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Drei Beispiele aus Nordamerika: Die Schuldenparty bei Staat und Konsumenten geht volle Pulle weiter!

Drei aktuelle Beispiele möchten wir an dieser Stelle aufzeigen, dass man alles dafür tut die Schuldenparty in Nordamerika weiterlaufen zu lassen. Das „Game of debt“ muss weitergehen…

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FMW-Redaktion

Drei aktuelle Beispiele möchten wir an dieser Stelle aufzeigen, dass man alles dafür tut die Schuldenparty in Nordamerika weiterlaufen zu lassen. Das „Game of debt“ muss weitergehen! Das US-Repräsentantenhaus (neben Senat die zweite Kammer im US-Kongress) hat gestern mit 251 zu 169 Stimmen ein Notfall-Budget über 81 Milliarden Dollar genehmigt. Das Geld soll dem Aufbau in den Sturm-Regionen Texas und Florida zugeführt werden.

Oben drauf kam gestern noch die Abstimmung mit 231 zu 188 Stimmen, dass man der Regierung selbst erstmal weiteres Geld zubilligt, um überhaupt weiter arbeiten zu können. Ebenfalls hat heute Nacht der Senat mit 66 zu 32 Stimmen dafür gestimmt. Damit kann Donald Trump bis 19. Januar erst mal weiter Geld ausgeben im normalen Geschäftsbetrieb – denn die Einstellung des Geschäftsbetriebs stand unmittelbar bevor, weil mal wieder die Schuldengrenze erreicht war. Erstaunlich ist, dass so viele Demokraten die Regierung Trump nicht blockiert haben!

Kreditkarten

Laut dem US-Vermögensverwalter Gluskin Sheff sind jüngst die Kreditkartenschulden der Amerikaner explodiert, und das Volumen liegt nun 13% höher als noch vor einem Jahr. Die Steigerungen sollen vor allem in den letzten Wochen entstanden sein. Gut, in der Vorweihnachtszeit ist in Sachen Konsum immer mehr los, aber das war letztes Jahr ja genau so. Von daher sind +13% schon enorm! Die Vermutung ist nahe liegend: Die Amerikaner sehen, dass die vermeintlichen „Steuersenkungen für alle“ auch allen Bürgern mehr Cash in den Taschen lässt – von daher kann man dieses Extra-Cash ja jetzt schon mal vorher ausgeben, für den Weihnachtskonsum. Da können die Kreditkarten glühen!

Kanada

Aus Kanada gibt es vermehrt Berichte über eine fast schon perverse Spirale der Verschuldung. Kanada und Australien haben die Immobilien-Finanzkrise aus 2008 einfach komplett ignoriert, und immer weiter ihre Schuldenniveaus im privaten Bereich erhöht. So rücken die HELOC-Kredite immer stärker in den Mittelpunkt. Das ist eine Art riesiger Dispo für Hauseigentümer. Die haben natürlich ihr Haus ganz normal auf Kredit gekauft (versteht sicht). Aber da sie ja ein Haus besitzen, dass im Zuge des Immobilienpreis-Booms immer mehr an Wert gewinnt, gewährt ihnen die Bank basierend auf der Sicherheit ihres Hauseigentums eine Art großen Dispo (HELOC), den man für seinen persönlichen Konsum benutzen kann.

Beobachter der Szene meinen, dass ein Großteil der kanadischen Konsumgesellschaft nur deswegen weiter volle Pulle konsumiert, weil man auf Kosten dieses zusätzlichen Kreditrahmens lebt. So hat das Volumen der HELOC-Kredite in Kanada in den letzten 16 Jahren um 500% auf 211 Milliarden Dollar zugenommen. Auch wird ein noch beunruhigender Trend beobachtet: Hauseigentümer nutzen diesen Dispo um über Vermittler Geld an Schuldner mit schlechter Bonität weiter zu verleihen. Die nutzen das Geld dann wiederum für sich selbst für eigene Hauskäufe. Es klingt absurd, aber es wird eine Art Schatten-Kreditwirtschaft etabliert. Private Hausbesitzer glauben damit gutes Geld (Zinsgewinn) machen zu können. Das Risiko bei einem totalen Zusammenbruch alles zu verlieren, steigt damit nur noch weiter!


