:49

        also ich empfinde auch eine gewisse „Trumpophobie“ bei Ihnen, scheint auch allgemein „in“ zu sein.
        Der deutsche Exportüberschuss gefällt auch nicht allen außerhalb Deutschlands und da wir keine DM mehr haben, kann er auch nicht von einer stärkeren Währung ausgeglichener gestaltet werden. Höhere Löhne könnten ein Konzept sein, wäre eine Diskussion wert.
        Das reiche Deutschland mit einem hohen Niedriglohnsektor, kein Ruhmesblatt, oder. Wir sollten uns mehr um unsere Angelegenheiten kümmern und weniger nach dem Motto handeln „Schuld sind immer die Anderen“.
        Noch wissen wir nicht was Trump wirklich beschließt, aber eine 5% „border tax“ -was er wohl möchte- zusammen mit einer 10% Aufwertung des Dollar (inzwischen vielleicht ein Stück weit bereits geschehen) könnte sich ziemlich aufheben. Wäre auch eine Diskussion wert.

        Ansonsten vielen Dank für die zahlreichen sehr interessanten Beiträge.

        Ihnen und Ihren Lesern einen guten Rutsch in das Jahr 2017 und alles Gute!

      • Avatar

        Pit Hauer

        30. Dezember 2016 17:49 at 17:49

        Nunja, ich könnte wirklich sehr ausführlich schreiben. Aber um erhlich zu sein mir fehlt die Muße hier Seiten zu schreiben.

        Beim Thema Trump finde ich es aber enorm wichtig auf potentielle geopolitische Konflikte in der Welt zu schauen. H. Clintons Politik in Syrien hätte den Konflikt USA-RUS weiter zugespitzt. Und das war aus meiner Sicht das Wichtigste um für Trump zu sein. Um es grob zu sagen: Friede ist mir wichtiger als Wirtschaft. Schauen SIe sich doch an wie Obama den Streit mit RUS forciert hat. Jetzt wurden in Syrien Nato Leute festgenommen die in einem Bunker mit IS Leuten waren. SIehe Quelle. Wenn SIe das ganze schlechte ansprechen, dann hätten Sie auch mal so etwas ansprechen können – die Scheinheiligkeit des Westens eben.Un wenn Sie fast nur Trump kritisieren, dann gehe ich davon aus, dass Sie Obama/Clinton als den positiven Part sehen. Es sieht jedoch so aus, als wenn den Leuten nix am Frieden in Syrien liegt. Trump ist natürlich eine ganz neue Art von Politiker – ich finde nicht alles gut was er so von sich gibt. Aber er ist eben nicht so auf millit. Konfrontationen aus. Und ja wenn er Arbeitsplätze von irgendwo in die USA abieht, dann fehlen die irgendwo. Aber er ist angestellter der USA und nicht eines anderen Landes – er muss im interesse des Landes handeln. Und vielleicht wurden die Arbeitsplätze im Zuge der Globalisierung erst aus den USA abgezogen – daran sollte man auch mal denken. Solange das friedliche politische Maßnahmen sind, sehe ich es nicht als so desaströs an. Als Apple seine Produktion nach China verlegt hat, hatben jetztige Trumpkritiker auch nicht mit Mitleid über die Jobverluste in den USA geredet. Die gemeinnützige Clinton Foundation hatte unversteuertes Geld (1 Million Dollar für die Hochzeit der Tochter) veruntreut usw. – ich will mal wissen wie Sie Trump auseinander nehmen würden wenn so etwas über den rausgekommen wäre.

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          Emm wie Meikel

          1. Januar 2017 22:06 at 22:06

          Trumps Grundaussage: „Kauft nicht bei Ausländern“. Falls die Rechnung mit dem Protektionismus am Ende doch nicht so aufgeht, kann er die eigenen Landsleute ja immer noch in Munitions- und Waffenfabriken in Lohn und Brot bringen. Schließlich muß die „große Freiheit“ (der USD) verteidigt werden, damit „America“ wieder „great“ wird. Eine gigantische Schuldenparty.

