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Devisen

Euro vs US-Dollar: Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts belastet!

Agata Janik

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am

Euro Geldscheine

Die gestrige Kursentwicklung beim Euro vs US-Dollar wurde stark durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Thema Anleihekäufe der EZB beeinträchtigt. Die Richter in Karlsruhe haben gestern Vormittag verkündet, dass die EZB-Anleihekäufe teilweise gegen das deutsche Grundgesetz verstoßen. Die Bundesregierung hat es versäumt die Vorgänge genau zu überprüfen. Der EZB wurde des Weiteren eine dreimonatige Frist gesetzt, in der man einen umfassenden Bericht überliefern muss, in dem nachgewiesen wird, dass die Anleihekäufe dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entsprechen. Es wird vermutlich der EZB nicht ganz schwerfallen, die passenden Argumente zu finden und die Richter in Karlsruhe zufrieden zu stellen. Sollte es jedoch nicht gelingen, was eher unwahrscheinlich ist, dürfte die Bundesbank nicht mehr an dem Anleihekaufprogramm der EZB teilnehmen.

In den gestrigen Morgenstunden, bevor das Urteil verkündet wurde, befand sich der Euro zum US-Dollar noch in einem positiven Modus. Als jedoch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die News-Ticker lief, geriet der Euro enorm unter Druck. Der EUR/USD Kurs ist zwischenzeitlich um ca. 100 Pips gefallen und erreichte im Tief die Marke von 1,0824. Diese Unterstützung hat aber gehalten, und der Euro konnte sich anschließend wieder leicht erholen. Die 1,0900 „big figure“ konnte jedoch nicht mehr erreicht werden. Der Widerstand bei 1,0885 hat den Rebound unterbrochen. Am Nachmittag, während der amerikanischen Handelssitzung, bewegte sich der Euro zum US-Dollar überwiegend nur seitwärts in einer engen Range von ca. 30 Pips.

Der Euro-Sturz kam gestern sehr plötzlich und unerwartet, was bei vielen Bullen sicherlich zu einer schmerzhaften Niederlage geführt hat. Wer gestern undiszipliniert und ohne Stopp-Loss gehandelt hat, musste herbe Verluste hinnehmen. Nach solchen Marktbewegungen kehrt sehr oft Ruhe ein. Dies war gestern im Chartbild deutlich zu erkennen. Die Bären haben gejubelt und die Bullen haben die Wunden geleckt. Diejenigen, die zu dem Zeitpunkt noch nicht positioniert waren, haben sich über den entgangenen Gewinnt geärgert. Es war trotzdem ein spannender Handelstag beim Euro vs USD, der wieder wunderbar gezeigt hat, wie die menschliche Psyche funktioniert.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Mittwochmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,0836. Der Markt ist sehr ruhig und die Volatilität fehlt noch. Viele Händler werden sich noch in den nächsten Stunden vermutlich zurückhalten und die ersten Tendenzen abwarten. Der Euro ist momentan angeschlagen. Die Indikatoren im kurzfristigen Zeitfenster befinden sich zwar schon im Extrembereich. Doch damit der Euro eine Erholung erfahren kann, wird es frische Impulse im Markt brauchen. Sollten diese in den nächsten Stunden fehlen, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die Bären erneut die Short-Seite angreifen werden. Auf der Unterseite wartet auf den Major die erste signifikante Unterstützung bei 1,0800. Damit aber diese erreicht werden kann, muss zuerst das letzte Tief von gestern bei 1,0824 durchbrochen werden. Es wird auch nicht ganz leicht sein, denn in diesem Bereich werden die Bullen ihre Kauforders platzieren.

Sollte es dem Euro vs US-Dollar gelingen einen Rebound einzuleiten, wird der Kurs auf die erste Hürde bei 1,0863 (420er Moving Average) treffen. Wenn sich genügend Dynamik entwickelt, kann der Major noch weiter bis 1,0885 steigen. Hier kann der Kurs vorerst ausgebremst werden. Die 1,0900 „big figure“ wird vorläufig für den Euro ziemlich schwer zu erreichen sein. Der Daily Pivot Point beim Euro zum USD liegt heute bei 1,0863. In diesem Bereich trifft der Major also auf einen doppelten Widerstand.

Euro vs US-Dollar im Kursverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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