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Euro-Comeback auf dem Prüfstand Euro kurz vor der 1,10-Dollar-Marke – Endet hier die Erholung?

Euro kurz vor der 1,10-Dollar-Marke - Endet hier die Erholung?
Euro-Dollar - Foto: weyo - Freepik.com

Der Euro-Dollar-Kurs (EURUSD) setzt seinen jüngsten Anstieg fort und steht kurz vor der Marke von 1,10 US-Dollar – aktuell bei 1,0949 USD. Am Dienstagmorgen notierte die Gemeinschaftswährung in der Spitze bei 1,0965 USD und erreichte damit ein Dreimonatshoch. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,0928 Dollar festgesetzt. Der Euro profitiert aber nicht von der eigenen Stärke, sondern von der Schwäche der US-Währung. Seit Anfang November befindet sich der Greenback in einem Abwärtssog. Das war auch der Zeitpunkt, an dem die Märkte begannen massiv auf Zinssenkungen der Fed zu wetten.

Euro profitiert von der Dollar-Schwäche

Obwohl die Währungshüter der Fed vor übertriebenen Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen warnen, preisen die Geldmärkte beharrlich eine Zinswende ein. Der Markt erwartet inzwischen vier Senkungen um insgesamt einen Prozentpunkt im kommenden Jahr. Dementsprechend hält die Dollar-Schwäche seit drei Wochen an, wovon der Euro schließlich profitiert.

Ein anhaltender Inflationsrückgang sowie die zuletzt etwas schwächeren US-Konjunkturdaten waren der Auslöser für den Dollar-Absturz. Der Dollar-Index sackte seit Anfang November bereits um 3,6% ab. Es stellt sich nun die Frage, wie weit der Dollar gegenüber dem Euro noch abwerten kann. Zumal es konjunkturell in der Eurozone deutlich schlechter aussieht als in den USA. Nicht nur, dass die Wirtschaft an der Schwelle zur Rezession steht, die EZB hatte außerdem signalisiert, dass der Zinsgipfel schon erreicht sei. Die Marktteilnehmer sehen eine 70-prozentige Chance auf eine erste Zinssenkung der EZB um einen Viertelpunkt im April ein – also noch früher als in den USA, wo erst im Mai mit einer Senkung gerechnet wird.

Am Abend richtet sich der Fokus auf die US-Geldpolitik, dann veröffentlicht die Fed das Protokoll ihrer letzten Sitzung. Marktteilnehmer erhoffen sich neue Hinweise auf ein mögliches Ende des Zinsanhebungszyklus bzw. auf Anzeichen für eine Zinssenkung. Aufgrund der Bedeutung der US-Geldpolitik auf den Wechselkurs von Euro-Dollar könnte es neue Impulse für das EURUSD-Paar geben.

EURUSD: 1,10-Dollar-Marke im Fokus

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Trotz der fundamentalen Schwäche des Euro setzt sich die impulsive EURUSD-Rallye fort. An dem wichtigen 61,8% Retracement bei 1,0959 Dollar kam die Aufwärtsbewegung jedoch vorerst zum Stoppen. Mit dem starken Wochenauftakt gestern behalten die Bullen aber weiterhin die Oberhand. Eine Trendfortsetzung in Richtung der runden Marke von 1,10 ist nach wie vor möglich. Doch in dem Bereich von 1,1005 und 1,1064 USD befinden sich weitere potenzielle Widerstände.

Kurzfristig gilt es die Marke von 1,0959 zu beobachten. Sollte der Euro-Dollar-Kurs darunter bleiben, könnte es zu Kursrücksetzern bis 1,0895 USD kommen, wo dann wieder ein Abpraller nach oben möglich wäre. Bei einem Rutsch unter die Unterstützung dürfte sich die Korrektur in Richtung 1,0833 USD ausweiten. EURUSD hat zuletzt eine leicht negative RSI-Divergenz im überkauften Bereich ausgebildet, was auf den Beginn einer Konsolidierung hindeuten kann.

EURUSD-Rallye erreicht das 61,8% Retracement

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1 Kommentar

  1. Ich würde jetzt meine Cash Reserven von Euro in Dollar umschichten. Gute Chace!

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