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Börse ist keine Einbahnstraße! S&P 500: Bullische Wall Street ignoriert die Warnsignale

S&P 500: Bullische Wall Street ignoriert die Warnsignale
Wall Street - Foto: vichie81 - Freepik.com

Der letzte Handelstag im November verspricht nochmal Spannung an der Wall Street. Die Performance im saisonal starken Börsenmonat kann sich indessen sehen lassen. Der marktbreite S&P 500 liegt 8,5 % im Plus. Seit seinem Tief Ende Oktober sind es sogar rund 11 %. Angetrieben wurde die Rallye von der Erwartung baldiger Zinssenkungen der Fed, die zum Rückgang der Renditen führten, was wiederum den Aktien Auftrieb verliehen hat. Doch die fulminante Rallye ist zuletzt etwas ins Stocken geraten, erste Warnsignale sind ebenfalls am Horizont zu erkennen.

Während der Standardwerte-Index Dow Jones an Fahrt aufgenommen hat, hängen die technologielastigen Indizes S&P 500 und Nasdaq in einer Seitwärtsrange fest. Das liegt vor allem daran, dass die Treiber der diesjährigen Rallye, die sieben großen Tech-Werte, an Dynamik verloren haben. Der Markt konzentriert sich nun wieder auf die anderen 493 Werte im S&P 500, was der Marktbreite zugutekommt. Nach dem kräftigen Anstieg der letzten viereinhalb Wochen zeigen sich aber auch erste Warnsignale.

Wall Street ignoriert Warnsignale

So herrscht angesichts der Zinshoffnung großer Optimismus an der Wall Street. Zudem ist der S&P 500 überkauft und die Positionierung mittlerweile sehr einseitig: Der Markt sitzt geschlossen auf einer Seite des Bootes, dennoch muss es nicht sofort kentern. Wie das AAII Investor Sentiment zeigt, stehen rund 49 % Bullen lediglich 19 % Bären gegenüber, das ist der niedrigste Stand seit dem Jahr 2015. Das sind eigentlich alles Kontraindikatoren, die für einen Rücksetzer sprechen, der angesichts des starken Anstiegs auch gesund wäre.

Allerdings haben sich bislang alle Verkaufssignale als Bärenfalle entpuppt und die Überhitzung wirkt auch noch nicht. So heißt es für die Bären weiter warten, während die Bullen das Ruder fest in der Hand halten. Aber wir wissen alle, dass die Börse keine Einbahnstraße ist und, dass es auch einmal abwärts gehen kann. Eine erstes charttechnisches Signal für einen Pullback hat der S&P 500 gestern geliefert. Außerdem könnten die Renditen und der US-Dollar nach dem deutlichen Rückgang einen Pullback vollziehen. Gespannt blicken die Händler daher auf die heutigen PCE-Preisdaten (14:30 Uhr). Erwartet wird für den Oktober ein Rückgang der Kernrate auf 3,5 % nach 3,7 %. Der Preisindex könnte wieder Schwung in den S&P 500 und Co bringen.

S&P 500: Jahreshoch rückt näher

Der S&P 500 Futures ringt seit Tagen mit dem Widerstand bei 4.570 Punkten. Entweder sammeln die Bullen Kraft für den nächsten Impuls nach oben oder es kommt hier zu einer Topbildung. Die gestrige Tageskerze, ein Shooting Star, ist jedenfalls ein Warnsignal für einen möglichen Rücksetzer. Erst ein Anstieg über das Hoch der Kerze bei 4.596 negiert das potenzielle Umkehrmuster. Ein Ausbruch darüber könnte den S&P 500 zum Jahreshoch bei 4.633 Zählern bringen. Rutscht der Index hingegen unter 4.546, droht ein Pullback bis in den Bereich um 4.500 Punkte.

S&P 500-Rallye: Warnsignale werden von der Wall Street ignoriert

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2 Kommentare

  1. Besoffener Partygänger

    Die Party ist vorbei, Roubini auf Investing.com de. PRIVATANLEGER VERLIEREN SCHON BALD MILLIONEN DOLLARS

  2. Richtig! Die Warnsignale nicht ignorieren. Deshalb den DAX noch bis 18.000 Punkten begleiten und danach abwarten bis es auf ca. 17.000 korrigiert. Danach darf es gerne auch mal über 20.000 Punkte gehen.

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