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        bingisser

        30. Dezember 2016 18:30 at 18:30

        Wieso soll sich Amerika für Deutschland verschulden? Oder umgekehrt Deutschland alles auf Kredit weitergeben. Ich geb dir 100 Euro und Du kaufst meinen Volkswagen? Die Nummer lief jetzt 40 Jahre gut. Aber wahrscheinlich werden auch Sie begreifen, dass das irgendwann ein Ende haben wird. Noch mehr Kredit, noch mehr Globalisierung, noch mehr freier Waren-, Finanz- und Personenverkehr? Unendliches Wachstum in endlich Raum ist einfach unmöglich.

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    frank.trg

    30. Dezember 2016 17:50 at 17:50

    Der Einstein-Spruch ist super, passt aber noch viel mehr auf andere Politiker und Staaten. Demnach ist die US-Außenpolitik reiner Wahnsinn. Man versucht immer und immer wieder Regime zu stürzen nach dem selben Muster. Und jedes mal erwartet man ein anderes Ergebnis…

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      frank.trg

      30. Dezember 2016 18:06 at 18:06

      ist zwar Offtopic aber die Meldung mit der Gefangennahme der Nato-Generäle in Syrien ist von enormer Bedeutung und Tragweite. Leider hab ich diese Meldung nur bei RT vernommen. Die Westliche Presse schweigt weitgehend zu diesem wichtigem Ereignis. Das müsste eigentlich hohe Wellen schlagen…

      • Markus Fugmann

        Markus Fugmann

        30. Dezember 2016 18:08 at 18:08

        @frank, haben Sie den link von RT? Wäre interessant auch für andere Leser..

        • Avatar

          frank.trg

          30. Dezember 2016 18:53 at 18:53

          selbstverständlich, hier:
          https://www.youtube.com/watch?v=PHwvQyCoYzA&t=13s
          https://deutsch.rt.com/kurzclips/44481-syrischer-un-botschafter-nennt-nato-agenten-aleppo/

          Demnach wurden u.a. türkische, amerikanische, israelische und saudische Offiziere in Aleppo festgenommen. Das ist eigentlich eine ungeheuerliche Nachricht und es ist schade dass unsere Medien dazu schweigen.

          • Avatar

            Pitt

            30. Dezember 2016 20:40 at 20:40

            Ja in unseren Mainstreammedien wird es zum Großteil unter den Tisch gekehrt. Traurig, dass man solche präkanten Infos meist nur aus alternativen Quellen bekommt. Genau wie die Inhalte der Clinton Email Sache. In den nächsten Politiksendungen reden unsere Politiker wieder was dort grausames von dem IS angerichtet wird. ZB Frau v. d. Leyen. Dabei ist die NATO mit Teil des Verbrechens. Seit Jahr destabilisiert die USA Ländern in dieser Region. Und da Trump noch nicht im Amt ist sollte man die Schuld da wohl seinen Vorgängern erstmal geben.

  5. Avatar

    frank.trg

    30. Dezember 2016 18:00 at 18:00

    Ich finde Trumps Motto sehr gut. Einfach und einleuchtend. Amerikanische Produkte kaufen und Amerikaner beschäftigen! Daraus Protektionismus zu folgern oder gar ein neuen Nationalsozialismus, ist absurd.; ich folgere daraus dass Amerikanische Produkte und Jobs in den USA Vorrang haben. Was daran schlecht sein soll verstehe ich nicht. Das bisherige neoliberale System hat das Gegenteil bewirkt – ausländische Produkte und ausländische Jobs. Die Folgen davon waren Massenarbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, enorme Gewinne für eine Handvoll Eigentümer… Trump will die USA nicht vom Welthandel abschotten, sondern lediglich die Weichen wieder richtig stellen die in den Niedergang geführt haben. Aus Deutscher Sicht ist der Handel mit China nicht fair. Die Chinesen bekommen in Europa freien Marktzugang. Hingegen bekommen Deutsche Unternehmen keinen freien Marktzugang zu China (mit Ausnahme der großen Autokonzerne). Noch dazu kauft China hier alle Hightech Unternehmen auf, nur um zu kopieren und uns letztlich zu zerstören. Jobs werden von Deutschland nach China verlagert. Das ist alles andere als fair und ich vermute dass es in den USA ähnlich läuft. China betreibt kein faires Spiel und wenn Trump das nun ändert kann ich das nur begrüßen.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      30. Dezember 2016 18:03 at 18:03

