Europa

Einkaufsmanagerindex deutsche Wirtschaft schwach – Lieferketten und Kosten

Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für September) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Konjunktur:

Verarbeitendes Gewerbe: 58,5 (Prognose war 61,5; Vormonat war 62,6)

Dienstleistung: 56,0 (Prognose war 60,2; Vormonat war 60,8)

Gesamtindex: 55,3 (Prognose war 59,2; Vormonat war 60,0)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 55,2 für Gewerbe (Prognose war 57,0; Vormonat war 57,5) und mit 56,0 für Dienstleistung (Prognose war 56,0; Vormonat war 56,3) in der Summe schwächer als erwartet ausgefallen.

Zu den Daten aus Deutschland kommentiert Phil Smith von Markit, das die Umfrage ausgeführt hat:

„Laut unserem September-Flash hat sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft spürbar verlangsamt – ein Zeichen dafür, dass die Geschäftstätigkeit nach dem starken Anstieg im Sommer allmählich nachlässt. (..). Die Umfrage deutet darauf hin, dass der Aufschwung im Verarbeitenden Gewerbe weiterhin gebremst wird und unter Lieferengpässen und steigenden Kosten leidet. Hinzu kommt, dass der Dienstleistungssektor das kleinste Plus seit Mai verzeichnete, da der Nachfrageschub infolge der Corona-Lockerungen weiter nachgelassen hat. Zwar sind die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist nach wie vor positiv, was die anhaltende Hoffnung auf ein Ende der Pandemie widerspiegelt. Dennoch werden die Wachstumserwartungen von der Besorgnis über die Lieferketten und den Risiken für die Nachfrage aufgrund steigender Preise getrübt.“



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