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Märkte

Doppelt heißer Tag für den Ölpreis: Analysten halten schnelles Abrutschen unter 40 Dollar für möglich!

Panik, Unklarheit, Richtungswechsel, Chaos. Am Ölmarkt gibt es derzeit alles, und alles ist möglich. Heute geht es richtig zur Sache. Nachdem man in den letzten Wochen mehrmals große Überraschungen…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Panik, Unklarheit, Richtungswechsel, Chaos. Am Ölmarkt gibt es derzeit alles, und alles ist möglich. Heute geht es richtig zur Sache. Nachdem man in den letzten Wochen mehrmals große Überraschungen erlebte, erwartet man heute erneut gespannt die Daten zu den Öl-Lagerbeständen in den USA. Gestern Abend brachten die Vorläufer zu den offiziellen Daten, die API-Lagerbestände, die mit einem Plus von 3 Mio Barrels erwartet wurden, einen Rückgang von 752.000 Barrels. Daraufhin konnte der Ölpreis gestern Abend satte 0,30 Dollar zulegen (sensationell… nein, nicht wirklich).

Heute erwartet der Markt grob geschätzt für die offiziellen US-Lagerbestände auch ein Plus von 3 Millionen Barrels. Die Lage ist aber mehr als wacklig. Fast parallel dazu erwartet der Markt heute Nachmittag Resultate vom letzten Tag des Internationalen Energie-Forums in Algier, bei dem es eh nur um ein Thema ging: Die Einfrierung der weltweiten Öl-Fördermenge, damit die Nachfrage aufschließen und der Ölpreis bitte bitte bitte endlich steigen kann, so die flehende Hoffnung von Venezuela und Co. Wie wir gestern schon berichteten, wird Russland heute an den finalen Gesprächen wohl eh nicht teilnehmen, und der Iran hat schon verkündet, man sei zwar anwesend, aber habe vor seine Fördermenge weiter zu erhöhen.

Also kann es nach allem menschlichem Ermessen heute gar keine Einigung für eine Einfrierung geben. Es sei denn es geschieht ein Wunder – so was soll es ja geben! Jetzt hoffen Öl-Trader darauf, dass anders als beim ersten Einfrierungs-Versuch im April heute wenigstens ein offizielles gemeinsames Statement veröffentlicht wird. Wenigstens daraus erhoffen sich Öl-Bullen (irgendwelche) Erkenntnisse, wie und ob doch vielleicht eine Einfrierung erreicht werden kann. Schon mehr als witzig, oder eher traurig? Man hofft nur noch auf ein Statement, nicht mehr auf die Einfierung selbst.

Der hoch angesehene John Kilduff von Again Capital meint aktuell die OPEC wolle die Öffentlichkeit erneut hinhalten bis zum offziellen OEPC-Treffen am 30. November. Es könne sein, dass sie heute einen Einfrierungs-Deal für das November-Treffen in Aussicht stellen (wohl als Fake-Hoffnung). Wenn es selbst diese Aussicht heute nicht geben wird, könne Öl sehr schnell unter 40 Dollar abrutschen. Helima Croft von RBC Capital Markets spricht von einer Kombination. Gibt es heute keine Einigung zu irgendwas in Algier, und gibt es heute einen Anstieg bei den US-Lagerbeständen, könnte die 40er-Marke im Ölpreis getestet werden.

Wir meinen: Beide könnten durchaus recht haben: Aber Achtung: Im April, wo die Enttäuschung über die fehlgeschlagene Einfrierung sehr groß war, fiel der Ölpreis danach nur ganz kurz, und auch nur sehr wenig. Danach gab es erstaunliche Anstiege. Also: Vorsicht, Augen auf, der Ölpreis verhält nicht immer rational, auch dank dieser tollen ALGOS (Computerprogramme), die den normalen Handel oft gerne mal irrational werden lassen!

oelpreis
Der WTI-Ölpreis seit gestern früh.

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Rüdiger Born: Fallender Dow Jones – aktuelle Tradingchancen?