      @frank, Importsteuern sind kein Protektionismus, wenn man gleichzeitig Exporte steuerfrei stellt???

      • Avatar

        frank.trg

        30. Dezember 2016 18:18 at 18:18

        man kann eine Importsteuer, also einen klassischen Zoll, durchaus als protektionistisch bezeichnen, sollte die Kirche aber im Dorf lassen. Trump wird uns ganz bestimmt kein zweiter Hitler. Gegenüber China wäre ein Zoll mehr als angemessen da diese die europäischen und amerikanischen Märkte mit Billigprodukten überschwemmen. Bestes Beispiel sind Solarmodule und Stahlerzeugnisse. Hier hat man sich zu Zöllen entschlossen und in diesen Fällen finde ich die Entscheidung dazu richtig. China hat in den vergangenen Jahren in beispiellosem Ausmaß Stahlhütten gebaut und enorme Kapazitäten aufgebaut, in China. Die enormen Mengen an Stahl verkaufen sie auf den Weltmärkten und unterbieten europäische und amerikanische Stahlerzeuger. Das unfaire daran ist dass sie sich nicht an teure Umweltbestimmungen halten müssen und ihren Stahl konkurrenzlos billig anbieten können. Wenn Trump nun Zölle gegenüber China fordert ist das zu begrüßen für unsere Produkte und letztlich unsere Jobs.

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          30. Dezember 2016 18:20 at 18:20

          @Frank nicht nur gegenüber China – die Importsteuer wird alle anderen Länder betreffen – also auch deutsche Waren! Und ich habe Trump nicht mit Hitler verglichen, sondern bei beiden handelt es sich um charismatische Herrschaftssysteme, die vorwiegend auf Symbolhandlungen basieren..

          • Avatar

            frank.trg

            30. Dezember 2016 18:39 at 18:39

            China eignet sich eben als Paradebeispiel weshalb Zölle per se nicht schlecht sind und Freihandel kann nur funktionieren wenn es fair zugeht, z.B. dass China ebenso seine Märkte für unsere Firmen öffnet. Deutschland würde von Trumps Zöllen stark betroffen sein, das ist mir bewusst. Andererseits können wir auch Zölle erheben bzw. wird man sich deshalb mit den USA einigen. Trump will ja mit jedem Land individuelle Handelsverträge. Der Zoll dient nur als Druckmittel. Im übrigen sind die enormen Exportüberschüsse Deutschlands sicherlich nicht gesund und fair bzw. ist das kein langfristiges Modell. Früher oder später müssen wir auch in Richtung Handelsausgleich kommen.

          • Avatar

            bingisser

            30. Dezember 2016 18:40 at 18:40

            Also, was charismatisches Herrschaftssystem betrifft: da ist ja Obama wohl das beste Beispiel. 3000 Drohnen Tote, 7 Länder bomadiert, Food stamps, Obama care, Regimechance in Syrien, Lybien, Ukraine, seit 25 Jahren die schlechtesten Beziehung zur Russland … und noch immer weint die ganze Linke ihrem Messias nach.

            Zitat Enzensberger: „Die Denkfaulheit der Linken.“ Besser gesagt, was sich heute als Links ausgibt.

