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Dow Jones: Achtung es droht die nächste Verkaufswelle in den US-Indizes

 

Dow Jones: Achtung es droht die nächste Verkaufswelle in den US-Indizes

 

Im Gegensatz zu den technologielastigen US-Indizes Nasdaq und S&P500 sieht die Lage im Dow Jones besser aus. Aber auch hier droht eine Verkaufswelle, wenn eine richtungsweisende Zone durchbrochen wird. Seit Wochen belastet die bevorstehende Zinswende der US-Notenbank Fed die Stimmung an der Wall Street. In der Folge kam es zu deutlichen Gewinnmitnahmen, die schließlich zu einem Kurseinbruch von zehn Prozent geführt haben. Zum Vergleich, im selben Zeitraum fiel der Nasdaq in der Spitze um 18 Prozent. Zuletzt mussten die Aktienmärkte in den USA auch noch dem Konflikt um die Ukraine Tribut zollen. Wegen der Unsicherheit scheiterte bisher jeder Versuch einer Stabilisierung im Dow Jones. Seit Donnerstag notiert der Index indessen wieder unter der für den Trend so wichtigen 200-Tage-Linie. Damit steigt auch die Gefahr einer erneuten Verkaufswelle.

Zinswende und Ukraine-Konflikt

Im Fall des Ukraine-Konflikts wechseln sich Hoffen und Bangen stetig ab. Einerseits ist die Diplomatie noch nicht gescheitert, in dieser Woche planen die Außenminister der USA und Russlands ein Treffen, um den Konflikt auf diplomatischen Wege zu beenden. Demgegenüber mehren sich die Berichte über erste Gefechte an der Grenze zur Ukraine. Zudem hat Russland nicht wie angekündigt Truppen von der Grenze abgezogen, sondern setzt die gemeinsamen Manöver mit Belarus fort. Die US-Indizes wie der Dow Jones und S&P500 regieren höchst nervös auf jegliche Meldung. Demnach beherrscht die Nachrichtenlage rund um die Krise die Märkte, wodurch es immer wieder zu schnellen und volatilen Bewegungen in den US-Indizes kommen kann. Ein Einmarsch Russlands in die Ukraine könnte letztlich der Auslöser für die nächste Verkaufswelle im Dow Jones sein. Während ein Entspannungssignal eine dynamische Erholungsrally einleiten könnte.

Über allem schwebt zudem das Damoklesschwert der US-Zinswende. Bleibt die Inflation auf dem aktuellen Niveau von über 7 Prozent, dann muss die Fed aggressiv gegen die Entwicklung vorgehen. Das bedeutet, dass die Zinsen schnell steigen und mit der Bilanzreduzierung auf absehbare Zeit begonnen wird. Da die Aktienmärkte im Grunde nur wegen der vorhandenen Liquidität angestiegen sind, könnte ein Entzug schwer auf den überbewerteten Kursen lasten. Infolgedessen deutet sich ein Paradigmenwechsel von Buy-the-Dip zu Sell-the-Rally an. Der Druck von zwei Fronten, auf der einen Seite der drohende Liquiditätsentzug und auf der anderen Seite die geopolitischen Risiken, könnten die US-Indizes noch deutlich stärker unter Druck bringen. Werfen wir dafür einen Blick auf die Charttechnik im Dow Jones, um mögliche Trigger Marken für eine Richtungsentscheidung auszumachen.

Dow Jones: Charttechnik

Nach einem turbulenten Auf und Ab in den vergangenen vier Handelswochen könnte bald eine Richtungsentscheidung in den US-Indizes anstehen. Ähnlich wie im Dax sehen wir im Dow Jones eine große Seitwärtsbewegung. Diese kann man in drei Zonen aufteilen. Oberhalb von 35.170 Punkten kam es in dem vergangenen halben Jahr immer wieder zu Gewinnmitnahmen. Hier scheint der Dow Jones derzeit gedeckelt zu sein. Zwischen 35.170 und 33.700 handelt der Index in der neutralen Zone. Seit April 2021 handelt der Dow Jones meist in diesem Bereich. Es fällt auf, dass der Bereich an der Marke von 33.700 Punkten mehrfach als starke Unterstützung hergehalten hat. Die grüne Zone kann man hingegen als Demand-Zone bezeichnen. Hier kam es nach den zwischenzeitlich starken Kurseinbrüchen mehrfach zu Gegenbewegungen.

Mit dem Rutsch unter die wichtige 200-Tages-Linie, aktuell bei 34.660 Punkten, bewegt sich der Dow Jones wieder in Richtung der Unterstützungszone bei 33.700 Punkten. An dieser Stelle befindet sich zudem das 78,6 Prozent Retracementlevel des vorherigen Aufwärtsimpulses, also der letzte Strohhalm der Bullen, bevor eine erneute Verkaufswelle droht. Durchbricht der Dow Jones die richtungsweisende Zone, dann könnte ein erneuter Test der lokalen Tiefs bei 33.150 Punkten anstehen. Ein nachhaltiges Unterschreiten könnte schließlich der Beginn einer dynamischen Verkaufswelle sein. Jetzt sind somit die Bullen gefragt, die Unterstützung bei 33.700 Punkten zu verteidigen und die 200-Tage-Linie zurückzuerobern. Ansonsten droht dem Dow Jones ein Kurseinbruch von einigen tausend Punkten bis in die Regionen bei 32.000, 31.200 oder sogar 30.500 Zählern.

Dow Jones: Es droht eine Verkaufswelle - US-Indizes

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