Eine typische Vorstadtsiedlung in den USA wie auch in Kanada. Am Reisbrett geplant, und komplett fertig hingebaut, und von den Verbrauchern in der Regel voll auf Kredit finanziert. Foto: David Shankbone / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

6 Kommentare

6 Comments

  1. baeuerin

    22. Dezember 2017 12:38 at 12:38

    und deshalb kanns nur eines geben….!
    http://www.goldseiten.de/artikel/359040–David-Stockman~-Gold-ist-das-einzige-sichere-Asset-das-noch-bleibt.html

    Wo bleibt die „geforderte“ rege informative Diskussion hier an Board???
    …ist die Luft raus…?

  2. m.d

    22. Dezember 2017 13:09 at 13:09

    hallo zusammen, sollte man aud und cad shorten. ?

    • Markus Fugmann

      22. Dezember 2017 13:16 at 13:16

      @m.d., das könnte als kurzer Trade funktionieren (AUD/USD an einem wichtigen Widerstand), ist aber langfristig nach meiner Meinnung vielleicht nicht die beste Idee, weil die Rohstoffe eine aus meiner Sicht gute Chance haben, sich preislich gut zu entwicklen (um es einmal etwas verschwurbelt zu formulieren) 🙂

      • m.d

        22. Dezember 2017 14:06 at 14:06

        danke hr Fugmann. werde ich befolgen.

  3. Gast

    22. Dezember 2017 14:12 at 14:12

    „Am Reisbrett geplant“ – Ja, so machen es die Chinesen, die kennen nur Reis 😉

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BMW Analyse: 2018´er Zahlen drücken auf Aktienkurs

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Die Aktie der Bayrischen Motoren Werke BMW notiert seit Ende 2015 auf einem vergleichsweise tiefen Niveau und hat seit diesem Zeitpunkt eine grobe Seitwärtsphase zwischen 68,11 und 100,00 Euro eingeschlagen. Die letzten Monate waren hingegen von einem untergeordneten Abwärtstrend geprägt, der noch immer anhält. Aber seit einem Test des Unterstützungsbereichs von 68,00 Euro macht sich wieder Zuversicht breit, die Aktie bastelt offenbar an einem größeren Boden und könnte diesen im Erfolgsfall auch schon sehr bald positiv auflösen. Zeitgleich sieht sich das Papier jedoch zahlreichen Widerständen entgegen, hier wären zum einen der EMA 200 auf Tagesbasis um 76,74 Euro zu nennen, zum anderen der Horizontalwiderstand bei rund 77,00 Euro und die bestehende Abwärtstrendlinie. Vorbörslich präsentiert sich das Papier etwas leichter, ob diese Tendenz angesichts der schwachen Verkaufszahlen aus Ende 2018 ein guter Indikator ist, wird sich erst noch zeigen müssen.

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Long-Chance bei BMW

Solange das BMW-Papier unterhalb der Mehrfachhürde von 77,00 Euro tendiert, ist kaum Handlungsbedarf seitens der Käufer gegeben. Erst darüber kann tatsächlich ein größeres Kaufsignal mit einem Zielbereich von zunächst 82,00 Euro abgeleitet werden, darüber bestünde sogar die Möglichkeit, bis an die Zwischenhochs auch Sommer 2018 um 85,25 Euro zuzulegen. Als Bestätigung sollten Investoren jedoch erst noch den Tagesschlusskurs abwarten. Eine Verlustbegrenzung kann in diesem Szenario um das Niveau des gleitenden Durchschnitts EMA 50 bei derzeit 73,22 Euro angesetzt werden. Als Anlagehorizont müssen bei diesem Schwergewicht jedoch mehrere Monate einkalkuliert werden. Unterstützungen sind hingegen um 73,22 Euro anzutreffen, darunter an dem wichtigen Niveau von 71,40 Euro. Diese Marke stellt nämlich die potenzielle rechte Schulter einer inversen SKS-Formation seit Oktober letzten Jahres dar und sollte möglichst nicht mehr unterschritten werden. In diesem Fall könnte nämlich ein Kurssturz zurück auf die Jahrestiefs von 68,11 Euro drohen.