  6. Avatar

    frank.trg

    30. Dezember 2016 18:29 at 18:29

    Die Logik mit den Billigprodukten hab ich ohnehin nie verstanden. Wieso gibt es in Deutschland beispielsweise so gut wie keine Textilindustrie mehr? Die Textilindustrie ist fast vollständig nach China und in andere Billiglohnländer abgewandert. Die Folge davon war dass hier die Fabriken geschlossen wurden und in China wieder aufgebaut wurden. D.h. die Jobs sind ganz einfach verlagert worden. Dann kaufen wir aber die billigen Produkte und das Geld landet in China und bei wenigen Unternehmenseigentümern und Einzelhändlern. Dieses Modell wird von unserer Politik massiv gefördert. Aber was ist der Vorteil davon? wieso tun wir das? Wie es anders geht zeigt der ehrenwerte Geschäftsmann Wolfgang Grupp mit Trigema. Entgegen dem Trend hat er sich bewusst für den Standort Deutschland entschlossen und produziert hier auch. Trotzdem ist er Millionär. Viele seiner Konkurrenten sind nach China abgewandert und dann pleite gegangen…

  7. Avatar

    bingisser

    30. Dezember 2016 19:05 at 19:05

    Vielleicht bin ich ja wirklich ein Dinosaurier, aber meine Eltern, die ein ziemlich grosses Mittelständisches Unternehmen besassen, bestande immer darauf, wenn möglich die eigene Kundschaft zu berücksichtigen, bei den eigenen Kunden zu kaufen. Leben und leben lassen. Das hat viellicht mit genau dem gesunden Realismus zu tun, den ich heute so sehr vermisse. Dazu brauchten die Leute damals kein Hochschulstudium. Ich kann nicht dem deutschen Nachbarn teuer meine Produkte verkaufen und dann billig beim Chinesen shoppen gehen. Irgendwann geht meinem deutschen Nachbarn die Kohle aus, wenn alle so denken würden, und dem chinesischen Lieferanten sind wir dann halt zu teuer. Aber eben: so denken wahrscheinlich wohl nur noch Dinosaurier.

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Wer an der Börse seine Gefühle ausschaltet, gewinnt! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über.

Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen.

Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein entsprechendes Auto fuhren. Studien haben diesen Zusammenhang mehrfach belegt.

Investieren Sie nicht in der Branche, in der Sie arbeiten

Für die Entstehung einer Lieblingsaktie oder einer Lieblingsbranche ist auch oft unser ausgeübter Beruf von Relevanz. So habe ich jahrelang in meinen Depots Bank-Aktien übergewichtet, weil ich ein Kind der Branche bin. Hier fühlte ich mich wohl, hier kaufte ich gerne. Richtig clever war diese Übergewichtung freilich nicht, wie die Performance vieler Bank-Aktien im Rückblick zeigt. Ich habe Zeit gebraucht, um diesen Wirkfaktor zu verstehen und schließlich abzuschalten.

Ein ähnliches Beispiel: Ein Ingenieur im Maschinenbau wird mit großer Wahrscheinlichkeit sein Depot erheblich mit Aktien dieser Branche befüllen. Er liebt die Arbeit, die er tut. Er mag die Produkte, mit denen er arbeitet. Folglich liebt er auch

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Dax und die Risikoaversion – aktuelle Analystenmeinungen

Redaktion

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Risikoaversion und der Dax - wie geht es weiter?

Werden Dax, Dow und Co nach dem jüngsten Kursverlusten weiter fallen? Risikoaversion (auch Risk Off genannt) ist das Wort der Stunde, also die Flucht in den sicheren Hafen namens US-Dollar und hochwertige Anleihen, in Zeiten immer weiter steigender Corona-Ängste, welche die wirtschaftliche Erholung gefährden. Hier zunächst zwei aktuelle Video-Beiträge von Jochen Stanzl von CMC Markets:

Milan Cutkovic

Hier drucken wir die aktuelle Meinung von Milan Cutkovic ab, Marktanalyst bei Axitrader:

Die Börsen wurden zum Start in die neue Handelswoche von der Realität eingeholt. Dank des billigen Geldes der Notenbanken, drastischer Stützungsmaßnahmen der Regierungen weltweit sowie einer starken Nachfrage nach den Technologieaktien als Pandemie-Gewinner kannte der Aktienmarkt in den vergangenen Monaten nur den Weg nach oben. Die jüngsten Corona-Warnungen nach dramatisch steigenden Infektionszahlen sind nun eine kalte Dusche für die Investoren und die Erinnerung daran, dass wir uns weiterhin inmitten einer globalen Pandemie befinden.

