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Höchster Stand seit fast zwei Jahren Dow Jones hängt die Tech-Indizes ab: Nächster Halt Allzeithoch?

Dow Jones hängt die Tech-Indizes ab: Nächster Halt Allzeithoch?
Dow Jones Bullen. Foto: andranik.h90 - Freepik.com

In Erwartung baldiger Zinssenkungen der Fed haben die US-Aktienmärkte einen großartigen November mit deutlichen Kursgewinnen vollendet. Allerdings bewegten sich die wichtigsten Aktienindizes zuletzt in unterschiedliche Richtungen. Die Rallye an der Wall Street hat sich weg von den großen Tech-Werten hin zu den Standardwerten verlagert. Während die Technologie-Indizes S&P 500 und Nasdaq auf der Stelle treten, hat sich der Dow Jones still und heimlich auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren geschoben. Im gestrigen Handel gelang ihm der Ausbruch über seinem Jahreshoch vom 27. Juli. Damit hat er ein starkes Signal für weitere Kursanstiege gesendet – folgt nun das Allzeithoch?

Dank starker Zahlen des Softwareunternehmens Salesforce zog der Index zum Monatsende nochmal an. Der Dow Jones schloss den letzten Handelstag des Novembers mit einem Plus von 1,5 % bzw. 520 Punkten auf 35.950 Zählern ab (Kassakurs). Auf Monatssicht steht damit ein Zugewinn von knapp 8,8 % zu Buche. Eine nachlassende Inflation sowie die massiven Wetten auf eine Zinswende der Fed trieben die Kurse an.

Wall Street beflügelt von Zinssenkungsfantasie

Der Markt erwartet nicht nur ein Ende der Zinserhöhungen, sondern preist bereits Zinssenkungen ab dem Frühjahr ein. Laut dem FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit für eine erste Senkung im März bei fast 50% (46,7%). Für den Mai rechnen nun schon 31% der Marktteilnehmer mit einer zweiten Zinssenkung. Mildere Töne der Fed-Mitglieder, schwächere Konjunkturdaten sowie die jüngste Verlangsamung der Inflation sorgten schließlich für das erkennbare Umdenken am Markt.

Das der Rückgang der Inflation jedoch mit der Abkühlung der Wirtschaft einhergeht, wird von den Märkten derzeit noch ignoriert. Die Frage, die sich die Marktteilnehmer irgendwann stellen müssen, lautet: Sind die starken Kursanstiege gerechtfertigt, wenn im kommenden Jahr die Unternehmensgewinne aufgrund einer milden Rezession rückläufig sind und die Konsumausgaben einbrechen? Mit dieser Frage dürften sie sich aber erst beschäftigen, wenn sich die Daten weiter eintrüben. Kurzfristig liegt der Fokus auf der Jahresend-Rallye im Dow Jones und Co. Aus charttechnischer Sicht steuert der Old-Econome-Index auf einen markanten Widerstand zu. Neue Impulse für die Rallye könnten von der Rede des Fed-Chefs Powell um 17:00 Uhr ausgehen.

Dow Jones erreicht neues Jahreshoch

Das Momentum ist stark, wie der Relative-Stärke-Index zeigt. Auf Tagesbasis notiert der RSI bei 78,4 – Werte über 70 gelten indessen als überkauft. Doch solange die Dynamik anhält, ist mit einer Fortsetzung der imposanten Rallye zu rechnen. Erst eine negative Divergenz im RSI wäre ein potenzielles Warnsignal. Wie der Tageschart zeigt, steuert der Dow Jones Futures auf die Oberkante eines übergeordneten Kanals zu. In dem Bereich der Trendlinie befindet sich zudem ein horizontaler Widerstand bei 36.380 Punkten.

Sollte er die Hürde nehmen, dann steht einem Anstieg zum Allzeithoch aus charttechnischer Sicht nichts mehr im Weg. Zuvor muss er jedoch nachweisen, dass der gestrige Ausbruch über das Juli-Hoch bei 35.835 Zählern nachhaltig ist. Fällt er zurück unter die Marke, könnte es zum Rücksetzer bis 35.370 Punkte kommen. Auf Monster-Monate (+8,8%) können auch Rückschläge folgen.

Dow Jones: Mögliche Zinssenkung der Fed treibt die Rallye in Richtung Allzeithoch
Dow Jones steuert auf die Oberkante des Kanals zu – Ein Ausbruch führt zum Allzeithoch

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