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e.on Aufspaltung – ein geschickter Schachzug ?

e.on hat vor Kurzem angekündigt sich aufspalten zu wollen, in eine gesunde Hauptsparte, die sich hauptsächlich nur noch um Erzeugung von Ökostrom sowie den Betrieb der Netze kümmert, und in eine zweite rechtlich eigenständige „Kohle-Atomkraft Bad Bank“. e.on-Chef Teyssen zeigte sich offen für Gespräche, einen Atomfonds zu gründen, der öffentlich-rechtlich geführt wird und den Rückbau der AKWs sowie die Endlagerung übernehmen soll. Die bisherigen Atomkraftwerksbetreiber würden ihre vorhandenen Rücklagen für den Rückbau der Anlagen sowie die Endlagerung iHv 36 Mrd Euro in eine Stiftung einfließen lassen. Aber warum dieser Vorschlag ? Die Überlegung liegt nahe, daß man in der e.on-Zentrale einmal durchgerechnet hat, was denn langfristig (ganz abgesehen vom Abriss der AKWs) die Endlagerung kosten würde…

Das Szenario : Wir bringen jetzt einen schönen anständigen Betrag in einen Fonds ein. Bevor wir dies tun, gliedern wir die AKWs in eine eigene Firma aus; diese Firma macht den Vertrag mit dem Staat für den Atomfonds und überweist auch das Geld in den Fonds. Und wenn irgendwann einmal der Staat auf die Idee kommt zu klagen, weil das eingezahlte Geld für die Endlagerung doch lächerlich gering war….. dann hat der gesunde Ökostrom-Konzern e.on damit nichts zu tun. Ansprechpartner für so eine Klage wäre die kranke Resteverwertungs-Firma mit den rückgebauten AKWs und Kohlekraftwerken, die dann eh kein Geld mehr hat, das man einklagen kann.

Also, wenn man davon ausgeht, dass die Bundesregierung sich auf so eine Art Deal einlässt, wäre das auf Dauer ein Prima-Deal für e.on und Co. – am Ende zahlt´s der Steuerzahler.

Trotz heutiger Abstufungen durch Banken ist die Aktie charttechnisch vor Kurzem durch einen Widerstand bei 15,38 Euro gebrochen und hat mittelfristig erst einmal Luft bis auf ein Niveau von grob 18-19 Euro.

e.on



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