Dass die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Herbst wieder steigen würde, wurde generell erwartet. An den Aktienmärkten bestand jedoch die Hoffnung, dass die Regierungen die Situation nun deutlich besser unter Kontrolle haben und weitere Lockdowns nicht nötig sein würden. In Großbritannien aber kalkuliert die Regierung aber bereits wieder mit einem solchen Szenario und bereitet weitere landesweite Restriktionen vor. Es besteht die Sorge, dass weitere Länder in Europa dem Beispiel folgen werden und die Wirtschaft erneut zum Stillstand kommt.

In den USA steht kein Durchbruch im Ringen um ein neues Corona-Hilfspaket in Sicht. Für die Anleger ist dies frustrierend, vor allem nach dem die Federal Reserve nicht weit genug ging. Ohne weitere Stimulus-Maßnahmen der Regierung könnte die Konjunkturerholung auf der anderen Seite des Atlantiks ins Stocken geraten.

Auch am Devisenmarkt ist in naher Zukunft mit erhöhter Volatilität zu rechnen. Neben der Pandemie dürften die US-Präsidentschaftswahl, die Brexit-Verhandlungen und geopolitische Spannungen die Wechselkurse wieder stärker bewegen. Aktuell sind aufgrund der Risikoaversion vor allem der US-Dollar und der japanische Yen gefragt.

Jasper Lawler

Jasper Lawler von LCG sagt aktuell (hier auszugsweise zitiert), dass er heute die Reaktion der Anleger auf den gestrigen großen Risiko-Off-Tag an allen Märkten, den so genannten „Battery Day“ von Tesla und die Aussage des Fed-Vorsitzenden Jay Powell beobachten werde. Der gestrige Tag sei ein klassischer Risiko-Off-Moment gewesen, an dem Aktien und Kryptowährungen einbrachen, während Staatsanleihen, der US-Dollar und der Yen zulegen konnten. Tech-Aktien würden sich seit einigen Wochen zurückziehen, aber gestern sei der Ausverkauf breiter gewesen, da die Industrieunternehmen im Dow schwer getroffen wurden. Der Silberpreis fiel am Montag an einem Punkt um 10%.

Einige Marktteilnehmer hätten auch argumentiert, dass das traurige Ableben der Richterin Ruth Bader Ginsburg und der Streit um ihre Nachfolge im Obersten Gerichtshof ein neues US-Konjunkturpaket noch unwahrscheinlicher gemacht habe. Wenn der Rückgang nur auf die Stimmung zurückzuführen ist, dann erhöhe dies die Chance auf einen Rückschlag am nächsten Tag – auch wenn einige wichtige technische Niveaus, darunter die 50 DMA im S&P 500 nachgegeben haben – dies begünstige weitere Abwärtsbewegungen.

Teslas Battery Day sei zum Teil ein PR-Gag, und zum Teil etwas Wesentliches für die Zukunft der Elektrofahrzeuge. Jede neue Generation von Tesla-Batterien sollte in der Lage sein, mehr Energie zu speichern und eine längere Lebensdauer zu haben – und damit die Reichweite und Kosten von Elektrofahrzeugen auf ein Niveau zu bringen, das von der breiten Masse akzeptiert werde.

Jasper Lawler weist auch darauf hin, dass Jerome Powell heute Nachmittag bei einer von drei Gelegenheiten in dieser Woche vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses über das CARES-Gesetz aussage – d.h. über das erste Konjunkturpaket. Für Großbritannien wird erwartet, dass Premierminister Boris Johnson gegen Mittag in einer Erklärung vor dem Unterhaus weitere Sperrmaßnahmen ankündigen wird.