Rüdiger Born

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Neben dem Dax schaue ich mir im folgenden Video vor allem ganz genau die aktuelle Entwicklung im Dow Jones an. Es geht gen Süden. Ist noch mehr Abwärtspotenzial vorhanden? Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Gold/Silber

Silber: Korrektur geht weiter – das sind noch keine Kaufkurse

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Für Silber hatte ich vor acht Wochen den maximalen Anstieg bis ca. 21 USD (1.00 Retracement) in Aussicht gestellt. Über diesen Zielbereich ist das Edelmetall mit einem Hoch von ca. 30 USD deutlich hinausgeschossen. Dieser Aspekt ist der Auslöser für die relativ deutliche Umstellung der Wellenzählung, wie die Charts es zeigen. Mit dieser Performance erfüllt Silber meine Langzeitprognose, lediglich der Zeitfenster hierfür ist noch nicht passend. Seit einigen Wochen bildet sich eine schwache Korrektur aus, deren Verlauf bislang unkritisch ist.

Ausblick für Silber:

Die seit August laufende Korrektur bildet Welle (iv) der fünfteiligen Impulswelle (i-ii-iii-iv-v) aus. Wie für eine „4“ eher üblich als selten, bedient sich Welle (iv) eines Triangles (a-b-c-d-e) zur Ausbildung der internen Struktur. Solange Silber zwischen den beiden 0.24 und 1.38 Retracements (25.24/30.21 USD) pendelt, besteht keine größere Gefahr – allerdings auch keine Chance auf eine Auflösung der apathischen Phase. Im Chart ist daher den Verlauf von Welle (iv) bis tief in den Herbst hinein dargestellt.

Silber dürfte seine Korrektur noch fortsetzen

Nach Abschluss von Welle (iv) wird die sich anschließende (v; nicht dargestellt) Silber noch einmal steigen lassen. Da es sich bei Welle (v) um die abschließende Phase der Impulswelle handelt, ist deren Potenzial relativ eng begrenzt. Dazu werde ich in einer späteren, in der nächsten Ausgabe, näher eingehen. An den kommenden Tagen sollten leicht nachgebenden Notierungen ausgegangen werden. Dabei kann ein Bewegungstief unterhalb des 0.24 Retracements (25.24 USD) möglich werden. Lediglich ein Schlusskurs unterhalb sollte vermieden werden.

Fazit:

Die Korrektur wird sich noch einige Wochen behaupten, sodass ein Engagement zum momentanen Zeitpunkt bei Silber nicht zu empfehlen ist. Das bisherige Kaufsignal hat Freude bereitet und bleibt auch weiterhin bestehen..

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Märkte

Aktuell: Goldpreis fällt unter 1.900 Dollar – Experte erklärt Gesamtlage

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis fällt aktuell kräftig in den Keller. Aktuell rauscht der Markt sogar unter die Marke von 1.900 Dollar mit aktuell 1.897 Dollar. Noch heute früh sahen wir Niveaus um die 1.950 Dollar. Es ist aktuell ganz eindeutig eine Hausse im US-Dollar, die den Goldpreis zum Absturz bringt. Die Börsianer „fliehen“ vor Risiko in den Dollar (Risk Off Trade) Im folgenden Chart, der bis Freitag zurückreicht, zeigen wir das fallende Gold gegen den steigenden US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen). Man sieht den zeitgleichen Dollar-Anstieg zum fallenden Goldpreis.

Goldpreis fällt aktuell – Experte erklärt das Gesamtbild

Obwohl der Goldpreis aktuell fällt, erklärt der Gold-Experte Michael Blumenroth von der Deutschen Bank im folgenden aktuellen Video die Gesamtlage im Edelmetall. Die niedrigen Zinsen und der (im größeren Bild gesehen) schwache US-Dollar würden Gold nach oben helfen. Auf Sicht von 1-2 Jahren sei 10-15 Prozent Aufwärtspotenzial im Goldpreis vorhanden, so seine Meinung. Gut, etwas schlecht versteckt wird auch für die Goldanlage in ETF geworben, weil der Handel im physischen Gold zu großes Spreads habe, so seine Aussage. Gut, aber gibt es neben ETFs nicht auf CFDs oder Futures auf Gold, so möchten wir fragen?

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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