Einstieg per Stop-Buy-Order : 78,00 Euro
Kursziel : 82,00 / 85,25 Euro
Stop : < 73,20 Euro
Risikogröße pro CFD : 4,80 Euro
Zeithorizont : 1 – 3 Monate

BMW Analyse




Rafael S. Müller ist seit 20 Jahren Vorstand und Chefanalyst der direktbroker.de AG. Der FOREX & CFD Broker direktbroker-FX gehört weltweit zu den preisgünstigsten Brokern. Trading-Einsteiger erhalten von der hauseigenen Börsenakademie umfangreich Schulungen bis hin zu einem kostenfreien Trader-Camp. Testen Sie die Konditionen jetzt mit einem kostenfreien Demokonto.


Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktuell: Doch kein Deal USA-China? Headlines vom US-Handelsministerium

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Soeben Headlines vom US-Handelsministerium:

– einige Mitglieder des US-Handelsministeriums: China scheint die Forderungen der USA abzulehnen

– Chinas Haltung habe sich praktisch nicht verändert

– die USA wollen nähere Auskünfte über Vorgehen Chinas in Sachen Datendiebstahl

Die US-Futures deutlich tiefer..

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Artikel 13 aktuell: Jede Menge PRO, jede Menge CONTRA

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Zum Thema Artikel 13 des neuen EU-Urheberrechts wurden nun schon so viele Argumente ausgetauscht. Aktuell kann man in sozialen Medien ganz klar beobachten, dass von beiden Seiten offene Briefe veröffentlicht werden, oder dass Gruppen von Künstlern oder Lobbyorganisationen verkünden, dass so und so viele Künstler dafür oder dagegen sind. Damit soll natürlich für den Betrachter der jeweiligen Nachricht der Eindruck erweckt werden, dass „die Künstler“ ja eigentlich alle EINE bestimmte Meinung haben. Dass wir von FMW beim Thema Artikel 13 parteiisch sind und ihn ablehnen, sollte inzwischen kein Geheimnis mehr sein! Aber wir denken bei so einem Thema klar Stellung zu beziehen ist nicht so schlimm, denn große Leitmedien haben ja auch ganz klar Stellung bezogen, nämlich pro Artikel 13. Nur erwähnen sie es nicht – sie berichten aber tendenziös in diese Richtung.

Gegen Artikel 13

Aktuell hat ein Unternehmer aus Deutschland einen offenen Brief präsentiert, der auch an alle EU-Parlamentarier verschickt wurde. Unterschrieben haben ihn 130 Unternehmen und Organisationen (hier nachzulesen im Original). Hier die Headline-Aussage:

Nextcloud Founder and CEO Frank Karlitschek addresses an open letter urging members of the EU Parliament to vote against Articles 11 and 13 of the proposed Copyright Directive. The letter, which was signed by more than 130 companies and business alliances from 16 European countries, was sent to each member of the EU Parliament. As founder and CEO of Nextcloud I fear that Articles 11 and 13 of this directive create a serious disadvantage for European startups. The fact that more than 100 companies from different European countries signed our text within a few days shows that I am far from being the only one. I urge every politician to protect European businesses and vote against Article 11 and Article 13.

Auch gibt es aktuell eine sehr beeindruckende Analyse (hier nachzulesen), wer zukünftig unter Artikel 13 die wahren Profiteure sein werden, und wie sich das neue Gesetz real auswirken wird auf Medienschaffende. Die Analyse ist (unsere subjektive Wahrnehmung) bestechend!

