Devisen

Euro vs US-Dollar: Warum der Euro die 1,1000 Marke sehen will

Das Euro-Symbol

Obwohl in den meisten europäischen Ländern gestern noch ein Feiertag war, wurde der Euro und die anderen Währungen am Devisenmarkt ganz normal gehandelt. Zugegeben, an solchen Tagen zu traden, ist nicht immer leicht, da die Umsätze geringer sind. Es entstehen dadurch oft kurzfristige Schwankungen, die den Preis unerwartet bewegen. Auf der anderen Seite gibt es Händler, die sich auf solche Marktlagen spezialisieren und extra dafür Strategien entwickeln. Euro zum US-Dollar bewegte sich in der gestrigen Session überwiegend in die südliche Richtung. In den Morgenstunden haben die Long-Trader noch einmal versucht, den Preis nach oben zu treiben. Der Widerstand bei 1,0965 hat sich jedoch erneut als zu stark erwiesen. Es kam zu einer Enttäuschung am Markt und die Bullen mussten sich geschlagen geben. Anschließend wurde der Euro wieder abverkauft.

Zwischenzeitlich verlor die europäische Leitwährung zum US-Dollar über 70 Pips. Im Low notierte gestern der Euro vs USD bei 1,0890. In diesem Bereich wurde der Euro aber wieder gesucht und der Kurs konnte sich in den Abendstunden wieder erholen und schloss gestern den Handel bei ca. 1,0920. Das Coronavirus breitet sich in Europa weiter aus, aber die Infektionskurve flacht in den meisten Ländern bereits da. Diese positive Entwicklung trägt dazu bei, dass immer mehr Länder den Exit vorbereiten und Schritt für Schritt umsetzen wollen. In Österreich dürfen die kleinen Läden wieder öffnen, in Spanien darf man wieder auf Baustellen und im Industriesektor arbeiten und in Dänemark werden die Kinder wieder in die Schule gehen.

Auch in Deutschland wird die Regierung diese Woche den Exit Plan vorstellen. Da auch hierzulande die Entwicklung positiv zu sehen ist, rechnen die meisten Experten und die Bevölkerung mit baldigen Lockerungen. Diese Maßnahmen werden sich auch auf den Euro positiv auswirken. Da in den USA die Lage nach wie vor dramatisch ist, wird vermutlich der Euro von den Lockerungen in Europa mehr profitieren. Präsident Donald Trump wird die Grenzen weiter geschlossen halten, aber auch er will die Wirtschaft so schnell, wie möglich wieder reaktivieren, da der Lockdown die Amerikaner massiv belastet.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell (Dienstagmorgen) notiert der Euro zum US-Dollar bei ca. 1,0944. In der asiatischen Sitzung heute Nacht wurde der Euro ziemlich aktiv gehandelt. Der Kurs konnte sich weiter erholen und erreichte im Hoch den Widerstand bei 1,0945. Die fernöstlichen Wertpapiermärkte haben sich ebenfalls auf breiter Front von der freundlichen Seite gezeigt.

Aus technischer Sicht stehen die Chancen für einen Long beim Euro vs US-Dollar heute ganz gut. Die Indikatorenlage ist positiv gestimmt, was den Euro weiter stärken kann. Es wird entscheidend werden, ob der Major es schafft, den signifikanten Widerstand bei 1,0965 zu erobern. In diesem Bereich sitzen auch viele Short-Orders, deswegen wird es viel Dynamik benötigt, um diese Marke zu brechen. Sollte es der Euro schaffen, wird der Weg bis 1,1000 frei sein. Hier könnte der Kurs eine kleine Pause einlegen. Wenn widererwartend der Widerstand bei 1,0965 halten sollte, werden die Bären versuchen, den Euro wieder zu drücken. Auf der Unterseite wartet auf den Major die erste wichtige Unterstützung bei 1,0901. Sollte auch diese brechen, kann der Kurs weiter bis 1,0885 fallen. Der Daily Pivot Point beim Euro zum US-Dollar liegt heute bei 1,0926.

Euro vs US-Dollar im Kursverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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