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Aktuell: Lufthansa veröffentlicht Maßnahmen für weiteren Kahlschlag

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

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Der Lufthansa A380 wird wohl nicht mehr fliegen

Die Lufthansa hatte bereits Maßnahmen zum Kahlschlag angekündigt. Aber es ist wie es ist. Die Fluggastzahlen erholen sich nicht V-förmig wie (auf den ersten Blick) die Gesamtkonjunktur. Weltweit gibt es ständig neue Corona-Restriktionen und viele Unklarheiten. Und offenkundig haben zu viele potenzielle Flugreisende wohl einfach keine Lust auf diese ganze Unsicherheit und dazu noch auf stundenlanges Maskentragen an Flughäfen und im Flugzeug. Jetzt hat die Lufthansa vor wenigen Minuten die nächsten Maßnahmen zum Kahlschlag verkündet. Weiter Runter-Schrumpfen, um nicht in den Kosten zu versinken, so könnte man es ausdrücken. Hier drucken wir die wichtigsten Infos von der Lufthansa im Wortlaut ab. Die Headline-Aussagen:

– Erholung des Luftverkehrs deutlich langsamer als noch im Sommer erwartet
– Tiefere Einschnitte bei Flottengröße und für Personal
– Langfristig geparkte sowie zur Ausflottung vorgesehene Flugzeuge werden im dritten Quartal mit bis zu 1,1 Mrd. EUR wertberichtigt
– Operative Mittelabflüsse sollen um 100 Mio. EUR pro Monat reduziert werden

Details:

Der Kapazitätsausblick für die Passagierairlines wird deutlich nach unten korrigiert; die bisherige Annahme, im vierten Quartal des Jahres ein durchschnittliches Produktionsniveau von 50 Prozent des Vorjahreswertes zu erreichen, erscheint nicht mehr realistisch. Bei Fortsetzung des aktuellen Trends werden die angebotenen Sitzkilometer im Vorjahres-vergleich voraussichtlich nur noch in einer Spanne zwischen 20 und 30 Prozent liegen.

Die mittelfristige Flottenplanung wird angepasst und sieht aktuell ab Mitte des Jahrzehnts eine dauerhafte, konzernweite Kapazitätsreduktion von 150 Flugzeugen vor .

In Ergänzung der bereits kommunizierten Flottenentscheidungen wurde folgendes beschlossen: Nachdem bereits im Frühjahr sechs Airbus A380 endgültig außer Dienst gestellt worden sind, werden die verbleibenden acht Flugzeuge vom Typ A380 sowie zehn Flugzeuge vom Typ A340-600, die bislang noch für den Flugdienst vorgesehen waren, in einen sogenannten Langzeitparkmodus (long-term storage) überführt und aus der Planung genommen.

Aus den vorgenannten Flottenentscheidungen werden sich weitere Wertberichtigungen in einer Größenordnung von bis zu 1,1 Mrd. EUR ergeben. Der Betrag soll noch im dritten Quartal des laufenden Jahres verbucht werden.

Der bisher avisierte rechnerische Personalüberhang von 22.000 Vollzeitstellen erhöht sich in Folge der Entscheidungen für das dritte Paket des Restrukturierungsprogramms. Die Anpassung der dauerhaften Personalstärke in den Flugbetrieben wird an die weitere Marktentwicklung angepasst.

Die überarbeitete Finanzplanung sieht trotz des eingetrübten Ausblicks vor, die Mittelabflüsse durch striktes Kostenmanagement weiter zu senken. Der Liquiditätsabfluss soll von aktuell rund 500 Mio. EUR pro Monat auf durchschnittlich 400 Mio. EUR pro Monat im Winter 2020/21 gesenkt werden. Das kommunizierte Konzernziel, im Jahresverlauf 2021 wieder operativ positive Mittelzuflüsse zu erwirtschaften, wird bekräftigt.

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