Pro Artikel 13

Die Befürworter von Artikel 13 haben ein „Manifest“ veröffentlicht (hier einzusehen). Initiiert wurde es von der grünen EU-Abgeordneten Helga Trüpel, der wir ja vorhin schon einen eigenen Artikel gewidmet haben. Sie postet auf Twitter derzeit gefühlt 1000 Mal pro Tag etwas pro Artikel 13. Und dann nutzt sie das Neuseeland-Attentat um damit unsäglich für ein neues Urheberrecht zu werben. Aktuell (10 Minuten nach unserem Artikel) fühlte sie sich wohl dazu genötigt klarzustellen, dass ihr Tweet natürlich nichts mit Artikel 13 zu tun gehabt habe. Na ja… sie tweetete von neuen „guten Regeln für die kommerziellen Plattformen“, die nötig seien. Aber ständig postet sie sonst nur (!) zu Artikel 13. Also darf man ihren Tweet doch wohl klar in einen Kontext zu diesem Thema setzen!

Ein jüngst veröffentlichtes angebliches Umfrageergebnis der Lobbyorganisation Article 13 zeigt, dass die Bürger in der EU angeblich total pro Artikel 13 eingestellt sind. So wollen sie mehrheitlich, dass die US-Tech-Giganten stärker reguliert werden, und dass Künstler in der EU mehr Geld erhalten sollen usw. Tja, es kommt halt immer darauf an, was man fragt, und wie man fragt. Fragt man zum Beispiel „wollen sie reich werden“, würden wohl fast 100% der Menschen mit JA antworten. Aber würde man fragen „Wissen Sie, wie Sie reich werden können“, dann würden wohl nur ganz wenige Prozentpunkte mit JA antworten.

Extrem aktiv in Sachen Artikel 13 ist derzeit eine der Lobbygruppen für Urheber schlechthin, die GEMA. By the way… kein Gegner von Artikel 13 hat je behauptet, dass er gegen eine verbesserte Vergütung von Künstlern sei. Alternativvorschläge von Gegnern für eine bessere Künstlervergütung (ohne Uploadfilter) wurden bloß von Axel Voss und Co konsequent ignoriert, auch schon vor mehreren Monaten. Ein wahres Feuerwerk an Tweets haut die GEMA derzeit täglich raus, welche Künstler denn alle für Artikel 13 sind. Hier nur einige Beispiele.

Axel Voss

Der „Chef-Lobbyist der Verlage“ (so sagen es „Spötter“ auf Demos) Axel Voss von der CDU zeigt sich trotz diverser Interviews, trotz seines Zurückruderns beim „Verbot von YouTube“ etc weiterhin unbeirrt. Trotz all der Fakten, all der Argumente der Gegenseite, bringt er ganz aktuell ein kurzes Promo-Video seiner Partei zu Ariktel 13, das alle Kritik und alle Probleme wie immer total ignoriert. Alles werde problemlos laufen, Memes seien zukünftig weiterhin erlaubt, Uploadfilter seien nicht zwingend notwendig. Parodien und Zitate seien ebenfalls weiterhin möglich. Ja, und die real anstehenden technischen Probleme? Die werden nicht erwähnt.

Urheberrechtsreform:Ist das freie Internet in Gefahr?NEIN!

Gepostet von Axel Voss am Dienstag, 19. März 2019

Dass Axel Voss von der ganz realen technischen Umsetzung seines „Babys“ und von konkreten Alltagsvorgängen in Social Media-Plattformen nur „begrenzt“ Ahnung hat, kann man ansatzweise erahnen im folgenden Video. Wird es konkret, fallen ihm Antworten sichtlich schwer (oder bilden wir uns das nur ein?).

Diskussion

Wer zwischen den Stühlen steht, und doch gerne mal sehen möchte, wie Pro und Contra zu Artikel 13 ihre Argumente austauschen, ist im folgenden Video gut aufgehoben. Mehrere Befürworter und Gegner haben gestern Abend diskutiert. Im Video geht es los ab Minute 14, daher bitte bis dorthin vorspulen.

Demo gegen Artikel 13 am 2. März in Berlin
Ein Demo-Bild vom 2. März in Berlin. Foto: Gero Nagel – https://zweifeln.org/2019/Copyright-Riotcop/ CC BY 4.0

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